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Hofübergabe - oder nicht?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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24 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon Ackerblitz » Do Jan 22, 2026 13:25

ChrisB hat geschrieben:Hallo Ackerblitz,
bei Vollerwerbsbetrieben, ist eine GBR,bis zur Rente, der Eltern, schon seit Jahren, Standard

aber bei dem TE, schon bei den Eltern, ist es ein Nebenerwerb!!!!!!!!!!!
Du hattest vermutlich keine Geschwister??


Das funktioniert auch im Nebenerwerb, warum sollte es da nicht gehen?
Hier gibt es mindestens 3 GbRs im Nebenerwerb, teilweise wurden Geschwister ausgezahlt und teilweise wären auch die Geschwister Ausgleichspflichtig gewesen.

Meine Schwester meinte damals auch groß die Hand aufhalten zu können und wurde ziemlich böse geerdet. Das ganze Thema ist da doch etwas komplexer als man eigentlich möchte.

Bei uns war es ursprünglich ein Vollerwerbsbetrieb, welcher dann auf Nebenerwerb umgestellt wurde.
So irgendwie wollte ich die Planungssicherheit einer krisenfesten Stelle doch nicht aufgeben und letztendlich nur die Arbeitszeiten angepasst bzw geschickt Elternzeiten genutzt.
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon langholzbauer » Do Jan 22, 2026 13:52

ChrisB hat geschrieben:Bei uns im Dorf, der Milchbauer,
da bekamen alle 3 weichende Erben, ein Haus von den Eltern!
Bei sehr vielen Betrieben, hier im Landkreis, wurde das noch von den Eltern geregelt :klee:

Oha!
Ich schätze mal , das war noch vor der Jahrtausendwende = 25 Jahre her?

Heute kann das kein Milchbetrieb aus der LW allein leisten.

Aber im Prinzip habt Ihr beide auf eure Art Recht.
@Ackeblitz und seine Familie hat sich gut beraten lassen und die weichenden Erben müssen genauso mit einbezogen werden, damit man sich auch nach vielen Jahren noch grollfrei gemütlich zu Familienfeiern zusammensetzen kann und will.
Was das wirklich wert ist, merkt man oft erst viel zu spät. :klug:
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon T5060 » Do Jan 22, 2026 14:01

Ich hatte nur eine weichende Erbin, die bekam dann ein neues Haus, zwei gut gebrauchte Häuser und läuft heute immer noch heulend wie das Leiden Christi durch die Gegend,
weil sie glaubt nicht alles bekommen zu haben.

Dann hab ich noch eine Cousine, die mir vor hält, sie hätte vom Hof hier, ihre Krampfadern geerbt. In Wirklichkeit hat mein Opa denen erst mal ein Bad mit Klo ins Haus gebaut,
damit die nicht mehr in die Jauchegrube scheissen mussten.
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon langer711 » Do Jan 22, 2026 16:09

Jaja.. das ist immer Ansichtssache.
Der eine kriegt was, und es reicht ihm nicht.
Der andere gibt was, und meint es ist Zuviel.
:D

Ich stehe auf dem Standpunkt, das jeder sein eigenes Geld verdienen soll.
Dazu müssen die Eltern den Nachwuchs durch die Ausbildung schleusen und ihnen nicht jeden Wunsch erfüllen.
Die Sprösslinge müssen auch liefern und nicht nur rumlungern.

Wenn die dann auf eigenen Beinen stehen in ihrem Beruf, brauchen sie kein Erbe und kommen gut klar.

Wenn dann doch was geerbt wird, kann man sich freuen, aber zu fordern gibts erstmal garnix.

Vor allem hat man mit geerbtem Vermögen auch sinnvoll umzugehen.
„Ohh… guck mal, wir haben das Haus geerbt.
Das versilbern wir jetzt und tingeln erstmal ein Jahr durch die Welt, bis das Geld weg ist!“

Vergiss es! :D
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon langholzbauer » Do Jan 22, 2026 16:37

Der Beitrag erinnert mich an Fälle in der Verwandtschaft.
Top Ausbildung mit FH- Studium für alle Kinder gleich aus der LW heraus damals finanziert und immer möglichst gerecht jedem Kind auch gut zum Bau zugeschossen...
Aber nicht ein Abkömmling hat den Grund und Boden schätzen können, um ihn wenigstens verpachtet im Eigentum zu behalten.
Eigentlich hat da schon die Wohlstandsverwahrlosung begonnen...
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon 260er » Do Jan 22, 2026 19:12

Fall aus meinem Umfeld wie es in wahrscheinlich häufig gibt:
Der weichende Hoferbe hat zugunsten des Betriebs auf vieles verzichtet.
Auch nachdem er schon ausgezogen war hat er noch lange im Urlaub und am Wochenende kostenlos mitgearbeitet.
Gleich nach Übergabe wurde das Milchvieh aufgegeben, später auch der Kartoffelbau.
Heute sind die Betriebseigentümer in sämtlichen Vereinen vorne mit dabei, der Betrieb läuft als prämienoptimierter Ackerbau im Nebenerwerb, dass die Flächen irgendwann verpachtet werden ist meiner Meinung nach absehbar.

Gibt natürlich auch Fälle, bei denen die weichenden Erben den Übernehmer bis aufs letzte ausbeuten.

Soll heißen:
1) Wenn jemand Interesse hat, weiter zu ARBEITEN, dürfen die Hürden bei der Übernahme nicht zu groß sein
2) Mit nichts braucht sich heute auch kein weichender Hoferbe mehr abspeisen lassen, denn die Gefahr dass der Betriebsleiter verpachtet und sich ein schönes Leben macht, besteht jederzeit. Das ist natürlich ärgerlich weil das auch jeder weichende Hoferbe gekonnt hätte.
Wenn dann durch das Wachstum der Orte auch noch Baulandverkäufe von mehreren Hektar vorkommen, ist das schon ärgerlich.
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon Hofübernahme » Fr Jan 23, 2026 9:25

Servus zusammen,

erstmal danke für die bisherigen Antworten, da war schon einiges dabei, wo ich mir gedacht hab: ja, kommt mir bekannt vor.

Auf dem Betrieb arbeite hauptsächlich ich mit, die anderen Geschwister nur in Notfällen. Diese wohnen auch teilweise nicht mehr am Betrieb (50/50).

Klar ist mir:
Ich will mich nicht immer mehr reinhängen oder irgendwann groß investieren, wenn Verantwortung, Eigentum und Zukunft weiter offen bleiben. Dafür ist mir das Risiko einfach zu groß – auch privat.

Mir geht’s nicht drum, jemanden zu drängen. Mir ist auch wichtig, dass die Übergeber ordentlich abgesichert sind und dass für die Geschwister eine faire Lösung gefunden wird. Aber „schau mer mal“ auf Dauer bringt halt keinen weiter. Ein Haus für jeden Erben ist nicht drin :shock:

Einige haben geschrieben, dass bei ihnen erst was vorangegangen ist, als klare Optionen und ein Zeitplan auf dem Tisch lagen. Das werde ich jetzt wohl auch so angehen und ein richtiges Gespräch führen.

Grundsätzlich würde mir auch die Lösung mit einer GbR gefallen, jedoch ist auch hier die Sicherheit nach meinem Wissensstand eher gering (Senior bringt Flächen, Gebäude, AK ein und Junior AK) Sicherheit ist hier doch auch eher gering. Müsste man sich mal beim BV beraten lassen zu dem Thema denke ich.

Mich würde noch interessieren:

– Wer hat eine Übergangsphase gemacht (z. B. erst GbR, später Übergabe)? Und wie wurde die GbR dann gestaltet?

Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

Grüße
Hofübernahme
 
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon Oberpfälzer » Fr Jan 23, 2026 9:50

Ich (42J) bin mittlerweile so weit, dass für mich im Leben v.a. "Qualitytime" zählt.

Das kann natürlich auch mal ein Tag Pflügen oder Heumachen sein, bitte nicht falsch verstehen. Ich arbeite auch gern, aber das Leben ist zu kurz, um es nur mit Arbeit zu verbringen. Ich verbringe auch sehr gern Zeit mit der Familie, treffe alte Freunde, mache Bekanntschaften oder treibe Sport.

Ein schönes pflegeleichtes Häuschen mit großem Garten ohne unmittelbare Nachbarn stell ich mir manchmal reizvoller vor als nen Hof mit Altgebäuden und Wald, selbst wenn der Hof irgendwann verpachtet sein sollte.

Ich kenn so viele Menschen (gerade aus dem landwirtschaftlichen Umfeld), deren Leben nur aus Arbeit und dem Hof bestand, bis sie in die Kiste gehüpft sind bzw. nicht mehr arbeiten konnten und dann ohne Lebenssinn waren.
Das ist mir persönlich zu wenig für mein Leben. Ich möchte auch mal wohin fahren oder einfach nur ein Buch lesen. Das Leben kann schließlich jeden Tag zuende bzw. die Gesundheit ruiniert sein.

Ich würde sagen, klär erstmal für dich, was du vom Leben willst. Auch zusammen mit deiner Partnerin. Kann die sich überhaupt vorstellen zusammen mit deinen Eltern auf dem Hof zu leben und den weiterzubewirtschaften? Mt allem was dazu gehört? Von April bis Oktober mindestens 12 Stunden-Tage meist inklusive Wochenende?

Wenn Ihr da Lust drauf habt, dann sprecht mit deinen Eltern und deinen Geschwistern. Nebenerwerb ist allerdings kacke, zumindest bei Viehhaltung. Wenn dann Vollerwerb. Zumindest bei Viehhaltung...

Klar ist auch: Jeder bekommt was. Zumindest Geld.
Von meinem Vater war die klare Ansage, wenn du den Hof nicht weitermachst, dann werden die Grundstücke unter mir und meinen zwei Schwestern durch drei aufgeteilt. Fand ich auch fair, auch wenn ich mehr mitgearbeitet hatte. Aber faul waren die beiden auch nicht.
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Re: Hofübergabe - oder nicht?

Beitragvon 2250 A » Fr Jan 23, 2026 11:05

Ist der Hof in der Höfeordnung?
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