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Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Bengel » Di Aug 09, 2011 16:08

Ich habe da mal einige Fragen, ich bin bezüglich Landwirtschaft völlig ahnungslos, also lacht hinter vorgehaltener Hand ... :wink: :

ich habe hier wiederholt Heu (Gras) 1. Schnitt gelesen, was zeichnet den 1. Schnitt gegenüber den folgenden Schnitten aus, wie oft kann gemäht werden?

Ich denke, einige Maschinen werden bezogen auf die Jahresarbeitszeit eher selten genützt, stehen zumeist rum, obgleich sie notwendig sind.

Wie hoch sind so die durchschnittlichen Nutzungszeiten diverser, gängiger Landmaschinen (Pflug, Egge, Grubber, Traktor, .....) mir geht es nur um Größenordnungen um eine Vorstellung zu bekommen, nicht um präzise Zahlen

Fruchtfolgen .... nun habe ich gelesen, die Vorfrucht beeinflußt Boden (Nährstoffe, Mineralien, Protein) und somit Hauptfrucht, soweit ungefähr verstanden (denke ich mal), wie geht ihr vor bei der Wahl der Frucht, wie geht der Landwirt ran an die Sache?

Viehhaltung oder Ackerbau? Oder beides? Durch welchen Umstand macht man das eine oder andere? Den Hof so übernommen, wenn gewechselt, welche Gründe führten zur Entscheidung?

Meine Fragen zielen darauf ab, etwas Einblick in die Landwirtschaft zu erhalten, seht mir also meine Neugier nach ....

Danke vorab für alle Antworten und dass ihr euch die Zeit nehmt meine Fragen zu beantworten :prost:

Nachtrag: Ist Bodenverdichtung durch Landmaschinen für euch ein Thema? Spürt ihr in der Praxis Ertragseinbußen? Gibt es praktisch Möglichkeiten dem zu entgehen (einfach mal ein leichterer Traktor wird ja so locker auch nicht gehen, denke ich mal, oder)?
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Frankenbauer » Di Aug 09, 2011 22:46

Bengel hat geschrieben:Ich habe da mal einige Fragen, ich bin bezüglich Landwirtschaft völlig ahnungslos, also lacht hinter vorgehaltener Hand ... :wink: :

ich habe hier wiederholt Heu (Gras) 1. Schnitt gelesen, was zeichnet den 1. Schnitt gegenüber den folgenden Schnitten aus, wie oft kann gemäht werden?
1. Schnitt, wenn spät gemäht ist härter, hat mehr Struktur, bei Frühmahd kein Unterschied zum 2., alle weiteren lassen in den Inhaltsstoffen nach, wenn nicht gezielt zugedüngt wird. Bei spätem Heu kann nach dem 2. Schnitt schon Feierabend sein, bei Silage schaffen Könner in Gunstregionen bis zu sechs Schnitte
Ich denke, einige Maschinen werden bezogen auf die Jahresarbeitszeit eher selten genützt, stehen zumeist rum, obgleich sie notwendig sind.

Wie hoch sind so die durchschnittlichen Nutzungszeiten diverser, gängiger Landmaschinen (Pflug, Egge, Grubber, Traktor, .....) mir geht es nur um Größenordnungen um eine Vorstellung zu bekommen, nicht um präzise Zahlen
Kann man nicht pauschal beantworten, ist abhängig von Betriebsgröße, der Bewirtschaftungsweise, den Bodenverhältnissen, der Pflege und noch vielem mehr. Ein Betrieb arbeitet mit dem Schlepper so viel, dass der nach drei Jahren durch ist, mir sollte er schon zwanzig Jahre halten.
Fruchtfolgen .... nun habe ich gelesen, die Vorfrucht beeinflußt Boden (Nährstoffe, Mineralien, Protein) und somit Hauptfrucht, soweit ungefähr verstanden (denke ich mal), wie geht ihr vor bei der Wahl der Frucht, wie geht der Landwirt ran an die Sache?
Du verwechselst Vorfrucht und Zwischenfrucht, beide haben Einfluß auf die Bodengare, die Nährstoffbindung, die Humusbildung, usw. nur die Vorfrucht ist die Frucht, die in der Ernte vorher geerntet wurde.
Viehhaltung oder Ackerbau? Oder beides? Durch welchen Umstand macht man das eine oder andere? Den Hof so übernommen, wenn gewechselt, welche Gründe führten zur Entscheidung?
Das liegt wie alles andere wieder an mehreren Faktoren, die Regel ist hier mittlerweile der viehlose Nebenerwerbsbetrieb und da sind oft die Bedingungen im Hauptberuf der Grund für die Aufgabe der Viehhaltung. Vollerwerbsbetriebe sind öfter auch Viehhalter, welches Vieh hängt dann wieder von vielen Faktoren ab, wir sind Überschwemmungsgebiet, dementsprechen viel Grünland gibt es, also Rinder. In klassischen Ackerbauregionen hat sich die Schweinemast stärker etabliert, usw.
Meine Fragen zielen darauf ab, etwas Einblick in die Landwirtschaft zu erhalten, seht mir also meine Neugier nach ....

Danke vorab für alle Antworten und dass ihr euch die Zeit nehmt meine Fragen zu beantworten :prost:

Nachtrag: Ist Bodenverdichtung durch Landmaschinen für euch ein Thema? Spürt ihr in der Praxis Ertragseinbußen? Gibt es praktisch Möglichkeiten dem zu entgehen (einfach mal ein leichterer Traktor wird ja so locker auch nicht gehen, denke ich mal, oder)?

Das ist eine oft propagierte Irrmeinung, wenn ich nicht gerade im Matsch wühle, habe ich heute eine geringere Verdichtung, als früher, die nahm mit jedem Technisierungsschritt ab, am höchste war sie bei 800kg Ochse auf 400 Quadratzentimeter und dahinter ein eisenbereifter Wagen mit 5-8cm breiten Reifen.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon kupplungsverheizer98 » Di Aug 09, 2011 23:39

Viehhaltung Ackerbau beides bei uns Aufgrund von schlechten Böden von Ackerbau alleine kann man hier nicht leben.
Und Kühe aufgrund von einigen Moorflächen auf denn bis auf Mais kein Ackerbau möglich ist also Gras (feste Grasnarbe besserer halt).
Und Verdichtung es gibt da so Erfindungen die sich Tiefenhacken/grubber nennen mit denen lockert man Vorgewände auf weil dort oft gefahren wird.
Nutzungszeiten ja da sind Trecker wohl unangefochten Nummer eins auf unserem Betrieb mit knapp 100 ha Acker und Grünland Land fahern alle 3 ca 600 h im Jahr Gegenstände wie Pflug oder Drillmaschine maximal 100 im Jahr bei uns.

Ich hoffe das ich helfen konnte wenn was nicht stimmt bitte korrigiert mich bin ja erst 13^^
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Bengel » Mi Aug 10, 2011 5:51

Vielen Dank dass ihr euch die Mühe gemacht habt mir zu antworten, das ist sehr informativ!

Ich hatte zu einigen Fragen doch andere Antworten erwartet, da sieht man mal wieder wie wenig wir Städter über Landwirtschaft wissen.
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon TLH » Mi Aug 10, 2011 8:01

am höchste war sie bei 800kg Ochse auf 400 Quadratzentimeter und dahinter ein eisenbereifter Wagen mit 5-8cm breiten Reifen.
dazu hast Du sicher genauere Informationen/Untersuchungen/Versuchsaufbauten/..... ?
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon MF 5465 » Mi Aug 10, 2011 11:04

also den 1. schnitt kann man nur einmal im jahr mähen :)
der 1. schnitt ist das erste mal mähen auf einer wiese im frühjahr , wenn du das gras wieder wachsen lässt, und nochmal mähst,hast du den 2. schnitt :)
nach dem winter gehts wieder mit dem 1. los ;)
der 1. schnitt hat meistens die beste qualität.
manche bauern mähen 3 mal im jahr, manche 4 mal.
Wenn mir Tetris eines gelehrt hat, dann, dass sich Probleme aufstapeln und Erfolge verschwinden.
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Bengel » Mi Aug 10, 2011 11:32

MF 5465 hat geschrieben:also den 1. schnitt kann man nur einmal im jahr mähen :)
der 1. schnitt ist das erste mal mähen auf einer wiese im frühjahr , wenn du das gras wieder wachsen lässt, und nochmal mähst,hast du den 2. schnitt :)
nach dem winter gehts wieder mit dem 1. los ;)
der 1. schnitt hat meistens die beste qualität.
manche bauern mähen 3 mal im jahr, manche 4 mal.


klar, der 1. Schnitt heißt ja nicht umsonst so ;)

meine Frage war ja welche qualitativen Unterschiede zwischen 1. und weiteren Schnitten bestehen, und da hat mir Werners´Antwort weitergeholfen.

Dass es einen Unterschied gibt geht ja schon daraus hervor, dass Angebote wie "Ballen 1. Schnitt" zu finden sind. Gäbe es keinen Unterschied wäre es egal welcher Schnitt verkauft wird .... oder? :)

Was ich auch interessant fand war die Einsatzzeit von 3 Traktoren zu je ~ 600h ... wobei, sind 100 ha eher ein größerer, mittlerer, kleinerer Betrieb? Ihr seht, ich bin völlig ahnungslos :(

Zur Bodenverdichtung, hmm ... warum ist dies ein häufiges Thema wenn sich die Situation verbessert hat? Die Maschinen wurden schwerer, es wird ein Feld intensiver bearbeitet. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Bodenverdichtung in Einzelfällen bis zu 6m Tiefe nachgewiesen wurde. Nun, es mag schon sein, dass dies mehr akademisch als praktisch von Bedeutung ist .... :?:
Bengel
 
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon kupplungsverheizer98 » Mi Aug 10, 2011 16:03

also wir sind ein mittlerer bis kleiner Betrieb und wie oben schon gesagt 5-8 cm stahl reifen wir haben auf hinten reifen zwischen 460 (46cm) und 650 (65cm) da ist der Bodendruck recht gut verteilt und Bei jeden Arbeitsgang wird die obere verdichtungsschicht wieder gelöst.
Zuletzt geändert von kupplungsverheizer98 am Sa Aug 13, 2011 7:42, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Ozzyoil » Do Aug 11, 2011 5:54

kupplungsverheizer98 hat geschrieben: Bei jeden Arbeitsgang wird die obere verdichtungsschicht wieder gelöst.

Das Problem sind aber nicht die oberflächlichen Verdichtungen, sondern diejenigen die ab der Pflugsohle anfangen. Und die bekommst du auch oder gerade mit dem Tiefengrubber nicht weg.Damit machst du es eher schlimmer...
kupplungsverheizer98 hat geschrieben:Und Kühe aufgrund von einigen Moorflächen auf denn bis auf Mais kein Ackerbau möglich ist

Na das ist mal ne Aussage: Bis auf Mais ist auf unseren moorigen Flächen nix zu machen. Ist ja auch klar: Bodenbearbeitung und Ernte nur in der Zeit wo es nass ist und im Sommer wo die Flächen (halbwegs) trocken sind kann man ja eh nix machen.
Und du erzählst hier einen von Bodenverdichtung? Mal ehrlich, ganz viel Ahnung hast du noch nicht, aber kommt schon noch...
Und wenn ein Ochse mehr Verdichtungen produzieren würde wie ein Trecker, warum habt ihr dann Kühe auf Moorweiden, die müßten dann doch auf trockene Flächen und Ackerbau aufm Moor, weil ist ja bodenschonender :shock:
Übrigens: Es gibt (fast) keine schlechten Böden, nur falsche und unangepasste Bewirtschaftung :wink:
@ Frankenbauer
Die schlimmeren Verdichtungen sind defintiv die vom Eisenrad vom Ochsenkarren.... :D
Ansonsten is richtig, beim matschen weiß man das man Verdichtungen baut, die schlimmen sind die wo man nix sieht, zumindest nicht in dem Moment...
Zuletzt geändert von Ozzyoil am Mo Aug 15, 2011 6:47, insgesamt 2-mal geändert.
Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen dumpfe Angst ein, und sie werden aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen.Aber sage ihnen einen vernünftigen Satz und beweise ihn mit sieben Gründen und sie werden dich auslachen.
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Bengel » Do Aug 11, 2011 19:47

interessante Antworten, vor allem auch der doch unterschiedliche Zugang zu den Themen....

ich dachte bei Bodenverdichtung schon um den Bereich unterhalb der Pflugsohle, habe da mal gelesen man konnte Bodenverdichtung bis 5 oder 6 m Tiefe (in Worten: sechs Meter) nachweisen....

Wird sicher nicht überall so sein, aber das hat ja auch Einfluß auf den Wasserhaushalt des Bodens ....

Ozzyoil hat geschrieben: .....Bis auf Mais ist auf unseren moorigen Flächen nix zu machen. Ist ja auch klar: Bodenbearbeitung und Ernte nur in der Zeit wo es nass ist und im Sommer wo die Flächen (halbwegs) trocken sind kann man ja eh nix machen.
...


auch ein interessanter Punkt, Mais mag moorigen Boden?
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon kupplungsverheizer98 » Sa Aug 13, 2011 7:35

Nurmal fürs Protokoll!
Mais haben wir 2 ha im Moor gehabt und die sind unsere Reserve in einem schlechtem Jahr und letztes Jahr war das auch so und hat uns auch einiges erbracht.
Und "rummatschen" tuen wir da auch nicht, Im Frühjahr warten wir bis das abgetrocknet ist und in den Moorlöchern (2) da Schaufel ich dann immer Gräben damit das Wasser abfließen kann von daher!:D
Und dieses JAhr sind es nicht mal mehr 1 ha ist wieder zur Wiese geworden aufgrund von ausgleichs Fläche und so.

Wer sagt eigentlich das unsere Kühe draußen sind *Gerücht* stell dir vor wir haben einen Stall und da sind die drin.

Was willst du denn sonst auf moorigen Böden anbauen Kartoffeln kriegt man nicht raus und wenn dann nur mit Kluten.
Bei Roggen kommt man im Frühjahr nicht zum Düngen rauf und Gerste kriegt man im Frühjahr zuspät in den Boden Herr Neunmalklug!
kupplungsverheizer98
 
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Ozzyoil » So Aug 14, 2011 9:06

kupplungsverheizer98 hat geschrieben:Nurmal fürs Protokoll!
Mais haben wir 2 ha im Moor gehabt und die sind unsere Reserve in einem schlechtem Jahr und letztes Jahr war das auch so und hat uns auch einiges erbracht.
Und "rummatschen" tuen wir da auch nicht, Im Frühjahr warten wir bis das abgetrocknet ist und in den Moorlöchern (2) da Schaufel ich dann immer Gräben damit das Wasser abfließen kann von daher!:D
Und dieses JAhr sind es nicht mal mehr 1 ha ist wieder zur Wiese geworden aufgrund von ausgleichs Fläche und so.

Wer sagt eigentlich das unsere Kühe draußen sind *Gerücht* stell dir vor wir haben einen Stall und da sind die drin.

Was willst du denn sonst auf moorigen Böden anbauen Kartoffeln kriegt man nicht raus und wenn dann nur mit Kluten.
Bei Roggen kommt man im Frühjahr nicht zum Düngen rauf und Gerste kriegt man im Frühjahr zuspät in den Boden Herr Neunmalklug!


Gott sei dank bin ich neunmalklug, denn das bedeutet dass ich dreimal so klug bin wie du :gewitter:
Wenn du im Herbst erstmal Wasser ablassen mußt vor der Ernte, dann ist der Boden zu nass zum befahren. und selbst wenn du oben keine Spuren machst, die Verdichtungen sind trotzdem da. Aber GsD gibts ja die chemischen Hilfsstoffe, die Unvermögen der Bauern wieder ausbügeln.
Diese sog. Moorböden bestehen meist aus Sand mit hohem Humusanteil und deshalb hoher Wasserhaltekraft, das bedeutet aber auch dass sie leicht verschlämmen und sehr leicht verdichten. Dadurch das dort der Tonanteil bei null liegt, können diese Böden nicht oder nur sehr,sehr langsam regenerieren. Jedes befahren bei ungünstigen Verhältnissen potenziert also das Verdichtungsproblem.
Allerdings sind bei RICHTIGER Bewirtschaftung diese Böden recht fruchtbar und dankbar.
Aber ich hab keine Lust, nem .... wie dir etwas zu erklären, was du eh nie lernen willst...
Bengel hat geschrieben:auch ein interessanter Punkt, Mais mag moorigen Boden?

Mais mag leichte luftige Böden mit gutem Wasserhaushalt. Sowas ist halt in Moorgebieten gegeben.
Das Problem ist aber, die Maisernte liegt meist im Oktober, wo es schon sehr nass sein kann. Und dann wird aus der Ernte schnell ne Schlammschlacht.
Ein anderes Problem ist der hohe Nährstoffbedarf des Mais im Wachstum. Deshalb wird vor der Bestellung ordentlich Gülle gefahren, beim drillen Unterfußdüngung und danach noch ein bis zwei mal Gülle. Sandböden-> Auswaschungsgefahr von Nitrat= Grundwasserbelastung. Das ist in den Wasserreservoirs und Trinkwassergewinnungsgebieten ein riesiges Problem.
Hier in der Region gibt es keinen Hauswasserbrunnen mehr. Alle haben zu hohe N-Gehalte, teilweise bis 300mg.
Aber Hauptsache Mais... Wir haben hier min 60 % Maismonokultur und auf vielen Schlägen seit 20 Jahren und länger.
Und es sind im letzten Jahr allein im Umkreis von 15 km 6 neue Biogasanlagen mit je mehr als 500 mw gebaut worden. Bedarf pro Anlage 600-700 ha Mais. Ich wünsch mir den Maiszünsler :twisted:
Zeige ihnen einen roten Kometenschweif, jage ihnen dumpfe Angst ein, und sie werden aus ihren Häusern laufen und sich die Beine brechen.Aber sage ihnen einen vernünftigen Satz und beweise ihn mit sieben Gründen und sie werden dich auslachen.
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Bengel » So Aug 14, 2011 11:44

Erst mal herzlichen Dank an alle User, die sich hier einbringen und einem Laien ihr Wissen zur Verfügung stellen.

Mir wäre es angenehm, wenn wir hier halbwegs ordentlich miteinenander umgehen würden, ohne untergriffige Bemerkungen und verbale Attacken. Säßenwir zusammen am Stammtisch würde der Ton auch nicht aggressiv ausfallen.

Abweichende Meinungen, verschiedene Erfahrungen führen zu jeweils unterschiedlichen Zugang zum selben Thema. Erwachsen wie wir sind respektieren wir uns und zeigen uns von der besten Seite :prost:

Es ist schon interessant zu sehen, was so alles in der Landwirtschaft zu beachten ist, wie umfangreich das erforderliche Wissen ist um vernünftig Landwirtschaft betreiben zu können. Und es ist faszinierend zu erfahren, wie kontrovers an ein und dasselbe Thema herangegangen wird :wink:
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon forenkobold » So Aug 14, 2011 11:53

Bengel, wenn sich hier zwei streiten, dann kannst dich getrost ausklinken. Da kannst nichts davon lernen, wenn 2 Landwirte unterschiedliche Philosophien verteidigen.
Der kupplungsverheizer spricht ganz spezifische Bedingungen an, welche für kein Promille der Landwirte gelten und der Ozzyoil polemisiert mit Phrasen und Halbwissen.
Das zeigt sich schon an den falschen Leistungsangaben für die Biogasanlagen und den hanebüchenen Bedarfszahlen...Er hat keine Ahnung von was er schreibt!
Du mußt es schaffen, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Das ist sicher für einen Laien nicht leicht. Aber eben die Rumstreiterei der beiden ist ein sicheres Indiz dafür, dass ihre Beiträge ignorieren kannst.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Heu, Maschinenauslastung und Anderes

Beitragvon Bengel » So Aug 14, 2011 11:59

forenkobold hat geschrieben:Du mußt es schaffen, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Das ist sicher für einen Laien nicht leicht.


da stimme ich Dir uneingeschränkt zu .... :)
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