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Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

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18 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon countryman » So Dez 06, 2015 18:29

jetzt unter feuchten Verhältnissen wäre es sowieso nicht angezeigt irgendwas tief unterzuwürgen...mach so flach es sauber geht!
Wenn ich es richtig verstanden habe möchtest du ja gern eine Winterfurche. Da ist auch nix gegen einzuwenden.
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countryman
 
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon MF 5465 » Di Dez 08, 2015 23:04

"schwabe" hat geschrieben:Wie glaubt ihr das das untergepflügte Weidelgras dem Nachfolgenden Mais dient bzgl. der Nährstoffnachlieferung / der Humusbildung ?

aus Nährstoffsicht:
Der Stickstoff wird schnell mineralisiert. Wir haben nach Weidelgras mit Klee im März teilweise bis zu 160kg Nmin, wie es sich mit Weidelgras in Reinsaat verhält, hängt vor allem von der Düngung und dem N-Vorrat nach der Ernte ab.
Würdest du das Weidelgras erst im Frühjahr umbrechen oder einarbeiten, könntest du erreichen, dass der organische Stickstoff erst ab Juli/August zum Großteil umgesetzt wird und würdest für einen Teil des Stickstoffs eine ähnliche Wirkung erreichen wie mit einem Ntrifikationshemmer bei mineralischer Düngung.
Für den Phosphor schaffst du mit einer Winterfurche ein schönes Depot auf Furchentiefe
Die angesprochene Humusbildung ist ohne Pflug in jedem Fall besser.


Oder schadet es vielleicht sogar dem Mais wenn dieses organische Material zu tief vergraben wird und das anschl. Wurzelwachstum des Maises durch die unterbrechung
der Bodenkapillare (durch diese Mulchschicht) gestört wird ?

Wenn sich die Mulchschicht über Winter mit Wasser vollsaugt, kann es sogar sein, dass sie dir in Trockensituationen noch etwas Wasser nachliefert.
Ist es aber eine dicke Schicht, die anaerob siliert und es z.B. zur Säurebildung kommt, gibt es mit Sicherheit Wachstumsdepressionen. Unsere ZFs wurden davor in der Regel geborgen. Ich konnte also, wie schon vorher gesagt, rein optisch nichts erkennen.


Wäre es eine Lösung wenn ich einfach FLACH pflüge (10cm) ?
Vorteile:
- bessere Verottung des org. Materials (da Sauerstoff zur Verottung vorhanden)
- keine Mulchschicht die das Wurzelwachstum des Maises neg. beeinflusst



Ich habe dieses Jahr auch auf 10cm geschält, um einen sauberen Tisch für eine Kleegrasansaat zu bekommen. Ich denke aber es kann auch eine gute Lösung für Dein Weidelgras sein. Die Vorteile hast du ja schon selber genannt.

:prost:
Sepp
Wenn mir Tetris eines gelehrt hat, dann, dass sich Probleme aufstapeln und Erfolge verschwinden.
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon "schwabe" » Mi Dez 09, 2015 14:38

Hallo MF5465

Hmm - interresante Antworten - Danke :roll:


Schade hab schon alles 15cm gepflügt - jetzt im Nachhinein würde ich in einem Acker einen Versuch starten - schade hab aber schon wie gesagt alles gepflügt !

Ich würde versuchen einen Schlag mit dreierlei Anbauvarianten zu vergleichen(je ein drittel) :

1. das stehende Weidelgras im Herbst ganz normal unterpflügen (ca. 20-25 cm tief)
2. das stehende Weidelgras im Herbst sehr flach einpflügen (10-15 cm tief)
3. das stehende Weidelgras im Frühjahr erst mulchen, dann mit der Kurzscheibenegge flach einarbeiten (also kein Pflügen)

natürlich den Schlag exakt gleich düngen und dann im Herst den Ertrag vergleichen ! Man das mach ich glaub nächstes Jahr mal :roll:

(Weidelgras ist zwar einjährig, aber ich hatte schon öfters einjähriges W-Gras dem man im nächsten Frühjahr so gut wie nichts ansah)
"Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand, denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon hat"
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