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Gericht verurteit Bauern

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Sortable » Mi Jul 02, 2014 9:03

http://taz.de/Gericht-verurteit-Bauern/!141557/

Also so was macht man aber auch nicht :klug:
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Jungspund » Mi Jul 02, 2014 10:26

Anfängerfehler, dabei lässt man sich doch nicht erwischen... :roll:

Aber mal im Ernst: Renaturierungen sollte auch nicht einfach nur eingebracht werden, dabei wurde ja nur da Volumen verkleinert, welches bei Begradigungen ja auch verkleinert wurde.
Renaturierung braucht eben Platz, der von der Stadt wahrscheinlich aber nicht mehr gegeben werden konnte...
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Todde » Mi Jul 02, 2014 10:32

Das Problem gibt es ja in vielen Teilen Deutschlands.
Der Nabu sucht auch nicht das Gespräch im Vorfeld, damit man vielleicht gemeinsam eine Lösung findet, die wenden sich in der Regel still und heimlich an die Naturschutzbehörden und schaffen dann vollendete Tatsachen.
Leidtragende sind meist Landwirte, es kann aber auch Hauseigentümer mit Keller treffen, wenn die Vernässung sich ausbreitet.
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Cairon » Mi Jul 02, 2014 11:32

Ich kann den Bauern sehr gut verstehen. Ich bin hier in der Region Schaubeauftragter für die Gewässer 2. Ordnung. Schaut man sich das Bild, des "renaturierten" Baches an, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Gewässerlauf durch Treibholz, Laub u.a. bei Starkregen oder Schneeschmelze komplett verstopft und der Bach über seine Ufer tritt. Durch das Umlenken der Strömung sind Ausspühlungen am Ufer vorprogrammiert. Wenn die im Uferbereich stehenden Buchen unterspühlt werden und ins Gewässer stürzen ist Holland aber in Not.
Naturschutz ist dort angebracht wo er hin passt und sicherlich hätte am an diesem Gewässer auch etwas machen können, aber die dort gezeigten Maßnahmen sind in meinen Augen nichts als Sabotage der Landwirtschaft.
Sobald man auch nur Gerüchte über solche Projekte hört, sollte man sich mit Händen und Füßen wehren. An diesem Fall sieht man ja recht deutlich was dabei heraus kommt. Wie der Bauer das Problem jetzt angegangen ist, war natürlich auch nicht wirklich schlau und mir der Reaktion war zu rechnen. Er wird jetzt dafür zahlen müssen, dass das Totholz wieder ins Gewässer kommt.
Ich habe eine andere Erfahrung gemacht, was solche Projekte angeht. Überschwemmungen in Kommunalen Einrichtungen können bei solchen Gewässern wunder bewirken. Ich will jetzt Niemand zu irgendetwas anstiften, dass ist nur mal so eine Theorie:

Im Bereich des Baches liegt doch ein Kindergarten, der mit großer Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Form durch die Kommune getragen oder unterstützt wird. Was wäre denn, wenn es im Bereich der Kindergartens durch Abflusshindernisse im Gewässer zu Überschwemmungen kommen würde? Ich weiß ja nicht, wie dicht der Kindergarten am Gewässer liegt, aber wenn Wasser den Spielplatz beschädigen oder das Gebäude angreifen würde, dann wäre die Kommune sicherlich sehr schnell mit dem Rückbau der Renaturierung einverstanden und würde die auf eigene Kappe zurück bauen. Durch solche Schadensereignisse ändert sich der Wind in der Politik oft sehr schnell. Ein Bekannter von mir ist als Schaubeauftragter im Landkreis Stade unterwegs. Dort war es immer recht schwer eine Sondergenehmigung zur Räumung vor dem 01.09. zu bekommen. Vor einigen Jahren gab es dann im August ein Starkregenereignis. Dabei lief Wasser in den Keller einer Schule und beschädigte die Heizungsanlage dort schwer. Wenn ich mich recht entsinne belief sich der Schaden auf ca. 30.000 €. Nach diesem Vorfall wurde die Beantragung der Sondergenehmigung zur Formsache.
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Zement » Mi Jul 02, 2014 12:08

Jungspund hat geschrieben:Anfängerfehler, dabei lässt man sich doch nicht erwischen... :roll:

Aber mal im Ernst: Renaturierungen sollte auch nicht einfach nur eingebracht werden, dabei wurde ja nur da Volumen verkleinert, welches bei Begradigungen ja auch verkleinert wurde.
Renaturierung braucht eben Platz, der von der Stadt wahrscheinlich aber nicht mehr gegeben werden konnte...



Mein Nachbar hätte es besser gemacht ! Er hätte gleich den Bach vertieft und auf das Nachbargrundstück versetzt ...................und keiner hätt´s gemerkt :|
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https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Todde » Mi Jul 02, 2014 12:17

Die Bäche entstehen ja oft durch die Entwässerung des Ackers, vielleicht mal die Drainagen umlegen und Feldgräben verlegen, eventuell einen Teich anlegen wo das Wasser rein kann.
Dann können die den Bach noch so renaturieren, ohne Wasser wird das nix :)
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Ferengi » Mi Jul 02, 2014 12:40

Wenn ich das Wort Renaturierungen nur höre könnt ich kotzen! :evil: :evil: :evil:
Das haben sie bei uns auch massenhaft gemacht.
Die Folge ist das die Bäche total verschlammen ,
und meine Weiden bei jedem stärkeren Regen unter Wasser stehen.


Der Bauer war von dem Urteil angefasst. „Der Schaden, den wir haben, interessiert keinen“, sagte er nach dem Prozess.


Is leider so.
Ist ja nicht das Geld der Ökoterroristen. :roll: :roll:
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Seegucker » Mi Jul 02, 2014 13:57

Mir ist noch völlig unklar , wer Eigentümer des Gewässers ist , das wäre für mich bei der Beurteilung entscheidend .
Obwohl das Eigentumsrecht in Deutschland mehr und mehr ausgehöhlt wird. Beispiele gibt es genug , obwohl ich mich manchmal wundere , wie sich Restitutionsansprüche aus dem dritten Reich hartnäckig halten , z.B hat es im Fall Gurlitt überhaupt nicht interessiert , ob der Mann ein Recht an den Bildern hat.
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Cairon » Mi Jul 02, 2014 14:06

@Seegucker

Dort stand doch, dass das Gewässer sich im Eigentum der Stadt befindet, wenn ich mich nicht irre.
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon CarpeDiem » Mi Jul 02, 2014 14:20

@Cairon,

das mag ja richtig sein bezüglich des Gewässereigentümers. Aber die Frage ist doch immer wieviel Boden der Grundeigentümer wird bei diesen Renaturierungen in Anspruch genommen? Das interessiert dann doch gar niemanden, wenn der Bach plötzlich seinen Lauf derart verändert, dass da ganz andere Eigentümer in Anspruch genommen werden.
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Seegucker » Mi Jul 02, 2014 14:49

@ Cairon :
Jetzt hab ich den Artikel in der TAZ dreimal durchgelesen und noch immer nichts über die Eigentumsverhältnisse gefunden.
Sollte es tatsächlich so sein , dass sich der Landwirt an fremdem Eigentum zu schaffen gemacht hat , hält sich mein Verständnis in Grenzen , ich kann nicht für die grundgesetzliche Eigentumsgarantie eintreten und so einen Eingriff rechtfertigen .
Das bedeutet aber auch , dass ich Renaturierungsmaßnahmen , die einen Einfluss auf fremdes Eigentum haben , nicht billige .
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon H.B. » Mi Jul 02, 2014 15:25

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Bauer sich der gemeinschaftlichen gemeinschädlichen Sachbeschädigung schuldig gemacht hat und verurteilte ihn


Hä? Wasn das für ein Bananenrichter? Was macht der NABU jahrein jahraus anderes, als gemeinschaftliche gemeinschädliche Sachbeschädigung?
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon Cairon » Mi Jul 02, 2014 15:47

Solche Renaturierungsprojekte sollte man als Anlieger immer sehr genau begleiten. Natürlich kann Bach dadurch massiv seine Form und Flussrichtung ändern. In wieweit das Klagemöglichkeiten gegen den Verursacher bestehen weiß ich nicht. Ich persönlich neige auch eher dazu den Bagger lieber einmal zu oft zu schicken als einmal zu wenig. Wenn ein Biotop erst mal da ist, wird man es nur schwer wieder los. So lange aber kein Schaden durch den Bach entstanden ist, so lange wird man juristisch auch nichts machen können.

@Seegucker

...Das Altonaer Bezirksamt weist darauf hin, dass der Nabu auf städtischem Grund gearbeitet und von der EU gesetzte Umweltziele verfolgt habe....


Der Bauer hat die "Arbeit" des Nabu beschädigt, also müsste er sich mit dem Bagger auch auf städtischem Grund bewegt haben.
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Re: Gericht verurteit Bauern

Beitragvon buntspecht » Mi Jul 02, 2014 16:28

Hallo,

ich plädiere hier nicht für "Renaturierung". Nur versetzt Euch mal in die Lage eines Passauers, Dresdners ... die der Flut trotzen müssen und was diese Flutsicherungsbauwerke uns kosten. Auch nicht das Gelbe vom Ei, jedes Wasser nur schnell ableiten zu wollen - der Unterlieger sieht's naturgemäß anders :wink:

Gruß vom Buntspecht
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