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Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Pingu » Mo Okt 17, 2016 18:23

Hallo,
mal ein paar Fragen an die Profis, die sich mit ökologischer Landwirtschaft auskennen:
Ich habe ca. 3000m2, aufgeteilt in 3 Felder, auf denen Kartoffeln anbaue. Jedes Jahr wird ein Feld bewirtschaftet. Zur Verfügung steht mir ein IHC D214 ohne Hydraulik, aber mit einem Pickup-Kran am Heck und einer Handhydraulik. Ausserdem ein kleiner Beetpflug, eine Zinkenegge, ein einschariger Häufelpflug und ein alter Grubber den man an ein Pferd hängen kann. Also Landwirtschaft wie vor 60 Jahren.
Ich verzichte konsequent auf Spritzmittel aller Art.

Nun habe ich natürlch jedes Jahr erhebliche Schwierigkeiten, das Feld nach der Ernte wieder aufzubereiten. Unkraut und dichtes Gras haben sich ausgebreitet und der kleine Pflug kommt kaum noch durch. Heute hats den Grubber zerlegt, den ich einfach an den Trecker gehängt habe.
Hat mir jemand einen Tipp? Wie kann ich das Feld aufbereiten, ohne tausende von Euro in neue Maschinen zu investieren? Habs schon mit Gründdüngung auf brachliegenden Flächen probiert, aber Unkraut und Gras gewinnen fast immer.
Geht es heute wirklich nicht mehr ohne Unkrautvernichtungsmittel?

Grüße
Pingu
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Florian1980 » Mo Okt 17, 2016 18:38

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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Mo Okt 17, 2016 19:25

jakobskreuzkrautblueten.jpg
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Grenzwächter » Mo Okt 17, 2016 20:25

Was will uns dieser Beitrag sagen?

Findet er das Kraut schön.

Will er wissen was es für ein Kraut ist?

Fragen über Fragen :mrgreen: :lol:
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon KarlGustav » Mo Okt 17, 2016 20:31

Pingu hat geschrieben:Hallo,
mal ein paar Fragen an die Profis, die sich mit ökologischer Landwirtschaft auskennen:
Ich habe ca. 3000m2, aufgeteilt in 3 Felder, auf denen Kartoffeln anbaue. Jedes Jahr wird ein Feld bewirtschaftet. Zur Verfügung steht mir ein IHC D214 ohne Hydraulik, aber mit einem Pickup-Kran am Heck und einer Handhydraulik. Ausserdem ein kleiner Beetpflug, eine Zinkenegge, ein einschariger Häufelpflug und ein alter Grubber den man an ein Pferd hängen kann. Also Landwirtschaft wie vor 60 Jahren.
Ich verzichte konsequent auf Spritzmittel aller Art.

Nun habe ich natürlch jedes Jahr erhebliche Schwierigkeiten, das Feld nach der Ernte wieder aufzubereiten. Unkraut und dichtes Gras haben sich ausgebreitet und der kleine Pflug kommt kaum noch durch. Heute hats den Grubber zerlegt, den ich einfach an den Trecker gehängt habe.
Hat mir jemand einen Tipp? Wie kann ich das Feld aufbereiten, ohne tausende von Euro in neue Maschinen zu investieren? Habs schon mit Gründdüngung auf brachliegenden Flächen probiert, aber Unkraut und Gras gewinnen fast immer.
Geht es heute wirklich nicht mehr ohne Unkrautvernichtungsmittel?

Grüße
Pingu


Du musst fachgerecht arbeiten und Leguminosen ausbringen. Sonst wird das nix.
Karl
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Pingu » Mo Okt 17, 2016 20:33

Hmm....also ne Hacke hab ich schon. Und vom Kreuzkraut bin ich bislang verschont geblieben.
Vielleicht gibts hier auch noch Idealisten, die mir eine ernsthafte Antwort haben.

@KarlGustav: hast du mir n Tipp, welche Leguminosen als Gründünger gut geeignet sind und sich gut unterpflügen lassen? Bislang hab ichs mit Buchweizen und Lupinen probiert, das war aber nix. Unkraut explodiert trotzdem.
Zuletzt geändert von Pingu am Mo Okt 17, 2016 20:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Welfenprinz » Mo Okt 17, 2016 20:34

Wenn die Quecken erstmal so richtig wuchern wirst du es mit deiner Ausrüstung sehr,sehr schwer haben. So ne Hoppelegge,die darüber wegspringt zieht keine Rhizomwülste raus.
Bei 3000 qm kannst du über eine Einachsfräse nachdenken. Aber kein Spielzeug sondern 15 PS mit 80 cm Arbeitsbreite. Damit im Frühjahr wenns trocken wird alle 10-14 Tage dabei,ist zwar ne Bodenvergewaltigung,schwächt die Quecken aber(einmaliges Fräsen vermehrt sie)
Also die Fräse leihen,nicht kaufen.
Dann schnell wachsende ,deckende Zwischenfrucht,die geschröpft oder gemäht wird.
Danach müsstest du dann auch mit deinem Equipment wieder in der Lage sein,mit dem Pflug sauber unter die Quecken zu packen und sie dann mit Egge oder Grubber rauszuziehen.

Früher wurden sie zur Sicherheit dann auch noch verbrannt. -:))
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Pingu » Mo Okt 17, 2016 20:40

Danke für den ausführlichen Beitrag. Gibt es solche Fräsen auch zum Anhängen an den Traktor? Zapfwelle ist vorhanden, eben nur keine Hydraulik.
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Welfenprinz » Mo Okt 17, 2016 21:38

https://www.boels.de/mieten/garten-park ... ehrfraesen

Ca 100 € Leihe am Tag.
Kaufst du ne 40 Jahre alte Fräse für einen 40 PS -Trecker gibst du das Geld dann noch für Ersatzmesser aus oder das Ding fliegt dir eh um die Ohren.

So ne ordentliche Einachsfräse ist wirklich nicht schlecht. Passt auch zu der Fläche
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Lorch » Di Okt 18, 2016 18:28

Hallo Pingu,
das hört sich an, wie wenn 2000 m² der 3000 m² mehr oder weniger jedes Jahr brach liegen. Wenn das so ist, hat das Unkrautja freilich beste Voraussetzungen um sich breit zu machen.
Ohne vernünftige Bewirtschaftung wirst du dem Unkraut dann nicht Herr werden.
Gruß
Echi
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon heico » Di Okt 18, 2016 20:19

Verstehe ich richtig, dass du nur 1/3 der Fläche nutzt? Wenn ja, dann hast du doch 2 Jahre Zeit, um das Feld blitzeblank zu ackern.
Du solltest über eine einfache Fruchtfolge nachdenken. Im 1. Jahr ackerst du dann ab April jede Woche mit dem Grubber durch ca bis 24. Juni.
Danach pflügen und einen 2-jährigen Klee säen (Rotklee/Weißklee), der dann das Land sauber hält, wenn er gemulcht wird.
Je nach Boden wird dann vor Kartoffeln im Herbst oder Frühjahr gepflügt.
Für alle Arbeiten gibt es sehr günstige kleine gebrauchte Maschinen.

Kreuzkraut stört dich bei der Fruchfolge nicht und kann sich sowieso nicht etablieren.
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Pingu » Mi Okt 19, 2016 6:25

Stimmt, 2/3 der Fläche baue ich nix an, da ich nur Kartoffeln möchte und da brauchts eben eine gewisse Pause, 3 Jahre sehe ich als Minimum. Naja, so richtig brach liegt der Rest aber auch nicht, denn ich hatte ja Gründünger ausgesät. Der konnte sich leider gegen das Unkraut nicht wirklich durchsetzen.
Also mit Unkraut meine ich vor allem Hundskamille, Quecke und Distel.
Klee hatte ich dieses Jahr ausgesäät, aber es war wohl zu trocken, der keimte nicht.
Mit meinem Beetpflug bleibe ich da regelmässig hängen. Eigentlich bräuchte ich ne Heckhydraulik mit nem vernünftigen Grubber, dann wäre das wohl eher machbar mit der Pflege. Aber Hydraulik kann man am D214 wohl nicht nachrüsten, also müsste ich ihn evtl. verkaufen, ne andere Lösung seh ich grad nicht.

Danke für eure Beiträge
Pingu
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Mi Okt 19, 2016 7:34

Ja. Verkauf den Traktor und hohl dir einen mit Hydraulik. Daran wirst du deutlich mehr Freude haben.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Südheidjer » Mi Okt 19, 2016 13:22

Pingu hat geschrieben:Aber Hydraulik kann man am D214 wohl nicht nachrüsten, also müsste ich ihn evtl. verkaufen, ne andere Lösung seh ich grad nicht.


Schau mal nach, ob es den D214 nicht auch mit Hydraulik gab. Laut Wikipedia gabs das als Sonderausstattung:

https://de.wikibooks.org/wiki/Traktorenlexikon:_IHC_D_214

Dann könnteste dir eventuell einen mit Hydraulik zum Umbau/Schlachten holen oder einfach einen zweiten D214 mit Hydraulik und dann bei Bedarf später aus zwei mach eins.
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Re: Fragen zu ökologischer Landwirtschaft

Beitragvon Birlbauer » Mi Okt 19, 2016 15:09

Ohne Spritzmittel ist nach meiner Erfahrung der beste Weg, mit Quecke fertig zu werden zunächst im Sommer den Boden konsequent offen zu halten. Bei Deiner Ausrüstung musst Du dafür aber vermutlich Fräsen, danach ist Grubbern möglich. Quecke kann Wurzelplacken bilden, die meinen Vorgrubber mit 45cm Zinkenabstand verstopft haben.
Danach Gründüngung, die gut unterdrückt. Ramtillkraut (keine eigene Erfahrung) oder Wickroggen. Ramitllkraut friert ab, dürfe im nächsten Jahr für Dich gerade so bearbeitbar sein, Wickroggen überwintert und macht die Masse im Frühjahr, braucht dann einen guten Mulcher, Rasenmäher ist da nicht mehr. Bindet dafür Stickstoff. Ansonsten überlege Dir, wie Du sinnvoll die Flächen sonst bearbeiten / Nutzen kannst, weil alle drei Jahre nur etwas Anbauen ist immer der gleiche Mist. Guter Einsachser oder Heckhydraulik würde Dein Leben wesentlich vereinfachen.
Mit dem Aufwuchs vom Wickroggen kannst Du die Kartoffeln mulchen - aber auch hier: Plackerei oder Technik und Geld.. (Webgalerie von Franz Brunner - funktioniert leider gerade nicht)
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