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Frei-Flächen-PV

Umwandlung von Sonnenenergie in Strom.
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38 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Frei-Flächen-PV

Beitragvon langer711 » Mo Jul 06, 2026 14:14

Hier in der Gegend treten grade Großinvestoren an die Flächeneigner heran.
Entlang einer Bahntrasse sollen auf beiden Seiten 200 Meter breite Streifen mit FF-PV bebaut werden.

Die Flächen-Eigentümer sind im Moment noch überfordert.
Da gibt’s ja vieles zu beachten bei den Verhandlungen.
Pachtpreis ist nur der kleinste Brocken.
Inflationsausgleich (30 Jahre Laufzeit)
Ackerstatus
Rückbau

Wer hat das Ganze schon durchlebt?
Irgendwelche Tips?

Die Eigentümer haben sich jetzt zu einer Gruppe zusammengetan.
Zwei Firmen schrieben die Eigentümer bisher an.
Eine Dritte Firma soll jetzt von den Eigentümern angefragt werden.
Diese Firma will sowieso etwas bauen in direkter Nachbarschaft.

Alle Firmen wollen PV errichten, ja, und gleichzeitig Stromspeicher für etwa 2Stunden.
PV Strom der Mittagssonne soll den Speicher laden.
Von hier aus soll der Strom abends/nachts eingespeist werden.
So will man mehr Rendite erzielen.

Es macht auch wenig Sinn, sich dagegen zu sträuben.
Es stehen etwa 4000€ Pachtpreis je ha im Raum, da werden Viele unterschreiben und als Ackerbauer kannst soviel Geld ohnehin nicht bezahlen.
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon allgaier81 » Mo Jul 06, 2026 14:27

Moin, es gibt dazu schon reichlich Material zum Nachlesen und auch die Fachzeitschriften haben sich zu dem Thema bereits ausgelassen.
Dickster Brocken ist eigentlich die Steuerbelastung beim Vererben oder eine Betriebsübergabe.
Wenn jetzt der Senior/ ältere Betriebsinhaber nur die schnelle Kohle sieht haben die Erben/ Übernehmer dann den dicken Brocken und dürfen es wie Gewerbefläche versteuern.

https://www.landvolk-mittelweser.de/sit ... uerung.pdf
Gruß, allgaier
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon strokes » Mo Jul 06, 2026 15:04

Dann die Fläche jetzt gleich dem Enkel übergeben?
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon Sturmwind42 » Mo Jul 06, 2026 16:40

Nein der Verpächter muss/soll sich mit 1 oder 2 % an der Anlage beteiligen, dann wäre das kein Problem .
Ackerstatus ? Na der ist dahin bis zur nächsten globalen Hungersnot , Pest , Seuche oder sonst was . Unter derzeitigen Bedingungen hast hinterher ein wertloses Biotop.
Deshalb wenn sowas in der Richtung , dann Agri PV .
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon langer711 » Mo Jul 06, 2026 17:27

Bei einer Flächengröße von <2 ha wird wohl der Freibetrag selten geknackt beim Vererben.
Hier sind relativ kleine Flächenstrukturen und diese Planung verteilt sich auf rund 30 Eigentümer.

Ackerstatus:
Es wurde gesagt, das der Ackerstatus nicht verloren geht, weil unter bestimmte Regeln eingehalten werden.
Details wurden nicht diskutiert - noch nicht.
Ist ja alles noch im Keim.
Ich war nicht bei dem Vortrag, aber ich traue solchen „Versprechen“ erstmal nicht.
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon 240236 » Mo Jul 06, 2026 17:29

langer711 hat geschrieben:Bei einer Flächengröße von <2 ha wird wohl der Freibetrag selten geknackt beim Vererben.
Hier sind relativ kleine Flächenstrukturen und diese Planung verteilt sich auf rund 30 Eigentümer.

Ackerstatus:
Es wurde gesagt, das der Ackerstatus nicht verloren geht, weil unter bestimmte Regeln eingehalten werden.
Details wurden nicht diskutiert - noch nicht.
Ist ja alles noch im Keim.
Ich war nicht bei dem Vortrag, aber ich traue solchen „Versprechen“ erstmal nicht.
Das mit dem Ackerstatus; Da traue ich der Regierung am wenigsten
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon langholzbauer » Mo Jul 06, 2026 17:45

Was nützt der Ackerstatus , wenn da geplant 20 Jahre PV drauf steht?

Ausgleichsflächen zum Ackern wird es in der Nähe nicht für die bisherigen Bewirtschafter geben.
Als betroffener Bewirtschafter/ Pächter muß man dann auch hart genug sein und sich den Nutzungsausfall bis zum Ende der Pachtlaufzeit einfordern.
Andererseits bleibt es wichtig , die sonstigen Pachtverträge genau zu prüfen, damit nicht sogar noch zusätzliche Flächen durch Trassen und Ausgleichsmaßnahmen betroffen werden.
Letztlich verändern solche Projekte durch die gezäunten PVA die Bejagung.
Was auch neue Probleme in der Bewirtschaftung der restlichen Gemarkung aufwirft.
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon Sturmwind42 » Di Jul 07, 2026 16:16

Bei 2 ha Fläche werden aber die Investoren sehr überschaubar sein !

Und dann geht es doch darum, was ist mit der Fläche hinterher ? Und da ist sehr wohl wichtig ob der Ackerstatur noch vorhanden ist oder nicht .

Noch ein interessanter Aspekt : Die Investoren wollen ja nur pachten aber auf keinen Fall selbst eine Fläche kaufen, dieser Umstand finde ich sollte zu denken geben !
Wie war es seinerzeit bei den Photovoltaikanlagen , da ist doch auch Industrie und Handel nicht drauf angesprungen , oder kennt ihr einen Discounter der belegt ist ? Ich nicht . Wobei ich das nicht verstehe ..
Warum sind die nicht aufgestiegen auf den Zug ?
Warum heute in der Freifläche nur Pacht ? Wo liegt das Problem ?
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon holzerhobby » Di Jul 07, 2026 16:34

[quote="Sturmwind42"]Bei 2 ha Fläche werden aber die Investoren sehr überschaubar sein !


Wie war es seinerzeit bei den Photovoltaikanlagen , da ist doch auch Industrie und Handel nicht drauf angesprungen , oder kennt ihr einen Discounter der belegt ist ? Ich nicht . Wobei ich das nicht verstehe


@Sturmwind:
Die Antwort ist ganz einfach, in der heutigen Wirtschaft wird Max 5, eher 3 Jahre kalkuliert.
Was interessiert einen angestellten „Manager“, was für ihn in vielen Jahren bonusrelevant sein könnte, falls er noch in der Firma ist.
Solche langfristigen Planungen verbrauchen das Kapital, um kurzfristig den Bonus in die Höhe zu treiben.
Das erklärt m.E. auch manche Entwicklungen und Entscheidungen in div. Firmen.
Eigentümergeführte Firmen haben i.d.R. einen deutlich längeren Horizont.
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon langholzbauer » Di Jul 07, 2026 16:41

@Langer meinte vermutlich max. 2ha/ Eigentümer bei einem deutlich größerem Projekt.

Und ja.
"Wie war es seinerzeit bei den Photovoltaikanlagen , da ist doch auch Industrie und Handel nicht drauf angesprungen , oder kennt ihr einen Discounter der belegt ist ? Ich nicht . Wobei ich das nicht verstehe ..
Warum sind die nicht aufgestiegen auf den Zug ?"

Neu errichtete Einkaufszentren sind seit einigen Jahren mit PV belegt.
Die Bestandsgebäude hatten nicht selten Probleme mit der Statik , überhaupt PV tragen zu können.
Günstiger Flachbau mit Brettbindern aus den 90'er Jahren war eben schon für hohe Schneelasten sehr knapp gerechnet.
Nichts desto trotz rüsten hier in der Region viele Betriebe ihre geeigneten Gebäude mit PV auf.
Und das ist m.M.n. der bessere Weg.
Bevor nur 1m² Naturfläche mit PV überbaut wird, sollten alle möglichen versiegelten Flächen, schon wegen der räumlichen Nähe zum Verbrauch genutzt werden.
Und da darf man sich auch vom Gedanken der Dächer verabschieden.
Bei aktuellen PV- Kosten lohnen auch ( unverschattete) Wände nach Süden bis Südwest, wenn mann den Strom selbst nutzen kann.
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon langer711 » Di Jul 07, 2026 21:26

Ja, meist kleine Flächen <2ha von vielen Eigentümern.
Insgesamt kommen etwa 50ha in Frage.
Mancher Eigentümer macht nicht mit.
Aber 40ha werden wohl mitmachen.
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon Sturmwind42 » Mi Jul 08, 2026 7:08

langholzbauer hat geschrieben:Neu errichtete Einkaufszentren sind seit einigen Jahren mit PV belegt.
Also wenn ich schnell mal 10 Märkte bei Googlemaps abfliege , dann ist NUR auf zweien eine Anlage drauf , eine ganzflächig , die andere nur teilweise .
Dann glaube ich kaum dass da die Mieter , also die Lebensmittelketten das Sagen haben , das wird schon der Gebäude-Investor entscheiden . Dieser wird sicher länger denken als der Manager der Kette .
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon 240236 » Mi Jul 08, 2026 7:33

Aldis haben alle Photovoltaik. Aber mit den anderen gebe ich Sturmi Recht. In der nächsten Stadt, da ist ein Platz, da gehören alle Gebäude einem Eigentümer, und da ist auf keinem Gebäude eine PV.
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon bauer hans » Mi Jul 08, 2026 9:13

Die Gemeinde muss zustimmen :!:
Bei mir haperte es daran,obwohl alles geregelt war,die Gemeinde hat jetzt eine eigene Fläche in Angriff genommen,um eine Bürger-PV-Anlage zu bauen.
Meine 4ha hätten über 17000 Pacht gebracht :prost:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Frei-Flächen-PV

Beitragvon 304 » Mi Jul 08, 2026 20:18

bauer hans hat geschrieben:Meine 4ha hätten über 17000 Pacht gebracht :prost:

Und wieviel hättest du nach Ende der Laufzeit zahlen müssen?

Es ist aktuell schon ein Steuerproblem und heute ist die Gesetzlage nach Ende der Laufzeit nicht absehbar. Kann zusätzliche Steuern, zusätzliche Auflagen, Haftungsfragen sowie dauerhafte Nutzungsbeschränkungen der Flächen geben.

Der Gesetzgeber hat noch ein paar Jährchen Zeit die Gesetze anzupassen, aber bei den Windrädern gibt es einen Vorgeschmack.
Ich finde keine ordentlichen Quellen, aber fürs Grobe reichts: https://bi-frankenau.de/rueckbaukosten- ... -wirklich/
Rechtlich entscheidend ist ein Punkt, der vielen Betroffenen nicht bewusst ist: Zustandsstörer ist der Grundstückseigentümer. Reicht die Sicherheitsleistung des Betreibers nicht aus oder ist dieser nicht mehr leistungsfähig, kann die Behörde den Rückbau dennoch anordnen – notfalls im Wege der Ersatzvornahme.


Wenn man sowas macht, dann macht man das selbst und mit der richtigen Rechtsform (> Haftungsbeschränkung). Nicht andere die Gewinne abschöpfen lassen und das Risiko auf den Grundstückseigentümer abwälzen lassen. Hat schon seine Gründe wieso die nie kaufen wollen sondern immer nur pachten.
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