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Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Deutz-5006 » Do Aug 12, 2010 13:11

Hallo

Der Landwirt neber unserer Obstwiese kommt jährlich weiter rüber auf unser Grundstück. Die Grenzsteine hat er vollkommen verschwinden lassen laut einer groben Messung hat er bereits 2 Meter unserer Wiese umgepflügt. Letztes Jahr wurden meine Obstbäume zu gar von ihm beim pflügen stark beschädigt. Wie ich mit ihm Sprächen wollte war nur seine Frau da die es ihm mitteilen wollte. Nun habe ich am Anfang dieses Jahres 2 Holzpfosten in den Boden gerammt um damit zuzeigen hier ist die Grenze. Jedoch wurden die beiden Pfosten gestern von ihm einfach umgefahren. Was soll ich nun tun? Wen ich mein Grundstück neu vermessen lasse müsste er die Kosten übernehmen? Könnte ich ihn wegen Urkundenfälschung oder Sachbeschädigung anzeigen?

mfg. Deutz5006
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon unimogthorsten » Do Aug 12, 2010 14:11

so einen Deppen hab ich auch als Nachbarn, leider. Zuerst fehlte ab und zu mal ein Johannisbeerstrauch nachdem er gepflügt hatte, dann war eine Reihe weg. Hat mich nicht zu sehr gestört, ich mag die Dinger eh nicht. Als er dan aber immer weiter zu den Bäumen hin gepflügt hat wurde es mir zu blöd. Auf Nachfrage sagte er mir sein Junior hätte gepflügt, er sagt es ihm. Das nächste Mal- das selbe Spiel. Also hab ich gewartet bis sein Mais aufgewachsen war und hab dann mit der Motorsense unter meinen Bäume ausgemäht, in reichlicher Breite. "Dummerweise" waren da auch etliche Reihen Mais dabei, so ein Pech aber auch. Nach mittlerweile 3 jahren Totalausfall auf der Fläche hat er es dieses Jahr scheinbar kapiert und ist ein großes Stück von der Baumreihe weggeblieben. Mal sehen wie lange die Erkenntnis vorhält......
Warte einfach bis die Saat aufgeklaufen ist und mäh dann ab, manche kapieren es anders leider nicht.
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Buche » Do Aug 12, 2010 14:31

Deutz-5006 hat geschrieben:Wen ich mein Grundstück neu vermessen lasse müsste er die Kosten übernehmen? Könnte ich ihn wegen Urkundenfälschung oder Sachbeschädigung anzeigen?


In deinem Fall gilt der Spruch: wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch.
Wenn Du beim Katasteramt eine Neueinmessung beauftragst, bezahlst Du die Rechnung, es sei denn Du hast Beweise, dass Dein Nachbar die Grenzsteine vorsätzlich entfernt hat.
Ansonsten keine Chance.

Rede doch mit ihm persönlich, das hat in vielen Fällen schon geholfen. Über Dritte ist das immer schwierig
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon GüldnerG50 » Do Aug 12, 2010 14:38

Hallo.

Benutz mal die SuFu.... Da gabs schonmal einen Fred..... Auch im Aktuellen und Allgemeinen....

Gruß

Flo
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Deutz-5006 » Do Aug 12, 2010 20:27

Hallo unimogthorsten : Das mit dem Getreideabmähen hab ich mir auch schon überlegt. Kann mir dabei etwas passieren wen ich ihm 1 bis 2 Meter von seinem Getreide abmähe ? Bergmäher und Mulchgerät ist vorhanden!!!
Die Suchfunktion hab ich schon benutzt hat mir allerdings nicht viel geholfen
:wink:
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon euro » Do Aug 12, 2010 20:34

Also nochmal (obwohl es bestimmt schon 2x hier steht), Ziel deiner Bemühungen soll sein dass er den Vermesser bestellt.
Das erreichst du zB dass du ihm 2 Jahre lang freiwillig ohne zu murren was abgibts, das am besten per Foto festhällst und dann im 3ten Jahr ihm mal nen Meter klaust.Das werden dann subjektiv bei ihm 3 Meter sein und er ruft den Vermesser.
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Zement » Do Aug 12, 2010 20:39

Hallo Leidtragender
Nöö dir passiert nix , wenn du ihm was vom Getreide abmähst , ist doch dein Land :wink: und sollte er das bezweifeln , kann er ja auf seine kosten das beim Katasteramt eine Neueinmessung beauftragen 8)
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Deutz-5006 » Do Aug 12, 2010 20:45

Hallo
Danke erstmal für eure Antworten. Dan werde ich nicht lange rum machen und im nächstes Jahr 2 Meter von seinem Getreide abmähen mal sehen wie er da drauf reagiert :wink: .

mfg. Deutz5006
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Heiderose » Mi Sep 22, 2010 13:54

Hallo,

grenzstein-t50185.html

darin steht - weiter unten - eine Anmerkung über die Kostenverteilung bei ermitteln der Grenzen.
Wenn Du auf die Nase faellst, musst Du wieder aufstehen; und zwar sofort.
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon NeueAgrarPolitik » Mi Sep 22, 2010 14:12

Deutz-5006 hat geschrieben: Könnte ich ihn wegen Urkundenfälschung oder Sachbeschädigung anzeigen?

mfg. Deutz5006
Wie HOCH ist den der Sachschaden, in Euro ?
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/55350/
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon amwald 51 » Mi Sep 22, 2010 14:55

servus mitanand
Deutz-5006 hat geschrieben:Hallo
... Die Grenzsteine hat er vollkommen verschwinden lassen laut einer groben Messung hat er bereits 2 Meter unserer Wiese umgepflügt.
mfg. Deutz5006

... das entfernen von grenzsteinen stellt einen straftatbestand dar. prob. dabei ist in unserer "sauberen" rechtsordnung: du hast keinen videofilm, auf dem seine visage bei der beseitigung der grenzsteine zu mehr als 100% eindeutig identifiziert werden kann. bliebe nur, dass seine dna auf den grenzsteinen gefunden werden könnte.
grüße vom alpenrand
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Kormoran2 » Do Sep 23, 2010 23:25

Na endlich, Amwald hat dem normalen Sachverstand eine Bresche geschlagen.
Einfach zur Polizei gehen und den Nachbarn wegen Beseitigung von Grenzsteinen anzeigen. Wer soll denn sonst dort pflügen oder anpflanzen wenn nicht der Nachbar. Doch nicht irgendein Unbeteiligter von sonstwo her. Hier haftet auch bestimmt der Nachbar für eventuelles Fehlverhalten seines Angestellten. Ist also egal, ob der Nachbar selbst dort die Steine beseitigt hat oder sein Angestellter. Der Chef muß dafür geradestehen.
Ist mal wieder ein interessantes juristisches Problem. Mal gucken, was die Juristen hier sagen werden.
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon def007 » Fr Sep 24, 2010 6:28

Juristen werden hier (im Netz) nix sagen, dürfen sie nämlich nicht. :?
Eher selbst mal zu Einem gehen. Dürfte beim ersten Mal auch nicht soo teuer sein.
Der Vorschlag die betreffende Fläche zu Mulchen ist auch so eine Sache. Immerhin ist der Nachbar zwar nicht nutzungsberechtigt auf der Fläche. Ist er aber nicht doch der Eigentümer der Kultur die draufsteht. Mulchen wär dann Sachbeschädigung?? Andererseits hat er durch sein Pflügen ja auch den Aufwuchs des Grundstückseigentümers beschädigt. Also Fragen über Fragen.
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon Kormoran2 » So Sep 26, 2010 0:10

def007, Du hast es treffend beschrieben. So sieht der Spielplatz aus, auf dem die Juristen sich austoben und auf dem sie ihr Geld verdienen.
Der normale Verstand würde einfach sagen, "wer über die Grenze hinaus sein Feld bestellt und die Grenzsteine verlegt, ist dem Nachbarn zum Schadensersatz verpflichtet, verliert das Recht an seiner Kultur auf der genannten Fläche und ist zur Neuerrichtung der Grenzsteine verpflichtet". Basta.
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Re: Grundstücksgrenze, Ärger mit Landwirt

Beitragvon meyer wie mueller » So Sep 26, 2010 8:51

Hallo

das mit dem Ackern über die Grenze gibt es so lange, wie es Grenzen gibt. Sehr beliebt war auch, jedes Jahr am Feldweg noch eine Schaar näher ranzuackern, um den Weg zum Nachbarn zu drücken.

Ein Grenzstein wird heutzutage mit den schweren Maschinen viel leichter versehentlich rausgeackert, als zu Zeiten unsere Vorfahren, als man mit Ochsengespannen geackert hat.
Zudem gibt es zwischen den Äckern üblicherweise keinen Feldrain mehr. Eine Schaarbreite hat man ehemals, wenn man anständig war, an der Grenze unbearbeitet gelassen. Aber da gab es Solche und Solche.

Und Grenzen und Grenzsteine sind seit Jahrhunderten eine sichere Einkommensquelle für Juristen. Und so gibt es auch meterweise Kommentare und Grundsatzurteile dazu. Allerdings hstimmen die Entscheidungen nicht immer mit dem allgemeinen Rechtsempfinden überein.

Beispiel: Da baute einer meiner Vorfahren seinen Saustall direkt auf die Grenze, allerdings nach dem Grühl des Nachbarn 10 cm über die Grenze (der Grenzstein war etwas schief und hing zu uns rüber. Damit kam er mit seinem neuen Wagen nicht mehr zwischen seiner Scheune und dem Saustall durch. Ein Streit über Jahrzehnte entwickelte sich daraus. X-verschiedene Grenzverläufe, versetzte Steine, Urkundenfälschungen (jeder zeigte irgendeine Vereinbarung vor, die der Nachbar angeblich unterschrieben hatte), Fahrtrechte, Grenzbäume, verschwundene Karpfen, geplünderte Kirschbäume u.s.w. waren am Ende vor Gericht verhandelt worden. Fast alle Verfahren gingen ohne eindeutige Entscheidungen für die eine oder andere Seite aus. Aber die Gerichtskosten waren sehr heftig. Erst 2 Generationen später redeten die Nachbarn wieder miteinander, aber ein gesundes Mißtrauen blieb erhalten.

Eine eigenmächtige Handlung, wie Abmähen des Getreides, könnte sehr problematisch sein. Warum wartest Du, bis das Getreide reif ist, und reklamierst nicht sofort die Grenzverletzung? Das könnte als stillschweigende Einwilligung der Nutzung interpretiert werden, gerade weil Du das Feld jeden Tag ganz genau vor Augen hast!

Wenn das Ackern über die Grenze hinaus über Jahre toleriert worden ist, dann könnte ein Gewohnheitsrecht daraus werden! Unmöglich ist nichts. So links rum, wie Juristen argumentieren, kann ein normaler Mensch oft gar nicht denken.

Wie wäre es, wenn Du dem Nachbarn eine Unterlassungserklärung zuschickst und für die Nutzung deines Grunds eine Entschädigung forderst? Dann muss ev. der Grenzverletzer nachweisen, dass er nur seinen eigenen Grund bearbeitet hat.

Dann sollte man natürlich sofort die Feldgeschworenen (oder gibt es so was bei Euch nicht?) informieren, wenn irgendwo ein Grenzstein verschwunden ist. Die können den auch ohne Vermessungsamt wieder neu errichten. Jeden Winter werden üblicherweise die rausgeackerten Grenzsteine neu gesetzt.

Gruß
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