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Hofübergabe

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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20 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Hofübergabe

Beitragvon automatix » Sa Mai 24, 2014 20:37

julius hat geschrieben:
CarpeDiem hat geschrieben:Was ich vorschlage ist relativ einfach, Eltern und Erben sollten schonungslos, vollkommen und umfassend die derzeitige Situation analysieren und die Ertragskraft des Betriebes, einschliesslich notwendiger Investitionen offenlegen.

Auf dieser Datenbasis kann man ermitteln, was überhaupt zu vererben ist. Ergibt sich, dass mit Hilfe des "Ertragswertverfahrens" lediglich der Mangel in die Zukunft transferiert werden kann, dann empfehle ich eine klare Realteilung und damit evlt. die Auflösung des Betriebs. Es ist auch dem Übernehmer nicht gedient, mit Lasten vollgepackt zu werden, die ihn irgendwann erdrücken.

Allerdings hätte es soweit gar nicht kommen dürfen. Die Eltern hätten in Kenntnis der mangelnden Ertragskraft des Betriebes ihren Sohn schon in ausserlandwirtschaftlichen Berufen unterbringen können. Dann stellt sich manches Problem schon einmal gar nicht.


Ich kann mich noch an meine Berufsschulzeit erinnern. Da hatte das Amt empfohlen jeden Zuhause zu lassen der Interesse an der Landwirtschaft zeigt. Begründung damals : die Betriebsgröße ist nicht entscheidend und wenn doch : die Pachtflächen gibts in Zukunft ohnehin geschenkt da noch 90 % der Betriebe aufhören werden. Das war lange vor der Biogaszeit, von daher mach ich denen keinen Vorwurf für diese Aussage.

Um auf den aktuellen Fall zurückzukommen. Nehmen wir an die Erben kommen zu dem Schluß der Betrieb ist nicht zukunftsfähig und er wird aufgelöst. Wie sollte dann der Hofnachfolger, der vielleicht 10 oder 20 Jahre geopfert hat um den Hof der Eltern fortzuführen, entschädigt werden ? Der muß in Eigenfinanzierung umschulen und ganz unten im Berufsleben neu beginnen. Mit 20 Jahren ist das kein Problem, mit 35 Jahren wenn er eine Familie ernähren muß und vielleicht monatlich Miete für eine Wohnung bezahlen muß, siehts anders aus.

Die alten Gebäude sind eh eine Belastung da sie erhalten oder entsorgt werden müßen. Wenn dann nicht viel Grundstücke da sind, kann nach Abzug der Entschädigung für den Hofnachfolger auch nicht mehr viel verteilt werden, trotz Hofaufgabe.
Wird der Hof aufgelöst, sind die Übergeber ohnehin auf die Pachtzahlungen angewiesen, von daher werden sie den Ertrag der Grundstücke ( Pachteinnhamen ) zeitlebens ohnehin für sich beanspruchen müssen.


Ja, aber wer mit 35 noch daheim sitzt und nur den Deppen spielt, den kann man doch nicht mehr helfen oder? Das sind dann die, die bis 50 auf die Übergabe warten und am Ende als alter Junggeselle enden im eigenen Dreck.
Wenn die Eltern so jung sind, daß die Hofübergabe nicht vor 35 des Hofnachfolgers erfolgt und der lernt dann keinen Beruf und geht arbeiten, dann ist das mehr als grob Fahrlässig von den Eltern, die für ihren Bauernhof das Leben ihres Sohnes zerstören
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Re: Hofübergabe

Beitragvon julius » Sa Mai 24, 2014 20:46

Och, ich kenn hier in der Gegend ne ganze Menge, die mit rund 35 Jahren erst den Betrieb übernommen haben, es sei denn der Senior bekam die Rente früher. Die haben schon nebenbei z.b. über den Maschinenring oder Lohnunternehmer etwas dazuverdient, aber das war halt nur ein kleiner Zuverdienst.

Ich bin der Meinung, daß die Abfindung der weichenden Erben durch die Eltern vor Übergabe geregelt werden sollte - ist es das nicht wird es meistens ungemütlich....


Die Meinung hab ich ebenfalls.
julius
 
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Re: Hofübergabe

Beitragvon automatix » Sa Mai 24, 2014 20:55

Das sind die, die ich nicht verstehe - entweder, der Betrieb gibt genug Arbeit her für Betriebsleiter plus Nachfolger, dann sollte eigentlich genug Kohle abfallen für beide oder Betrieb tut
es nicht, dann ist der Betrieb so ineffizient, daß der Hofnachfolger erstmal 15 Jahre lang optieren muß, wenn er die Zeit hat, um den Betrieb ohne Altenteiler führen zu können.
Das sind die Betriebe, die sich in die Tasche lügen, wie toll doch alles läuft, weil der Junge für lau mitarbeitet....

Wie soll denn der sich eine Frau/Familie anlachen, wenn er nichts hat und im Prinzip ja keine Sicherheit für die Zukunft hat? Und dann wundern sich die alle, warum so tolle 'Junglandwirte' mit 40 Jahren keine Frau mehr finden....
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Re: Hofübergabe

Beitragvon julius » Sa Mai 24, 2014 21:32

Ich muss dazu sagen, diejenigen die ich angesprochen hatte, die mit 35 Jahren den Hof übernommen hatten sind heute logischerweise um die 35 - 40 oder noch älter.
Und zu deren Lehrzeit vor 20 oder 25 Jahren sah die Welt in der LW noch etwas anders aus wie heute.
Ich hatte schon beschrieben das damals die Größe nicht so wichtig war wie heute und die Ausbildungsberater hatten fast jedem empfohlen eine Landwirtschaftslehre zu machen, da eine Betriebsvergrößerung aufgrund des vermeintlichen zukünftigen Pachtlandüberschusses kein Problem sei.
Sicher hatten die auch an ihren eigenen Job gedacht. :prost:
Trotzdem würde ich auf keiner der beiden Seite Deppen verteilen oder Vorwürfe machen. Was damals richtig war ist eben heute falsch.
julius
 
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Re: Hofübergabe

Beitragvon steel. » Mi Jun 04, 2014 15:10

Wieder mal typisch das die dümmsten Beiträge von Landwirten entsondert werden. :roll:

Beispiel : Nach fast einhelliger Meinung müsste also Landwirt xy wenn er seinen Betrieb mit 65 Jahren aufgrund des fehlenden Hofnachfolgers oder aufgrund zu geringer Rentabilität aufgibt, seinen Betrieb unter seinen Geschwistern aufteilen, nicht unter seinen Kindern ? Denn die weichenden Erben von anno dazumal hätten dann auch noch einen Anspruch da der Betrieb aufgelöst wird.

Na dann hoffe ich mal das ihr euch auch selbst daran haltet !
steel.
 
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