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Hofübergabe

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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32 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3

Hofübergabe

Beitragvon Thetank » Sa Apr 08, 2017 22:16

Moin zusammen,

der Hof meiner Eltern soll in diesem Jahr auf meinen Bruder übertragen werden. Inzwischen liegt ein Entwurf des Übergabevertrages vor. Meine Schwester und ich sind als weichende Erben nicht vollkommen damit einverstanden.
Hintergrund ist, dass meine Mutter vor ca. 15 Jahren 100.000 € aus einem Erbe in den Bau eines Wohnhauses investiert hat. Da der Betrieb im Außenbereich liegt, konnte das Haus nur als Altenteilerhaus gebaut werden. Nun soll dieses im Rahmen der Übergabe auf meinen Bruder übertragen werden. Das empfinden meine Schwester und ich als ungerecht.
So wie es aussieht ist es wohl nicht möglich, dass meine Eltern das Haus zurückbehalten. Das wäre meiner Meinung aber die fairste Lösung, da so alle drei Geschwister zu gleichen Teil am Haus beteiligt werden.

Gibt es noch andere Möglichkeiten, diese Ungleichheit irgendwie auszugleichen? Vielleicht hatte hier schon mal jemand einen ähnlichen Fall in der Familie weiß eine Lösung. Nicht möglich und von mir nicht gewünscht ist, dass mein Bruder uns den entsprechen Teil der Summe zusätzlich auszahlt, weil ich den Betrieb nicht gefährden möchte.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon juergen515 » Sa Apr 08, 2017 22:43

Wer hat den Eltern die letzten Jahre geholfen, die Arbeit erledigt?
Alle drei?
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Re: Hofübergabe

Beitragvon bauer hans » Sa Apr 08, 2017 22:57

Thetank hat geschrieben:
der Hof meiner Eltern soll in diesem Jahr auf meinen Bruder übertragen werden. Inzwischen liegt ein Entwurf des Übergabevertrages vor. Meine Schwester und ich sind als weichende Erben nicht vollkommen damit einverstanden.
Hintergrund ist, dass meine Mutter vor ca. 15 Jahren 100.000 € aus einem Erbe in den Bau eines Wohnhauses investiert hat.


der aktuelle wert des hauses nach dem ableben der eltern könnte festgestellt und ausgeglichen werden.
hier in einer familie gehts gerade um ein haus,wo bei übergabe festgelegt worden war,dass die miterben 50000DM bekommen,allerdings ist das später von der erblasserin nochmal auf 15000DM verringert worden,die der erbe aber nur zum teil zahlen will.
jetzt gehts vor gericht.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Manfred » Sa Apr 08, 2017 23:15

Wer bewohnt denn das Haus? Die Eltern?
Und genutzt werden darf es laut Baugenehmigung vermutlich nur in Zusammenhang mit dem Hof?
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Re: Hofübergabe

Beitragvon T5060 » Sa Apr 08, 2017 23:24

Hui... was für ein großes Vermögen : Eine Altenteilerbude am Bauernhof mit den Beschränkungen des §35 BauGB.
Habt ihr kein Einkommen ?

Der Hofübernehmer hat vielleicht in 30 Jahren was von dem Haus und dann darf es saniert werden.
Gewöhnlich sind dann die Sanierungskosten so stark gestiegen, dass sie den heutigen Wert übersteigen.
Gönnt ihr eurer Mutter nicht, dass sie die 100.000 € für sich genommen hat und damit ihr verdientes ruhiges Altenteil geniesen darf ?
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Estomil » So Apr 09, 2017 7:26

Altenteiler Häuser gehören ohne wenn und aber zum hof! Der Bau eines altenteilerhauses ist ein einmaliges Recht das nur einem landwirtschaftlichen Hof zusteht. Wenn man ihm das nimmt wird er kein zweites bauen können. Dazu kommt, dass erhebliche negative Auswirkungen haben kann wenn plötzlich fremde Leute so nah am Hof leben.

Weichende Erben sind mit Geld abzufinden. Wenn keins da ist, dann sollte man so vernünfti sein und sich auf den pflichtteil oder weniger beschränken. Irgendwovon Leben muss der Hof schliesslich auch. Meiner Ansicht nach ist ein hofübernehmer heute eh schon mit reichlich Arbeit und vielen weiteren negativen persönlichen Konsequenzen belastet und sollte dann wenigstens in Ruhe Wirtschaften können. Wer 350 Tage im jahr auf einem Hof arbeitet, immerwieder sein persönliches familienglück aufgrund der extremen arbeitsbelastung riskiert und zudem eine deutlich geringere Lebenserwartung hat der wird sich jeden Quadratmeter der Hofes eh hart erarbeiten. Landwirtschaftliche Höfe werden nicht vererbt, sondern von den Kindern geliehen!
Jeder beteiligte sollte somit Verantwortung zeigen und mit augenmass handeln!
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Pinzgauer56 » So Apr 09, 2017 7:27

Ein Altenteilerhaus gehört zum Hof :!: Und das ist gut so, Punkt
Bei der Leni, auf der Zenzi, überall ist dieser Pinzi... 8)
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Thetank » So Apr 09, 2017 8:05

Uns allen ist klar, dass es nicht möglich ist das Haus abzutrennen. Außerdem geht es nicht darum, was wir unser Mutter gönnen. Selbstverständlich gönnen wir ihr ihren Lebensabend in dem von ihr finanzierten Haus zu verleben. Natürlich haben meine Eltern ein lebenslanges Wohnrecht in dem Haus. Worum es aber geht ist folgende Frage: Ist es gerecht, dass mein Bruder das Erbe im Wert von 100.000 alleinig zugesprochen bekommt? Dieses Erbe stammt aus einem Teil der Familie, der mit dem Hof nichts zu tun hat.
Im übrigen bin ich ohnehin bereit auf meinen Pflichtteil aus dem Hof zu verzichten. Es geht mir nur um etwas, das meiner Meinung nach nichts mit dem Hof zu tun hat.
Danke schon mal für die konstruktiven Vorschläge. Ich denke, dass es ein Ansatz sein könnte, dass Haus nach dem Ableben meiner Eltern zu bewerten. Wenn dieses dann keinen Restwert mehr hat bzw. die notwendigen Sanierungskosten den Restwert übersteigen, gehen wir eben leer aus. Das wäre zumindest für mich eine Lösung, mit der ich leben könnte. Dass in diese Wertermittlung das Grundstück nicht mit einfließt, ist denke ich klar, da dieses ab Übergabe ohnehin meinem Bruder zusteht.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Manfred » So Apr 09, 2017 8:26

Du willst 1/3 Anteil an einem jetzt 15 Jahre alten Haus auf fremden Grund im Außenbereich, dass vermutlich noch 20 bis 30 Jahre von euren Eltern bewohnt wird?

Wie gedenkst du diesen Anteil dann irgendwann mal zu verwerten?
Du willst 20 bis 30 Jahre 1/3 der Unterhaltungskosten zahlen um dann 1/3 der Abrisskosten zahlen zu dürfen?
Oder willst du einen Leerstand erzwingen, wenn deine Eltern gestorben sind, bis das Haus von selbst einstürzt?
Verabschiede dich einfach von der Vorstellung, dass dieses Haus für dich irgendwas wert ist.
Eine solche Regelung würde nur darin enden, dass irgendwann mal eine Erbengemeinschaft aus euren Kindern die im Streit vergammelte Bude durch eine Teilungsversteigerung irgendwie wieder loswerden müsste.
Eine Erbengemeinschaft erzeugt man als Erblasser, wenn man seinen verhassten Erben richtig kräftig in die Eier treten will. Will man das nicht, regelt man seinen Nachlass vernünftig.

Ich weiß ja nicht, wie ihr euch einigt. Aber der Pflichtteil errechnet sich aus dem Wirtschaftswert des Hofes, nicht aus dem möglichen Verkaufspreis am Immobilienmarkt (von dem dann noch der Staat einen ordentlichen Batzen kassieren würde...)

Ihr könnt euch ja mal die (erst nach dem Tod der Eltern anfallenden) Pflichtteile von einem Fachmann (Bauernverband? Landwirtschaftlicher Steuerberater? T5060?) berechnen lassen. Evtl. trägt das zur Erhellung bei. Diese Beträge sind idR viel, viel niedriger als viele weichende Erben sich das vorstellen.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon bauer hans » So Apr 09, 2017 8:55

immer diese emotionen :D
ich bin so ein armer erbe,der sogar erbschaftssteuer zahlen musste,weil die erblasserin meine omma war.
wurde aber beim ersten bankbesuch nach dem erbfall vorsichtig gefragt "30000DM überziehung können wir ihnen sofort gewähren,100000DM,nach eintragung" 8)
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Re: Hofübergabe

Beitragvon Manfred » So Apr 09, 2017 9:12

bauer hans hat geschrieben:immer diese emotionen :D
ich bin so ein armer erbe,der sogar erbschaftssteuer zahlen musste,weil die erblasserin meine omma war.


Ich vermute mal, du hast die Erbschaftssteuer auf sonstiges Vermögen bezahlt und nicht für den Hof (Betriebsvermögen)?
Oder wurde der Hof zerschlagen?
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Re: Hofübergabe

Beitragvon lama-bauer » So Apr 09, 2017 9:24

Servus,
eine kostenlose, mündliche Beratung bei einem Notar schafft hier mehr Klarheit,als man es sich durch Umfragen vorstellen kann.
Ging zumindest mir so,bei fast gleichem Thema.
Kosten entstehen erst, wenn was schriftlich gemacht wird.
MFG
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Re: Hofübergabe

Beitragvon bauer hans » So Apr 09, 2017 9:45

Manfred hat geschrieben:
bauer hans hat geschrieben:immer diese emotionen :D
ich bin so ein armer erbe,der sogar erbschaftssteuer zahlen musste,weil die erblasserin meine omma war.


Ich vermute mal, du hast die Erbschaftssteuer auf sonstiges Vermögen bezahlt und nicht für den Hof (Betriebsvermögen)?
Oder wurde der Hof zerschlagen?

ich musste,weil von der omma geerbt,zahlen,weil damals die freibeträge überschritten waren.
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Re: Hofübergabe

Beitragvon bauer hans » So Apr 09, 2017 9:46

lama-bauer hat geschrieben:Servus,
eine kostenlose, mündliche Beratung bei einem Notar schafft hier mehr Klarheit,als man es sich durch Umfragen vorstellen kann.
Ging zumindest mir so,bei fast gleichem Thema.
Kosten entstehen erst, wenn was schriftlich gemacht wird.
MFG

kostenlose beratung gibts nicht,aber ein kostenloses vorgespräch.
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