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Hofaufgabe - Altersrente

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon Qtreiber » Do Aug 09, 2018 12:57

Heute im Radio die Nachricht, dass die Bedingung der Hofabgabe für die Auszahlung der "Bauernrente" verfassungswidrig ist.
https://www.bundesverfassungsgericht.de ... 8-068.html

Kommt es jetzt zu einer Klagewelle von Landwirten, die verfassungswidrig keine Rente bekommen haben, weil sie den Betrieb weiter geführt haben ?
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon T5060 » Do Aug 09, 2018 13:38

Hatten wir bisher Deppen, die ab Papas 65. Geburtstag Pächter wurden, so haben wir jetzt Deppen die ewig mithelfender Familienangehöriger bleiben.

Es hat alles seine Ordnung. So gehen wir jetzt bei Existenzgefährdungsrechnungen bis 85. Lebensjahr aus, als theoretische Grenze bis Opa tod im Stall umfällt.

Das erinnert mich an die DDR, denn in der DDR gab es alles was es in der BRD auch gab. In der BRD musste es auch mit Westgeld bezahlt werden.
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon Trecker-fahrer » Do Aug 09, 2018 17:13

Jetzt werden noch mehr „Alte“ das Zepter nicht abgeben wollen.
Im Nachbarort hatten wir auch so einen. Hat beide Söhne vergrault weil ihm keiner was recht machen konnte. Das Ende war: Frau ist gestorben, 5 Jahre alleine auf dem Resthof gelebt, Altersheim, Hof mußte verkauft werden weil das Altersheim so teuer war.
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon Tinyburli » So Sep 23, 2018 3:25

Natürlich sind die Fälle immer sehr unterschiedlich und halt aus der jeweiligen Sicht verschieden.

Ich bin Nebenerwerbslandwirt und habe landwirtschaftlich nichts eingezahlt. Darum werde ich weiterwirtschaften, bis ich tot umfalle.

Meine Tochter ist an der Landwirtschaft nicht interessiert und nicht verheiratet. Da ich verheiratet bin, habe ich wesentlich weniger Steuer zu bezahlen als sie als Single.

Die Krankenversicherung wird halt von meiner Rente und vom landw. Einkommen berechnet und eingezogen.

Dies wäre bei meiner Tochter nicht der Fall, da berufstätig. Naja hat alles Vor- und Nachteile.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon stamo » So Sep 23, 2018 6:16

Mein Vater hat außerhalb der Landwirtschaft gearbeitet und war trotzdem in der LKK und der LAK. Ich vermute aber, dass er eher förderndes Mitglied war.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon CarpeDiem » So Sep 23, 2018 16:58

Es wird immer in dieser Frage am Thema vorbei geschrieben. Fakt ist doch, dass (leider) sehr viele Betriebsleiter, ausser dem ALG keine ordentliche Altersversorgung haben. Deshalb entwickeln sich doch diese Dramen auf dem Lande.

Wenn die übergebenden Betriebsleiter eine Versorgung hätten, von sagen wir mal 3.000 netto p.M. dann würden die viel lieber früher, denn später übergeben und das noch ohne dem Junior auf der Tasche zu liegen.

Warum sind diese Zustände denn so, doch nur weil in den allermeisten Fällen die Betriebe den Aufwand von mindestens 15- 20.000 p.a. nicht erwirtschaften können! Da sind sie dann gemeinsam mit kleinen Handwerksbetrieben die Verlierer des deutschen Wirtschaftswunders!!
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon fedorow » So Sep 23, 2018 22:03

CarpeDiem hat geschrieben:Es wird immer in dieser Frage am Thema vorbei geschrieben. Fakt ist doch, dass (leider) sehr viele Betriebsleiter, ausser dem ALG keine ordentliche Altersversorgung haben. Deshalb entwickeln sich doch diese Dramen auf dem Lande.

Wenn die übergebenden Betriebsleiter eine Versorgung hätten, von sagen wir mal 3.000 netto p.M. dann würden die viel lieber früher, denn später übergeben und das noch ohne dem Junior auf der Tasche zu liegen.

Warum sind diese Zustände denn so, doch nur weil in den allermeisten Fällen die Betriebe den Aufwand von mindestens 15- 20.000 p.a. nicht erwirtschaften können! Da sind sie dann gemeinsam mit kleinen Handwerksbetrieben die Verlierer des deutschen Wirtschaftswunders!!


Ich kenne viele Betriebe : Da war es oft so das praktisch jeder Cent in den Betrieb gesteckt wurde und nicht in die Altersvorsorge.
Bei Betrieben mit hohem Pachtanteil kam trotzdem unter dem Strich nicht viel dabei raus wenn wir ehrlich sind.
Die Folgen sind, dass mehr oder weniger unrentable Betriebe übergeben wurden, geknüpft an hohe Altenteilerleistungen weil bei den Übergeber die Rente fehlt. Kommen sie später ins Altersheim, wirds erst richtig teuer.

Ich kenne landw. Betriebe die heute richtig Geld verdienen aber das sind nur Betriebe die entweder geerbet haben ( oft mehrere Höfe ) oder zur richtigen Zeit in lukratives Biogas investiert haben oder teuer verkauft haben ( wie Baugebiet, Gewerbegebiet und ähnliches ).
So traurig das ist.
Ich kenne hier in der Umgebung keinen einzigen Pachtbetrieb ohne viel Eigenfläche, der es ohne Erbschaften sondern nur mit den Erzeugerpreisen + Arbeit zu Wohlstand gebracht hat.

Ich muss zugeben eine traurige aber wahre Erkenntnis. :cry:
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Anderer Ansatz

Beitragvon adefrankl » Mo Sep 24, 2018 0:32

CarpeDiem hat geschrieben:Es wird immer in dieser Frage am Thema vorbei geschrieben. Fakt ist doch, dass (leider) sehr viele Betriebsleiter, ausser dem ALG keine ordentliche Altersversorgung haben. Deshalb entwickeln sich doch diese Dramen auf dem Lande.

Wenn die übergebenden Betriebsleiter eine Versorgung hätten, von sagen wir mal 3.000 netto p.M. dann würden die viel lieber früher, denn später übergeben und das noch ohne dem Junior auf der Tasche zu liegen.

Warum sind diese Zustände denn so, doch nur weil in den allermeisten Fällen die Betriebe den Aufwand von mindestens 15- 20.000 p.a. nicht erwirtschaften können! Da sind sie dann gemeinsam mit kleinen Handwerksbetrieben die Verlierer des deutschen Wirtschaftswunders!!

Die Diagnose dürfte weitgehend richtig liegen. Und de Lösung ist sicher nicht, dass man dann eben die Hofaufgabe gesetzlich erwingt (Altersrente oder Hof weiter betreiben, dabei reicht dann vielleicht weder das eine noch das andere für die Versorgung, wobei die 3000 netto p.M. aber sicher diesbezüglich deutlich zu hoch gegreiffen sind!).
Da gibt es eigentlich im wesentlichen zwei Ansätze. Zum einen dass man dei Hofabgabe attrektiver macht (sterliche Regelungen etc.) und zum anderen dass man die Altersversorgung verbessert. Insgesamt dürfte die landwirtschftliche Altersversorgung doch ein ziemlich schlechtes Verhältnis zwischen Einzahlung und Leistungserhalt aufweisen. Ein Ansatz ist daher, die landwirtschftliche Alterskasse abzuschaffen und stattdessen die Altersversorgung in die der Angestellten etc. zu integrieren. Das würde zumindest erreichen, dass Landwirte da nicht schechter gestellt sind als die breite Bevölkerung (vgl. mein Beitrag: post1617486.html#p1617486).
Ein anderer Ansatz (kann sich aber durchaus ergänzen) ist der von Gerg Keckl. Sein Vorschlag ist die Mittel für die Landwirtschaft von Flächenprämien etc. umzuschichten auf eine Entlastung der in der Landwirtschft Beschäftigten von den Sozialabgaben. Genauer diskutiert er das hier. http://www.keckl.de/texte/Wie%20kommt%2 ... sfalle.pdf
Daher verzichte ich hier darauf diese Argumente hier wiederzugeben. Aber das würde dann auch eine spätere Betriebsaufgabe leichter machen.

P.S:Das mit dem Hofnahcfolger mag in manchen Fällen schwierig sein. Aber ich denke, dass da der Gesetzgeber nur sehr eingeschränkt die familieninternen Sachen klären kann. Der potentielle Hofnachfolger muss halt gegebenefalls auch klarstellen, dass er einen anderen Weg geht wenn ihm die Perspektive fehlt. Bei anderen Unternehmen ist das auch nicht anders.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Anderer Ansatz

Beitragvon fedorow » Mo Sep 24, 2018 11:07

adefrankl hat geschrieben:
P.S:Das mit dem Hofnahcfolger mag in manchen Fällen schwierig sein. Aber ich denke, dass da der Gesetzgeber nur sehr eingeschränkt die familieninternen Sachen klären kann. Der potentielle Hofnachfolger muss halt gegebenefalls auch klarstellen, dass er einen anderen Weg geht wenn ihm die Perspektive fehlt. Bei anderen Unternehmen ist das auch nicht anders.

Ist nicht so einfach.
Bei Landwirten ist oder war es in der Vergangenheit oft so das der Hofnachfolger nach der landw Lehre und danach Fachschule auch noch jahrelang ohne große Lohnzahlung Zuhause mitarbeitet da der Betrieb den Eltern gehörte.
Wenn man sich dann viele Jahre später bei der Übergabe nicht einigt und der Hofnachfolger einen anderen Weg geht fängt er im gehobenen Alter wieder bei 0 ganz unten an. Während andere in seinem Alter schon in gehobenen Positionen sind.

Erst vor wenigen Jahren hat hier ein landw. Betrieb im Ort aufgehört. Der gelernte Landwirt arbeitet jetzt für 12 Euro brutto die Stunde in einer Säge als Hilfskraft.
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Re: Anderer Ansatz

Beitragvon bauer hans » Mo Sep 24, 2018 11:47

fedorow hat geschrieben:Bei Landwirten ist oder war es in der Vergangenheit oft so das der Hofnachfolger nach der landw Lehre und danach Fachschule auch noch jahrelang ohne große Lohnzahlung Zuhause mitarbeitet da der Betrieb den Eltern gehörte.
Wenn man sich dann viele Jahre später bei der Übergabe nicht einigt und der Hofnachfolger einen anderen Weg geht fängt er im gehobenen Alter wieder bei 0 ganz unten an. Während andere in seinem Alter schon in gehobenen Positionen sind.

Erst vor wenigen Jahren hat hier ein landw. Betrieb im Ort aufgehört. Der gelernte Landwirt arbeitet jetzt für 12 Euro brutto die Stunde in einer Säge als Hilfskraft.

hier ist der nachfolger heute angestellt oder beteiligt d.h. bewirtschaftet einen betriebszweig auf seine rechnung.
übergabe wird auch meist frühzeitig geplant und zum renteneintritt des abgebers duchgeführt.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon Fortschritt » Mo Sep 24, 2018 13:12

Hallo,lest euch doch mal den Eintrag ,von der Hofübergabe,und dem ganzem drumherum in Dänemark durch,vielleicht sollten wir 9in der deutschen Landwirtschaft auch knallhart einen anderen Weg gehen !

https://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/site ... ergabe.pdf
Mfg.H.Sch.
3 bauern unter einen Hut bringen,ist wie die Quadratur eines Kreises!
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Problembeschreibung richtig

Beitragvon adefrankl » Mo Sep 24, 2018 21:24

fedorow hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:
P.S:Das mit dem Hofnahcfolger mag in manchen Fällen schwierig sein. Aber ich denke, dass da der Gesetzgeber nur sehr eingeschränkt die familieninternen Sachen klären kann. Der potentielle Hofnachfolger muss halt gegebenefalls auch klarstellen, dass er einen anderen Weg geht wenn ihm die Perspektive fehlt. Bei anderen Unternehmen ist das auch nicht anders.

Ist nicht so einfach.
Bei Landwirten ist oder war es in der Vergangenheit oft so das der Hofnachfolger nach der landw Lehre und danach Fachschule auch noch jahrelang ohne große Lohnzahlung Zuhause mitarbeitet da der Betrieb den Eltern gehörte.
Wenn man sich dann viele Jahre später bei der Übergabe nicht einigt und der Hofnachfolger einen anderen Weg geht fängt er im gehobenen Alter wieder bei 0 ganz unten an. Während andere in seinem Alter schon in gehobenen Positionen sind.

Erst vor wenigen Jahren hat hier ein landw. Betrieb im Ort aufgehört. Der gelernte Landwirt arbeitet jetzt für 12 Euro brutto die Stunde in einer Säge als Hilfskraft.

Also der Problembeschreibung stimme ich ja voll zu. Ich denke nur nicht, dass da staatliche Sondervorschriften für die Landwirtschaft bei der Altersversorgung die Lösung ist. Auch sind die Fälle viel zu unterschiedlich. Was ist bei jemanden der mit 22 sein erstes Kind bekommt. Der gibt dann auch nicht mit 44 den Hof an seinen Nachfolger ab. Da würde dann schon vielleicht das Enkelkind als Hofnachfolger passen. Nun was soll dies komische Beispiel. Nr zeigen, dass man viele Fälle nicht durch staatliche Vorgaben lösen kann. Aber wahrscheinlich muss man in der landwirtschftlichen Berufsschule durchaus für das Problem sensibilisieren. Denn zu diesen Zeitpunkt gibt es meist noch brauchbare Alternativen wenn sich abzeichnet, dass es nichts wird.
Es kommt ja auch hinzu, dass die wirtschftlichen Rahmenbedingungen über 10 oder 15 Jahren auch kaum absehbar sind. Insofern besteht eben bei langer Zeit ohne signifikante Lohnzahlung dann später selbst bei guten Willen aller keine wirtschftliche Perspektive mehr daraus wird. Daher gilt es auch solche Szenarien einfach mal zu durchdenken. Naheliegend ist da natürlich de Frage nach Rückfalloptionen oder Absicherungsstrategien.
Der eine bietet selbständig vielleicht gefragte Dienstleistungen an (z.B. meinte eon Handwerker, ein guter Nebenverdienst für ihn wäre Service für die Ture an Tiefgaragenlagen anzubieten. Dies aber nur als Beispiel. Da kann dann nur jeder schauen was bei ihm der Markt und seine qualifikation und Fähigkeiten hergeben)
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon fedorow » Mo Sep 24, 2018 21:41

Das ist doch das Kernproblem der Familienbetriebe. Nicht selten sinds 2 oder gar 3 Generationen die vom Betrieb leben müssen.
Man muss also bei gleichbleibenden Erzeugerpreise weiter wachsen denn der Kostenschraube kann nicht gedreht werden.
So wird das in den Ämtern seit Jahren empfohlen.
Hat dann der Familienbetrieb 100 oder 150 Kühe ist erstmal alles im Lot sofern er genug bezahlbare Fläche hat :
Die Austragler arbeiten ja 365 Tage kostenlos mit.
Kenne aber nicht wenige Fälle wo die Austragler als billige AK plötzlich ausfallen oder gar die Ehefrauen vom Landwirt nicht mehr mitspielen. Dann gibts wirklich ernste Probleme.

Letztes Jahr hier ein ähnlicher Fall. Landwirt mit Anbindestall baut wegen dem wachsenden Druck ( Tierwohllabel ) einen neuen Laufstall. Vater schon vor Jahren gestorben, Mutter auch nicht mehr fit, Ehefrau vom Landwirt kümmert sich um die Kinder und arbeitet im Betrieb nicht mit. Der ledige Bruder vom Landwirt der nebenan wohnt, der wirklich jeden Tag neben seiner Arbeit noch kostenlos im Betrieb mitgeschuftet hat, ist mit gut 40 Jahren plötzlich gestorben.
Der Betrieb wurde dann umgehend geschlossen und fast alle Grundstücke mussten verkauft werden um die Banken bedienen zu können.
Aber solche Einzelschicksale interessieren die amtlichen Berater nicht, die jeden Freitag ab 12 Uhr - Montag früh ihr freies Wochenende haben und ihren eigenen landw. Betrieb, meist vor vielen Jahren geschlossen haben.
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon Manfred » Di Sep 25, 2018 6:26

Fortschritt hat geschrieben:Hallo,lest euch doch mal den Eintrag ,von der Hofübergabe,und dem ganzem drumherum in Dänemark durch,vielleicht sollten wir 9in der deutschen Landwirtschaft auch knallhart einen anderen Weg gehen !

https://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/site ... ergabe.pdf
Mfg.H.Sch.



In Dänemark gehören die Höfe aufgrund dieses "erfolgreichen" Modells zum Großteil den Banken. Was in dem Artikel Hofübergabe genannt wird, sollte man treffender mit Kreditübernahme bezeichnen.
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Re: Hofaufgabe - Altersrente

Beitragvon bauer hans » Di Sep 25, 2018 7:47

fedorow hat geschrieben:
Der Betrieb wurde dann umgehend geschlossen und fast alle Grundstücke mussten verkauft werden um die Banken bedienen zu können.
Aber solche Einzelschicksale interessieren die amtlichen Berater nicht, die jeden Freitag ab 12 Uhr - Montag früh ihr freies Wochenende haben und ihren eigenen landw. Betrieb, meist vor vielen Jahren geschlossen haben.

berater berechnen und beurteilen den betrieb,die entscheidung liegt ausschliesslich beim betriebsleiter und dessen familie.
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