Hallo wir haben uns 2 Schweine für den Eigenbedarf angeschafft. Diese bekommen morgens 4 Kilo gekochte Kartoffeln + 1 Kilo Schrott ( 45% Weizen, 35% Gerste, 20 % Sjoaschrott), abends 1 Kilo Schrott + ein paar eingeweichte Brötchen/Brote. Sie haben im Moment ca. 45-50 Kilo. Meine Frage jetzt... Ist das genug von der Menge her? Ich meine auf den Tagesbedarf von der Energie kommt man damit ja. Ist das aber auch genug von dem Volumen damit sie gesättigt sind? Habe jetzt noch so knapp 15 Kilo Schrott. Werde bei der nächsten Mischung noch etwas Mineralfutter drunter mischen.
Zu wenig! Meine Läufer (ca 55Kg) bekommen pro Rüssel 2,4Kg (upsi , 3x0,8 ist ja garnicht 3,2... )Schrot/Ergänzer/Mineralfuttergemisch! Tendenz steigend.
Um Missverständnisse zu vermeiden:
25% Weizenschrot
47% Gerstenschrot
25% Eiweißergänzer
3% Mineralfutter
Kann natürlich auch sein das sie bei mir zuviel bekommen...
Zuletzt geändert von DanielS. am Sa Apr 18, 2009 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
Ist doch für den Hausgebrauch ganz einfach - wenn man weiß, was man da für Schweine hat, kennt man im allgemeinen auch die täglichen Zunahmen (wenigstens ungefähr), die diese Tiere - genetisch bedingt - haben sollen und die (ungefähre) Futterverwertung der jeweiligen Rasse / Herkunft.
Füttert man Alleinfutter oder eine entsprechende Schrotmischung, hat man mit (Zunahme x Futterverwertung) den täglichen Nährstoffbedarf gedeckt. Also zB 500g Zunahme x Futterverwertung 3:1 macht 1,5kg Schrot (+Erhaltung)
Anders sieht das aus, wenn die Schweine auch SATT werden sollen, denn anders als bei Hühnern, wo man Probleme hat, die benötigten Nährstoffe in der täglichen Futtermenge überhaupt unterzubringen, haben Schweine "mehr Platz", und die Sättigungsrezeptoren im Blut (die die nötigen Nährstoffe messen) und diejenigen im Magen-Darm-Trakt (die auf die FutterMENGE reagieren) sagen nicht das selbe. Folge: nährstoffmässig gut versorgte Schweine schreien vor Hunger, sowie sie einen Futtereimer sehen.
Satte Schweine bekommt man dann, wenn man einen Teil des Schrotes durch weniger konzentrierte (= voluminösere) Komponenten wie zB Kartoffeln ersetzt - wobei natürlich immer noch die Gesamtration ausgewogen sein muß, womöglich keine qualitätsmindernden Futtermittel eingesetzt werden sollen und die Verdaulichkeit der Gesamtration beachtet werden muß. Achtung: bei Grundfutter wird oft in Frischmasse gerechnet.
Ganz beliebter Fehler ist es dann, die benötigte Menge Alleinfutter einfach mit Kleie zu strecken - sowas machen zB Minischweinhalter gern, verschieben dadurch das Ca : P - Verhältnis in der Ration und sorgen damit für ein gesellschaftsverträgliches Frühableben ihrer Tiere durch Harnsteine und Nierenversagen, das selbe gilt für einfaches "Zufüttern" von Mengen an Gemüse, Obst oder Gras ("weil das ja nichts ausmacht") >> DAS NICHT TUN!
Schweine im Wachstum ohne Mineralfutter zu füttern empfehlen Minischwein"züchter" auch gerne, weil die Tiere dann aus Mineralstoff-Mangel (zu) klein bleiben. DAS AUCH NICHT TUN!
Wenn es ein 25 er Ergänzungsfutter ist, ist zu wenig vRP im Verhältnis zur Energie in der Mischung. Die Futtermenge ist dann zu viel, was zur Verfettung führt. Ist irgendwie unglücklich Dein Futterkonzept.
Daniel,
meist steht auf dem Sackanhänger drauf mit welchem Anteil das Ergänzungsfutter mit anderen Komponenten gemischt wird. Meist 1/3 Ergänzer, 2/3 Getreide. Ob zusätzlich Mineralfutter dazukommt hängt vom Ergänzer ab.
Und die Menge sollte bei max 3 kg/Tier/Tg liegen. Wenn mehr gefressen wird, gehts meist in den Speck.