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Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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61 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon langholzbauer » Fr Nov 19, 2021 10:21

Bedenkt bitte bei der ganzen Diskussion, dass Ihr im Antrag auch dafür unterschreibt, alle Flächen anzugeben!
Wer vorsätzlich zu wenig Fläche angibt, wird im Streitfall wegen Subventionsbetrug angezeigt, weil er nicht auf jedem bewirtschafteten m² kontrollierbar ist :!:

Weil die das nun mal so haben wollen muss ich jährlich Referenzkitik für mehrere Flächen einreichen, die vom Amt auf Luftbildern falsch vermessen sind.
Das macht allein bei mir durch Waldschatten mal ganz schnell 1/2ha aus.
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon wastl90 » Fr Nov 19, 2021 10:28

langholzbauer hat geschrieben:Bedenkt bitte bei der ganzen Diskussion, dass Ihr im Antrag auch dafür unterschreibt, alle Flächen anzugeben!
Wer vorsätzlich zu wenig Fläche angibt, wird im Streitfall wegen Subventionsbetrug angezeigt, weil er nicht auf jedem bewirtschafteten m² kontrollierbar ist :!:

Weil die das nun mal so haben wollen muss ich jährlich Referenzkitik für mehrere Flächen einreichen, die vom Amt auf Luftbildern falsch vermessen sind.
Das macht allein bei mir durch Waldschatten mal ganz schnell 1/2ha aus.

Ist doch schon ein weniger lächerlich. Fassen wir mal zusammen. Zumindest in Bayern gibt es keine Toleranzen mehr, man darf nicht zu wenig aber auch nicht zu viel beantragen. Wie soll das also funktionieren? Kann es gar nicht...
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon langholzbauer » Fr Nov 19, 2021 10:31

Das wissen auf unserer Ebene beide Seiten.
Aber die Verordnungen dazu schreiben ganz andere... :roll:
Und unterschätzt den Einfluß aus der Vermessungsindustrie nicht!
Die behaupten ja, dass sie es auf den m² genau können.
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon TomDeeh » Fr Nov 19, 2021 11:13

Hi ,

es wird ja immer schlagbezogen der Fehler in der Abweichung berechnet , aber am Ende wird dann wieder zusammengerechnet wieviel ha beantragt wurden und wieviel ha tatsächlich vorhanden/bearbeitet sind. Gezahlt werden aber nur die Zahlungsansprüche ( die anderen Programme mal ausgenommen ). Wenn man nun weniger ZAs hat , als Fläche beantragt , hat man sozusagen doch einen gewissen Puffer.
Beispiel 60ha beantragt , 59,5ha ZAs und VOK-Ergebnis 59,745326 gleich nimmer so schlimm. Witzig ist ja , dass bei gleichen Flächen die VOK-Ergebnisse über die Jahre sich teilweise wegen der Messungenaugkeit ändern .
Gruß Tom
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon wastl90 » Fr Nov 19, 2021 12:19

TomDeeh hat geschrieben:Hi ,

es wird ja immer schlagbezogen der Fehler in der Abweichung berechnet , aber am Ende wird dann wieder zusammengerechnet wieviel ha beantragt wurden und wieviel ha tatsächlich vorhanden/bearbeitet sind. Gezahlt werden aber nur die Zahlungsansprüche ( die anderen Programme mal ausgenommen ). Wenn man nun weniger ZAs hat , als Fläche beantragt , hat man sozusagen doch einen gewissen Puffer.
Beispiel 60ha beantragt , 59,5ha ZAs und VOK-Ergebnis 59,745326 gleich nimmer so schlimm. Witzig ist ja , dass bei gleichen Flächen die VOK-Ergebnisse über die Jahre sich teilweise wegen der Messungenaugkeit ändern .

Nein leider nicht. Es wird einfach abgezogen. Ich habe sogar 2ha weniger ZA wie ich tatsächlich bewirtschaftet, trotzdem wurde mir in den letzten beiden Jahren abgezogen. Mir geht es auch nicht ums Geld, die paar Euro können sie gerne behalten, es geht um den bürokratischen Aufwand.
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon T5060 » Fr Nov 19, 2021 12:20

langholzbauer hat geschrieben:Das wissen auf unserer Ebene beide Seiten.
Aber die Verordnungen dazu schreiben ganz andere... :roll:
Und unterschätzt den Einfluß aus der Vermessungsindustrie nicht!
Die behaupten ja, dass sie es auf den m² genau können.


Die Geräte können auf einen halben Quadratmillimeter genau messen, aber wenn der Vermesser seinen Peilstab einen halben Meter daneben hält, war es das dann auch :-)
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon Estomil » Fr Nov 19, 2021 12:33

Hier kamen sie Mal und sind mit einem Quad drumherum gefahren. Als ob man so genau fahren kann.
Wenn genau werden soll, dann muss man die Fläche richtig an den Grenzsteinen einmessen.
Und selbst da gibt es bei jedem einmessen Unterschiede.
Weil eben auch ein Gps mit Korrektursignal Mal 2cm daneben liegt.

Die Anträge werden hier seit Jahren schon per Luftbilder gemacht. In den ersten Jahren gab's es da natürlich einiges an Überlappungen. Die Landwirtschaftskammer kann aber die Kataster Koordinaten hinterlegen und so haben mittlerweile eigentlich alle ihre Flächen richtig eingezeichnet.
Bei bewirtschaftet wechseln also neuen Pächter kann auch die Vorjahreszeichnung verwendet werden.
Ich hab seit zwei Jahren somit keine Post mehr bekommen.
Wenn das also erstmal drin ist im System funktioniert das auch wirklich gut.
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon langholzbauer » Fr Nov 19, 2021 17:30

Du Glücklicher!
Bei mir in Thüringen wird leider immer wieder von PC aus an den , selbst mehrfach kontrollierten , Feldstücken und auch Feldblöcken, die ich allein seit über 20 Jahren unverändert bewirtschafte, herum gezeichnet.
Da bin ich nach den Verordnungen praktisch dazu gezwungen, jährlich Unruhe in die Antragsstellung zu bringen.
Und wenn dann bei einer VorOrtKontrolle der Prüfer zu faul ist, aus dem Auto auszusteigen, und zu blind ist, auf 50 m Entfernung die Geilstellen einer Beweidung zu erkennen, kann ich nur noch abkotzen.
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon Tannenmeise » Mo Nov 29, 2021 20:05

Wir in Bayern haben das Problem auf den Almen Mulden Senken Steile Übergänge zu den flachen Weideflächen
das wirt bei der Kontrolle nicht berücksichtigt,Es zählt nur das Aussenmas der Nutzungsfläche würde man die
Fläche auf eine Ebene legen währe die Fläche der Nutzung sehr viel gröser.
Aber für die Sachbearbeiter währe der Arbeitsaufwand viel zu gros
Gruss tannenmeise
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon Neo-LW » Mo Nov 29, 2021 20:38

Moin,

Tannenmeise hat geschrieben:Wir in Bayern haben das Problem auf den Almen Mulden Senken Steile Übergänge zu den flachen Weideflächen
das wirt bei der Kontrolle nicht berücksichtigt,Es zählt nur das Aussenmas der Nutzungsfläche würde man die
Fläche auf eine Ebene legen währe die Fläche der Nutzung sehr viel gröser.
Aber für die Sachbearbeiter währe der Arbeitsaufwand viel zu gros



Das würde ja bedeuten, daß wenn man auf einer lotrechten Fläche von 10 ha,
wo man Gemsen hält, keine Flächenprämie bekommt.

Was steht denn in den EU-Regularien ?

Fläche, oder lotrechte Projektionsfläche ?



Olli
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon Heinrich Löwe » Mo Nov 29, 2021 20:55

Die Geschichte mit der Umstellung des Agrarantrags von Liegenschaftskataster auf Luftbild, mit dem riesigen technischen, personellen, Kontroll- und Zeitaufwand, demonstriert in aller Schönheit, wie kaputt dieses System ist. Man hätte es doch beim Liegenschaftskataster belassen können. Gut, es wäre nicht immer 100% genau gewesen. Aber unter Kosten/Nutzen-Abwägung viel viel besser...
Als Oppositionspartei im Bundestag würde ich mal eine Anfrage machen, wie hoch jährlich die Kosten für das Luftbild-System mitsamt Kontrollen, Aufwand beim Bauern usw. sind.
Sachsen macht auch 4 Stellen nach dem Komma.
Heinrich Löwe
 
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon Isarland » Mo Nov 29, 2021 20:57

Heinrich Löwe hat geschrieben:Die Geschichte mit der Umstellung des Agrarantrags von Liegenschaftskataster auf Luftbild, mit dem riesigen technischen, personellen, Kontroll- und Zeitaufwand, demonstriert in aller Schönheit, wie kaputt dieses System ist. Man hätte es doch beim Liegenschaftskataster belassen können. Gut, es wäre nicht immer 100% genau gewesen. Aber unter Kosten/Nutzen-Abwägung viel viel besser...
Als Oppositionspartei im Bundestag würde ich mal eine Anfrage machen, wie hoch jährlich die Kosten für das Luftbild-System mitsamt Kontrollen, Aufwand beim Bauern usw. sind.
Sachsen macht auch 4 Stellen nach dem Komma.

Die brauchen doch Arbeit für die ganzen blödstudierten.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon Neo-LW » Mo Nov 29, 2021 21:22

Moin,

damit wäre meine Frage immer noch offen.

Es betrifft mich insofern, als dass ich Flächen habe, die 45° gegen die Horizontale geneigt sind.


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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon 2810 » Mo Nov 29, 2021 22:14

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

damit wäre meine Frage immer noch offen.

Es betrifft mich insofern, als dass ich Flächen habe, die 45° gegen die Horizontale geneigt sind.


Olli

45° sind 100 % Steigung/Gefälle
Da hast eine Oberfläche, welche 1,4 mal so groß ist wie die Katasterfläche.

Bei der Detailaufnahme für das Primärkataster wurde bei der Vergütung der "Feldmesser" auch berücksichtigt,
ob "viel gesenkelt werden muss", z.Bsp. die steilen Terassenweinberge am Neckar, auch bis 100%.

Was aktuell noch ansteht , ist die Abweichung der seitherigen Flächen (im GK-System bestimmt, oder noch umgewandelte Soldnerkoordinaten)
ins aktuelle UTM Sytem. Ein Bsp von einer Fläche bei mir: auf 1ha bezogen, habe ich im UTM-System 35 m² weniger, alle Flächen sind kleiner,
wie im LIKA. Und die LW-Verwaltung nimmt die UTM-Werte :wink:
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Re: Genauigkeit bei der Antragstellung der Flächenprämie

Beitragvon Neo-LW » Mo Nov 29, 2021 22:17

Moin,

2810 hat geschrieben:
Und die LW-Verwaltung nimmt die UTM-Werte :wink:


Das wäre die Projektion, und nicht die tatsächliche Fläche.

Was steht denn nun in den EU-Regularien ?


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