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Hof pachten??

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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23 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Hof pachten??

Beitragvon Angela » Do Apr 23, 2009 13:14

Hallo ich bin neu hier und möchte auch gerne eure Meinung hören(lesen).

Meine Schwiegereltern möchten in diesem Sommer in Rente gehen. Bis vor kurzem sind mein Mann und ich davon ausgegangen, das der Hof an ihn abgegeben wird. Aber nun...weit gefehlt. Wir sollen den Hof pachten. Zur Zeit besitzt der Betrieb 68 ha Eigenland. Zum Hof gehören desweiteren ein Kuhstall(noch in Anbindung, z.Zeit 23 Kühe) und ein Schweinestall(100 Plätze 35 Jahre alt, überholungsbedürftig).
Das Haus in dem wir wohnen gehört zum Betrieb, ist also nicht privat. Weiß jemand wie man in diesem Fall seine Familie absichern kann, falls mal was passiert? Meine Schwiegereltern erwarten eine Pacht von ca. 20 000 € von uns.
Bei den derzeitigen Entwicklungen weiß ich nicht, ob wir uns dies antun müssen. Weichende Erben kommen ja auch noch.
Hat jemand erfahrung mit sowas???
Angela
 
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Beitragvon motorradbruder » Do Apr 23, 2009 15:40

Wie, die bekommen die Rente und dann wollen sie "nur" verpachten?
Und dann auch noch 20.000 Euro einschieben?
Wo willstn das Geld hernehmen? Von 23 Milchkühen? Investieren solltet ihr ja bestimmt auch noch.....
Vergiss es, baut euch ein eigenes Haus, geht in die Arbeit, dann habt ihr Ruh.

Mein Spezl hats so gemacht; zuhause nichts Recht machen können..... für einen Betrieb mit 22ha und 90.000kg Milchquote 15.000 Euro zahlen müssen.....das geht einfach nicht! Jetzt guggen sie recht blöd, die Alten.
Tu`erst das Notwendige, dann das Mögliche, dann schaffst du auch das Unmögliche.
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Beitragvon fuchsi » Do Apr 23, 2009 16:56

Was macht ihr denn momentan, hab ihr / hat Dein Mann den Betrieb jetzt auch gepachtet, oder wurde dieser bisher von seinen Eltern geführt?
Was macht Dein Mann, was hat er gelernt? Sollt ihr den Betrieb nur pachten, damit Deine SE ihre Rente bekommen, oder wollt ihr / will er auch?
Was haben sich die Geschwister ausgedacht, was sie bekommen sollen?

Vollerwerb / Nebenerwerb ?

Wie ist bei euch der Pachtpreis?
Wenn man das ausrechnet sinds 294 €/ha (Gebäude etc nicht betrachtet, nur auf die Fläche gesehen) was von euch verlangt wird.
Bei meinem Mann sinds 1600 /ha (incl. Laufstall für 60K und 250k Milchquote) Ich hoffe das hat bald ein Ende (-> Hofübergabe)
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Beitragvon Elztäler » Do Apr 23, 2009 17:57

Unterschätzt nicht den Altersstarrsinn ehemaliger Betriebsleiter und
wie schwehr es manchen fällt nicht mehr der Boss zu sein und den
Hof abzugeben.
Und man glaubt garnicht wie schnell sich beschlossene vereinbahrungen
in Luft auflösen (z.B. zwei Jahre Pachten und danach Hofübergabe)
wenn es um die Wurst geht.
Tragt eueren Schwiegereltern ein Wohnrecht ein und zahlt ihnen Monatlich
ein Kostgeld,aber der Hof muß Überschrieben werden alles andere ist
meiner Meinung nach Mist.

MfG
Elztäler
Zuletzt geändert von Elztäler am Do Apr 23, 2009 19:40, insgesamt 1-mal geändert.
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auf asphaltierten Strassen gehen zu dürfen,
wird nie erfahren,wie steinig ein weg sein kann.
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Beitragvon Iveco » Do Apr 23, 2009 18:09

hallo,

ich hab da mal ne frage, kann sein dass es eine dumme Frage ist :D

Was heißt 20.000 Euro Pacht? Soll die jeden Monat oder jedes Jahr bezahlt werden? Und wie sieht das bei Pachten für Felder aus, zahlt man da jährlich oder monatlich?

Iveco :oops:
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Beitragvon fuchsi » Do Apr 23, 2009 18:20

Elztäler hat geschrieben: Und man glaubt garnicht wie schnell sich beschlossene vereinbahrungen
in Luft auflöhsen (z.B. zwei Jahre Pachten und danach Hofübergabe)
wenn es um die Wurst geht.

Typischer Ausspruch: "Du bekommst später mal den Hof"
Kommt der bekannt vor?

"Wir wollen jetzt doch lieber noch verpachten, ich leg dann nen Zettel unter die Matraze, auf dem steht, dass du den Hof bekommen sollst"
(Welche Chance besteht, dass da am Ende nichts liegt?)
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Beitragvon motorradbruder » Do Apr 23, 2009 18:23

Iveco hat geschrieben:hallo,

ich hab da mal ne frage, kann sein dass es eine dumme Frage ist :D

Was heißt 20.000 Euro Pacht? Soll die jeden Monat oder jedes Jahr bezahlt werden? Und wie sieht das bei Pachten für Felder aus, zahlt man da jährlich oder monatlich?

Iveco :oops:

Natürlich jährlich
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Beitragvon Anita » Do Apr 23, 2009 18:34

Meine Schwiegereltern möchten in diesem Sommer in Rente gehen. Bis vor kurzem sind mein Mann und ich davon ausgegangen, das der Hof an ihn abgegeben wird. Aber nun...weit gefehlt. Wir sollen den Hof pachten.


Das Thema kommt mir sehr bekannt vor. Entweder schriftliche Übergabe / Übereignung, sonst Tritt in den " Allerwertesten!"
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Beitragvon Jutta » Do Apr 23, 2009 18:50

Anita hat geschrieben:
Meine Schwiegereltern möchten in diesem Sommer in Rente gehen. Bis vor kurzem sind mein Mann und ich davon ausgegangen, das der Hof an ihn abgegeben wird. Aber nun...weit gefehlt. Wir sollen den Hof pachten.


Das Thema kommt mir sehr bekannt vor. Entweder schriftliche Übergabe / Übereignung, sonst Tritt in den " Allerwertesten!"


Das erste Mal, dass ich einer Meinung mit Anita bin.
Jutta
 
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Beitragvon tröntken » Do Apr 23, 2009 19:02

Jutta hat geschrieben:Das erste Mal, dass ich einer Meinung mit Anita bin.




Mauahhahahahahhah :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Elztäler » Do Apr 23, 2009 19:27

@fuchsi

Ich denke du weißt bescheid :)

Mir gings jedenfalls so!
ich war ja gleich nicht begeistert als er damals,mit dem erst zwei
Jahre Pachten usw. angefangen hat.
Und wie`s halt so ist man versteht sich ja eigentlich gut will nicht
Streiten und Pachtet halt doch, investiert viel Geld und Arbeitszeit
die zwei Jahre gehen rum und der Alte Herr will doch nicht recht Über-
schreiben.Und wenn ich nicht den gleichen Dickschädel hätte wie er
(Schwarzwälder halt) und ihm nach den zwei Jahren die Pistole auf die
Brust gesetzt hätte würde ich die Klitsche heute noch Pachten.
Gottseidank gings in meinem Fall gut und mein Alter Herr kam dan
doch noch zur Vernunft,aber es hätte auch anders laufen können.
Und deshalb würde ich ihm wäre ich nochmal in der Situation die Pistole
auf die Brust setzen ,bevor ich Geld in einen Betrieb investiere der mir
nicht gehört.

MfG
Elztäler
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Beitragvon Cairon » Do Apr 23, 2009 19:40

Es kommt wirklich darauf an, wie sich das Gesamtbild darstellt. Bei uns in der Gegend wird öfter eine fließende Hofübergabe gemacht. Erst wird eine GbR zwischen Vater und Sohn gegründet, später pachtet der Sohn und schließlich bekommt er den Hof überschrieben. Bei uns haben wird die GbR weg gelassen, da mein Vater früh verstorben ist und ich habe den Hof dann zum teil von meiner Mutter und meinem Großvater gepachtet, bis zur endgültigen Betriebsübergabe.
Man müsste sich mal genau anschauen was der Betrieb abwirft und wie hoch der Verkehrswert ist. Wenn ich mal hier übliche Pachtansätze rechne wäre für 68 ha ca. 14.000 € Pacht fällig. Dann kommt es wirklich darauf an wie der Rest des Hofes aussieht und was der Maschinenpark so her gibt. Die Pacht soll doch den gesamten Betriebsbestand umfassen oder gibt es da noch Vorbehalte? Wohnt ihr alles zusammen in einem Haus oder gibt es getrennte Häuser? Soll noch Miete fällig werden? Ich denke der einfachste Weg wäre es sich einfach mal die Buchabschlüsse der letzten 10 Jahre her zu nehmen und mal zu schauen was so im Schnitt über bleibt wenn man vom Betriebsgewinn noch 20.000 € herunter rechnet. Ihr solltet euch mal mit einem Berater zusammen setzen der euch die ganze sache verdeutschen kann. Solltet ihr euch für eine Pachtung entscheiden solltet ihr klar Vereinbarungen treffen wann und wie übergeben werden soll und das rechtsverbindlich, nicht dass auch die Senioren in 5 Jahren eine lange Nase drehen und en Hof verkaufen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Beitragvon automatix » Do Apr 23, 2009 19:59

Ich würde euch von Pachten abraten - zum einen, weil ein Pachtvertrag über 9 Jahre zu laufen hat wegen der Alterskasse - d.h. im Endeffekt habt ihr dann 9 Jahre unklare Verhältnisse und der Betrieb wird abgewirtschaftet....
Und der hohe Abfluß durch die Pachtzahlung dürfte einem sinnvollen weitermachen sowieso entgegensprechen.
Sind noch Geschwister von deinem Mann da.

Ich hab unseren hof damals auch gepachtet, ich war noch jung (frisch nach der lehre mit grad mal 20) und mein Vater schon im Rentenalter - das war ein großer Fehler, denn im Endeffekt konnte mein Vater nicht weggehen und mir fehlte die Motivation, den ständigen Kleinkrieg auszuleben. Ich war mehrmals nah dran, meinen Vater seinen Bauernhof zu lassen und mir was anderes zu suchen.
Heute würde ich definitiv nicht mehr pachten - das waren 9 verlorene Jahre, die beruflich keinen Spaß gemacht haben.
Und wenns einem selber gehört machts arbeiten doppelten spaß.
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Beitragvon Elztäler » Do Apr 23, 2009 20:22

@automatix

Wie jetzt der Pachtvertrag muß 9Jahre laufen?
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Beitragvon Anita » Do Apr 23, 2009 20:53

Heute würde ich definitiv nicht mehr pachten - das waren 9 verlorene Jahre, die beruflich keinen Spaß gemacht haben.


Und neun Jahre monetäre Zahlungen für die Mafia. Äh, ich meine für die Beamtenär... der Landwirtschaftlichen Sozialkassen! Höchtsrente aus der LSV mtl. 504,- Euro bei einem mtl. Zwangsbeitrag von ca. 280,- Euro oder mehr? und das über 40 Jahre Zwangseinzahlung!
http://www.dlz-agrarmagazin.de/?redid=291601
Viel Spaß haben nur die LSV und einige Agrarbeamte in den Bundesländern.
Anita
 
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