jetzt unter feuchten Verhältnissen wäre es sowieso nicht angezeigt irgendwas tief unterzuwürgen...mach so flach es sauber geht!
Wenn ich es richtig verstanden habe möchtest du ja gern eine Winterfurche. Da ist auch nix gegen einzuwenden.
Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 4:22
"schwabe" hat geschrieben:Wie glaubt ihr das das untergepflügte Weidelgras dem Nachfolgenden Mais dient bzgl. der Nährstoffnachlieferung / der Humusbildung ?
aus Nährstoffsicht:
Der Stickstoff wird schnell mineralisiert. Wir haben nach Weidelgras mit Klee im März teilweise bis zu 160kg Nmin, wie es sich mit Weidelgras in Reinsaat verhält, hängt vor allem von der Düngung und dem N-Vorrat nach der Ernte ab.
Würdest du das Weidelgras erst im Frühjahr umbrechen oder einarbeiten, könntest du erreichen, dass der organische Stickstoff erst ab Juli/August zum Großteil umgesetzt wird und würdest für einen Teil des Stickstoffs eine ähnliche Wirkung erreichen wie mit einem Ntrifikationshemmer bei mineralischer Düngung.
Für den Phosphor schaffst du mit einer Winterfurche ein schönes Depot auf Furchentiefe
Die angesprochene Humusbildung ist ohne Pflug in jedem Fall besser.
Oder schadet es vielleicht sogar dem Mais wenn dieses organische Material zu tief vergraben wird und das anschl. Wurzelwachstum des Maises durch die unterbrechung
der Bodenkapillare (durch diese Mulchschicht) gestört wird ?
Wenn sich die Mulchschicht über Winter mit Wasser vollsaugt, kann es sogar sein, dass sie dir in Trockensituationen noch etwas Wasser nachliefert.
Ist es aber eine dicke Schicht, die anaerob siliert und es z.B. zur Säurebildung kommt, gibt es mit Sicherheit Wachstumsdepressionen. Unsere ZFs wurden davor in der Regel geborgen. Ich konnte also, wie schon vorher gesagt, rein optisch nichts erkennen.
Wäre es eine Lösung wenn ich einfach FLACH pflüge (10cm) ?
Vorteile:
- bessere Verottung des org. Materials (da Sauerstoff zur Verottung vorhanden)
- keine Mulchschicht die das Wurzelwachstum des Maises neg. beeinflusst
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