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John Deere Hydrauliksystem - offen oder geschlossen?

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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35 Beiträge • Seite 1 von 3 • 1, 2, 3
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John Deere Hydrauliksystem - offen oder geschlossen?

Beitragvon Mick » Mo Jul 23, 2007 21:13

Hallo,

Haben die JD 6010 bzw. 6020 ein offenes oder ein geschlossenes Hydrauliksystem?
Ich werd aus dem Internet nicht schlau...

Ich brauche die Info für unseren neuen gebrauchten Kartoffelroder (Wühlmaus), da muss man am Steuerkasten zwischen open centre und closed centre wählen.

Kann da wer helfen?

Beste Grüße
Mick
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Beitragvon JonnyD2250 » Mo Jul 23, 2007 21:16

Ruf doch morgen früh bei irgendner JD-Werkstatt an, dann weißtes gleich, ohne dass hier irgendeine Endlosdiskusion beginnt unds nachher doch niemand so richtig weiß...
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Beitragvon Mick » Mo Jul 23, 2007 21:34

:D Dachte das weiß hier auch jemand und kanns mir gleich erklären.

Mit Werkstätten is da immer so eine Sache, wenn man ins Detail gehen will und bei irgendsoeinem Oberschlauen landet kannst die Auskunft gleich vergessen.

Am besten immer einen Techniker in der Zentrale fragen.

Gruß
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Beitragvon JonnyD2250 » Mo Jul 23, 2007 21:40

Ja, ich kenn das Problem...

Meist sind in den Werkstätten nur 1-2 Leute zu gebrauchen. Die muss man sich warmhalten...

Das Problem ist nur folgendes: Die Grüne Front (also die JD-Experten) ist hier im Forum dünn gesäht. Ich schätze mal, es gibt hier maximal 4-5 Leute, die dir auf deine Frage eine vernünftige Antwort geben können.

Josch könnte dir bestimmtgleich die richtige Antwort geben, aber irgendwie ist der im Moment verschollen...

Von daher, wenns schnell gehen soll, Werkstatt anrufen.
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Beitragvon Honk81 » Mo Jul 23, 2007 22:42

ich würd auch sagen Josch und Pacini sind doch hier die grünen (das soll mal nich politisch gemeint sein)

aahäm, räusper...wo is da überhaupt der unterschied ?
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Beitragvon JonnyD2250 » Mo Jul 23, 2007 23:18

Hier ist mal kurz der Unterschied:

Beim offenen Hydrauliksystem (weit verbreitet) erfolgt ein Druckaufbau nur, wenn Arbeit zu verrichten ist, d.h. wenn ein Verbraucher mit Drucköl zu versorgen ist. Ansonsten fließt der gesamte, von der Pumpe (meist einer Konstantpumpe) geförderte Ölstrom über das Wegeventil (Steuerventil) nahezu drucklos in den Ölbehälter zurück. Wenn ein Arbeitszylinder angesteuert wird, so setzt er sich erst mit einer gewissen Verzögerung in Bewegung, da der Druck ja erst aufgebaut werden muss.




Beim geschlossenen Hydrauliksystem (Konstant-Drucksystem) ist die Druckseite der Pumpe (Verstellpumpe mit integriertem Druckbegrenzungsventil) über das Wegeventil ständig geschlossen, d.h. im Hydraulikkreislauf herrscht ein konstanter Druck, auch wenn kein Verbraucher mit Drucköl zu versorgen ist. Die Pumpe schaltet bei Erreichen des Systemdrucks automatisch auf Nullförderung. In diesem Betriebszustand wird aus dem Ölbehälter lediglich die zur Deckung der Leckverluste (z.B.an Ventilen) und die zu Kühlung benötigte Ölmenge angesaugt. Schaltet man einen oder mehrere Druckölverbraucher ein, beginnen sie unverzüglich zu arbeiten.

Soweit ich weiß, wird bei John Deere ein geschlossenes System verwendet (mit einer -teuren-Kolbenpumpe anstatt einer Zahnradpumpe, wie sie die meisten Hersteller verbauen). John Deere hat das System als "spritsparend" und "Motorleistungs-steigernd" beworben (zumindest ist das in den Prospekten der 50er-Serie zu lesen), da ja quasi nur Öl gefördert werden muss, wenn Drucköl benötigt wird, während eine Zahnradpumpe (offenes System) immer Öl fördert.


Ich hoffe, ich habs einigermaßen verständlich und richtig ausgedrückt...
Dateianhänge
John-Deere-Kolbenpumpe.gif
6-Kolben-Pumpe der 50er Serie
(36.07 KiB) 74-mal heruntergeladen
Zahnrad-Pumpe.jpg
Zahnradpumpe von Fiat,Deutz u.a.
Zahnrad-Pumpe.jpg (2.14 KiB) 15002-mal betrachtet
Zuletzt geändert von JonnyD2250 am Mo Jul 23, 2007 23:59, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon JonnyD2250 » Mo Jul 23, 2007 23:55

Hab mich nochmal schlau gemacht:

Der 6020 verwendet folgendes Hydrauliksystem: "Druck- und mengengesteuert mit Konstantstrompumpe (Load-sensing)"

-die N-Serie von Valtra hat das scheinbar auch drin-

--> das bedeutet, das mehrere Arbeitszylinder gleichzeitig und lastunabhängig bedient werden können. Das funktioniert auch bei unserm 2250 (geschlossenes System), bei unserm Fiat mit offenem Kreislauf geht das nicht... (hab ich beim Rundballenpressen bemerkt: beim Jonny kann man gleichzeitig die Pick-up ausheben und die Klappe öffnen; beim FIAT geht das nicht, immer nur Eins nach dem Andern...)


Daher würd ich sagen, stell die Wühlmaus auf geschlossenes System ein.


Vielleicht kann ja noch mal jemand genauer rausfinden, in wie weit das geschlossene System der 50er Serie mit dem Load-Sensing-System übereinstimmt und wo die Unterschiede liegen.
Dateianhänge
Hydraulikpumpe vom 6020.gif
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Beitragvon euro » Di Jul 24, 2007 0:10

Naja, mein Amazone-Händler hat mir versichert dass sein Cirrushydroantrieb mit jeder Loadsense funktioniert ... ausser Deere :cry:
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Beitragvon 2810 » Di Jul 24, 2007 7:15

@ mick , wie wäre es mit einem Blick in´s Handbuch vom 6010 ?

@ JonnyD2250 , die 50-er Serie hat das Konstant-Druck -System, d.h.
von der Pumpe bis zu den Ventilen liegt immer der VOLLE Systemdruck
an, gefördert wird nur bei Bedarf .Aber immer voller Druck, auch wenn Du nur 30 bar brauchst ,das mußt Du im Feinsteuerbereich des Ventils kompensieren. Im Gegensatz dazu kann LS auch auf den Druckbedarf reagieren : LS = lastfühlend .
Bez. Deines Fiats , daß er nicht zwei Funktionen gleichzeitig machen kann ,liegt vermutlich an den Ventilen und nicht am Konstantstromsystem.
Bei den Ventilen gibt´s die Bauarten Parallel-und Sperrschaltung.
Du hast vermutlich Sperrschaltung ; d.h. bei betätigtem Ventil bekommen die nachfolgenden Ventile kein Öl mehr .Erst in Neutralstellung des ersten Ventils bekommt das zweite Ventil wieder Öl .
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Beitragvon Josch » Di Jul 24, 2007 8:23

Hi, bin auch wieder da 8) ....

Ihr müßt aufpassen wenn ihr von 6000ern redet. Es ist ein kleiner Unterschied zwischen Premium und SE.

Der Premium hat das GESCHLOSSENE PFC-Hydrauliksystem Pressure and Flow Compensated, was bedeutet die Pumpe reagiert auf den angeforderten Druck und auch die angeforderte Menge der Verbraucher - es ist sozusagen die Luxusversion der LS-Systeme. Der Kolbenpumpe ist dabei eine Ladepumpe vorgeschaltet. Die Ladepumpe ist eine Sichelpumpe und befindet sich direkt unter der Kolbenpumpe. Die Anpassung von Druck und Fördermenge erfolgt über bedarfsabhängiges Verstellen einer Taumelscheibe, die bei Drehung nacheinander die Axialkolben betätigt und somit eine variable Förderung ermöglicht.

Der SE hat das PC-Hydrauliksystem Pressure Compensated, was bedeutet, die Pumpe reagiert auf Druckanforderung der Verbraucher. Von der Bauart her ist es zwar ein OFFENES System, jedoch arbeitet es ähnlich wie das PFC System, nämlich LS gesteuert. Darüberhinaus gibt es auch keinen wie sonst bei den offenen Systemen üblichen NEUTRALUMLAUF. Bei der Pumpe handelt es sich um eine konstant fördernde Zahnradpumpe die keine Ansaughilfe durch eine Ladepumpe benötigt. Der Druckauf- bzw. abbau erfolgt durch das Schließen oder Öffnen eines Kurzschlußventils, welches entweder bei Nullbedarf Drucköl in den Rücklauf schickt oder bei Bedarf schließt und somit einen Druckaufbau ermöglicht.

Beide Systeme arbeiten mit einem Bereitschaftsdruck von sagen wir mal rund 30 bar und leisten in der Obergrenze 200 bar. Die Durchflußmenge hängt von der verbauten Pumpe ab.

Ups, so viel Zeugs geschrieben nur um eines klar zu machen:
Stelle deine Ventile auf geschlossenes System (closed center) für alle 6000er Traktoren.
Stelle deine Ventile auf offenes System (open center) bei allen Traktoren die einen Neutralumlauf haben.


Gruß, Josch
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Beitragvon JonnyD2250 » Di Jul 24, 2007 12:50

Interessantes Thema...

Dann dürfte es beim 2250 nicht viel bringen, beim betätigen der Steuergeräte Gas zu geben, oder wie? Der Arbeitszylinder müsste bei beliebiger Gasstellung immer gleich schnell ausfahren bzw. einfahren. Oder sehe ich das falsch?
Andererseits: Die Fördermenge müsste doch über die Motordrehzahl zu steuern sein, auch wenn der Druck konstant bleibt...???

Bringt mal Klarheit hier rein, 2810 + Josch.

Wo befinden sich denn die angesprochenen Ventile für Sperrschlatung und Parallelschaltung?

mfg
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Beitragvon 2810 » Di Jul 24, 2007 13:48

Hallo jonnyd2250 , die Fördermenge steigt natürlich , wenn Du Gas gibst.

Bez. der Ventile kannst Du beim Fiat nichts mehr machen . Ob die Sperr-oder Parallelschaltung haben , das ist konstuktiv bedingt . Ich weiß auch nicht , welches Fabrikat eingebaut ist ( Kontac ?? )
Bei Bosch oder Bucher kann mann bei best. Baureihen wählen.

Bosch SB 1 und SB 11 Parallelsch.(eingebaut in Weinbauschl. )

Bosch SB2 wahlweise Sperr-oder Parallelschalt. (Bagger )

Bosch SRZ Sperrschaltung (eingeb. in vielen Schleppern vor der EHR)

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Beitragvon JonnyD2250 » Di Jul 24, 2007 14:03

Bei FIAT ist meines Wissens nach Bosch verbaut.

Die Sperr- oder Parallelschaltung ist also in die Steuergeräte integriert, sehe ich das richtig? Dann hilft also nur ein auswechseln der Steuergeräte, um die Schaltung zu ändern...


Wo liegt denn jetzt der Vorteil beim geschlossenen System gegenüber dem offenen? Stimmt die JD-Prospektaussage bzgl. "spritsparend" + "leistungssteigernd"?
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Beitragvon Josch » Di Jul 24, 2007 14:19

Zu den beiden geschlossenen Systemen - 2250 und 6000er.

Bei deinem 2250 ist es im Gegensatz zum 6000er ein geschlossenes System, was im System den Druck von 180bar aufbaut und dann über eine Art Bypass in einen Kurzschluss geht. Die Pumpe fördert dabei nach wie vor die volle Menge Öl, es wird nur nicht mehr noch weiter komprimiert. Also vorausgesetzt das System ist intern dicht, hast du immer, auch wenn du es überhaupt nicht benötigst den vollen Druck im System.

Beim 6000er hast du, wenn nichts abverlangt wird, nur 'nen Druck von 30bar im System und die Pumpe schaltet einfach ab und fördert (fast) nichts mehr. Wenn kein Verbraucher Öl benötigt, dann stellt sich die Taumelscheibe extrem flach und umgekehrt steil, wenn viel Öl benötigt wird. Eben immer genau so wie es momentan benötigt wird.
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Beitragvon JonnyD2250 » Di Jul 24, 2007 14:29

quote- Josch:
Beim 6000er hast du, wenn nichts abverlangt wird, nur 'nen Druck von 30bar im System und die Pumpe schaltet einfach ab und fördert (fast) nichts mehr



Die Pumpe, läuft die dann gar nicht mehr?


Was stellt man denn dann eigentlich am Anbaugerät ein -wenn man den Hebel von open auf closed stellt-?
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