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Handwerker möchte Landwirt werden

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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26 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Handwerker möchte Landwirt werden

Beitragvon Gwyllum » Sa Jul 22, 2006 15:05

Hallo, alle zusammen....
ich habe sicherlich ein ungewöhnliches Anliegen. Ich bin 41 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Von Beruf bin ich Tischlermeister und im Angestelltenverhältnis tätig.
Von Kindheit an habe ich aber ein Herz für die Landwirtschaft, was wohl daran liegt das wir stets Urlaub auf dem Bauernhof gemacht haben. Ich war von morgens bis abends mit dem Bauern unterwegs und habe Ihm geholfen wie wie es irgend ging. "Jungbauer" haben mich schon seine Nachbarn genannt. Tja ...wie das Leben so geht, in West-Berlin aufgewachsen kam die Handwerkerlehre eher in Betracht als die des Landwirts. Nun sind 25 Berufsjahre vergangen und noch mal 25 Jahre stehen vor mir. Ich frage mich und damit Euch alle: gibt es eine Möglichkeit jetzt noch auf Landwirt umzusatteln ?? Gibt es Institutionen die einen dabei unterstützen würden? oder ist die Idee eher eine Luftnummer.
Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.
Vielen Dank und Grüße an Euch alle
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Beitragvon questenberg » Sa Jul 22, 2006 15:30

Hallo. Am Besten, Du wendest Dich an die Landwirtschaftskammer. Ich könnte Dir aber jetzt schon sagen, was sie Dir raten werden. Es sei denn, Du bringst Kapital mit. Viel Kapital.
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Jul 22, 2006 15:49

null problemo, wenn du es wirklich möchtest, ich verate dir jetzt wie :
du ziehst aufs land, kaufst dir eine kleine bauerstelle oder einen resthof und fängst da als nebenerwerbslandwirt an, tischler machst du weiter !
noch ein kleiner tipp, in dänemark suchen sie händeringend handwerker aller art, auch tischler und bauernhöfe sind da auch preiswert zu haben .
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Beitragvon Manfred » Sa Jul 22, 2006 16:52

Ja! Wie von Gerd beschrieben, dann halten sich Risiko und mögl. Lehrgeld in Grenzen. Oder du suchst einen Einstieg als Angestellter auf einem größeren Betrieb, wo handwerkliche Fähigkeiten gerade in Bauphasen gerne gesehen werden.

Als Handwerksmeister bist du ja sicher nicht auf den Kopf gefallen, und in der Lage dir schnell selbständig einiges an KnowHow anzueignen.

Erzähl doch mal, wo deine Interessenschwerpunkte liegen.

VG,
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Beitragvon Gwyllum » So Jul 23, 2006 10:37

Hallo zusammen.....
vielen Dank für Eure Beiträge.
Mit dem Landwirtschaftsamt werde ich mich in Verbindung setzen.
Die Idee mit dem Hof als Nebenerwerb finde ich gut.

Wo meine Interessen liegen?....da habe ich mich noch nicht festgelegt. Für Ackerwirtschaft braucht man ja einiges an Land und Boden, wenn man von der Milchwirtschaft leben will viele Kühe und große Ställe, das gleiche gilt für die Schweinemast. Ob ein Markt für Fleischschafe in Brandenburg besteht weiß ich nicht. Am liebsten wäre mir ein Hof mit einer Mischung von allem, 20 Milchkühe, 10 Schweine, Gänse, Hühner und Kaninchen, einer Streuobstwiese und einen großen Garten. Wahrscheinlich ist diese Ansicht ein wenig Blauäugig und Ihr denkt da eher an einen Hobbybauernhof. Ob es zum Unterhalt einer Familie reicht weiß ich nicht.

In den letzten zwei Tagen habe ich mich hier durch das Forum gelesen und gemerkt das ich noch so gut wie gar nichts weiß.
Was ich brauche ist Hintergrundinformation und Praxis. Zu diesem zweck habe ich mir jetzt eine Bauernzeitschrift abonniert, um zum Beispiel im Kleinanzeigenteil zu sehen was ein gebrauchter Traktor kostet. Desweitere habe ich vor mir die Bücher der Ausbildung zum Landwirt zu besorgen um mir einiges anzulesen.
Resthöfe gibt es bei uns im Umland einige, die werden allerdings ohne Maschinen und Handwerkszeug sein.
Um meinen Vorstellungen gerecht zu werden bedarf es noch einiges.
Ich hoffe das Ziel hängt nicht zu hoch.
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Beitragvon Manfred » So Jul 23, 2006 11:34

Hallo,

mach aus den 20 Milchkühen 20 Mutterkühe, das ganze als Biobetrieb, und du hast eine Hobbylandwirtschaft, die deine gesammte Freizeit schluckt, und evtl. (je nach Prämienregelungen in deiner Wunschregion) 5000 bis 10.000 € im Jahr abwirft.

Von einem Einstieg in die Milchwirtschaft, wenn du keine solide Ausbildung + Erfahrung + viel Eigenkapital für die Übernahme eines leistungsfähigen Betriebs hast, würde ich dir sehr dringend abraten.

Als Literatur würde ich dir ein Abo von topagrar oder dlz-Agrarmagazin ans Herz legen. Evtl. kannst du irgendwo (z.B. hier unter Biete und Suche) einige der letzten Jahrgänge ergattern.
So bekommst du recht schnell ein Bild von der aktuellen Lage, und einen Eindruck, wie und in welcher Größenordnung moderne Betriebe wirtschaften.

VG,
Manfred
Zuletzt geändert von Manfred am Mi Aug 23, 2006 14:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Gwyllum » Mi Aug 23, 2006 13:04

Hallo, alle zusammen......
habe mir jetzt Probehefte von Top Agrar, Lob und DLZ-Agrarmagazin besorgt. Sehr informativ das ganze.
Außerdem habe ich herausbekommen das wir hier eine Landwirtschaftsschule haben, in der man den Abschluß zum Landwirt im Nebenerwerb machen kann. Zur Prüfung werde ich aber nicht zugelassen weil ich keine 2-4 jährige Praxis nachweisen kann.
Im Landwirtschaftsamt raten sie mir dazu mir eine Resthofstelle zu suchen, mit ca 5 ha Land und einfach loszulegen. Da war ich überrascht.......
Ich kann Kühe und Schweine mir zulegen und Bäuerlich tätig sein ohne Befähigungsnachweis aber eine theoretische Ausbildung absolvieren um dann nicht darüber geprüft zu werden, finde ich doch sehr komisch.
Ich bin doch eher dafür die schulung zu absolvieren, auch wenn ich nicht geprüft werde habe ich doch zuminest das theoretische Rüstzeug.

Übrigens beim Erwerb des Hofs gibt es keinerlei Unterstützung, ich meine in finazieller Hinsicht. Ich soll aber mit dem Exposè zum Landwirtschaftsamt kommen, dann schauen die sich das an und die dazugehörigen Flurstücke und helfen bei der Beurteilung.
Nun muß ich zu einer Bank und mit denen mal reden was da geht.
Hat jemand da einen Tipp ob es Banken gibt die dem Landwirt wohlgesonnen sind?......
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Beitragvon Herr_Schmidt » Mi Aug 23, 2006 13:30

oh oh, da haste aber ein heikles Thema angeschnitten :D

guckst du hier:
http://www.landtreff.de/viewtopic.php?t=5259
Mein Motto: Klarheit statt Schonung !!
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Beitragvon SHierling » Do Aug 24, 2006 9:17

Hallo,
also ich muß jetzt erstmal loswerden, das ich es be-geis-terns-wert finde, wenn endlich mal jemand einsieht, das er etwas lernen sollte bevor der "Bauer" wird. Irgendso ein Jubel-Smiley wäre angemessen.

Umschulung oder Unterstützung beim Wechsel kann ich mir allerdings nicht vorstellen, umgekehrt: die Tausende arbeitsloser Landwirte/Tierwirte/Facharbeiter in Brandenburg waren die letzten, die noch irgendwelche Umschulungen in andere Berufe bekommen haben, inzwischen (seit mehr als einem Jahr) gibt es nichts mehr, und für niemanden, es sei denn, Du kannst VOR der Umschulung eine Stelle nachweisen (schriftlich vom zukünftigen Chef), und selbst dann ist das noch der Willkür und Sympathie der Arbeitsagentur anheimgestellt. Jemand der ein Angestelltenverhältnis HAT oder sogar aufgeben will (tu das ja nie nicht!) kriegt nicht nur nichts, der zahlt noch zu (Sperre).

Also Finanzierung mußt Du Dir selber leisten können - das übt, denn die Böden, die man sich in Brandenburg "mal eben so " leisten kann und die überhaupt zum Verkauf stehen, haben meist um und bei 30 Punkte oder sogar noch weniger. Damit verdient man nichts (deswegen werden sie ja nicht genutzt), und das wissen auch die Banken. Wenn Du bis Berlin pendeln mußt, liegst Du auch immer im "teuren Bereich", das wollen andere auch gern, auf dem Land wohnen und in der Stadt arbeiten.

Mach die Schule trotzdem, auch wenns ohne Abschluß ist, oder ackere die Lehrbücher durch abends, bevor Du Dir Deinen Hof ausguckst, Du kannst ihn anschließend viel besser beurteilen und selber entscheiden, was zu welchen Gegebenheiten paßt. Oder guck Dir einen "Traumbetrieb" aus, und arbeite da am Wochenende regelmässig mit.

Tiere kaufen darf jeder (leider!) - der Haken kommt erst bei Haltung und Vermarktung. Da kommen dann zig Auflagen, Regelungen, Pflichten, Kosten (!) für Tierseuchenkasse, Blutuntersuchungen, Impfungen, alles je nach Tierart und Status (sagt Dir alles keiner vorher, mußt Du Wissen, denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht :( ), das fängt mit Flächenbezogenheit an und hört damit auf, daß Du nachher mit Deinem Auto kein Futter mehr holen darfst, ohne ein BUCH darüber zu führen, wer die letzten 3 Mal was in den Kofferraum geschmissen hat (im Ernst, ohne Scheiß ...)

Genau so ist das mit dem "Befähigungsnachweis", klar braucht man die irgendwann, und wenn Du keine Lehre hast, machst Du mit Pech und den "richtig netten Nachbarn" Deine Pflanzenschutz-Sachkunde, Klauenpflege, Schafhaltung, Schlachten alles extra als Seminar - das kostet ein Heidengeld. Kann sich, je nach dem, was Du tun willst, aber trotzdem lohnen, viele Lehr- und Versuchsanstalten bieten da auch Wochenendkurse an, gerade für Direktvermarkter und Kleineinsteiger.

Schafe in Brandenburg kannst Du - gerade in Stadtnähe - immer loswerden, Lamm ist "in" und "Slowfood" und was nicht alles ;)
Ist auf den leichten Böden auch keine schlechte Idee, machst Du Gras in Vermehrung hast Du noch n Zusatznutzen, Direktvermarktung, Bio .. Manfreds Schätzung finde ich auch realistisch, mit viel Glück jedenfalls, kommt halt drauf an ob man Dir Fördermittel zugesteht.

Laß Dir Zeit und lern vorher soviel wie möglich - und dann mach :)

Grüße
Brigitta
PS - fast vergessen: es ist wichtig, das Deine Familie bei sowas 120% mit dahintersteht. Du wirst mehr arbeiten als je zuvor und ohne "geländegängige Familienangehörige" als halbe oder viertel AK wird es trotzdem nicht gehen. Wenn da einer streikt, ist das ein Dauerproblem :(
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Beitragvon Gwyllum » So Nov 05, 2006 19:47

Hallo, alle zusammen.......

Ich will doch mal einen Zwischenbericht abgeben, nicht das Ihr denkt das alles im Sande verläuft.

Also ich war bei einer Bank und habe der Mitarbeiterin erklärt was ich vorhabe. Die hat sich alles angehört, fand meine Ideen ganz und gar nicht abwegig und meinte das sie sich eine Finanzierung durch die Bank durchaus vorstellen könnte. Aaaaber....meinte Sie, das erste was ich brauche ist ein Konzept von einem Unternehmensberater aus dem Landwirtschaftlichen Bereich. Nur aufgrund eines für mich positiven Finanzierungskonzeptes würden Gelder fließen.Sie hatte auch eine Telefonnummer zur Hand, die ich mir notierte.

Frohen Mutes verließ ich die Bank und rief sogleich bei dem Berater an.
Seine erste Frage war wieviel Land ich besitze und wieviel Fördergeld ich bekomme......daraufhin ich Ihm erklärte das ich damit erst beginnen wolle, kein Land habe, kein Fördergeld bekomme aber den festen Vorsatz habe die Landwirtschaftschule zu besuchen (Der Junge konnte sich vor Lachen kaum halten).:evil:

Ich blieb aber hartnäckig, erklärte Ihm das es mir darauf ankommt herauszuarbeiten ob der Erwerb eines Resthofes bei gleichzeitiger Bewirtschaftung im Nebenerwerb ausreichend ist um eine positive Finanzierungsbereitschaft bei der Bank zu erreichen. Da ließ er sich auf einen Termin mit seinem Kollegen ein, denn eigentlich war er ja auch gar nicht zuständig.
14 Tage später hatte ich den Termin. Wir trafen uns im Büro einer Produktionsgenossenschaft in einem Dorf bei Potsdam. Das Gespräch war sehr ernüchternd. Er sagte mir das ich bestenfalls denn soviel Gewinn mache würde das ich davon ne Urlaubsreise machen kann. Mehr wäre nicht zu erwarten. Ohne viiiel Land mit Fördermitteln würde gar nichts gehen. :cry:
Naja........ich sagte mir, das es ja wohl nicht sein kann, das der Landwirt nur von Fördergeldern lebt und nicht vom Verkauf seiner produzierten Güter. Also so leicht wollte ich mir nicht ins Bockshorn jagen lassen. Ganz am Anfang meiner Bestrebungen sollte ja schon wie beschrieben der Besuch der Landwirtschaftsschule liegen.

Dafür hatte ich ja günstige Prognosen. Die nächste Schule lag ne halbe stunde Fahrtzeit von mir entfernt und der Kurs begann Anfang Oktober. Der Schultag war aber an einem Mittwoch. Da ich berufstätig bin ging das aber nicht.
Aber es bestünde die Möglichkeit, das der Kurs sich teilen würde, auf Mittwoch und Samstag, wenn genügend Teilnehmer sich darauf einließen.
Die ersten beiden Schultage nahm ich Urlaub, dann wurde darüber abgestimmt und zu meinem Bedauern waren die meisten der 19 Teilnehmer für den Mittwoch :cry:
Wieder ein Rückschlag....verdammt.
Ich fragte also meinen Chef ob er einer Arbeitszeitverschiebung zustimmen würde, für eine Vertretung hatte ich gesorgt. Das wollte er aber nicht............verdammter Mist aber auch.

Bei einem letzten Gespräch mit der Sekretärin der Schule verwies Sie mich dann aber an eine andere Schule in Prenzlau. Da sollte der Unterricht am Nachmittag und am Samstag stattfinden.
Perfekt......zwei Tage später war ich beim Vorstellungstreffen. Ich habe jetzt zwar 4 stunden Fahrzeit für Hin und Rückweg, aber das ist mir wurscht. Jetzt war schon zwei mal Unterricht und ich habe den Stoff förmlich aufgesaugt. In der Klasse sind wir nur acht Teilnehmer, fünf von Ihnen arbeiten in der Landwirtschaft, einer ist Lehrer der seiner Freundin mit dem Hof helfen will, eine ist Ärztin die den Hof mit 35ha ihrer Eltern weiterführen will und ich ebend.
Tja, das war mal der Zwischenbericht, damit Ihr wißt, das nicht nur gepostet wird und dann nichts weiter passiert. Auf den Weg gebracht habt Ihr mich, Eure Meinungen und meine Stimmung haben gut zusammengepaßt, dafür danke ich Euch.
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

Viele Grüße an Euch alle

Gwyllum :D
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Beitragvon derkarsten » So Nov 05, 2006 22:25

Nabend..

Ich möchte an dieser Stelle auch einmal loben, das du diesen Threat so ausführlich beschrieben hast und uns jetzt noch einmal auf dem laufenden hältst!
Denn in den letzten Wochen ist hier oft viel "dummes Zeug" geschrieben worden, a lá 'Gründung eines Lohnunternehmens zum 5ten Male'.
Diesen Vorhaben kann ich eben nichts abgewinnen, weil diese Pläne schon wie sie hier im Forum geschildert wurden, scheitern werden.

Leider habe ich zu deinem Vorhaben nicht kommentiert, als du hiermit im Sommer überkamst. Aus reinem Gewinnstreben, oder einfach gesagt, um damit Gewinne zu erziehlen, wirst du dir keinen Resthof "leisten" können, aber es ist sicher ein schöner Zeitvertreib. Ich selber hänge schließlich auch in irgeneiner Weise an der Landwirtshaft.
Wenn du das Zeitlich auf die Reihe bekommst, ziehe das mit deiner Schule auch nun durch. Zwar bin ich selber der Meinung, das man, wenn man auf einem Hof aufgewachsen ist, in spziellen Belangen oft mehr weiß, oder sogar in jungen Jahren eine Art von Erfahrung, gerade für den eigenen Standort und Hof besitzt, als man in einem Theoretische Unterricht erlernt. Aber in deinem Fall ist dies schon Sinnvoll.
Wobei top Agrar und dlz in Meinen Augen eine ebenso große Hilfe sind.
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Beitragvon Schweinchen » Mi Nov 08, 2006 21:31

Hallo!

Wie wäre denn die Überlegung einen Selbstvermarktenden Betrieb aufzubauen?

Also Sonderkulturen, wie Spargel Erdbeeren und etwas Obst oder so? evtl dann später auch Tiere dazu also Hühner und Gänse für Eier und Fleisch.

eigentlich ist sowas also das mit dem spargel doch im Nebenerwerb zu schaffen, zumindestens übers Jahr gesehen. Pobleme gibt es dann höchstens in der Saison....

Ich kann mir irgendwie nämlich nicht vorstellen, dass dein Berater sich mit deinem wunsch wirklich befasst hat.


mfg
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Beitragvon Obelix » Do Nov 09, 2006 11:02

Gwyllum hat geschrieben:... Am liebsten wäre mir ein Hof mit einer Mischung von allem, 20 Milchkühe, 10 Schweine, Gänse, Hühner und Kaninchen, einer Streuobstwiese und einen großen Garten. Wahrscheinlich ist diese Ansicht ein wenig Blauäugig und Ihr denkt da eher an einen Hobbybauernhof. Ob es zum Unterhalt einer Familie reicht weiß ich nicht ....


Hallo Gwyllum,

auch ich möchte mich für Deine ausführlichen Schilderungen bedanken.
Daher möchte ich Dich aus Deinem Traum wecken und diesen platzen lassen, da Dir mit weiterträumen nicht geholfen ist.

Deine obigen Vorstellungen sind eher Hobby. Damit sich das rechnet, mußt Du weiter 40 Std. als Tischler arbeiten. Dann würde Dir die Bank das vermutlich auch als Nebenerwerb finanzieren und in 10 Jahren könntest Du Dir überlegen, ob Du in den Vollerwerb wechselst.

Wenn Du in der Landwirtschaft Geld verdienen und Deine Familie ernähren willst, muß Du Dich mit Massentierhaltung abfinden.

Eine Möglichkeit für Dich wäre die Übernahme eines wegen fehlender Nachkommen freiwerdenden, durch Altersprobleme heruntergekommenen Hofes, den Du inkl. allen Werkzeugen, Maschinen, Tieren usw. günstig erwerben kannst. Oder für den Du mit dem Alteigentümer eine Übernahmeregelung auf Rentenbasis finden kannst. Der Alteigentümer kann Dir dann auch Tipps geben und Du kannst von seinem Wissen profitieren. Von diesen Höfen existieren in West-Deutschland tausende.

Stell Dir vorher folgende Fragen:
- willst Du 60 Stunden und mehr auf Dauer in der Woche arbeiten?
- zieht Deine Familie dabei zu 100 % mit?
- willst Du keinen Urlaub mehr machen?
- willst Du keine Freizeit mehr haben?
- Krank gibt's auch nicht mehr, die Tiere müssen ja gemacht werden.
- hast Du Eltern oder Verwandte, die Dir anpacken würden?

Mach mal 4 Wochen "Praktikum" auf einem Hof, wie Du Ihn Dir vorstellst.
Les die Beiträge hier im Forum zur Wirtschaftlichkeit.

Grüße
Obelix
Hans Jonas: Die gegenwärtige Generation darf ihr eigenes Lebensglück nicht damit erkaufen, das Unglück künftiger Generationen zu bewirken.
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Beitragvon Alex. » Do Nov 09, 2006 14:59

Ich kann dir noch folgende Zeitschrift empfehlen: http://www.neuelandwirtschaft.de/
Bild
http://youtube.com/watch?v=e9cm9m6WIro
Das Bandmaß ist voll!!
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Beitragvon Gwyllum » Sa Nov 11, 2006 23:02

Hallo an alle........

@ derKarsten

.......deiner Meinung pflichte ich bei. Jemand der von Kindheit an auf nem Hof ist dem kann ich nach zwei Winterhalbjahren Schule kein Wasser reichen. Deswegen möchte ich dann in den Sommerhalbjahren auf einem Hof in meiner Nähe ein Praktikum absolvieren um die nötige Praxis zu bekommen.

@ Schweinchen

........an selbstvermarktung habe ich auch schon gedacht, soweit bin ich aber noch nicht. Spargel geht ja ganz gut auf Brandenburger Böden, und die Berliner sind im Sommer eifrige Selbstpflücker.

Der Berater war sehr nett, hat mir für die anderthalb stunden nichts abgenommen. Er hat aber vom ersten Satz gesagt das nichts zu verdienen wäre. Schon gar nicht die von Manfred prognostizierten 10 000,-€. Als ob der Landwirt nur von den Subventionen leben würde.
Ich kann dem gesagten kein glauben schenken. Dem Herrn vom Landwirtschaftsamt fragte ich wie es denn den Landwirten wirtschaftlich so geht. Er sagte das er in seinem Kreis jeden Bauer kennt, und meckern tun sie alle, aber im Endeffekt hätten sie alle ihr Auskommen.
Die gleiche Meinung hatte auch meine Dozentin

@ Obelix

....... :D so leicht platzt mein Traum nicht. Die einzige die das vermag ist die Sachbearbeiterin der Bank, die kalt lächelnd meinen Kreditantrag zerreist.
Obelix schreibt

Deine obigen Vorstellungen sind eher Hobby. Damit sich das rechnet, mußt Du weiter 40 Std. als Tischler arbeiten. Dann würde Dir die Bank das vermutlich auch als Nebenerwerb finanzieren und in 10 Jahren könntest Du Dir überlegen, ob Du in den Vollerwerb wechselst.


....ja genau, wenn das so läuft ist es perfekt.

Obelix schreibt
Stell Dir vorher folgende Fragen:
- willst Du 60 Stunden und mehr auf Dauer in der Woche arbeiten?
- zieht Deine Familie dabei zu 100 % mit?
- willst Du keinen Urlaub mehr machen?
- willst Du keine Freizeit mehr haben?
- Krank gibt's auch nicht mehr, die Tiere müssen ja gemacht werden.
- hast Du Eltern oder Verwandte, die Dir anpacken würden?

- 60 Stunden arbeite ich jetzt auch, und teilweise noch mehr. Das ist auch einer meiner Beweggründe. Wenn ich schon soviel arbeiten muß, dann kann es ruhig für mich sein und nicht für meinen Chef.
- meine Familie zieht mit. Meine Frau ist zwar skeptisch, aber wenn es losgeht ist sie dabei. Meine Kinder sind 7 und 10 Jahre und machen alles das, was der Papa macht.
- Das ist ein Punkt den ich noch nicht so hinterfragt habe. Mein Haus in Schweden würde ich ungern verkaufen. Wie die Landwirte das mit Ihrem Urlaub halten habe ich in einem Threat unter "Mitglieder" schon mal angefragt (Schönste Jahreszeit). Da sind noch nicht viele drauf eingestiegen.
- Ich bin durchaus imstande mich vom Fernseher zu lösen. Die paar mal was ich angeln geh, das werd ich wohl auch weiterhin können.
- toitoitoi.....krank bin ich sehr selten und watt mutt, datt mutt.
- ich habe zwei Brüder die mich unterstützen würden. Ich überlege auch meine Mutter mit auf den Hof zu nehmen. Nicht als AK. Sie hat als Kind in der Lw gearbeitet, die werd ich warscheinlich anpflocken müssen damit sie in ihrem Garten bleibt :lol:

@ Fendt-Vario 716

....ich habe mir mal ein Probeheft bestellt.

Vielen Dank für die Anteilnahme, macht wirklich Spaß hier.
Gruß

Gwyllum[/quote]
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