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John Deere 6506 Reversierschaltung ohne Funktion

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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John Deere 6506 Reversierschaltung ohne Funktion

Beitragvon Wini » Mi Jan 23, 2008 19:16

Hallo John Deere-Spezialisten,

seit einiger Zeit habe ich Probleme mit der Reversierschaltung
des PowerQuad-Getriebes an unserem John Deere 6506.

Neulich stand ich doch tatsächlich im Hof und konnte den Schlepper
weder zum Vorwärts- noch zum Rückwärtsfahren bewegen.

Auch ein Wechsel der beiden Gruppenschalthebel A-B-C-D-E-F und
1-2-3-4 brachte keine Verbesserung.

Erst nach Power OFF/ON bewegte sich der Schlepper wie gewohnt.
Unglaublich, fast wollten wir schon zur Werkstatt abschleppen.

Was ist da los bei meinem John Deere?

Beim Bremsen leuchtet komischerweise immer die Getriebe-temperaturanzeige zusammen mit der STOP-Lampe auf. Der Austausch des zugehörigen Sensors ist bereits mehrfach erfolgt. Dies scheint auch eine Schwachstelle zu sein. Ob der Schaltfehler damit behoben ist, glaube ich jedoch nicht.

Welcher Hirsch-Spezialist kennt sich aus ?

Danke und Gruß
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Beitragvon Josch » Mi Jan 23, 2008 19:33

Ich hab grade nicht so viel Zeit, aber ich kümmere mich drum.

Was mich stutzig macht ist die Sache mit dem Bremsen und der Warnleuchte. Wenn ich davon ausgehe, daß du beim Bremsen die Kupplung trittst, dann drängt sich der Verdacht auf, daß ein Problem mit der Kupplungskühlung besteht. Immer wenn die Lammellen getrennt werden, öffnet ein Ventil um die Lamellen zu spülen. Hier könnte ein Ansatzpunkt sein. Muß jetzt leider weg .... sorry mach mir morgen mal Gedanken....
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Beitragvon Josch » Do Jan 24, 2008 10:58

Bevor wir ganz tief ans Eingemachte gehen folgendes abklären:

Also, bitte schau noch einmal auf die Rechnung des Sensortausches. Es muß unbedingt der neuere Druckschalter mit Nummer RE212880 eingebaut worden sein. Ansonsten gibt es immer wieder Probleme.

Hintergrund: Die Aufgabe des Schalters ist das Verhindern der Fahrt, wenn der Öldruck zu gering ist. Serienschalter waren so ausgelegt, daß dieses schon bei einem Druck von ca. 9,5 bar passiert. Da aber bei ungünstigen Bedingungen (Filter alt, Öl heiß, Drehzahl gering, altersbedingte Leckagen) der Druck auch mal kurzzeitig darunter liegen kann, hat man hier nachträglich einen Druckschalter mit größerer Toleranz eingebaut.

Bitte prüfe auch, daß der der richtige Druckschalter gewechselt wurde (siehe Abbildung Nr.25) - also der unter dem Getriebe und nicht den, der vorne im Filteradapter eingeschraubt wird. Das könnte leicht verwechselt werden...

Wenn dich dieser Hinweis nicht weiterbringt, dann melde dich mit Traktorseriennummer noch einmal bei mir.

Gruß, Josch
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Druckschalter.jpg
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Beitragvon Wini » Mo Jan 28, 2008 12:11

Hallo Josch,

vielen Dank für den kompetenten Tip und die genaue Beschreibung.

Muß zum Tausch des Sensors eigentlich das Getreibeöl abgelassen werden ?

Werde das mit unserer Werkstatt besprechen.
Habe dort letzte Woche bereits angerufen.
Der Meister wollt erst die Verfügbarkeit des Teiles klären, da nicht alles auf Lager liegt.
Ein Besuch war für diese Woche geplant.

Ich werde ihn nochmals auf die genaue Nummer des Sensors hinweisen, da der Fehler bereits mehrmals aufgetreten ist und der Sensor bereits mehrfach getauscht worden ist.

Gruß

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Beitragvon Wini » Mo Jan 28, 2008 12:32

Hallo Josch,

leider sieht die Sache nicht so gut aus.

Beim Messen des Öldruckes hat der Meister festgestellt, daß
nur in Stufe 4 der Öldruck abfällt.
Gemessen worden sind 7 bar, 12 bar wären normal.

Er vermutet eine Leckage und will nochmals mit Spezialisten einer weiteren Werkstatt reden.

Was hälst Du davon ?

Schade, dabei habe wir das Power-Quad-Getriebe erst vor 2 Jahren tauschen lassen.

Gruß

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Beitragvon Josch » Mo Jan 28, 2008 14:36

Sehr ungewöhnlich, daß ausgerechnet ein Schaden am unauffälligsten Getriebe vorkommt.

Wenn der Druck tatsächlich nur nach dem Schalten in den vierten Gang abfällt, kommen folgende Dinge in Frage.

1. Verschleiß am Ventilschieber im Schaltventilgehäuse (von außen zugänglich), Reparaturaufwand schwer zu schätzen, weil wahrscheinlich das Alugehäuse getauscht werden muß. Zeitmäßig würde ich 2-3 Stunden sagen.

2. Trennplatte unter dem Ventilgehäuse, hier kann die obere oder untere Dichtung defekt oder falsch montiert sein (von außen zugänglich). Hier muß streng nach Traktorseriennummer, bei. dir aber nach Getriebeseriennummer bestellt werden. Grund, es gab eine Änderung am Gehäuse, bei der nur eine bestimmte Dichtung verwendet werden darf. Man muß extrem sauber arbeiten und benötigt daher ca. 3 Std.

3. Kolbenring im Planeten-Bremsgehäuse (innerhalb des Getriebes), was der teuerste Schaden wäre. Ich schätze mal locker 8 Werkstattstunden.

Die Kupplung für den vierten Gang nennt sich übrigens C4 und es handelt sich um den direkten Durchtrieb. Von vorne her gesehen handelt es sich um den Kolben mit kleinem Durchmesser, gleich hinter dem ersten Lamellenpaket - siehe Bild C4-Zusammenbau. Nähere Info bei Bedarf...


Meine Zeitangaben hier sind kein Richtwert, sondern eine grobe Schätzung. Man weiß ja nie was man sonst noch alles findet und gleich vorsorglich mitmacht.
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C4-Kupplung.jpg
C4-Kupplung.jpg (11.88 KiB) 4345-mal betrachtet
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Beitragvon Wini » Mo Jan 28, 2008 19:23

Hallo Josch,

vielen Dank für Deine wichtigen Hinweise.
In der Werkstatt hat man sich hierzu nicht so gut ausgekannt.
Die Identifikationsnummer des Schleppers lautet: L06506V198164
und das ursprüngliche, bereits getauschte PowerQuad: ROTE061116329.
Es handelt sich um die neuere Version des Powerquad mit Reversierschalter neben dem Schalter für die 4 Stufen.

Ich habe zur weiteren Klärung noch folgende Fragen an Dich:

1. Da der Sensor im Laufe der Jahre nun schon 3 mal getauscht worden ist, habe ich mal die Rechnungen herausgekramt. Auf einer habe ich mir vermerkt, daß der Meister den Sensor oberhalb des Hydraulikfilters getauscht hat. Dazu war ein spezieller Nuß/Gabelschlüssel notwendig.

Du sprichst aber eindeutig vom Sensor unten am Getriebe.
Kann man diese beiden tatsächlich verwechseln ?
Und was wären die Folgen ?
Kann ich als Laie diesen Sensor unten am Getriebe ohne Ölablassen herausschrauben und die richtige Type (RE212880) prüfen ?
Gibt es hierzu eine Arbeitsanweisung mit Detailbild für die Werkstatt ?

2. Wie bekommt man die Getriebeseriennummer bei einem bereits getauschten Getriebe heraus ? Auf der Rechnung war da nichts zu lesen. Ich frage wegen der zu verwendeten Dichtung im Fall 2.

3. Was passiert eigentlich, wenn ich den Schaden ignoriere und auf den verbleibenden 3 Stufen weiterfahre ?

Danke für Tips und Gruß

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Beitragvon Josch » Mo Jan 28, 2008 20:19

Ich muß erst noch einmal selbst schauen, wie man am besten die Seriennummer des PowrQuad-Moduls herausbekommt. Es ist wichtig, weil die Dichtungen sich total zum verwechseln ähnlich sehen. Ich informiere dich demnächst. Falls deine Werkstatt hier die Dichtungen wegen der Befürchtung einer Leckage wechseln will, bekommen sie über das Bestellsystem auf jeden Fall den richtigen Hinweis. Sicherheitshalber immer die alte Dichtung auf die Neue drauf legen und vergleichen.

Zum Druckschalter (Sensor): Der, den deine Werkstatt gewechselt hat ist für die Drucküberwachung des Getriebesystemdrucks. Über den wird die Kontrollleuchte aktiviert, wenn der Druck zu niedrig ist und es gibt in der Steuereinheit einen speziellen Fehlercode dafür. Dieser Druckschalter ist aber nicht für die Sicherheitsschaltung zuständig, mit der bei zu geringem Druck das Fahren unterbunden wird. Dieser andere Druckschalter befindet sich nämlich wie oben in der Zeichnung gezeigt, unter dem Getriebe. Wenn dieser einen Fehler erzeugt gibt es übrigens auch einen gespeicherten Code in der Steuereinheit.

Zu deiner Frage, ob du das erkennen kannst wenn der ausgebaut ist muß ich vorerst passen. Ich muß mir einen besorgen, um zu sehen ob da eine Nummer aufgestempelt ist. Austauschen kann man den ohne das Öl abzulassen.

Wenn der Druck nach dem Schalten in C4 tatsächlich auf 7,5 bar abfällt obwohl die Motordrehzahl bei ca. 2000 1/min ist, dann mußt du mit Hitzeschäden bei schweren Arbeiten in diesem Gang rechnen. Die Lamellen werden "verbrennen" und sich wölben. Das kann so weit gehen, bis sie dauerhaft die Lamellenkupplung sperren und dann wirds teuer. Es wird aber vorerst keine Auswirkungen auf andere Gänge haben.

Wenn du mir allerdings sagst, daß der Druck auf 7,5 bar sinkt wenn das Öl heiß ist und die Drehzahl gering, dann mach dir keine Gedanken. Dieser Druck reicht in dieser Situation allemal für genügend Kraftschluß in der Kupplung.
Eines ist aber sicher - wenn der alte Druckschalter drinnen ist, dann sind die 7,5 bar hart an der Grenze zum Aktivieren des Schalters. Will sagen, 50:50, daß der Traktor in C4 fährt oder nicht.
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Beitragvon Josch » Di Jan 29, 2008 10:52

Hier die offenen Fragen... Ich kann dir keine tiefgreifenden Diagnosen erstellen ohne weitere Prüfergebnisse direkt von der Maschine zu haben.
Alle nötigen Reparaturinformationen sind in den Handbüchern abgedeckt und ich bin überzeugt, daß jede geschulte JD-Werkstatt(Meister) den Fehler eingrenzen und beheben kann.

Der Dichtungssatz mit Platte (falls das benötigt wird): R57465

Der Freigabedruckschalter (die Nummer ist auf den Schalter aufgedruckt): RE212880

Beim Auslesen der Steuereinheit sollte bei Fehler am Druckschalter mindestens der Fehlercode RCU027 auftauchen.

In der Abbildung unten:
L = B1 (Gang1) Öldruck-Prüfanschluß
K = B2......"........."............"
R = B3......"........."............"
T = C4 (Gang4)..."............"
S = Freigabedruckschalter RE212880

Die Getriebeseriennummer befindet sich in Fahrtrichtung links-vorne-mittig, sie ist aber schwer zu finden weil der Hauptrahmen davor ist und wahrscheinlich überlackiert.
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PowrQuad_Layout.jpg
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Beitragvon Wini » Di Jan 29, 2008 12:42

Hallo Josch,

vielen Dank für die genaue Beschreibung zum Druckschalter für die Sicherheitschaltung.
Ich habe verstanden, daß dieser Druckschalter bei zu geringem Druck das Fahren unterbindet und sich unten am Getriebe befindet.
Ich werde mal mit dem Werkstattmeister sprechen, ob dieser schon mal getauscht worden ist. Vielleicht sieht man das auch an der ev. fehlenden Lackierung.

Wie ist das eigentlich, könnte man im Notfall diesen Freigabedruckschalter überbrücken oder Kabel abziehen, um zumindest von der Straße oder vom Acker zu kommen ?

Die Warnmeldung über zu geringem Öldruck in der 4. Stufe erscheint übrigens auf bei kaltem Öl beim Gaswegnehmen.

Gruß

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Beitragvon Josch » Di Jan 29, 2008 13:09

Man könnte dem Traktor vorgaukeln, daß alles in Ordnung ist, wenn man den Stecker abzieht und die Kontakte des Steckers überbrückt. Beim Freigabedruckschalter handelt es sich um einen sogenannten "Öffner".

Wie schon erwähnt, Druckabfall nach dem Schalten in 4, bedeutet eine Leckage die bald beseitigt werden sollte. Diesbezügliche Ansatzpunkte hatte ich weiter oben schon gepostet.

Gruß
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Beitragvon Wini » Mi Jan 30, 2008 11:13

Hallo Josch,

vielen Dank für die Hinweise.

Da werde ich wohl doch erneut die Werkstatt aufsuchen müssen.
Das geht dann echt ins Geld mit John Deere, wenn alle zwei Jahre nach wenigen hundert Stunden das Getriebe im Eimer ist.

Gruß Wini
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Beitragvon Josch » Mi Jan 30, 2008 15:07

Wini, es ist absolut nicht normal, daß sowas passiert. Zumindest nicht nach so kurzer Laufzeit und bei ein und dem selben Traktor. Dein Getriebe ist eigentlich sehr zuverlässig.

Ich bin schon die ganze Zeit am nachdenken, ob es sich hier um einen Folgeschaden handeln kann. Dazu müßte ich aber wissen wie die Maschine eingesetzt wird. Ich meine bevorzugte Arbeiten bei welchen Lasten und so weiter.
Hattest du denn schon einmal ein Temperaturproblem? Fährst du viel bergab mit Motorbremse? Welches Öl hast du im Getriebe? Hat dein Händler mal alle Fehlercodes ausgelesen und was kam dabei raus? Solche Dinge wären interessant. Hattest du nicht einmal ein Blockierproblem? Ist das noch einmal aufgetreten oder hat sich das erledigt?

Ja ich weiß, viele Fragen... brauchst auch nichts zu sagen, aber die Sache ist so komplex, da braucht man von der Ferne aus vor dem PC sitzend erst garnicht anfangen.
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Beitragvon Wini » So Feb 03, 2008 18:17

Hellau Josch,

vielen Dank für die untere Getriebeansicht. (Freigabeschalter befindet sich übrigens an Pos. A, nicht B.) Sieht aus wie ein Suchbild in der Zeitung :-)
An Pos A ist ein U-förmiges Schutzblech mit zwei Schrauben montiert, vermutlich um ein Abreißen des Kabels zu verhindern. Der Sensor trägt noch die Originallackierung und die Nummer RE46534 und wurde anscheinend noch nie getauscht. Schlepper springt nicht mehr an nach Abziehen der Kabel. So legt man also eine John Deere lahm.

Hier nochmals zur Vorgeschichte und den Schleppereinsätzen:

Das Getriebe wurde erst vor zwei Jahren, aufgrund von Wasser im Öl getauscht. (Angeblich Kondenswasserschaden) Ich vermute Wassereintritt über oberseitige Anschlüsse.
Damals hatten sich die geklebten Lamellenbeläge im Power-Quad-Getriebe gelöst. Das gesamte Hydrauliksystem musste demontiert und peinlichst gesäubert werden, da die Belagsreste
im ganzen System zu finden waren.
Im letzten Winter hatte ich dann bei -20° mit einem plötzlich blockierendem linkem Hinterrad zu tun. Habe nichts unternommen. Dieses Problem ist seither nicht wieder aufgetreten.

Seit dem Herbst fällt mir auf, dass bei Pflugarbeiten am Vorgewende kurzzeitig die Öltemperatur-warnleuchte angeht und die Reversierschaltung gelegentlich nicht sofort anspricht. Da die Warnlampenanzeige bisher immer auf den fehlerhaften Getriebsystemdruckschalter selbst zurückzuführen war, den die Werkstatt schon mehrfach getauscht hat, habe ich eben bis in den ruhigen Winter gewartet, um die Werkstatt aufzusuchen.

Der Schlepper wird auf unserem kleinen 35ha-Betrieb zum Pflügen, vor der Kreiselegge und zum kombinierten Säen mit einer 3m-Maschine eingesetzt. Die 4. Stufe setzte ich so gut wie nie ein !
Einzig auf der Straße bei Transportarbeiten zum Lagerhaus. Da sind natürlich auch eine Hügel dabei, aber heiß geworden ist das Öl noch nie. Habe erst vor wenigen Wochen aus Angst vor dem Wasserproblem das Öl selbst gewechselt und Original JD-Getriebe/Hydrauliköl von der Werkstatt bezogen. Das gewechselte Öl hatte eine dunkle Farbe, ohne Wasseranteile und der gereinigte Feinfilter war so gut wie sauber. Beide Filter werden von mir sowieso jährlich gewechselt.
Bei etwa 300 Betriebsstunden ist der Schlepper eigentlich weit unterfordert.

Wie bereits gesagt, im Leerlauf hat die Werkstatt in der 4.Stufe nun nur 7,5 bar gemessen.
Und die Warnleuchte geht nur beim Wegnehmen des Gaspedals an.
Mein alter Herr sagte ganz cool; „Dann fahren wir eben nur noch in den Stufen 1-2-3“.
Ob Fehlercodes ausgelesen wurden, kann ich nicht sagen. Werde nochmals nachfragen.

Besteht die Hoffnung, dass durch den Tausch des Freigabedruckschalters RE46534 gegen RE212880 eine Verbesserung der Reversierschaltfunktion eintritt ?

Vielleicht hast Du sogar recht mit dem Folgeschaden und die Brösel der Lamellenkupplung verstopfen noch irgendwas ? Für mir sieht so aus als hätte es was mit dem Abbremsen zu tun.
Durch was wird der Druck eigentlich aufgebaut ?

Gruß

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Beitragvon Josch » So Feb 03, 2008 19:15

ACHTUNG: Am 04.02. nochmal editiert.

Du hast den Anlaßsicherheitsschalter gefunden, nicht den Freigabeschalter. Der neue Freigabedruckschalter würde in den meißten Situationen dein Problem kompensieren. 7,5 bar sind eigentlich genug für warmes Öl im Leerlauf. Leider schaltet der alte Freigabedruckschalter bei diesem Druck schon und unterbricht die Druckölzufuhr. Meine Meinung, eine gute Werkstatt löst dein Problem. Es gibt 1A Diagnosemöglichkeiten und wer die JD-Reparaturanleitungen benutzt, wird schnelll zu einem eindeutigen Ergebnis kommen.

Kauf dir doch einfach den Schalter und bau ihn selbst ein. So viel kann er ja nicht kosten.

Ich mach dir hier noch eine andere Kopie rein und die Originalbeschreibung zum Verstehen der Funktionsweise.

Das Ventil-Gehäuse unter dem PowrQuad-Modul
enthält die folgenden Bauteile:
· Freigabe-Magnetventil
· Freigabedruckschalter
· Magnetventil für Vorwärtsfahrt
· Magnetventil für Rückwärtsfahrt
· Fahrtrichtungsventil (hydraulisch betätigt)
· Anlaß-Sicherheitsschalter
Die Magnetventile werden durch das elektronische
Steuergerät (RCU) und die Relais geschaltet.
Vom Fahrtrichtungshebel geben die Schalter für
Vorwärts- bzw. Rückwärtsfahrt und der Nicht-Neutral-
Schalter Signale an das Steuergerät. Das Steuergerät
kontrolliert diese Signale (und noch andere Signale,
z.B. vom Parksperrenschalter) und steuert die
betreffenden Relais, die wiederum die Magnetventile
schalten.
Der Freigabedruckschalter (C) kontrolliert, ob Drucköl
durch das Freigabe-Magnetventil (E) fließt. Das
entsprechende Signal wird an das Steuergerät
weitergegeben.
Wird der Fahrtrichtungshebel von Neutralstellung in die
Stellung für Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt bewegt, so
fließt Öl durch das Freigabe-Magnetventil (E) zu den
Magnetventilen für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt.
Befindet sich der Fahrtrichtungshebel in der Stellung
für Vorwärtsfahrt, so fließt Öl durch das geöffnete
Magnetventil für Vorwärtsfahrt (D) zum
Fahrtrichtungsventil (F). Dieses Ventil ändert seine
Stellung und läßt unter Druck, Öl zur Lamellenkupplung
des PowrQuad-Moduls fließen. Der Traktor fährt
vorwärts. Wird der Fahrtrichtungshebel in
Neutralstellung geschaltet, so schließt das
Magnetventil für Vorwärtsfahrt und unterbricht den
Ölfluß.
Befindet sich der Fahrtrichtungshebel in der Stellung
für Rückwärtsfahrt, so fließt Öl durch das geöffnete
Magnetventil für Rückwärtsfahrt (B) zum
Fahrtrichtungsventil (F). Dieses Ventil ändert seine
Stellung und läßt unter Druck Öl zur Scheibenbremse
des PowrQuad-Moduls fließen. Der Traktor fährt
rückwärts.
Stellt die das Steuergera¨ t einen Fehler fest, so schließt
das Freigabe-Magnetventil. Es kann kein O¨ l mehr
durch das Fahrtrichtungsventil zur Lamellenkupplung
bzw. Lamellenbremse fließen.
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Ventilgehäuse.jpeg
Ventilgehäuse.jpeg (24.91 KiB) 3967-mal betrachtet
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