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Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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25 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon Ástrida » Fr Mär 25, 2011 13:18

Was ist ein realistischer Lohn (bitte dabei schreiben, ob Brutto oder Netto nach Abzügen) für einen gelernten Landwirt mit ca. 15 Jahren Berufserfahrung (inkl. Lehrzeit)der als Festangestellter in einem Lohnunternehmen arbeitet oder auch was würdet ihr als LU Eurem Angestellten zahlen?
Tätigkeiten: Maschinenführer/Schlepperfahrer (> Gülle, Pflügen, Pressen, Wickeln usw.), aber auch Hofarbeiten und Wartungsarbeiten an Maschinen (insbesondere im Winterhalbjahr aber auch in der Erntezeit, was schnell zu > 15 Stunden Arbeit/Tag führt)
reguläre Arbeitszeit 40 Stunden/Woche, offiziell 24 Tage Urlaub/Jahr, im Sommerhalbjahr fallen logischerweise oft deutlich mehr Stunden und vor allem auch Wochenendarbeit an
woraus sich die nächsten Fragen ergeben:
Wie wird solche Wochenendtätigkeit entlohnt? Aufschlag auf den normalen Stundenlohn? Extrageld "bar auf die Hand"?
Wie werden Überstunden abgerechnet? Auszahlung nach normalem Stundenlohn? Stundenlohn mit Aufschlag? "Abbummeln" wenn weniger zu tun ist (also quasi Sonderurlaub)? >>> wobei sich letztere Variante nicht komplett machen lässt, da im Sommer immer deutlich mehr Stunden anfallen als im Winter abgebummelt werden könnten...

Fragen über Fragen, aber leider möchte Tante Google keine wirklich brauchbaren Infos ausschmeißen :-(

Hoffe auf zahlreiche Infos und vielleicht den Start einer interessanten Diskussion :-)
Ástrida
 
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon Ernst-August » Fr Mär 25, 2011 13:58

Machs doch einfacher :

Sag uns was du bekommst und sag uns wieviel du glaubst, was du wert bist, aus deiner Sicht ...... LKW-Kipper-Fahrer gibts ab 3,50 € die Stunde .....
Ich bin aktiver Bauern-Schützer ! http://www.farmpoint.de - Social Network für Landwirte, wo Landwirte mit ihren Interessen unter sich bleiben und jeder weis wer was schreibt und wer es liest !
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon amwald 51 » Fr Mär 25, 2011 15:26

servus mitanand
Ástrida hat geschrieben:... Wie wird solche Wochenendtätigkeit entlohnt? Aufschlag auf den normalen Stundenlohn? Extrageld "bar auf die Hand"?

... die ganze wahrheit zu letzt genanntem ist heißer als die dahinschmelzenden brennstäbe bei einem atomaren supergau. :roll: :roll: :roll: :gewitter: :gewitter: :gewitter:
grüße vom alpenrand
amwald 51
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon Obelix » Fr Mär 25, 2011 18:10

Ástrida hat geschrieben:Was ist ein realistischer Lohn ... für einen gelernten Landwirt mit ca. 15 Jahren Berufserfahrung ... der als Festangestellter in einem Lohnunternehmen arbeitet ...


Ich glaube, dass es da nicht viel gibt. Das Lohnniveau in der Branche wird von Ausländern, Hilfskräften und Ungelernten bestimmt. Glaube nicht, dass Du da über Brutto 7,50 €/Stunde hinauskommst, wenn das überhaupt gezahlt wird.

Etwas anderes wäre, wenn Du irgendwo von einer Witwe oder Erbengemeinschaft als "Verwalter", der alles erledigt, eingestellt würdest und Verantwortung übernehmen müßtest. Hier könnte ich mir vorstellen, dass so etwas halbwegs ordentlich - vergleichbar mit einem Facharbeiter mit langjähriger Berufserfahrung in einem Industriebetrieb - bezahlt wird.

Grüße
Obelix
 
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon julius » Sa Mär 26, 2011 9:21

Das ist eine schwierige Frage. Leider drücken sehr viele Erntehelfer rein die sehr günstig arbeiten. Von daher sind eigentlich keine Spitzenlöhne möglich. Einzig wenn der Chef vom eigenen können überzeugt wird sind gute Aufschläge möglich.
julius
 
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon estrell » Sa Mär 26, 2011 15:21

Hoch lebe da ein geregelter Mindestlohn :klug:

Wer auch immer über die westlichen Nachbarländer(BeNeLux) mosert - hier darf niemand unter 8,75€St.d arbeiten - Tariflicher Lohn für Wochenende ist Samstag 150%, Sonntag 200%.

Lohnfahrer zahlen oft deutlich mehr - je nach Können des Angestellten.

Geld - "bahr auf die Hand" nennt man üblicherweise "schwarz" - gibts sowas überhaupt noch? Jedenfalls ist das nichts, was ich jemals in Foren gehört hätte...
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon meyer wie mueller » So Mär 27, 2011 8:04

Hallo

was ist ein realistischer Lohn für einen Landarbeiter?

Ganz einfach zu errechnen!
Nettogewinn eines landwirtschaftlichen Betriebs, abzüglich Eigenkapitalverzinsung (Zinsgewinn, den man hätte, wenn man das Kapital nicht in Land und Betriebsanlagen investiert hätte) dividiert durch die Arbeitsstunden ergibt den Unternehmerlohn. Der dürfte in der Landwirtschaft unter 10 Euro (butto) die Stunde liegen.

Wenn man jemanden anstellt, dann will man ja auch noch einen kleinen Gewinn machen, also noch mal 2 Euro abziehen. Und davon noch mal den Arbeitzgeberanteil für die Sozialversicherung wegrechnen, bleibt ein Bruttolohn für den Arbeiter von 5 Euro.

Gruß
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon kalumet » So Mär 27, 2011 8:50

Was soll eigentlich der ganze Quatsch mit den Dumpinglöhnen?
Der meyer wie müller ist ja auch so ein Geizkragen, der seine Leute am liebsten verhungern lassen würde. So was nennt man auch heute noch Sklaventreiber. Bei deinen Vorstellungen hat ein Schlepperfahrer 1000 Euro brutto im Monat, und das bei 200 Stunden.
Mindestlohn für alle Branchen, selbstverständlich auch für Landwirtschaft.
Wenn der Chef nicht in der Lage ist, einen anständigen Lohn zu zahlen, dann soll der sich seinen Scheiss alleine machen.

13 Euro ist der Maschinenringsatz für Betriebshelfer, das sollte doch auch das mindeste für einen umsichtigen Mitarbeiter sein. Und 7 Euro und noch was haben ja inzwischen die Erdbeer und Gurkenpflücker aus Osteuropa.



Gruss
Hans
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon TomDeeh » So Mär 27, 2011 9:33

kalumet hat geschrieben:Was soll eigentlich der ganze Quatsch mit den Dumpinglöhnen?
.....


Hi Hans ,

die Frage ist ja nur , wie lange es sich ein Betriebleiter leisten kann , einen Arbeiter besser zu entlohnen als sich selbst.
Gruß Tom
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon estrell » So Mär 27, 2011 10:42

Ich frag mich immer wieder, warum hier über "Arbeiter mehr entlohnen wie sich selber" diskutiert wird - verdient ihr so schlecht? Warum macht ihr den Blödsinn denn noch weiter und geht nicht irgendwo zu vernünftigen Preisen arbeiten? Wäre dann doch der einzig vernünftige Schluss - gesetzt den Fall natürlich, das ihr so helle seid um auch einen Arbeitsplatz finden zu können, der mehr als 5€ wert ist 8)
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon Crazy Horse » So Mär 27, 2011 11:44

kalumet hat geschrieben:Was soll eigentlich der ganze Quatsch mit den Dumpinglöhnen?
Der meyer wie müller ist ja auch so ein Geizkragen, der seine Leute am liebsten verhungern lassen würde. So was nennt man auch heute noch Sklaventreiber. Bei deinen Vorstellungen hat ein Schlepperfahrer 1000 Euro brutto im Monat, und das bei 200 Stunden.
Mindestlohn für alle Branchen, selbstverständlich auch für Landwirtschaft.
Wenn der Chef nicht in der Lage ist, einen anständigen Lohn zu zahlen, dann soll der sich seinen Scheiss alleine machen.

13 Euro ist der Maschinenringsatz für Betriebshelfer, das sollte doch auch das mindeste für einen umsichtigen Mitarbeiter sein. Und 7 Euro und noch was haben ja inzwischen die Erdbeer und Gurkenpflücker aus Osteuropa.



Gruss
Hans




Völlig richtig!
Der Lohn ist ja auch immer eine Art Wertschätzung. Wer seine Arbeiter nicht anständig bezahlt, obwohl er wirtschaftlich dazu in der Lage wäre, und die finanzielle Not dieser Menschen für seine Zwecke missbraucht, ist einfach ein riesengroßes [zensiert]. Da kann man sich auch nicht damit herausreden, dass andere genauso wenig oder gar noch weniger zahlen. Das hat etwas mit Anstand zu tun!

Für ne landwirtschaftliche Fachkraft (z.B. nen Mähdrescherfahrer) halte ich 12-13 Euro brutto für durchaus angemessen. Für Überstunden oder Sonn- und Feiertagsarbeit muss es natürlich einen Zuschlag geben. Und auch ein Erntehelfer sollte mind. 8-9 Euro die Stunde verdienen, damit sich das für ihn auch lohnt.
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon Obelix » So Mär 27, 2011 11:55

kalumet hat geschrieben: ... Der meyer wie müller ist ja auch so ein Geizkragen, der seine Leute am liebsten verhungern lassen würde. So was nennt man auch heute noch Sklaventreiber. Bei deinen Vorstellungen hat ein Schlepperfahrer 1000 Euro brutto im Monat, und das bei 200 Stunden. ... Wenn der Chef nicht in der Lage ist, einen anständigen Lohn zu zahlen, dann soll der sich seinen Scheiss alleine machen. ...


Sagt mal, in welcher Traumwelt lebst Du denn?

a.) Ein Unternehmer kann nur soviel bezahlten, als dass es sich für Ihn kalkulatorisch rechnet. Man stellt doch niemanden dauerhaft ein, wenn man Geld dabei legen muss. Macht doch auch keinen Sinn, der Betrieb geht innerhalb kürzester Zeit pleite und der Arbeitnehmer hätte auch nichts davon.

b.) Fragen muss man natürlich, warum das Umfeld so misserabel ist, dass in bestimmten Branchen, insbesondere in der Landwirtschaft nicht mehr gezahlt werden kann. In anderen Ländern geht das ja durch Mindestlohn usw.

Mit Geizkragen, verhungern lassen und Sklaventreiberei hat das nichts zu tun. Im Gegenteil. In vielen Fällen ist heute in Deutschland der Unternehmer/Selbstständige der Sklave, den man verhungern und vor die Hunde gehen läßt. Wenn ein Arbeitnehmer seinen Job verliert, hat er gute Chancen, einen neuen zu finden. Wenn ein Unternehmer pleite geht, ist neben seinem Job auch i.d.R. sein Haus und sein sonstiger Besitz weg. Und einen pleitegegangenen Unternehmer stellt auch keiner ein.

Bei uns in der Gegend gibt es jede Menge pleitegegangener Betriebe. Ich habe komischerweise noch nicht einmal gehört, dass sich da jemand bedankt hätte, dass so hohe Löhne gezahlt wurden oder die Arbeitsbedingungen angenehm waren. Nein, an der Pleite ist der Unternehmer immer allein selbst schuld und unsere Gesellschaft sieht eine Pleite immer als persönliches individuelles Versagen eines Einzelnen an. Die Begleitumstände und die wahren Gründe interessieren keinen.

Grüße
Obelix
 
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon Obelix » So Mär 27, 2011 12:10

Crazy Horse hat geschrieben: ... Der Lohn ist ja auch immer eine Art Wertschätzung. Wer seine Arbeiter nicht anständig bezahlt, obwohl er wirtschaftlich dazu in der Lage wäre, und die finanzielle Not dieser Menschen für seine Zwecke missbraucht, ist einfach ein riesengroßes [zensiert]. ...


Wenn's ja immer noch ein angestellter Arbeiter mit Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosensversicherung, Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung durch die Berufsgenossenschaft ist - o.k.

Viel schlimmer sind heute doch die Millionen von abhängigen Scheinselbstständigen (Paketdienstfahrer, privaten Briefzusteller, Tiefkühlkostverkaufswagenfahrer, Holzrücker, Langholzwagenfahrer usw.) dran, die o.g. Absicherung nicht haben und bei denen zusätzlich die komplette Existenz (Haus, Auto, Vermögen usw.) auf dem Spiel steht.

Immer wieder wurde hier gepostet, dass der, der für so Hungerlöhne arbeitet, selbst schuld ist. Wenn man nichts anderes bekommt, was soll der einzelne denn machen?
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon meyer wie mueller » So Mär 27, 2011 12:48

Hallo

wenn ich Stundenlöhne von 12-14 Euro brutto als Gehaltsvorstellung lese, dann frag ich mich, in welcher Welt die Leute leben!
Ein medizinisch technischer Angestellter mit mindestens Mittlerer Reife, 3 Jahre MTA-Schule und 10 Jahren Berufserfahrung bekommt etwa 11 Euro Brutto pro Stunde! Eine Arzthelferin verdient nach der Ausbildung so 1200 - 1500 Euro in Vollzeit, als Erstkraft kommt sie vielleicht auf 1800 Euro pro Monat. Gerne würde der Arbeitgeber diesen Leuten 2500 Euro im Monat zahlen, aber wie lang kann er sich das leisten?

Man bekommt eben in dieser Welt nicht das, was man wert ist, sondern was die Wertschöpfung hergibt.

Noch ein Beispiel: Eine Diplom-Ernährungswissenschaftlerin mit 5 Jahre Universitätsstudium verdient 2500 Euro Brutto die Stunde. Ein selbstständiger Kurierfahrer fährt derzeit für 27 ct pro Kilometer; das sind die Marktpreise. Um den "Geiz ist Geil Kunden" bedienen zu können, müssen eben die Kosten niedrig sein.

In der freien Wirtschaft werden eben keine Traumgehälter bezahlt, oder sozialistische Gerechtigkeitsentlohnung, sondern die Beschäftigung eines Mitarbeiters muss sich rechnen. Natürlich kann man wie in der Täterä wirklich gute Löhne mit Alu-Chips zahhlen, aber wenn man sich dafür nichts kaufen kann .........

Die Entlohnung eines Arbeiters im Kapitalismus richtet sich nach dessen Wertschöpfung und nicht nach dem was der Arbeiter gerne hätte, oder wie hoch seine Arbeit gesellschaftlich geschätzt wird. So einfach ist das. Und wenn jemand Dumpinglöhne bekrittelt, dann muss man ihm sagen, dass er dann halt etwas anderes, besser Bezahltes annehmen soll (so er das auch bringt und die Ausbildung hat).

Wenn ich für den Zentner Weizen den Preis von 1960 bekommen könnte (inflationsbereinigt), dann könnt ich einem Landarbeiter auch 25 Euro die Stunde zahlen! Aber die Realität ist eben anders.

Gruß

Klar: 2500 Euro pro Monat für eine Diplom-Ökotrophologin. Und das ist die traurige Realität, nicht irgendwie erfunden (325000 Euro Brutto im Jahr!) Und das nach 4-5 Jahren Studium mit Abi und so.
Zuletzt geändert von meyer wie mueller am So Mär 27, 2011 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gehaltsfrage! - Disskussionsrunde/Meinungen

Beitragvon Obelix » So Mär 27, 2011 13:01

meyer wie mueller hat geschrieben: ... Ein selbstständiger Kurierfahrer fährt derzeit für 27 ct pro Kilometer; das sind die Marktpreise. Um den "Geiz ist Geil Kunden" bedienen zu können, müssen eben die Kosten niedrig sein. ...


Letztens im TV ein Bericht zu selbstständigen Paketdienstfahrern: Bekommen 0,50 - 0,55 € je Paket. Sind durchschnittlich 80 - 120 Pakete täglich. Sind also bei 8 - 12 Stunden ca. 50 - 60 € am Tag. Den verfahrenen Spritt und die Abnutzung von Fahrzeug muß man noch abziehen. Ferner noch saftige Strafen (100 €) wenn ein Paket nicht innerhalb 3 Tagen beim Kunden abgegeben wird.

Da stehen wir heute.

Oder die Vollzeitbewachungskraft am Bundestag in Berlin, die noch ergänzde Sozialhilfe beantragen muss/kann/darf, weil ich Einkommen nicht auskömmlich ist. Die Politiker laufen täglich dran vorbei. Interessiert die gar nicht. Ist das Anstand?

meyer wie mueller hat geschrieben: ... Wenn ich für den Zentner Weizen den Preis von 1960 bekommen könnte (inflationsbereinigt), dann könnt ich einem Landarbeiter auch 25 Euro die Stunde zahlen! Aber die Realität ist eben anders. ...


Abwarten. Der Weizen hat sich an den Ölpreis angehongen. Nur noch eine Frage der Zeit, bis Du 25 Euro die Stunde zahlen kannst.

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