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Fruchtfolge bei Mulchsaat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Michl34 » Mi Jun 09, 2010 17:43

Hallo,
ich stelle seit einiger Zeit auf pfluglose Bodenbearbeitung um.
Hierbei gibt es bei mir ein paar Probleme:
1. Wg nach WW Probleme mit Durchwuchs wie könnte man das lösen?
2. WW nach Silomais Fusarium?

Unsere Fruchtfolge ist bis jetzt:
WR WW WG und meistens nach WW SM.
Und dann je nachdem, nach dem Mais WW oder WG je nach Silagezeitpunkt.
Hin und wieder kommt noch Weidelgras/Kleemischung dazu, aber eher selten.
Am liebsten würde ich diese Früchte so beibehalten, weil Erbsen und co doch zu wenig Ertrag haben.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein Paar Tipps geben könntet, wie ihr das so macht.
Michl34
 
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon thunderstruck » Mi Jun 09, 2010 17:52

Michl34 hat geschrieben:Hallo,
ich stelle seit einiger Zeit auf pfluglose Bodenbearbeitung um.
Hierbei gibt es bei mir ein paar Probleme:
1. Wg nach WW Probleme mit Durchwuchs wie könnte man das lösen?
2. WW nach Silomais Fusarium?

Unsere Fruchtfolge ist bis jetzt:
WR WW WG und meistens nach WW SM.
Und dann je nachdem, nach dem Mais WW oder WG je nach Silagezeitpunkt.
Hin und wieder kommt noch Weidelgras/Kleemischung dazu, aber eher selten.
Am liebsten würde ich diese Früchte so beibehalten, weil Erbsen und co doch zu wenig Ertrag haben.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein Paar Tipps geben könntet, wie ihr das so macht.

Hallo, ich wirtschafte pfluglos. "Isch ahbe gar keine Pflug...". Die Maisstoppel solltest du ganz klein dückern, dann einarbeiten, mit Scheibenegge oder was du so hast. Ich baue nach Mais SW an, was aber an meinem Boden liegt. WW müßte sonst auch gehen. Mit Fusarien hatte ich bislang keine Probleme. Wenn ich WG anbaue (nach WW), dann lasse ich die paar Hektar vom Nachbarn pflügen. WG pfluglos geht nur unter bestimmten Bedingungen. Ich habe die Beobachtung gemacht, daß man mit einer Direktsaatmaschine a la Moore WG nach WW anbauen kann. Die WG wird direkt, also ohne Bodenbearbeitung in die ergrünte WW-Stoppel gedrillt und der Aufwuchs möglichst umgehend totgespritzt. WG keimt schnell! Dann gibt es nicht die Probleme als wenn du den Boden vor oder zur Saat nochmal anrührst und noch weitere Weizenkörner zum Keimen anregst.
Die Erinnerung ist das einzige Gefängnis,
aus welchem wir nicht fliehen können.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Meini » Mi Jun 09, 2010 18:24

Zu Durchwuchs Gerste : Du musst die erste Bearbeitung sehr flach max 4cm besser 2-3cm und gut angewalzt durchführen, z.B.mit der Scheibenegge und Keilringwalze oder mit einem Alrounder von Köckerling mit STS Walze(hab ich und geht gut kostet die Hälfte wie eine Scheibenegge) , dann kriegst du das in den Griff. Flügelschargrubber mit Rohrstabwalze sind dafür ungeeignet.

Zu Fusarium nach Silomais , ist nicht wirklich ein großes Problem ich wähle dann Sorten mit hoher Resistenz. hab da noch nie Probleme gehabt. Kollege macht das nach Körner- Mais dann wird allerdings gemulcht, nach Silo-Mais halte ich das für überflüssig.

Gruß Meini
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon CarpeDiem » Mi Jun 09, 2010 18:51

Also ich denke auch, dass nach Körnermais das Fusarium Problem grösser ist, als nach Silomais der ja abgefahren wird. Da liegen doch ganz andere Mengen Ernterückstände auf dem Acker!
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Michl34 » Mi Jun 09, 2010 19:30

Naja das mit dem Rückverfestigen ist ein bisschen ein Problem. Ich habe einen 4 balkigen Grubber mit nachlaufender Scheibenegge ohne Rückverfestigung. Dann müsste ich evtl miteiner Cambridge nachfahren?
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Crazy Horse » Mi Jun 09, 2010 20:26

Ich würd an Deiner Stelle einfach die Winter(futter)gerste nach Raps anbauen und erst das Jahr drauf den Weizen. Wenn Du die Erträge von der Blattfruchtgerste und vom Stoppelweizen zusammenzählst, hast Du meistens einen höheren Gesamtertrag als in der klassischen Fruchtfolge Raps - Weizen - Gerste.

Die Gerste geht nach der Vorfrucht Raps sehr viel besser ab als nach einer Mulchsaat mit Vorfrucht Weizen. Da reichen oftmals 200 - 250 Kö/qm (bei mz. Sorten) aus und auch der Infektionsdruck mit dem Gelbverzwergungsvirus ist deutlich geringer als nach der Vorfrucht Weizen.

Ich hab dieses Jahr sehr viel Stoppelweizen, weil sich die Winterbraugerste bei diesen bescheidenen Erzeugerpreisen nicht rentiert, und kann bis auf einen schwachen Acker (einer Kuppe), auf dem der Weizen etwas ausgewintert ist, keinen Unterschied zum Blattfruchtweizen (nach Raps) ausmachen. Wenn Du den Stoppelweizen im Frühjahr etwas kräftiger mit Stickstoff und Schwefel andüngst, entwickelt der sich genausogut wie der Blattfruchtweizen, während bei der Gerste der Ertrag schon im Herbst fixiert wird.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon countryman » Mi Jun 09, 2010 23:04

Zu Durchwuchs Gerste : Du musst die erste Bearbeitung sehr flach max 4cm besser 2-3cm und gut angewalzt durchführen, z.B.mit der Scheibenegge und Keilringwalze oder mit einem Alrounder von Köckerling mit STS Walze(hab ich und geht gut kostet die Hälfte wie eine Scheibenegge) , dann kriegst du das in den Griff. Flügelschargrubber mit Rohrstabwalze sind dafür ungeeignet.


kann ich bestätigen. 2x Kurzscheibenegge und "meistens" klappt es mit der WG nach WW. Habe schon über 100dt/ha so gedroschen, ohne sichtbaren Weizenbesatz. (Strunzmodus wieder aus)
Ich stehe auf die WG-Sorte Lomerit, die im Schossen einfach wüchsiger ist als andere und den Weizen deutlicher bedrängt. Ich mache das schon 5 Jahre so und musste nur mal einzelne Parzellen totspritzen.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Michl34 » Do Jun 10, 2010 12:52

Also Danke mal für die vielen Antworten. Also des mit der WG nach dem Raps hab ich mir auch schon überlegt, aber dann müsste ich irgendwann nach Weizen Raps bauen, der bei uns erst um den 10.8 herum eher später reif ist. Nun müsste ich ja schon 2 Wochen später den Raps rein sähen, dann hab ich ja WW nachauflauf ohne Ende oder? Gut den kann ich zwar mit Fusilade nieder machen, aber wenn mir da das meiste aufläuft bekomm ich aber Probleme mit dem Raps, der am Anfang dann stark unterdrückt wird.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Falk » Do Jun 10, 2010 16:37

Also Ohne Pflug auf dauer ist eh nix!
Pfluglos ist toll, und ist auch echt gut, aber ab und an ist es gut den Boden zu wenden, das mache ich zu Gerste!
Woher soll Ich wissen was Ich denke, bevor Ich nicht gehört hab was Ich sage!?
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Fossi » Fr Jun 11, 2010 8:30

Falk hat geschrieben:Also Ohne Pflug auf dauer ist eh nix!
Pfluglos ist toll, und ist auch echt gut, aber ab und an ist es gut den Boden zu wenden, das mache ich zu Gerste!


:!:

Wir haben schon vor etlichen Jahren auf pluglos umgestellt. Aber letztlich haben wir dann doch wieder einen Pflug gekauft. Alle 3 - 4 Jahre werden die Parzellen gepflügt. Die Erfahrung zeigt einfach, daß der Krankheitsdruck, gerade bei Getreide, nicht mehr so groß ist.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon hans g » Fr Jun 11, 2010 8:50

Fossi hat geschrieben:Wir haben schon vor etlichen Jahren auf pluglos umgestellt. Aber letztlich haben wir dann doch wieder einen Pflug gekauft. Alle 3 - 4 Jahre werden die Parzellen gepflügt. Die Erfahrung zeigt einfach, daß der Krankheitsdruck, gerade bei Getreide, nicht mehr so groß ist.

verstehe ich nicht---wieso mehr "krankheitsdruck" bei getreide---haste denn die fruchtfolge nicht verändert :idea:
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon CarpeDiem » Fr Jun 11, 2010 9:13

Na hans g, stell dich doch nicht so an! Selbstverständlich wurden durch "pfluglos" z.B. die Fusarien, oder auch die Trespen erst richtig herangezüchtet.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon hans g » Fr Jun 11, 2010 10:08

CarpeDiem hat geschrieben:Na hans g, stell dich doch nicht so an!

....ich bin in DEM punkt noch LEHRLING.....
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon thunderstruck » Fr Jun 11, 2010 10:29

Ich habe die Fruchtfolge damals bei Pflugverzicht nicht umgestellt. Leider lassen sich nämlich gewisse Sommerungen wie z.B. Leguminosen nicht so gut vermarkten, wobei ich denke, daß man vielleicht eher dazu übergehen sollte, den Deckungsbeitrag der gesamten Fruchtfolge zu betrachten als den einer einzigen Frucht. Mache ich bisher rein aus Bequemlichkeit aber nicht. Also gibts bei mir hauptsächlich ZR-WW-WW-WW oder WR-WW-WW-WG. Die Haferfläche und den Silomais lasse ich jetzt mal außen vor, da der Mais auf einem speziellen Standort wächst und der Hafer immer nur dort, wo ich einen Schlag mangels Quote nicht komplett mit ZR bestellen kann. Also habe ich eine sehr WW-betonte Fruchtfolge. Fusarien sind bei mir nicht das Problem, nie gewesen. Ich habe dagegen mitunter ein Braunrostproblem, was aber nicht direkt mit dem Pflugverzicht zusammenhängt, aber indirekt schon, denn ich baue recht viel Dekan an da er eigentlich gesund ist und sich somit für die Mulchsaat gut eignet. Leider hat er schnell Braunrost. Vor Fuchsschwanz hatte ich anfangs etwas Angst, aber der ist wider Erwarten nicht mehr geworden. Die Trespe allerdings schon, was mir besonders in diesem Jahr sehr aufgefallen ist. Aber auch gepflügte Flächen der Nachbarn sind nicht ohne Trespe. Es geht ja auch nur um die Ränder, also werde ich kommende Saison mal eine spezielle Randbehandlung machen, mit Broadway zum Beispiel, was in diesem Frühjahr in der Fläche eine sensationelle Wirkung gezeigt hat. Bislang habe ich jede Herausforderung einigermaßen gemeistert und bereue es nicht, auf den Pflug verzichtet zu haben.
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Re: Fruchtfolge bei Mulchsaat

Beitragvon Meini » Fr Jun 11, 2010 11:19

hans g hat geschrieben:
Fossi hat geschrieben:Wir haben schon vor etlichen Jahren auf pluglos umgestellt. Aber letztlich haben wir dann doch wieder einen Pflug gekauft. Alle 3 - 4 Jahre werden die Parzellen gepflügt. Die Erfahrung zeigt einfach, daß der Krankheitsdruck, gerade bei Getreide, nicht mehr so groß ist.

verstehe ich nicht---wieso mehr "krankheitsdruck" bei getreide---haste denn die fruchtfolge nicht verändert :idea:


Bei Unkräutern wie Trespe ( lösbares Problem) ja da würde ich dir recht geben, alles andere hat sich bei mir nach 10 Jahren erste Flächen Pfluglos, Rest 5 Jahren nicht gezeigt .

Fusarien ist Bullshitt , in dem Bisher einem Jahr wo es richtig Probleme gab, hatten die Pflüger (ich auch) genauso viel Probleme und heute auch nicht mehr, aber wer Weizen nach Weizen ................... für ne Fruchtfolge hält braucht sich nicht wundern wenn so was bei raus kommt.
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