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Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Burli86 » Di Nov 06, 2018 16:59

Hallo,

ich bin 32 Jahre alt und komme von einem Nebenerwerbsbetrieb mit 20ha.
Die Hofstelle ist nicht gerade üppig, ca.2500m mit einem unbewohnten Fachwerkhaus und einem Wohnhaus, sowie dem ehemaligen Stall als heutige Garage und Lager und unserer Scheune mit Laufstall für die Tiere. Leider besteht keine Erweiterungsmöglichkeit um die Hofstelle, da alles bebaut ist.
Ich habe 2 Schwestern. Eine ist etwas älter und verheiratet und wohnt 2 Orte weiter im Mietshaus der Schwiegereltern. Diese Schwester und ihr Mann sind fast täglich bei uns am Hof und helfen auch gerne mal mit.
Die 2. Schwester ist etwas jünger als ich und studiert noch in einer Großstadt.

Mein Vater betreibt den Hof seit über 40 Jahren, derzeit als Bio-Mutterkuhbetrieb.
Ich arbeite von klein auf am Betrieb mit und konnte die letzten Jahre auch schon einiges gemeinsam mit meinen Eltern verändern.
Wir sprechen uns einigermaßen gut ab und Teilbereiche wie Heu- und Silagewerbung liegen voll in meiner Hand, ebenso der Ackerbau.

Seid ein paar Jahren habe ich eine Freundin, die von einem Pferdebetrieb ca. 15km von uns entfernt kommt.
Der Betrieb läuft im Haupterwerb mit 2 Dutzend Zuchtpferden und nochmal so vielen Einstallern.
Nach meiner Einschätzung finanziell gesund und gut ausgestattet mit Reithalle, Führmaschine, Reitplatz, Hallen und Maschinen.
Diesen Hof führt ihr Vater(gesundheitlich angeschlagen) im Haupterwerb mit einem Polen. cc. 18ha Grünland und 15ha Acker.
Der Vater hat noch einen recht jungen Sohn, studiert auch noch.

Meine Freundin und ich wollen beide nicht die jeweiligen Höfe zurücklassen und überlegen in Zukunft ggf. auf einem Hof zu leben und die Flächen des anderen Hofes aus der Ferne zu betreuen mit Heu, Silo und Ackerbau etc. Viehhaltung soll dann auf dem Hof stattfinden, wo wir leben.

Sollten wir den Hof meiner Freundin übernehmen, hätten wir zwar eine Ausrüstung für alles mit Pferden und Platz/stall für Rinder würde sich auch finden lassen.
Problem ist hier die große Flächenkonkurrenz durch umliegende sogenannte "aufstrebende Betriebe".
Ich ehe realistisch keine Chance, die nächsten Jahre hier nötige Flächen für die Pferde und zusätzlich meine Rinder zu bekommen.

Sollten wir unseren Betrieb übernehmen, müssten wir für die Pferde alles neu bauen, Reitplatz ggf. Halle, Stall. Hier würden Kosten von ca. 120000 im Raum stehen.
´Hinzu kommt, dass langfristig auch ein Stall/Winterunterstand für die Rinder gebaut werden müsst.
Grundstück im Außenbereich wäre da.
Was auch da wäre, sind Flächen. In den nächsten Jahren könnte ich vermutlich ca. 20 -40 ha Grünland dazu nehmen, auch zu nem ordentlichen Kurs.

Ich will einfach mal hören, wer von euch vielleicht schon in ähnlichn Situationen war und wie eure Erfahrungen sind.

ich melde mich wieder
Zuletzt geändert von Burli86 am Di Nov 06, 2018 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon allgaier81 » Di Nov 06, 2018 17:05

Moin,

sind die derzeit in der Bewirtschaftung befindlichen Flächen auf beiden Betrieben Eigentum oder Pacht?
Die 20-40ha Grünland kannst du vermutlich eventuell pachten?

Wie ist denn das Verhältnis Acker/ Gründland bei dir zu Hause?

Noch als Ergänzung: Wie wird euer Betrieb aufgeteilt? Bekommst du ihn allein?
Was hast du gelernt/ wie bist du ausgebildet?
Zuletzt geändert von allgaier81 am Di Nov 06, 2018 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß, allgaier
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon 210ponys » Di Nov 06, 2018 17:46

Sollten wir unseren Betrieb übernehmen, müssten wir für die Pferde alles neu bauen, Reitplatz ggf. Halle, Stall. Hier würden Kosten von ca. 120000 im Raum stehen.
´Hinzu kommt, dass langfristig auch ein Stall/Winterunterstand für die Rinder gebaut werden müsst.

da hast wohl eine Null vergessen.
Zuletzt geändert von Falke am Di Nov 06, 2018 18:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat als solches gekennzeichnet ...
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon T5060 » Di Nov 06, 2018 18:49

Wohlstandsdekandenz ....
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Burli86 » Di Nov 06, 2018 22:12

Die derzeitigen Flächen sind auf beiden Betrieben zu 90% Eigentum.
Bei uns sind es 70% Grünland und auch die 20-40 ha eventuelle Pachtflächen sind ca.70%Grünland.

Ich bin Ingenieur mit vorheriger handwerklicher Lehre.
In Winterschule habe ich vor ein paar Jahren den Beruf Landwirt nachgeholt.

In den 120000€ sind nur die Kosten für eine Ausstattung um ein oder 2 eigene Pferde einigermaßen zuhalten.
Einen Betrieb wie beim Schwiegervater kommt es wohl mit einer 0 mehr hin !

Wohlstandsdekadenz- Was soll ich dazu sagen bzw. wie soll ich das. Verstehen?
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon xaver1 » Di Nov 06, 2018 22:39

"Seid ein paar Jahren habe ich eine Freundin"

Heiraten, bevor es ihre Geschwister bekommen :wink:

mfg
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Verdampfer » Mi Nov 07, 2018 6:45

Wie und durch wen wird berechnet, ob die Rinder überhaupt Geld verdienen?

Welche dringend benötigen Flächen? Wofür dringend benötigt?
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Burli86 » Mi Nov 07, 2018 7:17

Verdampfer hat geschrieben:Wie und durch wen wird berechnet, ob die Rinder überhaupt Geld verdienen?

Welche dringend benötigen Flächen? Wofür dringend benötigt?


Die Berechnung des Gewinns erfolgt durch mich. Derzeit bringt unsere Muku-Haltung unter Betracht aller Förderungen, Einkäufe, Verkäufe, Kosten ca. 300 €/ha und Jahr.
Lohnkosten nur mit 4 € angesetzt, da es auch als Hobby zusehen ist.

In Zukunft möchte ich alle Tiere ausmästen und regionale Lieferverträge abschließen.
Natürlich vor dem Hintergrund Bio und Regional
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Verdampfer » Mi Nov 07, 2018 8:51

Den gleichen Erfolg hast du auch mit weniger Arbeit, wenn die Flächen Pferdefutter produzieren.
Im Nebenerwerb von "dringend benötigter Erweiterung" zu sprechen, wenn weniger als die Prämie verdient wird, ist Wahnsinn!

Einmal jährlich Mulchen bringt dir einen besseren wirtschaftlichen Erfolg als Mukus, falls die Flächen befahrbar sind.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Family Guy » Mi Nov 07, 2018 9:08

Wird mit den Pfreden wirklich Geld verdient? Ist immer eine Frage des Standortes.
Im Ballungsraum gibt es genügend solvente Kundschaft, auf dem flachen Land haben die Pferdeverrückten oftmals nicht wirklich viel Geld. Und die Zucht, jeder Züchter träumt doch vom 100.000,-€ Fohlen.

Rindfleisch als fester Liefervertrag? Warum nicht, aber ist langfristig was über und kann man die Wirtschaftlichkeit durch Naturschutzprogramme dauerhaft erhöhen?
Kenne nicht viele Mutterkuhhalter die wirklich Geld verdienen, du sagst ja selbst Hobby.

2 Standorte, möglich aber willst du dir das wirklich antun, schließlich bist du Ing. und verdienst dein Geld woanders.
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Tinyburli » Mi Nov 07, 2018 9:42

Wo wohnst Du denn in Deutschland?
Bei uns in Bayern gibt es KULAP und Prämie. Das macht so 600,- das ha.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon T5060 » Mi Nov 07, 2018 10:55

Zu aller erst lernst erst mal "Unternehmensentwicklung und kalkulieren im landw. Betrieb", dann können wir hier sowas auch diskutieren.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Burli86 » Mi Nov 07, 2018 13:11

Ich bin aus Thüringen, hier gibt es auch Kulap + Pramien. Macht auch um die 550 -600 €/ha.

Mal ne überschlägliche Aufstellung zu dem errechneten Gewinn:
Kulap+Pramie 550 €/ha --> 11000€
Absetzerverkauf 6000€
Schlachtvieh 4000€
Tierarzt -500€
Versicherung,BG... -1500€
Abschreibung Maschinen -4000€
Betriebsstoffe -2000€
Abschreibung Gebäude -1500€
Reperaturen -1000€
Lohnerkosten -1000€
MIneralfutter, Saatgut, Wasser, Strom -2000€
Eigene Lohnkosten 400h*4€/h--> -1600€

Ergbeniß rund 6000€ / 20ha
---> 300€/ha

die Aufstellung ist jetzt nur grob aber ich denke, da ist fast alles drin.
Wer noch Ergänzungen hat, immer her damit
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Rhöner80 » Mi Nov 07, 2018 13:35

Zum Punkt BG und Versicherungen würde ich das doppelte ansetzen. Brandschutz, Haftpflicht usw. sind gut und gerne schon 1.500 bis 2.000€.
Dazu kommt die BG, die bei Gäulen nicht gerade billig ist. Also vorausgesetzt du willst diese auch weiterhin halten.

MfG
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Re: Hofnachfolge auf 2 Betrieben

Beitragvon Burli86 » Mi Nov 07, 2018 14:01

T5060 hat geschrieben:Zu aller erst lernst erst mal "Unternehmensentwicklung und kalkulieren im landw. Betrieb", dann können wir hier sowas auch diskutieren.


Wo kann man das Lernen?
Bietest du Kurse an?
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