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Hofübernahme - Entscheidungshilfe

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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17 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Hofübernahme - Entscheidungshilfe

Beitragvon Treker80 » Mo Jul 16, 2007 12:16

Hy,

erstmal großes Lob tolles Forum hier und super Informativ...

Stehe vor einer schweren Entscheidung und brauche mal Expertenrat :-)

Folgendes Szenario bietet sich mir an, Großeltern betreiben Ackerbau und ich mochte den Hof eventuell im Nebenerwerb übernehmen bin mir aber sehr unsicher da ich bisher in der Landwirtschaft nur ausgeholfen habe, das heißt ich weiß wie man Äcker umtreibt. Habe vom Finanziellen her keinen großen Einblick in die ganze Sache und genau das ist der Punkt...

Folgendes sind die Fakten:

Eigene Äcker ca. 7.5Hektar
dazugepachtet ca 30 Hektar

Maschinen sind soweit auf dem neuesten Stand 2 Trktoren vorhanden leider noch nicht vollständig abbezahlt, sind noch ca. 60.000 € zu tilgen.
Wie gesagt Fuhrpark ist auf dem neuesten Stand 3.5m Sähmaschine diverse große und neue Wägen, Traktoren mit 70Ps(ca.3Jahre) und 140Ps (ca.2Jahre)

Die Böden hier bei uns sind recht Fruchtbar also wirklich gute Bedingungen für Ackerbau.

Wie sind so die kosten in ca. mit denen man rechnen kann bei einen anbau 1/3 Raps 1/3Weizen 1/3Gerste auf den ca 37ha ??

Ich meine was bleibt an Gewinn (inkl. Subventionen) wenn man Saatgut und Dünger etc abzieht, übrig??

Hoffe Ihr könnt mir ein wenig helfen Denn nur mit der Aussage "Es lohnt schon" wie ich sie immer bekomme kann ich nicht viel Anfangen...


Gruß und Danke im Vorraus :D
Treker80
 
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Beitragvon aldersbach » Mo Jul 16, 2007 15:20

Die Frage was bleibt an Gewinn ist so einfach nicht zu beantworten. Derzeit entwickeln sich Preise für Getreide sehr gut - was natürlich auch einen höheren Gewinn bedeutet. Der Hauptfaktor für den Gewinn liegt aber im fachlichen Können.
Zum Thema Nebenerwerb muß Dir aber klar sein Du kannst nur brauchbare Gewinne erwirtschaften wenn Du sowohl über genügend fachliches Wissen für die Pflanzenproduktion verfügst (z. B. Wann wieviel düngen, wann was spritzen), als auch genügend Zeit für Erledigung der Arbeit investieren kannst.
Als reine Verdienstquelle gibt es mich Sicherheit bessere Alternativen als Landwirtschaft im Nebenerwerb. Ein gewisses Risiko sehe ich in dem sehr hohen Pachtanteil. Du solltest prüfen ob die Flächen auch längerfristig zur Verfügung stehen. Gerade im Moment pachten die Bio-Energie-Landwirte alles zusammen was ihnen unter die Finger kommt.
Ich will Dir das Thema Landwirtschaft im Nebenerwerb aber nicht madig machen. Wenn Du das ganze ordentlich mit Deinem Hauptberuf verbinden kannst und die Landwirtschaft auch entsprechend Spaß macht kann das schon eine gute zusätzliche Einnahmequelle sein.
Du wolltest aber unbedingt Zahlen. Es gab schon Jahre da hab ich mit der Pflanzenproduktion Null EUR verdient. Ich muß aber für Pacht kein Geld ausgeben und kann daher die Ausgleichszahlungen als Investitionshilfe betrachten.
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Beitragvon freischütz » Mo Jul 16, 2007 17:56

Und was wird dann, wenn nämlich die von Dir verniedlicht genannten Ausgleichszahlungen, besser ist Subventionen, wegfallen ? Pech gehabt oder wie ?
freischütz
 
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Beitragvon automatix » Mo Jul 16, 2007 18:54

freischütz hat geschrieben:Und was wird dann, wenn nämlich die von Dir verniedlicht genannten Ausgleichszahlungen, besser ist Subventionen, wegfallen ? Pech gehabt oder wie ?


dann kann er immer noch aufhören.

deine großeltern müssen doch bei der größe wenigstens eine einnahmen ausgaben rechnung machen, wenn nicht sogar buchführung - laß dir halt mal die jahresabschlüsse geben
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Beitragvon Komatsu » Mo Jul 16, 2007 19:32

Mach mal ......... und such Dir 30 km weiter weg nen Kumpel der kein Baugelände hat und sauber wirtschaftet. Du musst einfach mehr einnehmen als du ausgibst ..... und ein klein wenig auf Oma und Opa hören.
Komatsu
 
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Beitragvon Schweinchen » Mo Jul 16, 2007 19:33

Wie schon geschrieben wurde, ist das fachliche Wissen von Bedeutung. Abgesehen davon ist halt wichtig, dass du das ganze als "Spaß" ansiehst bzw Hobby und so gerne viel zeit investierst. Antürlich nur soviel wie nötig, aber halt nicht nach dem motto ach heute kein Bock nächste Woche, dann wird das natürlich nichts. Wegen den Zahlen ist es wirklich am besten, wenn du dich ma mit deinen Großeltern hinsetzt und das anschaust. Dabei können sie dir sicherlich bei einer Modellrechnung und z.B. der Überlegung, ob die neuen Trecker mit den hohen Kosten sein müssen helfen. Wichtig ist nur vorallem, dass du möglichst langjährige Pachtverträge machst.

Meiner Meinung nach kann sich dass für ein Hobby durchaus lohnen, denn die Getreidepreise steigen momentan so stark, dass da doch wieder Attraktivität drin steckt.

mfg

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Beitragvon freischütz » Mo Jul 16, 2007 20:25

@trecker 80 Du schreibst
Folgendes Szenario bietet sich mir an, Großeltern betreiben Ackerbau und ich mochte den Hof eventuell im Nebenerwerb übernehmen


Wieso willst Du den Hof überhaupt übernehmen ? Aus Mitleid oder Verantwortungsgefühl gegenüber Deinen Großeltern.? Nur damit Deine Großeltern endlich ihre Minirente aus der Landw.Alterskasse bekommen. Das kann nur schief gehen. Denn ob Nebenerwerbslandwirt oder sonst was, die LSV wird Dich schon finanziell ruinieren. Vor allem dann wenn die Subventionen wegfallen, bzw. gekürzt werden. Alles in allem ein finanzielles Nullsummenspiel.

Merke, selbst wenn der Hofbesitzer 100 Jahre alt ist, bekommt er keine Rente aus der Landwirtschaftlichen Alterskasse ( LAK ) , wenn der Betrieb nicht an einen Landwirt verkauft oder verpachtet wird.

Dies ist ein riesiges Problem , welches die LAK den Landwirten aufgebürdet hat.
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Beitragvon Schweinchen » Mo Jul 16, 2007 20:29

Erläutere das mal bitte genauer.

mfg

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Beitragvon automatix » Mo Jul 16, 2007 20:45

freischütz hat geschrieben:@trecker 80 Du schreibst
Folgendes Szenario bietet sich mir an, Großeltern betreiben Ackerbau und ich mochte den Hof eventuell im Nebenerwerb übernehmen


Wieso willst Du den Hof überhaupt übernehmen ? Aus Mitleid oder Verantwortungsgefühl gegenüber Deinen Großeltern.? Nur damit Deine Großeltern endlich ihre Minirente aus der Landw.Alterskasse bekommen. Das kann nur schief gehen. Denn ob Nebenerwerbslandwirt oder sonst was, die LSV wird Dich schon finanziell ruinieren. Vor allem dann wenn die Subventionen wegfallen, bzw. gekürzt werden. Alles in allem ein finanzielles Nullsummenspiel.

Merke, selbst wenn der Hofbesitzer 100 Jahre alt ist, bekommt er keine Rente aus der Landwirtschaftlichen Alterskasse ( LAK ) , wenn der Betrieb nicht an einen Landwirt verkauft oder verpachtet wird.

Dies ist ein riesiges Problem , welches die LAK den Landwirten aufgebürdet hat.


da muß man jetzt ehrenrettung betreiben für die lsv - das war die idee des bauernverbandes
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Beitragvon Komatsu » Mo Jul 16, 2007 21:46

Trekker las mal die ganzen Miesepeter hier, ihr macht das schon richtig.... du und der Opa ....... und dann mal du allein
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Beitragvon euro » Mo Jul 16, 2007 21:51

Hab null Ahnung wie das in D ist, aber hier übernimmt absolut jeder, zum Übernahmetarif ( 10% vom reelen Wert )lässt das Ganze über Eheweib laufen und verhökert nach 20 Jahren mit enormem Gewinn.
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Beitragvon freischütz » Mo Jul 16, 2007 23:20

Damit hast Du Recht Automatix
da muß man jetzt ehrenrettung betreiben für die lsv - das war die idee des bauernverbandes


Nur man kann die LSV für ein Synonym des Deutschen Bauernverbandes hernehmen.

Schweinchen wird sich noch wundern, sollte er den Hof übernehmen. Ist vom DBV auch nicht gewollt. Bei denen wird nur nach Wachstum zum Groß- und industriellen Landwirtschaftsbetrieb geworben und getrommelt. Notfalls mit Druck auf den " kleinen " Betrieb.

Was soll denn das, der Landwirt verkauft z. B. seinen Betrieb, also sein hart erarbeites Eigentum zum Ende seines Arbeitsleben. Allerdings findet er keinen Landwirt, welcher ihm seinen Betrieb zu einem angemessenen Kaufpreis abnimmt. Was passiert, der Verkäufer, also der Landwirt, verkauft seinen Grund und dieser wird nicht mehr landw. genutzt, schon darf er 50 % des Verkaufserlöses in den Rachen des nimmersatten Staates werfen. Deutschland ade !
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Beitragvon Komatsu » Di Jul 17, 2007 0:51

Der Freischütz hat keine Ahnung : Zu versteuern ist nur der dem Buchwert übersteigende Mehrerlös oder auch der fiktive Mehrerlös, als jährlicher Gewinn.

Für Flächen vor 1970 erworben gilt :
der Buchwert entspricht der 4 fachen EMZ
Für Flächen nach 1970 erworben gilt :
Buchwert ist der Anschaffungswert

d.h. ein 50er Boden wäre 2 €, bei einem Verkaufserlös bei 3 € müsste ein € versteuert werden, dazu käme Freibetrag bei Betriebsaufgabe bzw. Anlage nach 6bEstG

Wer noch einfache Steuerregelungen nicht versteht soll sich aus komplexen Vorgängen der Hofübergabe raushalten und brauch über die LSV erst gar nicht diskutieren.
Komatsu
 
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Beitragvon gerd gerdsen » Di Jul 17, 2007 7:49

Paranoia-Egbert ist wieder da ! Bin mir 100% sicher das Freischütz = Egbert ist .

Die 7,5 ha Land würde ich auch geschenkt nehmen, das Pachtland kannst du später noch immer abgeben, machst du einen Bewirtschaftungsvertrag mit einem LU oder nem größeren Ackerbaubetrieb, bloss nicht für diese Handtuch große Fläche irgendwelche Maschinen kaufen .
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Beitragvon Schweinchen » Di Jul 17, 2007 11:24

freischütz hat geschrieben:Damit hast Du Recht Automatix
da muß man jetzt ehrenrettung betreiben für die lsv - das war die idee des bauernverbandes


Nur man kann die LSV für ein Synonym des Deutschen Bauernverbandes hernehmen.

Schweinchen wird sich noch wundern, sollte er den Hof übernehmen. Ist vom DBV auch nicht gewollt. Bei denen wird nur nach Wachstum zum Groß- und industriellen Landwirtschaftsbetrieb geworben und getrommelt. Notfalls mit Druck auf den " kleinen " Betrieb.

Was soll denn das, der Landwirt verkauft z. B. seinen Betrieb, also sein hart erarbeites Eigentum zum Ende seines Arbeitsleben. Allerdings findet er keinen Landwirt, welcher ihm seinen Betrieb zu einem angemessenen Kaufpreis abnimmt. Was passiert, der Verkäufer, also der Landwirt, verkauft seinen Grund und dieser wird nicht mehr landw. genutzt, schon darf er 50 % des Verkaufserlöses in den Rachen des nimmersatten Staates werfen. Deutschland ade !


wenn du mit Sin und Verstand gelesen hättest, wüsstest du das es im Treckers Hof bzw seiner Großeltern und nicht um mich geht.
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