HB: der Fielmann hatte den ersten Hof als Abschreibung für seine Brillengewinne - genau so lange, wie man das noch durfte über irgendwelche Kanäle. Und ob er jetzt tatsächlich Gewinn macht, ist zumindest bei den Projekten mit den Alten Rassen und der Erhaltungszucht eher zweifelhaft - die macht keiner in dem Bereich, nicht mal GreenPeace, warum (und wie) sollte er das hinbekommen? Die Tiere / Rassen / Haltungsformen sind ja nicht vom Aussterben bedroht, weil sie so wirtschaftlich wären.
Und vertu Dich nicht mit den Hobbys der Leute: es gibt inzwischen wirklich genug, die sich einen Resthof, auch einen "Nebenerwerb" als Hobby leisten, _ohne_ dabei den finanziellen Hintergrund zu sehen. Dazu gehören zB die ganzen Kleinen und Kleinst-"Betriebe", die hier im Osten den Größen-Schnitt der Biobetriebe auf ein halbwegs erträgliches Niveau senken:
50 Vorwerkhühner im Freiland, Eier ab Hof, natürlich BIO.
Oder 10 Mutterkühe, Galloway, Highland, und selbstverständlich BIO.
20 Bio-Schafe und daneben 2 oder 3 Bio-Sauen, natürlich Wollis oder Sattelschweine.
Die kaufen allesamt Futter zu (für Kleinst-Betriebe gibts da ausreichend Ausnahmen) und verdienen da mit Sicherheit keinen müden Euro, im Gegenteil, die zahlen an Gebühren drauf, aber das rechnen sie entweder gar nicht ("Ein Hobby darf Geld kosten"), oder - was ich auch andauernd zu hören bekomme - "das wird noch ausgebaut, ist erst der Anfang, aber später rechnet es sich!". Auch schon öfter gehört: "Das wird meine Rentner-Beschäftigung". Wenn ich in Hamburg / Berlin / Woimmer aufhöre, dann ziehe ich ganz aufs Land, und mache "nur noch" meine kleine Landwirtschaft. Und das sind alles Leute, die "sich die Landwirtschaft leisten", wie andere Leute einen Urlaub, Golfen oder ein neues Auto. "Man" hat sowas, nebenbei, als Statussymbol.
