Bei einem Großbrand im unterfränkischen Gädheim (Lkr. Haßberge) sind am frühen Montagmorgen (03.10.11) rund 400 Tiere verbrannt. Die sieben Bewohner des Anwesens wurden nach Angaben der Polizei nicht verletzt. Der Sachschaden liegt in Millionenhöhe, so die Ermittler.
Stand: 04.10.2011
Eine Nachbarin hatte den Brand gegen 4.00 Uhr morgens entdeckt. Die Feuerwehr hatte den Brand zwar schnell unter Kontrolle, der Großteil der Tiere konnte allerdings nicht gerettet werden. Rund 400 Schweine und etwa zehn Kühe verendeten. Die übrigen 50 Rinder konnten von Helfern aus ihrem Stall auf eine Weide getrieben werden. Nach Angaben der Polizei hat sich ein Tierarzt vor Ort um die überlebenden Tiere gekümmert.
Brandursache unklar
Ein Raub der Flammen wurde auch ein drei Tage alter 300 PS-starker Traktor, sowie ein Mähdrescher und zahlreiche anderen landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Die rund 200 Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus verhindern. Die Brandursache ist noch völlig unklar. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen, erklärte die Polizei.
Einen Flüssiggastank konnten die Feuerwehrleute rechtzeitig abkühlen. Die auf den Gebäuden installierte Solaranlage wurde dagegen zerstört. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Polizei ist von einem Schaden von weit über einer Million Euro auszugehen.
Gegen 7 Uhr hatten die Löschtruppen den Brand dann unter Kontrolle. Vor Ort kümmerten sich Notfallseelsorger um die Bewohner. Auch Kräfte des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks waren im Einsatz. Zur Brandursache gab es zunächst keine Erkenntnisse.
Groteske am Rand: Feuerwehrmänner aus den umliegenden Ortschaften waren am Montagmorgen schon wieder für die Parkplatzregelung beim großen Gädheimer Bauernmarkt zuständig. Freundlich sollten sie sein und die Gäste empfangen, als wäre nichts passiert. Dabei steckte ihnen der Brand vom frühen Morgen noch in den Knochen.
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