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Investition bei Hofpacht

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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25 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon T5060 » Do Dez 14, 2017 11:26

Nach abgeschlossenem Betriebswirt/Meister/Techniker GbR oder KG, dann mit 60 kpl. abgeben oder verkaufen.
Wenn der Junior den Hof nicht führen kann oder will, dann nur nicht Landwirtschaft studieren lassen.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon heavyfarmer » Do Dez 14, 2017 11:40

Beim 2. bin ich voll Deiner Meinung. Nachher belästigt er noch als Kontrolleur andere Landwirte obwohl er selber es nie konnte oder spielt in anderen Bereichen den Dicken. :-D Mal schauen, ich meine bis jetzt hat er bessere Veranlagungen wie ich und mein Vater zusammen. :)
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon Rustico » Do Dez 14, 2017 12:38

Hallo zusammen!

Kurz meine Meinung zu dem Thema:
Zu wissen, was man will, ist ein großer Segen.

Der Betriebsinhaber steht in der Hauptverantwortung, weil er in letzter Instanz die Entscheidungsbefugnis hat.

A) Wenn der Vater (oder Betriebsinhaber), aus welchen Gründen auch immer, weiß und sich sicher ist, dass er dem Kind den Hof geben will, so ist eine Übergabe in der Regel ohne große Probleme machbar. Der Vater versorgt auch die weichenden Erben, damit da mal kein Familienstreit aufkommen wird. Der Idealfall.

B) Wenn der Vater (oder Betriebsinhaber), aus welchen Gründen auch immer, nicht weiß und unschlüssig ist, ob ein / welches Kind mal den Hof bekommen soll, dann sollte er das den Kindern auch so mitteilen.
Bei derartigen Zweifeln dann einfach mal einem Kind den Hof auf 9 Jahre zu verpachten, weil man Rente will und letztlich doch den Chef am Hof weiterhin spielen will, finde ich dem Kind gegenüber verantwortungslos. Vor allem, wenn das Kind alles links und rechts liegen lässt und sich voll und ganz auf den Hof einlässt, schlimmstenfalls als Pächter auch noch im Vollerwerb. (Im Nebenerwerb kann sich das ja in Grenzen halten, wenn man noch ein gesundes Haupt-Standbein hat.) Denn so macht man sich zu hundert Prozent abhängig und der Vater bzw. Betriebsinhaber hat einen immer in der Hand. Was ist, wenn man - von dem Hof geblendet - den Hof dann doch nicht bekommt. Solche Tragödien gibt es ja nicht selten. Das ist eine riesige Lebensenttäuschung.
Da gab's in der Region hier einen "Stadtbauer", wo das ähnlich lief. Letztlich bekam der Sohn, der jahrelang Pächter war, nur ein Drittel, wie seine beiden Schwestern. Der Hof wurde verkauft und der Sohn landete in der Psychiatrie.

Da ist es doch ehrlicher, wenn der Vater bzw. Betriebsinhaber bei Zweifeln, gleich an einen Dritten verpachtet. Dann bekommt er trotzdem die Rente und die Kinder können ihren Weg gehen. Und falls die Zweifel doch weg gehen, kann ein Kind ja immer noch den Hof übernehmen, aber man hat das eigene Kind nicht in Illusionen leben lassen.
Problem bei dem Weg ist aber, dass der Vater nach Verpachtung an einen Dritten kein Mitspracherecht mehr hat und er das Zepter nicht mehr in der Hand hält.

Es ist klar, es geht meist um ein ganzes Lebenswerk. Und ich will mit meinen Zeilen auch keineswegs sagen, dass jemand mit 65 Jahren sofort übergeben muss. Vielmehr geht es mir um einen ehrlichen, offenen Umgang miteinander, wo man weiß, woran man ist. Und das ist möglich! Vielmehr scheitert sowas an den beteiligten Holzköpfen.

Im Übrigen bedeutet eine Hofübergabe für den Übergeber nicht, dass er völlig draußen ist. Es kommt da schon drauf an, was im Vertrag genau drin steht und was sich der Übergeber alles an Rechten "rausnimmt".
Ein Kind will doch auch mal eine Familie aufbauen, oder? Dafür braucht das Kind Sicherheit und eine solide Basis. Kein Traumschloss.

Sollte es dennoch keine ganze Hofübergabe geben und es zu einer langen Verpachtung kommen, so halte ich es für sinnvoll, es mit einer Teilübergabe zu verbinden - Freibetrag für Kinder liegt aktuell bei 400.000 Euro alle 10 Jahre.
So wissen beide Seiten, dass es ihnen ernst ist. Das Kind geht auf alle Fälle nicht leer aus und der Vater braucht sich kein schlechtes Gewissen einreden lassen, er wolle auf dem Rücken des Kindes den Hof-Chef spielen.
Kenne da Familien, wo das gut geklappt hat.

Man darf nicht vergessen, was man erbt, muss man sich nicht erarbeiten. Und wo nix ist, kann man nix holen. Wo viel ist, dagegen schon.
Und so werden nicht selten schwere Geschosse aufgefahren. Da wird gehetzt und geschimpft... hauptsache man kann den "Konkurrenten" runtermachen.

Und da schließt sich der Kreis. Der Betriebsinhaber hat die Verantwortung. Er hat die Wahl, was aus seinem Lebenswerk wird. Familienstreit oder im harmonischen Einvernehmen.
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon heavyfarmer » Do Dez 14, 2017 13:01

Tolle genau treffende Worte!

Bei uns waren es auch noch Bank, Landvolk und Nachbarn welche uns dann gegeneinander versucht haben auszuspielen. Alles nur weil mein Vater und ich keine klare Linie hatten.
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon bauer hans » Do Dez 14, 2017 13:08

Rustico hat geschrieben:
Bei derartigen Zweifeln dann einfach mal einem Kind den Hof auf 9 Jahre zu verpachten, weil man Rente will und letztlich doch den Chef am Hof weiterhin spielen will, finde ich dem Kind gegenüber verantwortungslos.

das "kind" hatte aber den pachtvertrag unterschrieben und sich 13 jahre darauf eingelassen :klug:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon Family Guy » Do Dez 14, 2017 13:56

Rustico hat geschrieben:

Sollte es dennoch keine ganze Hofübergabe geben und es zu einer langen Verpachtung kommen, so halte ich es für sinnvoll, es mit einer Teilübergabe zu verbinden - Freibetrag für Kinder liegt aktuell bei 400.000 Euro alle 10 Jahre.


Schöne Betrachtung Rustico, eine Teilübergabe wäre aber steuerlich wie eine Entnahme zu sehen und würde Buchgewinne erzeugen, eventuell müsste ein Konstrukt mit Sonderbetriebsvermögen entwickelt werden? 400.000 sind schenkungssteuerfrei, aber der Buchgewinn muss selbstverständlich steuerlich berücksichtigt werden.
Zuletzt geändert von Family Guy am Do Dez 14, 2017 22:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon Tinyburli » Do Dez 14, 2017 15:51

Ja, Family Guy, meine Situation tut nichts zur Sache und kann auch nicht verallgemeinert werden.
Mein Vater hat jedenfalls vor ca.30 Jahren übergeben und natürlich ein Wohnrecht bei mir gehabt. Da er den Dissenz mit meiner Frau nicht aushielt, ist er ausgezogen. Als meine Mutter starb, ging er ins Altenheim. Dort hat er dann sehr zufrieden bis zu seinem Lebensende gelebt.
Ich hatte jedenfalls immer ein sehr gutes Verhältnis zu Ihm und wir gingen immer konform.

Aus eigener Erfahrung kann ich daher sagen, dass die Schwiegertöchter eher das Problem sein können.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon R16 » Do Dez 14, 2017 16:09

Rustico hat geschrieben:A) Wenn der Vater (oder Betriebsinhaber), aus welchen Gründen auch immer, weiß und sich sicher ist, dass er dem Kind den Hof geben will, so ist eine Übergabe in der Regel ohne große Probleme machbar. Der Vater versorgt auch die weichenden Erben, damit da mal kein Familienstreit aufkommen wird. Der Idealfall.


Genau so hat es mein Vater bzw. meine Eltern gemacht, und dafür bin ich ihnen auch ewig dankbar.
Jeder weiß, wenn´s ums Geld geht, hört sich die Verwandt- u. Freundschaft auf.

Tinyburli hat geschrieben:Aus eigener Erfahrung kann ich daher sagen, dass die Schwiegertöchter eher das Problem sein können.


Wenn Sie dem Sohn den "schneid" abkaufen, wie es bei uns in Bayern heißt, dann wird´s mit Sicherheit schwierig n8
„Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon Family Guy » Do Dez 14, 2017 22:01

Die Verpachtung an die eigenen Nachfolger scheint für viele Hofabgeber ein MIttel zu sein, das Ruder nicht loszulassen.
Immer wieder wird aus einer kurz angedachten Verpachtung ("du pachtest erstmal ein paar Jahre und dann geben wir ab") eine Verpachtung bis zum Sankt Nimmerleinstag, dabei muss man bedenken, dassman heutzutage mit seinen Eltern alt wird.

Je länger dieser interfamliäre Pachtvertrag läuft, umso bequemer wird es für den Abgeber, eventuelle Abfindungen werden weiter nach hinten verschoben, der Verlierer ist der Übernehmer, weil es immer unter der Direktive des Abgebers steht, bis hin zur Partnerwahl bzw Stellung des Partners auf dem Betrieb. Dann zeigt sich, wer ein Mann ist, oder eben auch ein Hampelmann, der alles macht, was Vati und Mutti so sagen.

Landwirtschaft ist mit einem riesigen Kapitaleinsatz verbunden, ohne Abgabe hat man nicht die Sicherheit, ob man den Betrieb überhaupt bekommt ( auch wenn der Pachtvertrag schon eine Art des Übergabeversprechens ist) und deswegen würde ich mich als Pächter nicht darauf einlassen, große Investitionen in den elterlichen Betrieb zu tätigen ohne die Gewissheit zu haben, den Betrieb auch zu bekommen.

Letztlich ist man jung und er Abgeber ist alt. Wenn die Abgabe immer wieder vom Abgeber rausgezögert wird, so sollte man einen Schlußstrich ziehen und in Frieden auseinander gehen und sein Glück woanders machen.
Alles ist besser als irgendwann gegen seine Eltern/ Geschwister irgendwann mal vor dem Gericht zu landen, weil beizeiten nie etwas vernünftig zuende gedacht wurde.

Das putzige an diesen Familiendramen ist ja auch immer wieder, dass die Abgabeverweigerer oftmals den Betrieb ohne große Diskussion im frühen Alter übernommen haben.
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Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon freddy55 » Do Dez 14, 2017 22:30

Verkauf auf Erbpacht wäre auch eine Option. Aber da kann der Alte halt auch nicht mehr reinreden.
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