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Gülle einarbeiten vor Mais

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon atomix » Mi Apr 21, 2010 10:45

Normalerweise habe ich meine im Herbst gegrubberten und mit Roggen begrünten Maisäcker im Frühjahr zuerst gepflügt. Anschließend kamen ca. 40 m³ Rindergülle mit dem Schleppschlauch drauf. Danach wurde mit der Saatbeetkombi eingearbeitet und anschließend Mais gesät.
Allerdings musste ich mit der Saatbeetkombi stets zwei bis dreimal drüber, bis die Fahrspuren vom Güllefass halbwegs verschwunden waren. Außerdem lag die Gülle teilweise oben drauf.

Deshalb beabsichtige ich dieses Jahr so vorzugehen:

1. Gülle mit dem Schleppschlauch auf die begrünten Äcker
2. Danach pflügen
3. mit Saatbeetkombi einmal drüber
4. MaIs säen kombiniert mit 150 kg 20/20 (NP) Dünger

Was haltet ihr davon?
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon tiger12 » Mi Apr 21, 2010 18:47

Gülle vergraben find ich nicht so gut...

Bei mir, wenn Vorfrucht Körnermais, im Herbst gefräst. Wenn Vorfrucht Zwischenfrucht, im März getellert. In beiden Fällen gestern Schweinegülle gefahren, 35 cbm, dann getellert, fertig. Als Unterfußdüngung gibts maximal 100 kg 18/46 und 100 kg KAS oder ASS. Pflügen fällt flach.

Bei deinem Roggen hättst su vor zwei Wochen Round up spritzen sollen
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon automatix » Mi Apr 21, 2010 19:04

ich fahr bei meinem im Herbst gepflügten Feldern (die eigentlich für Sommergerste gedacht waren, darum keine ZF) einmal mit dem Grubber drüber nach dem Güllefahren und das Feld ist saatfertig.

Allerdings würde ich auch keinesfalls aufs frisch gepflügte mit meine Fass fahren, das ist leider nicht zeitgemäß bereift....

Die größeren Betriebe lassen ihre Gülle vorm Mais mit einen Horschdreirad direkt in die Zwischenfrucht einbringen - der hat eine scheibenegge dran und die bringt auch den größten Senf/phacelia durch - danach wird meistens noch einem mit der Kreiselegge oder Saatbeetkombi drüber und das passt.

also ich würde mir jemand suchen, der die Gülle direkt in den Roggen einbringen kann, dann sparst dir das Pflügen.
Badaboom
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon hans g » Mi Apr 21, 2010 19:08

tiger12 hat geschrieben: dann getellert, fertig.
Bei deinem Roggen hättst su vor zwei Wochen Round up spritzen sollen

was heisst"getellert"?
..und roggen muss vor mais nicht tot gespritzt werden---der wird vom herbizid(motivell)gekillt.
hans g
 
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon tiger12 » Mi Apr 21, 2010 19:21

Hans, du kommst doch noch halbwegs aus Norddeutschland. Wenn man mit einer Scheibenegge oder eben Telleregge übers Land fährt hat man das anschließend nicht gescheibt, sondern getellert....

Und gut, Round up sparen mach ich auch (wenn doch, sowieso nicht Original für den Zweck), aber ich hatte auch nur in der Zwischenfrucht son bischen schwachen Roggendurchwuchs. Wenn man den Roggen richtig gesät hatte, hm, weiß ich nicht. Will ja schließlich nichts empfehlen, was voll nach hinten losgeht
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon Bodenseefarmer » Mi Apr 21, 2010 20:30

tiger12 hat geschrieben:Gülle vergraben find ich nicht so gut...


dito
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon spielmann » Do Apr 22, 2010 23:22

atomix hat geschrieben:Normalerweise habe ich meine im Herbst gegrubberten und mit Roggen begrünten Maisäcker im Frühjahr zuerst gepflügt. Anschließend kamen ca. 40 m³ Rindergülle mit dem Schleppschlauch drauf. Danach wurde mit der Saatbeetkombi eingearbeitet und anschließend Mais gesät.
Allerdings musste ich mit der Saatbeetkombi stets zwei bis dreimal drüber, bis die Fahrspuren vom Güllefass halbwegs verschwunden waren. Außerdem lag die Gülle teilweise oben drauf.

Deshalb beabsichtige ich dieses Jahr so vorzugehen:

1. Gülle mit dem Schleppschlauch auf die begrünten Äcker
2. Danach pflügen
3. mit Saatbeetkombi einmal drüber
4. MaIs säen kombiniert mit 150 kg 20/20 (NP) Dünger

Was haltet ihr davon?


Mach lieber breitere Reifen auf dein Güllefaß, da reich es auch einmal mit der Saatbeetcombi!
Beim späten Pflügen trocknet der Boden zu stark aus, ansonsten gleiche Meinung wie Tiger 12 und Bodenseefarmer :!:
MfG. Emilson
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon LifeisAremiX » Mi Dez 19, 2012 12:35

Hi, ich weiß dieser Thread ist schon etwas älter, aber trotzdem würde es mich interessieren aus welchen Gründen ihr Gülle vergraben nicht gut findet?

Ist es nicht sogar so das für Mais der Dünger in etwas tieferen Schichten liegen soll, damit er vom Mais optimal erreicht wird (deshalb ja auch die Unterfußdüngung etwas tiefer)?


Bitte um aufklärung.

Mfg
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon broitbeil » Mi Dez 19, 2012 13:39

Naja, wenn die Gülle in tonigem Boden tief vergraben wird, dann kann:

1. Es vorkommen dass die Wurzel die Gülle erst sehr spät oder gar nicht erreicht.
2. Bei Luftabschluß kommt es zu Denitrifikation, welche dann zu N-Verlusten über Lachgas führt.

Eigentlich macht ja Strip-Till nichts anderes, aber es macht eben (zumindest für Horsch+Vogelsang+...) einen großen Unterschied, ob die Gülle mit einem 100.000€ teurem GPS, gesteuerten Zinken vergraben wird, oder mit einem Beet-Pflug aus Erichs Zeiten. :wink:
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon LifeisAremiX » Mi Dez 19, 2012 14:36

Wie ist das ganze dann z.B. auf Sandböden zu beurteilen?
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon xyxy » Mi Dez 19, 2012 15:26

LifeisAremiX hat geschrieben:---
Ist es nicht sogar so das für Mais der Dünger in etwas tieferen Schichten liegen soll, damit er vom Mais optimal erreicht wird (deshalb ja auch die Unterfußdüngung etwas tiefer)?


Bitte um aufklärung.

Mfg


in irgendwelchen Schichten sicherlich nicht, idealerweise gleichmäßig verteilt im Oberboden. Da bei Mais eine Pflugtiefe von 25 cm in der Regel ausreichend ist und hier sich rein zufällig auch der Wurzelbereich befindet würd ich die Gülle auch dort verteilt haben wollen. :roll:
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon Bodenseefarmer » Fr Dez 21, 2012 11:14

Bei reiner Gülledüngung zu Mais (und bei Getreide auch) sieht man den Unterschied zwischen einpflügen und flachem einarbeiten sofort und massiv am Ertrag, desto schwerer der Boden ist, desto extremer. Die Gülle darf nur flach eingearbeitet werden, da die Bodenlebewesen, die die Gülle umsetzen unter aeroben Bedingungen arbeiten. Ausserdem benötigt der Mais die Nährstoffe im Besonderen in seiner Jugend, wenn er noch nicht so tief wurzelt, im Sommer, wenn der Mais dann die 25cm Pflugtiefe mit seinen Wurzeln richtig erreicht hat, minearlisiert der Boden von sich aus schon mehr als im Frühjahr.
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon Bodenseefarmer » Fr Dez 21, 2012 11:20

broitbeil hat geschrieben:Naja, wenn die Gülle in tonigem Boden tief vergraben wird, dann kann:

1. Es vorkommen dass die Wurzel die Gülle erst sehr spät oder gar nicht erreicht.
2. Bei Luftabschluß kommt es zu Denitrifikation, welche dann zu N-Verlusten über Lachgas führt.

Eigentlich macht ja Strip-Till nichts anderes, aber es macht eben (zumindest für Horsch+Vogelsang+...) einen großen Unterschied, ob die Gülle mit einem 100.000€ teurem GPS, gesteuerten Zinken vergraben wird, oder mit einem Beet-Pflug aus Erichs Zeiten. :wink:

Ich denke es macht schon einen Unterschied ob ich die Gülle auf 25cm einpflüge oder ob ich sie mit einem Premaister innerhalb einer lockeren Schicht in der Nähe des Maiskorns plaziere. Vorallem düngt man bei flächiger Einarbeitung das Unkraut zwischen den Reihen besser mit, ob der Unkrauteffekt allerdings die teure Technik im vergleich zum Güllegrubber oder nacharbeit mit der KE rechtfertigt wage ich (zumindest bei süddeutschem Flächenumfang) anzuzweifeln.
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon countryman » Fr Dez 21, 2012 13:47

größtes Problem wird wohl die Schlagkraft werden, angenommen die Gülle wird "zeitgemäß" ausgebracht und nicht innerbetrieblich, mit einem kleinen Faß so wie der Pflug es schafft.
Bei den modernen Verfahren wird die Gülle als Band wie Unterfußdünger abgelegt, der Mais erwächst sich dieses Depot in dem das Ammonium "konserviert" liegt wie beim Cultan-Verfahren.
Ich setze beim Maisanbau auf pfluglos und grubbere die Gülle normal ein. Hauptproblem: Der Trecker stinkt noch monatelang.
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Re: Gülle einarbeiten vor Mais

Beitragvon franky30 » Do Feb 28, 2013 2:10

Wir sähen Mais normalerweise mitte bis ende April mit Herbstfurche. Versuchen aufgrund von Flächenmangel (und weil ich auch denke das Winterbegünung besser fürn Boden ist) seit einigen Jahren als vorfrucht Landsberger, Grünroggen oder Futterweizen das wir dann ca. mitte bis ende Mai silieren.
Aufgrund sandiger Böden und nur 450 mm Niederschlag möchte ich aufs pflügen verzichten (wobei das die beste variante für ein Saatbeet wäre).
Auf die ZF kommt ca. 20 m³ Rindergülle und nach dem abernten nochmal 25 - 30 m³.
Dann wirds Problematisch, bis jetzt hatte ich nur Pflug, Gruber und Kompi zur auswall. Versuchte es auch mit einer Kurzscheibenegge.
Da wird das Saatbeet auch nur optimal wenn wir scheiben dann grubbern und danach wieder grubbern oder scheiben und dazwischen min. 1 Tag das Feld abtrocknen lassen. Das dauert mir zu lange!!!

Mein Fazit ist Stripen!
Wobei ich mir zwischen 3 Varianten nicht sicher bin???

1. Gülle normal flach mit Schleppschuh ausbringen und dann mit Streifenfräse (Ökosem - Direktsaat)
2. Gülle tief (20-25cm) mit Kotte Premaister (wobei min. gegrubbert sein soll - wo ich mir nicht sicher bin da die Vorfrucht gepflügt ist)
3. Gülle tief -"- mit Kuhn, Vogelsang,.... (geht angeblich nur bei Mulchsaat)

Für mich ist eins klar es kommt kein GPS in frage (ist so glaube ich, auch nicht nötig da die Saat spätestens 2-3 Tage danach erfolgen muss).
Die große Frage ist Gülle flach oder tief???

Ps: ich dünge nur mit Gülle
http://www.facebook.com/AgrarServiceGroetschl
http://www.youtube.com/user/1mzbg/videos
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