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Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Stefan1510 » Mo Jan 19, 2026 11:52

Hallo
Wollte mal hören zu welcher Jahreszeitbei euch die Kälber geboren werden
Welche Vorteile seht ihr

Wir haben Kalbezeit Januar-Februar
Als Vorteil sehe ich durch den täglichen engen Kontakt werden die Tiere zutraulich und es ist eine einfachere Kontrolle gerade in den ersten Tagen
Nachteil Platzbedarf und größerer Strohbedarf Im Stall
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Muku-Halter 2.0 » Di Jan 20, 2026 8:30

Hallo Stefan,
ich mache es genau so wie du. Die Vor- und Nachteile hast du ja bereits genannt.
Ergänzend -was mir besonders wichtig ist- Geburtshilfe und Maßnahmen nach der Geburt an Kuh oder Kalb sind leichter durchzuführen, als auf der Wiese, wenn erforderlich.
Im Stall hab ich zu jeder Zeit Licht, warmes- oder kaltes Wasser, Abtrennungsmöglichkeiten, usw.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon motzlarerbauer » Di Jan 20, 2026 11:23

Wir sind mit unseren Kalbungen aktuell im April/Mai.
Von uns so gewählt, weil der Stallplatz immer knapp war und somit die Kälber nur kurz im Stall waren oder sogar auf der Weide gekalbt haben.
Nachteil ist auch die hohe Milchleistung der Kühe mit dem frischen Weideaufwuchs im Mai, was die 4 Wochen alten Kälber aber noch nicht weg bekommen.
Wären die Kälber jetzt schon 3 oder 4 Monate alt, würden sie die Kühe trotzdem leer kriegen und es wäre optimal genutzt.

Mit dem aktuellen Stallbau/umbau haben wir dann ausreichend Stallplatz und werden die Kalbungen nach vorne drücken in den Jan/Feb.
Gründe stehen in den Vorposts.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Manfred » Di Jan 20, 2026 12:24

Der größte Kostenblock bei der Mutterkuhhaltung ist die Winterfütterung mit Ver- und Entsorgungslogistik.
Wir kalben im April/Mai auf der Weide. So können wir die Herde kostengünstig mit Kualp/VNP-Heu und stehendem Futtervorrat überwintern. Ein weiterer Vorteil ist der niedrige Keimdruck für die Kälber auf der Weide, im Vergleich zu Stall.
Nachteil ist, wenn es Probleme gibt, muss man die Kuh erstmal fangen. Und bei sehr ungünstiger nasskalter, windiger Witterung gibt es ein Restrisiko, das ein Kalb an ungünstiger, windexponierter Stelle abgelegt wird und unterkühlt.

Zu viel Milch ist nicht nur ein züchterisches, sondern auch ein Kostenproblem. Die Futterverwertung über den Weg durch die Kuh in die Milch in das Kalb in Zunahme Kalb ist deutlich schlechter als der Weg Futter direkt ins Kalb. In D gibt es leider eine starke Fixierung auf die Einzeltierzunahme. Die internationalen Kollegen, die mit Mutterkühen Geld verdienen müssten, achten mehr auf die Futterverwertung. Das heißt bei der Genetik meist weniger Milch, bessere, frühere Grundfutterverwertung des Kalbes und mehr aber kleinere Tiere pro Fläche. Kleinrahmigere Tiere können im Schnitt proportional zum Erhaltungsbedarf mehr fressen und erreichen so ein besseres Verhältnis von Leistungs- zu Erhaltungsbedarf.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon motzlarerbauer » Di Jan 20, 2026 13:37

Manfred du scheinst ja im Bereich Mutterkuh sehr gebildet zu sein und ich lese immer wieder gerne deine Antworten. Top!!
Bei dem Thema stehender Futtervorrat bin ich immer besonders interessiert.
Wir haben das in den letzten 15 Jahren auch immer wieder versucht und sind auf unterschiedlichste Ergebnisse gekommen, abhängig von der Witterung.
Im optimalsten Fall hat das bedeutet, dass unsere Kühe bis Ende Januar draußen geblieben sind und mit stehendem Futter und Heu aus VNP über die runden gekommen sind.
Aber in vielen Jahren hat es das Wetter einfach nicht zugelassen.
Auch dieses Jahr hatten wir einiges an Futter stehen gelassen bzw. so vorbereitet, dass bis in den Januar noch schönes Futter da ist.
Leider hat der Forst im Dezember das Futter ziemlich zerstört.

Unsere tragenden Kühe werden in der Stallsaison zu 90% mit VNP -Heu gefüttert, das hat bei der Kalbung im März/April super geklappt.
Ich bin kein Freund von zu fetten Muttertieren, gibt nur Probleme. Auch die Kälber sollen lieber etwas kleiner und dadurch fitter sein, das holen die Limos sehr schnell wieder auf.
ich denke das das bei der Verschiebung der Kalbung in den Februar auch noch problemlos funktionieren sollte, ggf. würde sich der Siloanteil etwas erhöhen.
Aber bei uns kommen die Tiere meist eh Ende März/Anfang April raus.

Das Thema mit der Futterverwertung/Milchmenge sehe ich anders, bei großen Herden (Amerika, Kanada, Australien) mag das anders aussehen.
Aber bei unseren Strukturen und dem Ziel Absetzererzeugung für die Intensivmast ist es nach meiner Einschätzung wichtig schwere Tiere in möglichst kurzem Zeitraum.
Wir haben mit exentesiver Haltung auf guten Standorten bei den Bullenkälben von Geburt bis zum Absetzen Tageszunahmen von ca. 1400g. und ich glaube da ist die Milch nicht gerade unschuldig.

Ich denke auch ein Kalb mit 3 Monaten nimmt mehr vom "Leistungsgras" im Mai/Juni auf, als ein jungers 4-Wochen-Kalb
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon langholzbauer » Di Jan 20, 2026 14:01

Die beste Weide steht im Mai.
Ob davon nun die jungen Kälber über die Milch oder die älteren direkt profitieren ist nachrangig und auch von vielen anderen Faktoren in der Betriebsführung abhängig.

Bei extensiver ganzjähriger Außenhaltung und ganzjährig mitlaufendem Bullen regelt es die Natur schon so, dass die meisten Kühe im Mai/Juni aufnehmen und dann eben im Februar/März abkalben.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Muku-Halter 2.0 » Di Jan 20, 2026 15:37

motzlarerbauer hat geschrieben:Das Thema mit der Futterverwertung/Milchmenge sehe ich anders, bei großen Herden (Amerika, Kanada, Australien) mag das anders aussehen.
Aber bei unseren Strukturen und dem Ziel Absetzererzeugung für die Intensivmast ist es nach meiner Einschätzung wichtig schwere Tiere in möglichst kurzem Zeitraum.
Wir haben mit exentesiver Haltung auf guten Standorten bei den Bullenkälben von Geburt bis zum Absetzen Tageszunahmen von ca. 1400g. und ich glaube da ist die Milch nicht gerade unschuldig.

Ich denke auch ein Kalb mit 3 Monaten nimmt mehr vom "Leistungsgras" im Mai/Juni auf, als ein junges 4-Wochen-Kalb


Der Meinung kann ich mich anschließen, allerdings muss die Mutterkuh die Milchleistung ohne KF aus dem GF erbringen.
Das geht dann über gute Mutterlinien und gezielte Selektion. Wenn ich die voll stopfen muss mit
hochwertigem zugekauften Futter um viel Milch zu bekommen bspw., ist das auch nichts.
Bei vielen Rassen ist zu viel Milchmenge eh kein Thema, eher umgekehrt, und Milch in die Herde zu bekommen.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Manfred » Di Jan 20, 2026 17:50

motzlarerbauer hat geschrieben:Auch dieses Jahr hatten wir einiges an Futter stehen gelassen bzw. so vorbereitet, dass bis in den Januar noch schönes Futter da ist.
Leider hat der Forst im Dezember das Futter ziemlich zerstört.


Ist das deine Meinung oder die deiner Kühe?
Was auf uns wie erfrorene und vom Schnee plattgedrückte Matschpampe wirkt, finden Kühe meist noch ziemlich lecker.
Viele Amis bemühen sich, forststabiler Gräser sie fescue (Schwingel) auf die Winterweiden zu bekommen. Erntereste (z.B. Körnermaisstroh) oder speziell eingesäte Zwischenfrüchte auf Ackerland werden auch gerne genutzt.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Manfred » Di Jan 20, 2026 18:18

Muku-Halter 2.0 hat geschrieben:Der Meinung kann ich mich anschließen, allerdings muss die Mutterkuh die Milchleistung ohne KF aus dem GF erbringen.
Das geht dann über gute Mutterlinien und gezielte Selektion. Wenn ich die voll stopfen muss mit
hochwertigem zugekauften Futter um viel Milch zu bekommen bspw., ist das auch nichts.
Bei vielen Rassen ist zu viel Milchmenge eh kein Thema, eher umgekehrt, und Milch in die Herde zu bekommen.


Auf hohe Einzelzierzunahmen zu züchten ist ungefähr so, als ob der Getreidebauer auf ein mögl. hohes Tausendkorngewicht züchten würde. Das führt dann zu dicken Körnen, großen Pflanzenabständen und reduzierten Flächenertrag.

Wenn du z.B. 3,5 Tonnen Absetzer pro Jahr verkaufst, verkaufst du dann lieber 10 Absetzer a 350 kg oder 14 Absetzer a 250 kg? (Mal mit den Preisen der Absetzerauktionen nachrechnen.)
Mit kleirahmigeren, milchmengenangepassten Kühen wist du eher 16 a 250 kg verkaufen.
Bei uns muss man natürlich die bürokratiegemachten hohen Fixkosten je Kuh gegenrechnen.
Das Problem haben die "richtigen" Weideländer weniger.
Aber auf was die optimieren, ist der Ertrag pro Fläche, wie ein Getreidebauer.

Das heißt ein hoher Besatz, der die Kühe unter Futterkonkurrenz setzt.
Und die Kuh muss unter diesen Bedingungen so viel Milch liefern, dass ihr Kalb einen guten Start hat, und gleichzeitig so wenig, dass sie ihre Kondition halten kann und termingerecht wieder trächtig wird.





Gegen Ende des Videos, ab ca. 59:20 min, zeigt Zietsmann Beispieltiere und nennt konkrete Zahlen.
Er sieht das optimale Absetzgewicht bei 50% des Gewichts der Kuh, im Alter von 7 bis 8 Monaten.
Wiegt das Kalb deutlich mehr, z.B. 70% bis 75%, gibt die Kuh zu viel Milch und benötigt zu viel Futter.
Wenn ein weibliches Kalb mit 7 bis 8 Monaten 50% wiegt, könne es idR im Alter von 12 bis 15 Monaten gedeckt werden.
Er spricht von überwiegend kleinrahmigen, frühreifen Tieren. Ganz am Ende zeigt er einen der von ihm gezüchteten Bullen.
Sein Buch "Man, Cattle and Veld" kann ich jedem wärmstens empfehlen, der sich für Fleischrinderzucht interessiert.
Studiert hat er in Südafrika, bei Prof. Jan Bonsma, dem Begründer der Rasse Bonsmara.
Er hat dann in Rhodesien ein eigenes Zuchtprogramm aufgelegt, zunächst mit importiertem Beefmaster-Sperma, dann verstärkt mit einheimischen Rassen, um Rinder für die harten Bedingungen des Veld zu entwickeln.
Unter Mugabe hat er dann den eigenen Betrieb samt Herde verloren und ist nach Südafrika geflüchtet.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Muku-Halter 2.0 » Do Jan 22, 2026 8:01

Manfred hat geschrieben:Wenn du z.B. 3,5 Tonnen Absetzer pro Jahr verkaufst, verkaufst du dann lieber 10 Absetzer a 350 kg oder 14 Absetzer a 250 kg? (Mal mit den Preisen der Absetzerauktionen nachrechnen.)
Mit kleirahmigeren, milchmengenangepassten Kühen wist du eher 16 a 250 kg verkaufen.
Bei uns muss man natürlich die bürokratiegemachten hohen Fixkosten je Kuh gegenrechnen.

Hallo Manfred,
wenn deine Theorie schief geht, kommen dann vielleicht auch nur 16 Absetzer a 150-180 kg raus. :roll:
Des Weiteren musst du um 14 (16) Absetzer zu generieren auch mehr Kühe halten, die auch deutlich höhere Kosten und Arbeit verursachen als die -, die 10 Absetzer mit guten Zunahmen generieren.
Zu guter Letzt, muss dann auch noch ein Abnehmer/Viehhändler die selbe -etwas überspitzt gesagt- Ideologie verfolgen, sonst wirst du hier in D deine Tiere aus kleinrahmigeren Elterntieren
auch nicht vernünftig los, bzw. nur für schlechtere Preise. :regen:

MFG
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Manfred » Do Jan 22, 2026 9:26

Ich bin da entspannt und mache niemandem Vorschriften. Die einzelbetrieblichen Voraussetzungen sind teils sehr unterschiedlich, so dass nie eine Lösung für alle passen kann.
Meine "Ideologie" ist relativ einfach: Die Mutterkuhhaltung muss sich rentieren, also die eingesetzten Faktoren mögl. gut entlohnen, sonst haben wir über kurz oder lang keine Mutterkuhhaltung jenseits von Hobbyhaltungen mehr.
Daher bin ich stetig bemüht, von den Besten zu lernen.
Kollegen aus Südafrika, die bei Absetzerpreisen von 2 Euro bis 2,5 Euro / kg Lebendgewicht ohne Subventionen solide Gewinne erzielen, höre ich gerne zu. Die Verhältnisse sind nicht übertragbar, aber viele ihren Strategien zugrundeliegende Gedanken durchaus.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Marian » Do Jan 22, 2026 12:57

Also ich weiß ja nicht wie die Mäster bzw Händler bei euch so gestrickt sind.
Aber ein 300kg Absetzer wird hier schon preislich abgestraft.
Absetzer die die Mäster wollen gehen bei 350kg los und Partien sollten im Korridor+/- 400kg liegen.
Über 20 Jahre beim Landtreff :prost:
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon langholzbauer » Do Jan 22, 2026 13:26

Der Fleischi nennt Schlachtbullen gern " Esel".
Und der Rotti hat auch schon mehrfach angedeutet, dass sein Chef nicht unbedingt Riesen haben will.

So ganz abwegig ist der Gedankengang vom Manfred vielleicht doch nicht.

Marian ist ja auch lieber mit Sbt im Geschäft.

Entscheidend wird die Durchsetzung in der ganzen Kette.
Die kleinrahmigen Tiere brauchen auch ihre Zwischenhändler, Mäster und Schlachter, welche nicht nach reiner Stückmasse rechnen.
Da gehören auch Behörden und Abdecker dazu , die gefälligst ihre Vorschriften und Gebühren mehr am Gewicht und weniger am Alter der Tiere bewerten müssen.
Es gibt noch einige Defizite im Süden, wo alles ohne Rot im Fell und weiße Maske schon automatisch mindestens eine Klasse schlechter bezahlt wird.
Ob nicht diese Praxis auch zum Verlust der Rinderschlachtung dort führt?
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Manfred » Do Jan 22, 2026 14:34

Der Preis für den Absetzer setzt sich ja quasi zusammen aus einem Grundpreis für das Kalb und einen Preis pro kg für die kg, die schon draufgefüttert wurden.
Beim Otto geht der Grundpreis phasenweise gegen null, entsprechend flach ist der Preisverlauf.
Bei den Fleischrassen macht der Grundpreis einen höheren Anteil am Gesamtpreis aus, was zu einer parabolischen Preiskurve führt, sprich mit steigendem Gewicht wird der Absetzer merklich billiger je kg.

alsfeld.jpg
alsfeld.jpg (62.02 KiB) 976-mal betrachtet

https://www.qnetics.de/unternehmen/news ... m-10122025

Der Mehrwert des Fleischrindes liegt überwiegend in der Rasse und nicht in den erfütterten kg.
Und Milch ist ein teures Futtermittel für den Mutterkuhhalter.

Natürlich würde es auch helfen, wenn Mäster besser rechnen könnten.
Je schwerer ein Bulle wird, desto schlechter wird das Verhältnis von Leistungs- zu Erhaltungsbedarf.
Das gebundene Kapital ändert sich kaum mit der Mastdauer. Bei einem langem Durchgang bleibt es halt im einen Bullen gebunden, bei kurzem Durchgang wandern es in den nächsten. Aber der Anteil des Erhaltungsbedarfs wächst mit der Dauer.
Der Schweinemäster (oder wenigstens seine Abnehmer) verstehen dass und schlachten das Schwein weit weg vom möglichen Endgewicht, solange es noch ein mögl. günstiges Verhältnis von Leistungs- zu Erhaltungsbedarf hat, dito. der Geflügel- und der Fischmäster.
Die meisten Rindermäster kriegen diesen Schalter irgendwie nicht umgelegt...
So wie sie auch den Schalter bezüglich leichtfüttriger Tiere nicht umgelegt kriegen, die ihnen zu fett werden und hinten raus nicht überschwer genug und die sie deshalb bei der Auktion stehen lassen. Dabei könnten sie daran mehr verdienen, durch niedrigere Futterkosten und kürzere Durchgänge.

Aber an mir würden die Mäster verhungern, weil ich ihnen keine Tiere verkaufe. So gesehen darf man als Mäster froh sein, dass es viele Mutterkuhalter gibt, die das anders handhaben.
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Re: Kälber Mutterkühe zu welcher Zeit

Beitragvon Mastiff » Mo Mär 09, 2026 11:50

Hallo,
Unsere Hauptkalbezeit lag bis zur Blauzungenproblematik in den Wintermonaten. Seit letztem Jahr haben sich die Kalbungen 2 bis 3 Monate nach hinten verschoben, so auch in diesem Jahr.
Meine Erkenntnisse bis jetzt, weniger Betreuungsaufwand während Schmuddelwetter im Offenstall. Weniger Probleme mit Erkrankung der Kälber nach der Geburt, da diese außerhalb des Stalles erfolgt, kann aber auch Zufall sein.
Nachteilig ist der Umstand, daß mehr Kälber mit aufgestallt wurden, da sie zum Absetzen noch zu leicht waren.
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