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Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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28 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon allgaier81 » Mi Nov 07, 2018 14:47

und außerdem: Wenn es ein Hobby ist und man sein Geld als Ingenieur verdient kann man das auch quer subventionieren.

Nichts ist so sinnvoll und kostet mehr Geld wie ein Hobby...

Wenn man merkt das es nicht funktioniert kann man immernoch verpachten (wenn man denn nicht groß investiert hat).
Gruß, allgaier
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Qtreiber » Mi Nov 07, 2018 15:31

Rhöner80 hat geschrieben:Zum Punkt BG und Versicherungen würde ich das doppelte ansetzen. Brandschutz, Haftpflicht usw. sind gut und gerne schon 1.500 bis 2.000€.
Dazu kommt die BG, die bei Gäulen nicht gerade billig ist. Also vorausgesetzt du willst diese auch weiterhin halten.

MfG

Seine Berechnung bezieht sich auf den elterlichen Betrieb, ohne Pferde.
Qtreiber
 
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Rhöner80 » Mi Nov 07, 2018 15:38

Okay, hab ich übersehen.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Verdampfer » Mi Nov 07, 2018 16:04

allgaier81 hat geschrieben:Nichts ist so sinnvoll und kostet mehr Geld wie ein Hobby...

Mein Hobby ist auch der Bauernhof und auch da bleibt etwas Geld übrig (wird dann wieder in Land versenkt) und jetzt mal ehrlich gefragt: wessen Hobby verdient Geld?
Da kann sich der Fragesteller doch glücklich schätzen.

ABER: du bist jung und hast jetzt noch Zeit und Lust nebenbei Trecker zu fahren und nach den Kühen zu sehen.
Was ist, wenn die Familienplanung fortschreitet?
Ich kann dir nur empfehlen, es mit den Verpflichtungen nicht zu übertreiben!
Keine Kredite für Ställe und keine übertriebene Rinderzahl!
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Family Guy » Mi Nov 07, 2018 22:11

Burli86 hat geschrieben:Ich bin aus Thüringen, hier gibt es auch Kulap + Pramien. Macht auch um die 550 -600 €/ha.

Mal ne überschlägliche Aufstellung zu dem errechneten Gewinn:
Kulap+Pramie 550 €/ha --> 11000€
Absetzerverkauf 6000€
Schlachtvieh 4000€
Tierarzt -500€
Versicherung,BG... -1500€
Abschreibung Maschinen -4000€
Betriebsstoffe -2000€
Abschreibung Gebäude -1500€
Reperaturen -1000€
Lohnerkosten -1000€
MIneralfutter, Saatgut, Wasser, Strom -2000€
Eigene Lohnkosten 400h*4€/h--> -1600€

Ergbeniß rund 6000€ / 20ha
---> 300€/ha

die Aufstellung ist jetzt nur grob aber ich denke, da ist fast alles drin.
Wer noch Ergänzungen hat, immer her damit


Vom Grundsatz ist die Rechnung ein ganz guter Ansatz, um den Betrieb zu betrachten, aber fällt dir nichts auf?
Du verbrennst Einnahmen, 5000,--€/a, um Kühe zu füttern und Kälber auf die Welt zu bringen.

Prämie 11.000,-€

blauäugig geschätzter Gewinn 6000,--€.

Steht dann noch bei Maschinen eine größere Investition an, leidet die Liquidität gewaltig.
Was lernen wir? Ein Hobby kostet Geld.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Oberpfälzer » Mi Nov 07, 2018 22:31

Bevor ich mir die Frage mit den zwei Hofstellen stellen würde, würde ich erstmal in den beiden Familien fragen, was man dann so an Abfindung an die weichenden Erben zahlen müsste. Sind ja überall Geschwister da.
Ich würd mich da sowieso auf einen Hof konzentrieren. Allein die ständige Fahrerei würd mich schon ankotzen. Zudem wären dann auch zwei Altenteile zu versorgen. Dazu noch die Unterhaltungskosten für zwei Hofstellen...
Das wäre mir persönlich zu heikel. Man lebt ja nicht (nur) für die Arbeit...
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon CarpeDiem » Do Nov 08, 2018 10:48

Oberpfälzer hat geschrieben: Zudem wären dann auch zwei Altenteile zu versorgen.


Das erstaunt mich immer wieder. Offenbar bin ich völlig naiv, davon auszugehen, dass die Altenteiler eine auskömmliche Versorgung mit Renten dergestalt haben, dass sie an einen Hofübernehmer keine Ansprüche stellen müssen.

Leider muss ich immer wieder erfahren, dass dies bei vielen Betrieben, auch Top-Betrieben leider nicht so ist. In meiner Familie war das immer anders. Wirft diese Tatsach eigentlich nicht ein beschämendes Licht auf die gesamte Situation???
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon marius » Do Nov 08, 2018 11:25

Für den angenommenen Fall der Hofaufgabe, was man für die Zukunft auch berücksichtigen sollte ist das kein biliger
Spaß :

Da ist schon vieles richtig. Aber 2 Hofstellen kosten richtig Kies. Auch wenn sie leer stehen und nicht bewirtschaftet werden.
Die Brandversicherungen hauen richtig rein mit Beitragserhöhungen.
Steht die Hofstelle leer und muss im Brandfall nur entsorgt werden, kann man auf Zeitwert umstellen, aber das macht nicht die Welt aus an Ersparnis.
Brand Inventar kann man natürlich kündigen sofern keine Futtermittel ( Heu, Stroh ) mehr drin lagern. Denn die müssen im Brandfall auch teuer entsorgt werden wenn Bauschutt drin liegt sollte gar noch Asbest Eternitfetzen im Futter verteilt sein, gibts richtig Probleme dann teurer Sondermüll.

Ob man gegen Strum, Hagel versichern muss, naja... muss nicht aber kann man, da Unwetter und gar Tornados immer häufiger vorkommen.
Dazu natürlich der laufende Unterhalt, mal ein neues Dach, oder es muss mal ein Gebäude abgerissen werden.

Für 2 komplette Hofstellen würde ich da wie eben beschrieben schon MINDESTENS 8000 - 10000 Euro nur an laufende Kosten ansetzen.Tendenz jahrlich deutlich steigend.

Da ist schonmal einiges an ha fällig was verpachtet werden muss, nur um diese Kosten zubedienen.
Und die Pachteinnahmen müßt ihr versteuern, den genannten Unterhalt für die alte Hofstelle bezahlt ihr aus eurer privaten Geldbörse, sofern ihr 13a seit oder kein aktiver Betrieb mehr seit also aufgehört habt.

Dazu wie gesagt 4 Altenteiler 2/2 die auch ihren Anteil haben wollen, das Rentenproblem wurde ja schon angesprochen. Sollte der Übernehmer noch die Altenheimkosten übernehmen müssen kanns richtig teuer werden.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon marius » Do Nov 08, 2018 11:26

Burli86 hat geschrieben:Ich bin aus Thüringen, hier gibt es auch Kulap + Pramien. Macht auch um die 550 -600 €/ha.

Mal ne überschlägliche Aufstellung zu dem errechneten Gewinn:
Kulap+Pramie 550 €/ha --> 11000€
Absetzerverkauf 6000€
Schlachtvieh 4000€
Tierarzt -500€
Versicherung,BG... -1500€
Abschreibung Maschinen -4000€
Betriebsstoffe -2000€
Abschreibung Gebäude -1500€
Reperaturen -1000€
Lohnerkosten -1000€
MIneralfutter, Saatgut, Wasser, Strom -2000€
Eigene Lohnkosten 400h*4€/h--> -1600€

Ergbeniß rund 6000€ / 20ha
---> 300€/ha

die Aufstellung ist jetzt nur grob aber ich denke, da ist fast alles drin.
Wer noch Ergänzungen hat, immer her damit


Wie schon gesagt wurde sind Versicherungen incl Brand zu gering angesetzt.

Wie siehts mit der Krankenkasse, Pflegeversicherung und Altersvorsorge aus für die Betriebsleiter ?
Sind auch noch mehrere tausend Euro an Kosten die anfallen. Es sei denn es wird im Nebenerwerb gemacht.
Trotzdem fällt der Gewinn dünn aus.
Das mit der Fläche selber bewirtschaften und Futter verkaufen rechnet sich nur bei hohen Prämien, ansonsten ists besser man verpachtet.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Oberpfälzer » Do Nov 08, 2018 15:49

marius hat geschrieben:Wie schon gesagt wurde sind Versicherungen incl Brand zu gering angesetzt.


Nicht nur das. Da ist einiges viel zu niedrig angesetzt. Betriebsstoffe (incl. Diesel???) insgesamt nur 2000 Euro? Das kann net sein... Bei nem durchschnittlichen Dieselverbrauch von 10l/h (kommt natürlich auf die Schlepper an), könnte man ja nur 200 Traktorstunden einplanen. Das wird nicht reichen...
Dazu fehlt noch einiges wie TÜV-Gebühren, Klauenschneider, etc.
Das läppert sich ja auch zusammen übers Jahr gesehen. Mit 1000 Euro Werkstattkosten komm ich auch in den wenigsten Jahren hin. Also das scheint mir alles extrem niedrig angesetzt für einen landwirtschaftlichen Betrieb.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Manfred » Do Nov 08, 2018 16:21

-Buchführungskosten (wenn du es komplett machen lässt, inkl. Abschluss, ca. 1000 Euro pro Jahr)
-Geringwertige Wirtschaftsgüter 1000 - 2000 Euro
-Betriebliche Nutzung des PKW evtl. pauschal 30 Cent/km, da liegt man bei teureren Fahrzeugen aber schnell beim 3-Fachen
-Abfallbeseitigung 100 Euro
-Instandhaltung Gebäude
-Fachliteratur (Bücher, Zeitungen, Magazine, DVDs...)
-Mitgliedsbeiträge
-LKV
-Bürobedarf
-Reinigung
-Kontogebühren
...

Wenn ihr schon Mutterkühe habt, müsstest du doch die Zahlen deiner Eltern kennen?
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon wastl90 » Do Nov 08, 2018 16:23

Außerdem wurde noch kein Ölwechsel, größere Reperaturen etc. gemacht. Einmal richtig durchrechnen - evtl auch durchrechnen lassen und gut ist. Auch wenn es ein Hobby ist, es darf dich nicht auffressen. Dazu kommen ja auch noch evtl. Zahlungen an die Geschwister, Eltern und Schwiegereltern im Fall einer Übernahme!
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Burli86 » Mi Dez 04, 2019 15:40

Hallo, danke für die ganzen Infos und Hinweise.
Ich war hier länger nicht mehr aktiv, da sich einiges geändert hat.
Die Freundin ist nun eine Ex. Möchte nicht weiter darauf eingehen, da mich dass ganze ziemlich aus der Bahn geworfen hatte.

Nun bin ich wieder am Dampfer und auch bereit für die Zukunft.
Die Übernahme des elterlichen Hofes steht nun kurz davor, das Bedeutet die Hofstelle mit allen Gebäuden und die Flächen mit ca. 20ha.
Die Eltern gehen demnächst in Rente, daher werde ich nun den Hof voll tragen.
Meine Eltern stehen mir aber zur Seite, mit Schaffenskraft und Unterstützung.

Ich möchte den Hof nun etwas vergrößern, da ich eine gewisse Zukunft für kleine Betriebe mit Direktvermarktung sehe.
Angedacht ist der Bau eines einfachen Stalles im Außenbereich für die Rinder.
Um die anstehenden Ausgaben etwas sinnvoller darzustellen, möchte ich auch gerne noch etwas Fläche dazu pachten. Pachtpreise bewegen sich bei uns bei ca. 150 €, daher auch die Pachtüberlegung.

Soviel zur Info.
Ich denke, das Thema damit geschlossen werden.

Wie gesagt, danke nochmal für eure Infos/tipps
Burli86
 
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