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Hagelversicherung

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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31 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Schauerschrauber » Di Jul 17, 2018 22:05

Hallo

Wir haben hier Spezialisten die versichern ihren Raps mit 3000€ Hektarwert und reiben sich dann schon bei 25 % Schaden die Hände.
Ich selbst und genau so mein Vater waren sehr lange Zeit ebenfalls der Meinung eine Hagelversicherung braucht kein Mensch , und einmalig einen Schaden selbst zu tragen ist preiswerter als 10 Jahre eine Hagelversicherung zu zahlen.
Seitdem ich Betriebsleiter bin und einiges an Kapital investiert wurde bin ich auch Kunde der Vereinigten Hagel. Ich muss sagen bei dem was sich die letzten drei Sommer so alles bei uns am Himmel zusammengebraut hat hätte ich sie keinen Moment missen wollen. Wenn man wie schon erwähnt die Hektarwerte nicht überzogen ansetzt dann ist das ganze auch nichtmal all zu kostspielig .

Dieses Jahr durch Starkregen Anfang Juli deutliche Verluste im Raps erlitten . War mein erster Schaden , 15-25% wurden geschätzt .


Thema Mecklenburgische ,

ich kenne deren Hagelversicherung nicht im Detail , allerdings kenne ich einige Kollegen die schon vor Jahren von dort zur Vereinigten gewechselt sind. Warum auch immer.

Mecklenburgische generell - das ist eine alteingesessene Gesellschaft wie eben auch Allianz , R&V etc.
die im Schadenfall Top Leistung bieten aber eben auch im Wettbewerb alles andere als günstig sind.
Mein Schwiegervater war Jahrzehnte mit der Mecklenburgischen verheiratet weil irgendwann mal ein Bekannter aus dem Ort in der nächst größeren Stadt eine Agentur übernommen hat. Wir haben dann mal alles von einem befreundeten Makler alf den Prüfstand stellen lassen - die Jahresersparnis auf verschiedene Versicherer neu verteilt betrug fast 4000€ .
Damit will ich jetzt nicht die Mecklenburgische als überteuert an den Pranger stellen , ich möchte darauf aufmerksam machen das es ein fataler Fehler ist einer Gesellschaft in allen Bereichen jahrelang die Treue zu halten.

MfG
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Paule1 » Mi Jul 18, 2018 23:01

Also mein W`Weizen wurde gestern mit 35% abgeschätzt und der Restliche W`Raps mit 95%

Wir hatten die letzten Jahre immer Hagelschaden anmelden müssen :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon glueck » Mo Jul 23, 2018 10:28

Nach der Betriebsübernahme vor 11 Jahren habe ich die Hagelversicherung (zum Unmut) meines Vaters nicht übernommen.
Die letzten 11 Jahre hatte ich zum Glück keinen Schaden, also richtig gepokert.
Ich muss aber auch dazu sagen das ein Verlust von ca. 5ha Raps im Jahr, mich als Nebenerwerbslandwirt nicht in Existenz Nöte bringen würde.


Es ist wie mit jeder Versicherung, jeder muss für sich selbst entscheiden welche Risiko man wo eingehen möchte.
Die VK bei einem hochpreisigen PKW ist für mich ein absolutes muss, und ja ich weiß das dort die Schadensfreiheitsklasse eine große rolle spielt.
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon marius » Mo Jul 23, 2018 10:39

Versicherungen werden schon wichtiger. ich als Hobbyackerbauer hab zwar keine Hagelversicherung, aber als Großagrarier ist das schon fast Pflicht. Auch Sturm und vor allem in Zukunft Trockenschäden werden zum Thema der Versicherer werden.

Auch beim Haus und Wirtschaftsgebäude. Früher reichte eine Brandversicherung. Aber wenn man sich heute die Sturm und Hagelschäden ( was immer häufiger vorkommt ) an Gebäuden und Dächern so ansieht, wird auch das für viele zum Thema werden.
Da pfeiffen Tornados immer öfter durch Deutschland.
Und bei Gebäuden ists egal ob Neben oder Vollerwerb. Dann wirds beim Schadenfall richtig teuer.
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Paule1 » Di Jul 24, 2018 3:10

Bei 20ha Raps und Hagelschaden von vis zu 95% hört der Spaß auf, muß jeder selbst enscheiden :idea:
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon wastl90 » Di Jul 24, 2018 10:04

Versicherungsangebote sollte man regelmäßig überprüfen, das ist jetzt aber egal ob es sich dabei um eine Hagelversicherung oder sonst etwas handelt. Wie oft es bei dem einen oder anderen Hagelt hängt eben immer vom Gebiet und "Glück" ab. Ob es sinnvoll ist Raps mit 3.000€ zu versichern ist eine andere Sache.
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon AgroTom » Mi Jul 25, 2018 0:42

marius hat geschrieben:Versicherungen werden schon wichtiger. ich als Hobbyackerbauer hab zwar keine Hagelversicherung, aber als Großagrarier ist das schon fast Pflicht. Auch Sturm und vor allem in Zukunft Trockenschäden werden zum Thema der Versicherer werden.

Auch beim Haus und Wirtschaftsgebäude. Früher reichte eine Brandversicherung. Aber wenn man sich heute die Sturm und Hagelschäden ( was immer häufiger vorkommt ) an Gebäuden und Dächern so ansieht, wird auch das für viele zum Thema werden.
Da pfeiffen Tornados immer öfter durch Deutschland.
Und bei Gebäuden ists egal ob Neben oder Vollerwerb. Dann wirds beim Schadenfall richtig teuer.



Die Versicherungsprämien werden vor allem immer teurer je stärker die Unwetterschäden sind, und Hagelschäden sind idR die Schäden, die finanziell am wenigsten ins Gewicht fallen und die man deshalb am leichtesten verkraften kann.

Die Gefahr, die von von Spätfrösten, Auswinterung, Trockenschäden, Brandschäden oder Starkniederschlägen ausgeht, ist deutlich größer als so ein kleiner lokal eng begrenzter Hagelschauer. Dennoch musst Du erstmal eine Hagelversicherung abschließen, damit Du über eine Zusatzversicherung auch die anderen, weitaus gravierenderen Risiken absichern kannst.

Und diejenigen, die nur eine einfache Hagelversicherung haben, zahlen für die Auswinterungs- und Trockenschäden der anderen mit, ohne selbst in den Genuss zu kommen, für andere Schäden als Hagelschäden eine Leistung zu erhalten.

Das Haus und die Wirtschaftsgebäude sollte man hingegen schon ausreichend absichern, solange die Prämien nicht unverhältnismäßig hoch sind. Ich bin aber dennoch kein großer Versicherungsfreund und hab fast alle Versicherungen, die ich von meinen Eltern übernommen hab, gekündigt. Und damit lebe ich seit Jahren bestens und bin auch in der Lage, die entsprechenden Rücklagen zu bilden, falls doch mal etwas Unvorhergesehenes passiert.
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon countryman » Mo Jul 30, 2018 10:34

je knapper ein Betrieb finanziell auf Kante genäht ist, um so mehr Geld muss er für Versicherungen ausgeben.

Das Haus und die Wirtschaftsgebäude sollte man hingegen schon ausreichend absichern,...

In der Tat sollte man das. Wer sparen will und keine Rundum-Sorglos-Mentalität hat vereinbart etwa bei Sturmschäden Selbstbehalte.
Überflüssig sind meist zB Glasbruchversicherungen und andere gern mitverkaufte Extras.
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon bauer hans » Mo Jul 30, 2018 10:40

Paule1 hat geschrieben:Bei 20ha Raps und Hagelschaden von vis zu 95% hört der Spaß auf, muß jeder selbst enscheiden :idea:

rechne das auf 10 jahre hoch,es lohnt sich nicht :!:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Jörken » Mo Jul 30, 2018 12:16

Hab die Hagelversicherung gestrichen, und auch die Dürreversicherung steht in keinem Verhältnis zum "Nutzen". Die Versicherer müssen natürlich auch auf sich schauen. Die österreichische Hagelversicherung bietet gute Pakete, die auch noch gefördert werden (oft die Hälfte der Prämie trägt das Bundesland). Trotzdem ist mir im Grünland ein eigener finanzieller Polster lieber, ein paar Investitionen liegen abseits der Landwirtschaft, und so ist mein Risiko ohnehin gestreut.
Außerdem sind mancherorts Sturmversicherungen gar nicht mehr möglich, weils zuviele Schäden gibt. Zudem wurden auch etliche Kollegen schon aus der Hagelversicherung gekündigt, weil 2 Schäden knapp aufeinander folgten. Und da läge der einzige Sinn einer Versicherung: absichern wenn man Pecht hat, weil das geben die Geldreserven vielleicht nicht her. Um einen Schaden in 10 Jahre abzufedern brauch ich keine Versicherung, oder anders gesagt, so knapp kalkuliere ich nicht.
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Freakshow » Mo Jul 30, 2018 16:25

So, wieder leicht 5000€ verdient weil ich auf diesen (Versicherungsjünger mögen mir das Wort verzeihen) Quatsch verzichtet habe.
Seid ihr auch gegen Staunässe, Trockenheit und auswinterungsschäden versichert? Hatte ich alles schon, Hagel dagegen seit 19 Jahren nicht mehr.

Wer sich mehr oder minder willkürlich gegen eine Gefahr versichert und gegen x andere nicht hat den Titel "Unternehmer" nicht verdient. Der, der sich gegen alles versichert übrigens auch nicht, weil der ist schnell pleite. Unternehmer sein heißt bereit (und fähig) sein Risiken zu tragen.

Jagt doch einfach Mal alle eure Hagelversicherer vom Hof, vielleicht passen sich dann die "Prämien" wieder etwas der tatsächlichen Gefahr an und versickern nicht zu 90% beim Wasserkopf.
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Schauerschrauber » Do Aug 02, 2018 21:13

Freakshow hat geschrieben:So, wieder leicht 5000€ verdient .


Hallo

bewirtschaftest du 450 ha. Ackerfläche ?

Wenn ich meine Fläche mit meinem Beitrag umrechne müsstest du 450 ha. haben .

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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Freakshow » Do Aug 02, 2018 21:43

Gegenfrage: du zahlst nur 11€ auf den ha?
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Favorit822 » Fr Aug 03, 2018 5:58

Freakshow hat geschrieben:Gegenfrage: du zahlst nur 11€ auf den ha?


Ich zahle ungefähr 25 je ha
In 10 Jahren hast du mind 2 schäden also rechnet sich das locker
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Re: Hagelversicherung

Beitragvon Schauerschrauber » Fr Aug 03, 2018 8:58

Freakshow hat geschrieben:Gegenfrage: du zahlst nur 11€ auf den ha?


Ich zahle für 40 ha Getreide in Secufarm 1 mit 1000 Euro Hektarwert und 12,5 ha Raps in Secufarm 2 mit 1400 Euro Hektarwert 635 Euro - also 12,10€ der Hektar.

MfG
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