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Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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35 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon Steyrer8055 » Di Mär 24, 2026 7:28

Hallo!
Auf einem Kurs für lw. Handwerkzeug (Stiehle) berichtete der Vortragende, daß weitjährige Eschen besonders gut geeignet sind. Also Au-Eschen u. möglichst in der Verarbeitung mit stehenden Jahrringen. Von 10 Stiehlen im Geschäft ist vllt. einer dabei, der das hat. Der Inhaber sagt wir leben vom Verkauf, nicht vom ewig halten.
Mir sagte man schon vor 20 Jahren, der Platikstiehl ist die Zukunft.

mfg Steyrer8055
Zuletzt geändert von Falke am Di Mär 24, 2026 8:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Thementitel korrigiert
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Re: Holz für Werkzeugstiehle/Wagnerholz:

Beitragvon 240236 » Di Mär 24, 2026 7:40

Was möchtest du damit sagen?

Früher hatte der Wagner oder Stellmacher ein Restholz genommen und daraus einen Stiel gemacht. Heute macht das die Industrie und die verwenden nicht nur 30-40% des eingekauften Holzes um Stiele zu machen. Wenn ich mir die Stiele im Geschäft anschaue, dann würde ich mir wirklich nur 30% der Stiele kaufen.
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Re: Holz für Werkzeugstiehle/Wagnerholz:

Beitragvon Manfred » Di Mär 24, 2026 8:19

Was bedeutet weitjährig?
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Re: Holz für Werkzeugstiehle/Wagnerholz:

Beitragvon langholzbauer » Di Mär 24, 2026 8:25

Und deshalb schau ich mir die Stiele in den Geschäften bei jeder Gelegenheiten richtig an.
Wenn dann einer in meinen üblichrn Maßen astfrei und mit stehenden Jahresringen dabei ist, wird das mein Vorrat.
Vielleicht ist es nur noch Gewohnheit oder Einbildung.
Aber mir ist noch kein Kunststoff- oder Metallverbundstiel untergekommen, der so gut, wie ein Eschenstiel federt.
Für Axt, Spalthammer, Sappi und Kreuzhacke , mit denen man nicht nur gelegentlich einzelne Schläge ausführen will, kommt mir deshalb noch nichts anderes bei.
Ebenso bei Gabel- und Schaufelstielen für den Alltag.
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Re: Holz für Werkzeugstiehle/Wagnerholz:

Beitragvon AEgro » Di Mär 24, 2026 8:49

Mein Vater war von Hickory-Stielen für Axt und Spalthammer überzeugt und da gabs für ihn nichts anderes.
Ich selbst kauf als Ersatz für alle Handwerzeuge eigentlich aus Preisgründen nur Eschenstiele.
Die Geräte, von Schaufel, über Hacken, Äxte usw. werden ja wegen besserer Mechanisierung mit Frontlader, Bagger und Holzspalter nicht mehr so oft,
und vor allem nicht mehr so hart gebraucht.
Zum Hickory. Das ist ja eine Amerikanische Nussbaumart.
Wäre dann heimische Walnuss bei auch für Stiele geeignet ?
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Holz für Werkzeugstiehle/Wagnerholz:

Beitragvon barneyvienna » Di Mär 24, 2026 10:45

Manfred hat geschrieben:Was bedeutet weitjährig?

Bei manchen Holzarten nimmt die Festigkeit zu, je breiter die Jahresringe sind.
Ich nehme an , das ist mit " weitjährig" gemeint.
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Re: Holz für Werkzeugstiehle/Wagnerholz:

Beitragvon Manfred » Di Mär 24, 2026 13:12

barneyvienna hat geschrieben:Bei manchen Holzarten nimmt die Festigkeit zu, je breiter die Jahresringe sind.
Ich nehme an , das ist mit " weitjährig" gemeint.


Vielen Dank.
In der Fichtenwüste aufgewachsen, hatte ich abgespeichert, dass enge Jahrringe mit guter Holzqualität einhergehen.
Dass es bei manchen Hölzern umgekehrt ist, hatte ich nicht auf dem Schirm.
Dabei war mein Urgroßvater sogar Wagner. Der hätte das gewusst. Ist leider lange vor meiner Zeit verstorben.

"Die mechanisch-technologischen Eigenschaften sind um so günstiger, je breiter die Jahrringe sind, wobei der Einfluß der Jahrringbreite insbesondere im Bereich zwischen 0,5 und 1,5 mm stark ausgeprägt ist. Bei der Esche ist somit ebenso wie bei Eiche breitringiges Holz ein Kennzeichen für gute Qualitätseigenschaften in bezug auf Härte, Festigkeit und Zähigkeit. Entsprechend wird überall dort, wo diese Eigenschaften gefordert werden, bevorzugt Holz mit Jahrringbreiten von 1,5 bis 6,0 mm verarbeitet.

Eschenholz - früher ein sehr begehrtes Wagnerholz für die Herstellung von Radnaben, Feigen, Speichen, Deichseln und Leiterwagen - wird heute noch für die Herstellung von Schlittenkufen und anderen Biegeformteifen verwendet.
Die Abhängigkeit der Festigkeitswerte von der Jahrringbreite erklärt sich daraus, daß bei ringporigen Laubhölzern mit zunehmender Jahrringbreite der Spätholzanteil prozentual zunimmt. Mit steigendem Anteil an dichtem Spätholz erhöht sich die Rohdichte, die wiederum zu höheren Festigkeitswerten führt. Hieraus abgeleitet besitzt das auf feuchten Auwaldböden oder an Bach- und Flußufern schnell gewachsene, weitringige Holz der Wassereschen bessere Festigkeitseigenschaften als langsam gewachsenes, engringiges Holz, wie es für die Kalkeschen üblich ist. Besonders das an steinig trockenen Hängen gewachsene Eschenholz ist kurzfaserig spröde. Zu den forstlichen Maßnahmen, um weitring Wertholz zu erzeugen, gehen vor allem frühe, wiederholte starke Durchforstungen. "

https://www.fswood.com/deutsch/detail/e ... haften.htm
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Re: Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon frafra » Di Mär 24, 2026 13:27

bei der grobjährigeren esche geht es um elastizität nicht um härte !



hab einen sappelstiel aus weißdorn 8)
aber die meinsten können damit nimmer umgehen

einen stiel selber zu fertigen war bei mir vor fast 20 jahren noch im unterrichtsplan.
es gibt immer was zu tun , jabajaja........
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Re: Holz für Werkzeugstiehle/Wagnerholz:

Beitragvon 3607 » Di Mär 24, 2026 21:13

langholzbauer hat geschrieben: und mit stehenden Jahresringen dabei ist, wird das mein Vorrat.


Hallo Langholzbauer,

ich will ganz sicher gehen , dich richtig verstanden zu haben.
Mit stehenden Jahresringen meinst du:
sti.jpg
sti.jpg (22.43 KiB) 778-mal betrachtet


"A" oder "B" ?
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Re: Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon langholzbauer » Di Mär 24, 2026 21:50

A ohne Äste hält deutlich besser und mehr Beanspruchung länger aus.
Bei B kann schon ein Fehlschlag den Stiel brechen.

Holz bricht i.d.R. immer durch Abreisen von Fasern, wenn diese senkrecht zur Maserung (über)beansprucht werden.
Für gerade Hammerstiele kann man auch Kernholz verwenden.
Aber beim klassischen gefrästen Kuhfuß gibt es unabhängig von der Holzart nichts stabileres, als fehlerfrei nach Bild A gemasert.

Zurück zur Ausgangsfrage nach den Holzarten:
Im Wagenbau und auch bei technischen Anwendungen im frühen Maschinenbau wurde früher auch Ulme/Rüster, als sehr hart und langlebig vor Weiß/Hainbuche, als hart und Eiche, als wetterbeständig und gut federnd verwendet.
Die Rotbuche für Hammer - bis Schaufelstiele ist auch noch immer im Angebot, auch wenn sie von der Esche durch das günstige Rohholz wegen ETS zurück gedrängt wurde.
Daher stammt auch meine Aussage im anderen Faden, dass ein Stiel aus Buche nach wenigen Wochen im Wetter schon hinüber sein kann.
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Re: Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon Steyrer8055 » Mi Mär 25, 2026 7:35

Hallo!
So erzählte ein Holzer über Eschenfällungen in der Au, daß ein alter Wagner die leicht gebogenen Stämme (Krümmung) kaufte, was sie ins Scheitholz getan hätten. HG-Erzeugung gab es zu der Zeit noch nicht. Für Sappi, Axt-Stiehle das Beste, da weitjährig u. mit natürlicher Krümmung vorhanden ist. Er gab dem alten Säger auch an, wie er es zu sägen hat.
Am Tag des CH-Waldes konnte ich eine Produkte-Vorstellung besuchen. Da war ein Wagner der sogar noch Holzräder anfertigte. So sah man wie er gerade einen Eschen Sappi-Stiehl in der Arbeit hatte. Weder von der Qualität noch vom Preis her überzeugte er mich, stehende Jahrringe war ein Fremdwort. Ich behihlt meine Ansichten aber für mich.

mfg Steyrer8055
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Re: Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon langholzbauer » Mi Mär 25, 2026 9:23

Das mit der passend gewachsenen Biegung war auch besonders wichtig für das Kummet für junge schwere Rückepferde. :wink:
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Re: Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon Alla gut » Mi Mär 25, 2026 9:48

Wer sein Holzstielwerkzeug nicht draußen rumliegen lässt und sein Brennholz zügig aufarbeitet , der weiß auch nicht das Buche in der Natur nicht lange
überdauert .Woher soll er es auch wissen ?

Und der Förster hat heutzutage schon ein Fiskars Beil im Auto mit Kunststoffstiel .....
40 euro kostet so ein Beil , wenn stumpf dann fährt man mal mit der Flex mit Schwabbelscheibe drüber ......
Sollte der Stiel tatsächlich mal abgeschlagen werden ,schmeisst man es weg und kauft ein neues .....

Ich hätte noch genug so altes Stielwerkzeug mit Stielschaden in der Scheune rumliegen ,vielleicht vom Uropa noch ,so von 1911 oder so ......
Ja das könnte man stiften an das örtliche Heimatmuseum , aber die haben selbst auch genug von so altem Klumpp ......
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Re: Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon langholzbauer » Mi Mär 25, 2026 10:47

Im Gegensatz dazu habe ich in der Vergangenheit etliche Werkzeuge aus dem Sperrmüll gerettet und sauber neu eingestiel.
Da sind einige Beile dabei, die einer gleichgroßen Fiskars im Händling überlegen sind.
Das braucht nicht jeder verstehen!
Mir ist durchaus bewusst, dass heute kaum noch jemand länger, als ein paar Minuten am Stück händisch Holz hackt. Denn erst nach ca. 1h merkt man den Komfort eines wirklich guten Eschenstieles richtig in den Knochen . :wink:

Ich wiederhole mich...
Vor Jahren habe ich bei Aldi versuchsweise einen rund 3 Kg Spalthammer mit HickoryStiel gekauft und zum Bäume keilen und Weidezaunpfähle einschlagen für gut befunden.
Irgendwanne war auch der Stiel hinüber.- übrigens original in VRC falschrum aufgestielt-( die Wendenase nach vorn :lol: )

Seit da ein neuer Es- Stiel drin ist, arbeitet es sich noch besser damit.
Schwerere Schlägel brauche ich auch für 4 Fm- Fichten nicht zum Fällen.


Ich wollte Dir in dem anderen Thema nicht zu nahe treten.
Fals es doch geschehen ist, entschuldige ich mich gern!

Korregierter Schreibfehler.
Zuletzt geändert von langholzbauer am Do Mär 26, 2026 20:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Holz für Werkzeugstiele/Wagnerholz

Beitragvon GeDe » Mi Mär 25, 2026 11:48

Keine Ahnung wohin mein Beitrag verschwunden ist, daher nochmal.
Wir haben immer einen Eschendiel da, aus dem wir immer wieder Stiele für alles mögliche sägen/schneiden (auf dem Schneidesel).
Weil das Zeug hier wie Unkraut wächst, haben wir für Handgriffe auch schon Schwarzdorn genommen.
Was mich hier aber mehr interessieren würde als das Holz, wäre wo es so einen Kurs gibt und was dessen Inhalt ist.
Steyrer8055 hat geschrieben:Auf einem Kurs für lw. Handwerkzeug
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