Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 2:46

Investition bei Hofpacht

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
25 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
  • Mit Zitat antworten

Investition bei Hofpacht

Beitragvon sml » Mi Dez 13, 2017 14:07

Hallo, ich bräuchte mal eure Meinung/Rat.
Ich habe den Hof von meinem Vater gepachtet. Ursprünglich lief der Vertrag 9 Jahre wegen der Rente, mittlerweile pachte ich nun das 13te Jahr und bewirtschafte ihn nun seit 5 Jahren im vollerwerb.
Würde den Hof gerne übernehmen, aber er kann einfach nicht loslassen.

Bis jetzt habe ich meist nur in Dinge investiert die ich zur not auch wieder mitnehmen kann.
Nun bin ich aber an einem Punkt angelangt, wo ich Gebäude renovieren bzw. umbauen muss/will um weiter zukommen.

Wie sichert man sich hier nun am besten ab?
(Zb. wegen Beendigung der Pacht oder bei einer Hofübergabe mit weichenden Erben)

Vielleicht war ja jemand in einer ähnlichen Situation oder hat sonstige Erfahrungen mit so etwas??
sml
 
Beiträge: 352
Registriert: So Mär 17, 2013 20:52
Wohnort: By-Hessen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon bauer hans » Mi Dez 13, 2017 14:37

das steht doch im pachtvertrag.
wir schaffen uns :mrgreen:
bauer hans
 
Beiträge: 8059
Registriert: Mo Apr 27, 2015 7:57
Wohnort: OWL
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon 210ponys » Mi Dez 13, 2017 17:15

wenn er Dir den Hof nicht übergibt, würde ich keinen Cent in Gebäude oder etwas stecken wo du Du nicht mitnehmen kannst. Im Schlimmsten fall hast einen Haufen Kohle rein gesteckt und deine Geschwister bekommen genau soviel wie Du! Soll doch dein Vater die Modernisierung zahlen oder Loslassen!
210ponys
 
Beiträge: 7710
Registriert: Sa Dez 31, 2016 23:23
Wohnort: Bw
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon AP_70 » Mi Dez 13, 2017 19:54

210ponys hat geschrieben: hast einen Haufen Kohle rein gesteckt und deine Geschwister bekommen genau soviel wie Du!


Das kann noch schlimmer enden:
Durch Deine Investitionen steigt der Wert des Hofes.
Bei Übernahme und streitiger Auszahlung der weichenden Erben (Geschwister) wird der Hof inclusive DEINER Investitionen geschätzt und entsprechend der Pflichtteil festgelegt.

Gilt nur soweit diese Konstellation möglich ist. Von Geschwister wurde bisher nicht geschrieben.
Der Bayerische Wald - Das gelobte Land
Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein
Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg
Ich bremse nur zum Kotzen
AP_70
 
Beiträge: 769
Registriert: So Mai 27, 2007 11:08
Wohnort: Bayerwald
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon Fendt 308ci » Mi Dez 13, 2017 20:06

sml hat geschrieben:Hallo, ich bräuchte mal eure Meinung/Rat.
Ich habe den Hof von meinem Vater gepachtet. Ursprünglich lief der Vertrag 9 Jahre wegen der Rente, mittlerweile pachte ich nun das 13te Jahr und bewirtschafte ihn nun seit 5 Jahren im vollerwerb.
Würde den Hof gerne übernehmen, aber er kann einfach nicht loslassen.

Bis jetzt habe ich meist nur in Dinge investiert die ich zur not auch wieder mitnehmen kann.
Nun bin ich aber an einem Punkt angelangt, wo ich Gebäude renovieren bzw. umbauen muss/will um weiter zukommen.

Wie sichert man sich hier nun am besten ab?
(Zb. wegen Beendigung der Pacht oder bei einer Hofübergabe mit weichenden Erben)

Vielleicht war ja jemand in einer ähnlichen Situation oder hat sonstige Erfahrungen mit so etwas??


Schnellstens auf eine ordentliche Hofübergabe mit Abfindung der weichenden Erben drängen.
Der ganze Dreck mit Pacht usw. gehört verboten.
Je älter der Übergeber wird, je schwieriger verläuft das ganze.
Ich würde dem Vater sagen, dass ohne Hofübergabe keine Investitionen deinerseits möglich sind.
Da der Betrieb im Vollerwerb bewirtschaftet wird ist eine gewisse Sicherheit und Planbarkeit notwendig.

Viel Erfolg.
Fendt 308ci
 
Beiträge: 206
Registriert: Sa Feb 11, 2017 8:43
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon T5060 » Mi Dez 13, 2017 21:00

Fendt 308ci hat geschrieben:Ich würde dem Vater sagen, dass ohne Hofübergabe keine Investitionen deinerseits möglich sind.
Da der Betrieb im Vollerwerb bewirtschaftet wird ist eine gewisse Sicherheit und Planbarkeit notwendig.

Viel Erfolg.


Da sagt der Opa der Hof hat ihm und der Oma 50 Jahre lang genährt, das reicht euch auch :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 35364
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon heavyfarmer » Mi Dez 13, 2017 22:49

@t5060
*lach*

Am Ersteller:
Ja die jetzigen Kommentare treffen den Punkt. Ich habe das alles hinter mir, meine Schwester mit Vaddern wollte mich und meine Familie mit Anwalt vom Hof jagen usw...

Ich weiß nicht wie sehr Dir der Betrieb am Herz liegt. Wenn viel dann ist es auch gefährlich viel zu riskieren beim Druck ausüben.

Auf jeden Fall die Abfindung mit den Geschwistern unter Dach und Fach bringen, so dass sie keine Ansprüche mehr geltend machen können. Das bringt enorm viel und ist mMn der größte Fortschritt. Und da sollte man auch nicht trödeln sondern sofort. Dann macht das auf dem Hof gleich viel mehr Spaß und der Alte wird gerne sehen wenn Du die Gebäude erhältst. Bei mir war es wie gesagt genau so und ich habe auch kein Geld reinstecken wollen, so dass es irgendwann alles schlimmer wird mit der Beziehung zum Senior und die Arbeit wenn man nur Schrott sieht.

MMn erst ein bisschen defensiver zum Senior und wenn es sicher ist, dass Du Alleinerbe bist kannst Du immer noch überlegen wie Du weiter verfährst.
„Die Frage, [ob die Deutschen aussterben], das ist für mich eine, die ich an allerletzter Stelle stelle, weil dieses ist mir, also so wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht.“Renate Schmidt SPD ehemalige Familienministerin
Benutzeravatar
heavyfarmer
 
Beiträge: 647
Registriert: Sa Mär 08, 2008 19:06
Wohnort: Oldenburg
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon sml » Mi Dez 13, 2017 23:10

Mit dem zur Übergabe drängen erreicht man bei meinem Vater nix!
Der ist fast noch sturer wie ich.
Wenn man droht muss man auch immer damit rechnen das es nach hinten losgehen kann. Das heißt, ich müsste im schlimmsten Fall den Hof aufgeben und dazu bin ich nicht bereit!
Dafür habe ich einfach schon zuviel Zeit reingesteckt.

Ich habe noch zwei Schwestern, haben aber beide nichts mit Landwirtschaft am Hut und wohnen über 100km entfernt. Meine Eltern haben Gütertrennung.

Deshalb ja die Frage, wie kann ich mich mal abgesehen von der Übergabe absichern?
sml
 
Beiträge: 352
Registriert: So Mär 17, 2013 20:52
Wohnort: By-Hessen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon heavyfarmer » Mi Dez 13, 2017 23:17

Das mit den Schwestern kann sich aber auch ändern. Gut die sind weit weg aber trotzdem. Wenn Du und Dein Vater euch nicht einig werdet und ihr beide den Betrieb als Eigentum haben wollt kann das richtig knallen. Und wenn es richtig knallt können Geschwister komisch werden weil sie Deine Situation nicht verstehen können. Und gerade Schwestern sehe ich da als noch gefährlicher an da sie es oft nicht verstehen können warum man sich an die Gurgel geht wegen dem Betrieb und Du bist dann der Buhmann.
„Die Frage, [ob die Deutschen aussterben], das ist für mich eine, die ich an allerletzter Stelle stelle, weil dieses ist mir, also so wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht.“Renate Schmidt SPD ehemalige Familienministerin
Benutzeravatar
heavyfarmer
 
Beiträge: 647
Registriert: Sa Mär 08, 2008 19:06
Wohnort: Oldenburg
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon heavyfarmer » Mi Dez 13, 2017 23:26

Du müsstest wissen wie es mit der Höferolle aussieht - ich kenne das bei euch nicht.
Bei mir ist es so, dass mein Pachtvertrag jetzt fristlos weiter läuft (nach 10 Jahren). Ich kann immer noch runter geschmissen werden aber das wird schwieriger. Ich kann also relativ gefahrlos umbauen und renovieren.
Das einzige Problem wäre Grundbuch bei Kreditaufnahme. Da ich persönlich zufällig einer bin der schuldenfrei anstrebt habe ich Glück mit dem Problem. Ich weiß nicht wie es bei Dir ist und ob Dein Vater zustimmen würde beim Kredit wenn Du mal etwas größeres vor hast.
Man kann nicht pauschal sagen, dass man als Pächter nicht glücklich werden kann da man ja gerade als Sohn mehr Rechte hat wie ein normaler Pächter - zumindest bei mir.
„Die Frage, [ob die Deutschen aussterben], das ist für mich eine, die ich an allerletzter Stelle stelle, weil dieses ist mir, also so wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht.“Renate Schmidt SPD ehemalige Familienministerin
Benutzeravatar
heavyfarmer
 
Beiträge: 647
Registriert: Sa Mär 08, 2008 19:06
Wohnort: Oldenburg
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon moinertaler » Do Dez 14, 2017 4:47

sml hat geschrieben:.

Ich habe noch zwei Schwestern, haben aber beide nichts mit Landwirtschaft am Hut und wohnen über 100km entfernt. Meine Eltern haben Gütertrennung.


Ich habe nichts mit der Landwirtschaft am Hut, bin aber trotzdem selbständig und habe vor einigen Jahren übernommen.
Glaube mir, sobald da Geld ins Spiel kommt haben die Interesse an der Landwirtschaft. Und wenn es darum geht abzuschätzen was etwas Wert ist um es aufzuteilen, gehen die Meinungen sehr schnell und sehr weit auseinander.

Achja und der am Haus bleibt ist immer der Buhmann, der nichts richtig macht und nur böse ist. Aber das kann man aushalten.
moinertaler
 
Beiträge: 56
Registriert: Sa Feb 15, 2014 8:37
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon Tinyburli » Do Dez 14, 2017 5:16

Ja, ich würde auch nur verpachten wollen als Vater.
Wenn man übergibt hat man nichts mehr zu sagen.
Da verstehe ich den Vater sehr gut.
Mit freundlichen Grüssen
Tinyburli
 
Beiträge: 3661
Registriert: So Feb 24, 2013 16:14
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon 210ponys » Do Dez 14, 2017 9:10

bei uns gab es auch eine Frau so um die 80 Jahre die wollte auch nicht übergeben. Als Sie gesehen hat das ein Hof mit ca.25 ha zwangsversteigert wurde, weil alle der Erben gestritten haben wie sau. Bekam einer der Söhne kurze zeit später den Hof.
210ponys
 
Beiträge: 7710
Registriert: Sa Dez 31, 2016 23:23
Wohnort: Bw
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon Family Guy » Do Dez 14, 2017 10:44

Tinyburli hat geschrieben:Ja, ich würde auch nur verpachten wollen als Vater.
Wenn man übergibt hat man nichts mehr zu sagen.
Da verstehe ich den Vater sehr gut.

Tiny, wie sieht es denn bei dir aus , dein Vater müsste um die 90 sein und der hat auch noch nicht abgegeben?
Benutzeravatar
Family Guy
 
Beiträge: 1480
Registriert: Fr Nov 04, 2016 14:26
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Investition bei Hofpacht

Beitragvon heavyfarmer » Do Dez 14, 2017 11:04

Das ist aber auch eines der schwersten Themen welche wir haben. Hier hat man zumindest eine klare Ansage des Vaters worauf man sich einstellen kann. Also auch eine Art Planungssicherheit wenn auch nicht unbedingt positiv. :-D
Wischiwaschi ist immer schlecht aber pauschal einer Seite Recht zu geben ist auch nicht richtig.
Mein Plan: Der Nachkomme muss gewisse Dinge verstanden haben sonst bleibe ich stur. Da das auch wischiwaschi ist werde ich ein paar Bücher raussuchen welche er lesen muss und einen Test zu diesen Büchern bestehen bevor ich abgebe. Es sollte eine win-win Situation werden.

PS Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass der Nachkomme mit 16 schon alles verstanden hat. Dann muss er den Betrieb bekommen wenn ich 65 bin. Eine Werkstatt will ich behalten. :-D
„Die Frage, [ob die Deutschen aussterben], das ist für mich eine, die ich an allerletzter Stelle stelle, weil dieses ist mir, also so wie sie hier gestellt wird, verhältnismäßig wurscht.“Renate Schmidt SPD ehemalige Familienministerin
Benutzeravatar
heavyfarmer
 
Beiträge: 647
Registriert: Sa Mär 08, 2008 19:06
Wohnort: Oldenburg
Nach oben

Nächste

Antwort erstellen
25 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot]

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki