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Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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18 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon "schwabe" » So Nov 29, 2015 14:08

Hallo Zusammen

Ich hab dieses Jahr nach Tricitale-Gps noch Weodelgras eingesät (Anfang Juli).
Kamm natürlich ziemlich bescheiden bei der Trockenheit aber der jetzige Bestand ist ziemlich satt und dicht und ich frage mich ob es wirklich falsch ist diesen dichten Bestand
unterzupflügen.

Meiner Meinung nach ist das doch prima zur Humusbildung da ich auch eine zimliche Maislastige Fruchtfolge habe.
Dieser untergepflügte Grünteppich sollte doch auch eine gewisse Stickstofflieferung für´s nächste Jahr liefern, wenn ich dann wieder Mais anbaue.

Mein Berufschullehrer sagte aber das ist ackerbaulich ziemlich schlecht, da dieses Tote Material zu weit unten ist kein Sauertsoff rankommt und damit regelrecht einsiliert wird.
Auch könnte ich mit keiner Stickstoffnachlieferung des Grases rechnen.

Wie seht ihr das ? Meiner Meinung nach wird dieses einsilierte Material im nächsten Jahr durchaus etwas Stickstoff liefern :?
Wie ist eure Meinung dazu ? Dürfte jetzt keinen Grosen Unterschied zu manchen Zwischenfrucht-Mischungen sein , da verhält es sich ja ähnlich ????
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon Mad » So Nov 29, 2015 14:13

Wenn das Zeug vor Mais steht, würde ich da ganz anders vorgehen.

Freu dich lieber über die sehr gute Bodenbedeckung über Winter und die Stickstoffnachlieferung im Frühjahr.

Ich würde im Frühjahr Glyphosat drauf geben, dann Gülle und anschließend flach grubbern um Wasser zu sparen.

Alternativ: Gülle drauf und flach pflügen.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon MF4355 » So Nov 29, 2015 14:41

Wenn du die Möglickeit bekommst, dann lass es von einem Schäfer Abweiden. Entweder jetzt oder ab Anfang März. Ich habe Welsches als Winterweide, davon ist beim unterpflügen natürlich nicht mehr viel nach. Die Schafe lassen viele Nährstoffe auf der Fläche. Alternativ Mulchen, etwas warten, Grubber und dann Pflügen. Allerdings wirst du dafür wohl auf Frost warten müssen, im moment ist hier kein Acker befahrbar.
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon countryman » So Nov 29, 2015 15:19

Das Problem mit dem Vergraben ist nicht nur dass das Material "siliert" und daher seine Nährstoffe nicht freigibt. Das Bodenleben greift die schnell umsetzbare grüne Masse durchaus an, kommt aber wegen Sauerstoffmangel nicht weiter. Genau dieser Sauerstoffmangel zieht sich dann bis weit ins nächste Jahr und behindert auch stark das Wurzelwachstum der Folgekultur!
Tipps wie es besser geht hast du schon bekommen! Da Mais nachgebaut werden soll besteht ja keinerlei Grund zur Eile.
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon "schwabe" » So Nov 29, 2015 15:23

Wir haben leider keine Schäfer mehr bei uns in der Gegend !

Abspritzen gefällt mir zwar nicht wirklich - wäre aber sicherlich eine praktikable Lösung um anschl. Mais sähen zu können.
(Es würde auch sicherlich kaum mehr zusätzliches Unkraut im Frühjahr durchkommen, wenn das abgespritzte Gras den Boden komplett abdeckt.)

Wer hat sowas schonmal gemacht ? Bilder ?
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon Ferengi » So Nov 29, 2015 23:44

Kannst du es nicht im Mai sehr tief abmulchen, und dann das Maislegen im Streifenformat ausführen lassen?
Dann haste gleich die Untersaat für den Mais.
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon JuliaMünchen » Mo Nov 30, 2015 0:36

Ist es ein einjähriges Weidelgras? Ist es ein schwerer Boden welcher im Herbst gepflügt eine super Frostgare im Frühjahr hat? Sandboden? Hanglage? Erosionsgefahr?
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon Bodenseefarmer » Mo Nov 30, 2015 7:40

Bei Lehmböden hat dein Lehrer Recht, hast du aber leichte Böden und pflügst nur flach, ist das kein Problem. Du bist aber aus Oberschwaben, da hat es normalerweise genug Regen, mache doch im Frühjahr den ersten Schnitt und lege dann den Mais
Traktorfahren mit Bodenseeblick ist ein Genuss
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon "schwabe" » Di Dez 01, 2015 14:02

@ferengi
Im Mai abmulchen und dann den Mais legen ? Ja klar das geht, aber das Weidelgras geht ab wie Schmitt´s Katze im Mai wenns warm und feucht ist -- das wächst dem Maiskeimling fünfmal davon :? Aber ich weiß was du meinst - wenn ich die Streifen breit genug auffräse vor dem säen (30cm) dann könnte es gehen !
Aber nimmt dann nicht das Gras mir zuviel Nährstoffe weg ?

@JuliaMünchen
es ist ein einjähriges Weidelgras ! aber meine Erfahrung in den letzten Jahren sagt mir das dies bei einem nicht zu kalten Winter durchaus sehrgut wieder kommt im Frühjahr
kommt immer sehr auf den Winter drauf an ! (kalt , schneebedeckt, feucht ) ... ja ist ein schwerer Boden (toniger-lehm) dieser gibt eigentlich immer eine gute Frostgare im Frühjahr ! Keine Hanglage / Wenig Erosionsgefahr

@Bodenseefarmer

Im Frühjahr pflügen ? Ne nie wieder :( - hab ich jetzt schon zweimal gemacht und nun hab ich daraus gelernt :D


Was kostet so eine Streifensaat - Strip Till ? Lohnt sich das ?
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon MisterPiggy » Di Dez 01, 2015 14:08

Da stumpf mit Glyphos drüber halte ich nix von.
Würde möglichst kurz mulchen und dann pflügen.
Gruß
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon MF 5465 » Mi Dez 02, 2015 15:53

Hallo,
vergiss Ferengis Idee ganz schnell wieder. Der Sinn einer Untersaat besteht darin, im Bestand zu überdauern und nach der Ernte die überschüssigen Nährstoffe zu binden, aber nicht darin, von Anfang an mit dem Mais in Konkurrenz zu stehen.

Wir haben unser Weidelgras-Alexklee-gemenge auf lehmigem Ton immer im Herbst 20cm tief eingepflügt. Wachstumsstopps und Ertragsdepressionen konnte ich nicht feststellen.
Mir gefällt eine Winterfurche aber aufgrund der Schwarzbrache und den Verdichtungen im Frühjahr bei der Gülleausbringung nicht und so bleiben die diesjährigen ZFs über Winter. Vielleicht komme ich bei Frost 10cm mit dem Grubber und schmalen Scharen rein und kann dann Anfang April in Verbindung mit der Güllegabe per Breitverteiler auf 6cm mit dem Kreiselgrubber arbeiten.
Ich habe dieses Jahr beim Kleegrasumbruch die Erfahrung gemacht, dass damit die komplette Grasnarbe ausgeschaltet wird. In Verbindung mit der Gülle habe ich dann Saatbettbereitung, Gülleeinarbeitung und eine Unkrautbekämpfung in einem Arbeitsgang erledigt und einen sauberen Anschluss des später gelegten Korns an das Kapillarwasser gewährleistet. Außerdem habe ich eine Bodenbedeckung bis Anfang April. Ich bin also in etwa so "wassersparend" wie eine Winterfurche.
Die Einzelkorndrille muss dafür nur entsprechend mulchsaattauglich sein.

Mit einer Glyphosat -Behandlung habe ich in Gedanken auch gespielt. Nur habe ich Angst, dass mir das Gras im Frühjahr nicht verreckt.
Wem das Verfahren zu unsicher ist, kann aber Glyphosat im Vorauflauf einsetzen.

Ich bin gespannt wie es funktionieren wird.

:prost:
Sepp
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon marius » Fr Dez 04, 2015 22:02

Mad hat geschrieben:Wenn das Zeug vor Mais steht, würde ich da ganz anders vorgehen.

Freu dich lieber über die sehr gute Bodenbedeckung über Winter und die Stickstoffnachlieferung im Frühjahr.

Ich würde im Frühjahr Glyphosat drauf geben, dann Gülle und anschließend flach grubbern um Wasser zu sparen.

Alternativ: Gülle drauf und flach pflügen.


Bei Mais brauchst du kein Glyphos dafür. Mit zum Beispiel MaisTer / Gardobuc bringst du einjähriges Weidelgras raus. Da würde ich an die zulässige Höchstgrenze gehen 1,25 + 1,25.
Bei Pflugeinsatz sowieso nicht, da dürfte nicht viel Durchwuchs überleben wenn die Pflugeinstellung paßt.
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon MF 5465 » Fr Dez 04, 2015 22:43

Da hast du schon Recht....aber:
Bei vereinzeltem Durchwuchs von Weidelgras nach Winterfurche haben wir bisher bei der Herbizidauswahl auch darauf geachtet und scharfe SHS eingesetzt (u.A. MaiSter)
Das Gras war aber auch bei zeitiger Behandlung eine Konkurrenz. Man hat es an Aufhellungen und kleineren Pflanzen rings um die Büschel gesehen. Bei den Herbiziden möchte ich vollkommen auf SHS verzichten, da sie offensichtlich auch Mindererträge zur Folge haben. Außerdem bietet Mais hinsichtlich des Resistenzmanagements gute Präparate. Da finde ich müssen nicht auch noch SHS sein.

Zwischen Bearbeitung und Aussaat sind drei Wochen Zeit. Da wachsen auch andere Unkräuter, von daher könnte es trotzdem sinnvoll sein, um auf eine Bearbeitung unmittelbar vor der Saat verzichten zu können.

:prost:
Sepp
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon MF4355 » Sa Dez 05, 2015 1:20

Ich stimme dem anderen Ferguson zu. Grade am Vorgewende kommen immer Grasbüschel durch, die eigentlich keine wirtschaftliche durchfahrt erlauben, aber stören. Außerdem kann Weidelgras Aussamen. In einem von drei Jahren ist es hier zusätzlich den ganzen Mai und halben Juni zu kalt für Sulfonyl, das Risiko würde ich umgehen! Ich hatte dieses Jahr zumindest Stellenweise Welsches Weidelgras im Mais stehen und habe mich darüber geärgert. Das kommt in Zukunft nicht mehr vor.
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Re: Ist Weidelgras unterpflügen falsch ?

Beitragvon "schwabe" » So Dez 06, 2015 17:48

Hallo

Hmmm -- viele Antworten, einige sind auch hilfreich aber es wäre toll wenn man wieder etwas auf die Ursprungsfrage zurückkommen könnte:

Wie glaubt ihr das das untergepflügte Weidelgras dem Nachfolgenden Mais dient bzgl. der Nährstoffnachlieferung / der Humusbildung ?

Oder schadet es vielleicht sogar dem Mais wenn dieses organische Material zu tief vergraben wird und das anschl. Wurzelwachstum des Maises durch die unterbrechung
der Bodenkapillare (durch diese Mulchschicht) gestört wird ?

Wäre es eine Lösung wenn ich einfach FLACH pflüge (10cm) ?

Vorteile:
- bessere Verottung des org. Materials (da Sauerstoff zur Verottung vorhanden)
- keine Mulchschicht die das Wurzelwachstum des Maises neg. beeinflusst

???? Wie seht ihr das ???
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