Hallo
mein Nachbar hat einen recht großen Garten und will seinen Rasenschnitt günstig loswerden. Da hat er mich gefragt, ob er ihn in meinen Wald fahren dürfte.
Ich habe nichts dagegen, solange es nur Gras ist. Das wäre sogar eine willkommene Düngung, da durch die Streunutzung bis Mitte der 50er Jahre die Humusauflage stellenweise recht dünn ist. Der Boden ist stellenweise auch recht mager und fast reiner Kiefernbestand (Steckerlaswald eben). Ich versuche schon, etwas Laubholz (Stieleichen) unterzumischen (potentiell natürliche Vegetation hier), aber etwas Humuszufuhr über verrottbare Pflanzenteile (Graskompost) würde mir zusätzlich gelegen kommen. Die Flächen, auf denen der Grasschnitt verteilt würde, würde ich später leicht kalken.
Dass der Grasschnitt zu einer Verbesserung des Bodens führt, zeigt sich dadurch, dass auf Flächen, auf denen ich vor 2 Jahren schon mal etwas Rasenschnitt ausgebracht habe, als Zeigerpflanze nun Springkraut (Impatiens noli me tangere) wächst, normalerweise ein Sickstoffzeiger.
Allerdings gibt es hier so ein paar gescheite Lehrer, die meinen, sich in alles einmischen zu müssen. Stichwort: Wilde Abfallablagerung. Kann mir da jemand ans Bein pinkeln, wenn ich Grasschnitt, vielleicht auch Heckenschnitt, in meinem Wald verteile?
Gruß
