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Kalken und Mist streuen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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22 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Kalken und Mist streuen

Beitragvon Lemme82 » Di Jan 27, 2009 16:14

Moin Leute


Will dieses Jahr mein Acker Kalken aber auch mit Mist abstreuen , gibt es da irgendwelche Tricks oder Tipps !

Wie viel Zeit zwischen den beiden Sachen liegen sollte oder erst den Mist Einarbeiten, mit der Scheibe und dann erst Kalk drauf .

gruß lemme
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Re: Kalken und Mist streuen

Beitragvon Düsentrieb2 » Di Jan 27, 2009 20:45

.......soweit ich weiß,Gülle und Kalk gleichzeitig geht nicht.....
.......dann kann es bei Mist und Kalk ähnlich sein....

tu doch im Frühjahr dein Mist streuen und im Herbst auf Stoppel Kalk
streuen,das sollte gehen..
"WER HOLZ HACKT,IST ZU FAUL ZUM HEIZÖL KAUFEN"
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Beitragvon voro » Di Jan 27, 2009 21:01

Kommt doch drauf an, was fürn Kalk du streuen willst.
Kohlensauren oder Carbokalk etc. sind ja kein Problem, - auch bei Gülle nicht.

Nur nicht Branntkalk und Gülle - ich würds auch nicht mit Mist zusammen machen, hab aber keine Erfahrungen dazu.
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
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Beitragvon Lemme82 » Di Jan 27, 2009 22:15

Kohlensauren wollte ich streuen wenn es geht auch schon im Frühjahr und nicht im Herbst , Gülle haben wir keine !

Vielleicht weiß ja einer ob schon das Einarbeiten reichen würde, es geht ja irgendwie darum das der Kalk wohl mit den Mist reagiert (zwecks Stickstoff im Mist) :idea: :?:

gruss lemme
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Beitragvon hans g » Mi Jan 28, 2009 8:54

der berater von der zuckerfabrik meint,dass man im september zwischen carbokalkausbringung(6to/ha)und güllefahren(14m3/ha) ca.14 tage warten sollte.
hans g
 
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Beitragvon Manfred » Mi Jan 28, 2009 15:58

Ganz verstanden habe ich es auch noch nicht.
Evtl. kann sich mal jemand äußern, der sich richtig gut damit auskennt.

Noch meinen bisherigen Infos scheint das Problem nur in Zusammenhang mit Branntkalk (CaO) aufzutreten.

Branntkalk reagiert mit Ammonium wie folgt:

2 x Ammonium + Branntkalk -> 2 x Ammoniak + Calziumnitrat + Wasser
2 NH4NO3 + CaO -> 2 NH3 + Ca(NO3)2 + H20

D.h. immer wenn ungelöschter Branntkalk mit Ammonium-Stickstoff in Berührung kommt, geht ein Teil des Stickstoffs in Form von Ammoniak flöten. Vorallem wann das Ganze an der Bodenoberfläche passiert und der entstehende Ammoniak nicht vom Bodenwasser gebunden wird.

Deshalb sollte man Branntkalk einarbeiten oder lange genug warten (am besten bis nach einem Regen) bis der Branntkalk gelöscht ist.

Das Problem tritt also nicht nur bei Stallmist auf, sondern auch, wenn z.B. Kalkammonsalpeter und Branntkalk zusammenkommen.

Der Stickstoff liegt in den Wirtschaftsdüngern in unterschiedlichen Formen vor.
Laut dieser Seite http://www.lfl.bayern.de/iab/oekologisc ... llmist.pdf sind z.B.

In Rindergülle 50 zu 50 Ammonium-Stickstoff und organisch gebundener Stickstoff enthalten. Im Mist aus Anbindehaltung und Tretmist ca. 40 zu 52 und im Tiefstallmist ca. 10 zu 90.
Gülle und normaler Mist sind demnach anfälliger für Stickstoffverluste durch Branntkalk.

Das erklärt aber nich nicht, wieso in der Literatur so energisch davor gewarnt wird, Wirtschaftsdünger und Kalk zusammen auszubringen. Dabei wird nicht zwischen der Form des Kalks differenziert.
Gibt es evtl. noch andere Wirkungen, die beim Thema Kalk und Wirtschaftsdünger mitspielen?
Es heißt ja auch immer, Kalk frisst Humus?
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Beitragvon Landfrau_123 » Fr Feb 13, 2009 10:25

also soweit ich weiß kann kohlensaurer Kalk auch zeitnah mit Gülle ausgebracht werden.. diese stickstoffprobleme treten nur bei Branntkalk auf..
habt ihr denn schon Kalk gekauft?
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Beitragvon Lemme82 » Fr Feb 13, 2009 15:28

ja haben wir liegt schon auf dem Acker ... kohlensaurer Kalk...
eine anderes Problem da sollte Mais hin aber zwecks Stilllegung´s Umbruch
und keine Drahtwurm Beize mehr wollte wir da Lupine drillen aber nun habe ich gelesen das die Lupine das Kalken vor der Saat nicht so toll findet.

Kann vielleicht jemand dazu was sagen......


Lemme
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Beitragvon Ackerparty » Fr Feb 13, 2009 15:41

Lemme82 hat geschrieben:nun habe ich gelesen das die Lupine das Kalken vor der Saat nicht so toll findet.

Kann vielleicht jemand dazu was sagen......


Lemme

Na denk mal nach warum?
Stichwort Stickstoff.
Lupinen werden nicht umsonst mit hestings vermischt.
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Beitragvon Lemme82 » Fr Feb 13, 2009 17:00

Kalk Chlorosen habe ich da was gelesen ab sonst steh ich so ein bissel auf dem Schlauch... wer nett wenn du mir dein wissen mitteilst!
Und was ist hestings???

gruss lemme
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Beitragvon Ackerparty » Fr Feb 13, 2009 17:30

Lemme82 hat geschrieben:Kalk Chlorosen habe ich da was gelesen ab sonst steh ich so ein bissel auf dem Schlauch... wer nett wenn du mir dein wissen mitteilst!
Und was ist hestings???

gruss lemme


lupinen brauchen recht viel Stickstoff welches das hestings bindet.
Geht zwar auch ohne aber besser ist schon wenn man es bei der Saat mit in die Drille mischt.
Sieht aus wie Blumenerde und anschließend musste auch die Drille sauber machen.

Was Kalk hat nen Grundsätzlichen einfluss auf den Stickstoff haushalt. der eine kalk mehr der andere Weniger.

Somit sollte eben möglichst vermieden werden unmittelbar nachm kalken Lupinen zusähen.

Wenn wir Lupinen sähen liegt die letzte kalk gabe gut 3/4 jahr zurück. Dünger und Spritzmittel kriegen die Lupinen nicht. Ausser eben beim Sähen das hesting.
2 Wochen vor der Ernte Spritzen wir die Lupinen den mit round Up damit das Grünzeug besser durchn Mähdrescher geht.

Dreschen Lupinen eigentlich imemer mim Rapsschneidwerk.

Hoffe das konnte dir deine Frage soweit beantworten. Ansonsten bitte speziel werden.
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Beitragvon Lemme82 » Fr Feb 13, 2009 19:55

okay danke muss ich wohl ein Halb-wissen noch etwas erweitern ...


gruss lemme
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Beitragvon Ackerparty » Sa Feb 14, 2009 16:20

wobei ich jetzt nicht abstreiten will das man Hestings nicht etwas anders schreibt.^^
Muss allerdings auch mal kurz bissel was nachtragen. Bzw korrigieren.
Lupinen brauchen zwar erstma zum keimen ne grundhaushalt stickstoff Allerdings ist es so das wenn sie gekeimt haben und wachsen stickstoff binden und diesen an den Boden freigeben.
Das was die Lupinen eben zum keimen brauchen ist grund haushalt. Von Luft und Liebe wächst hier nix. Hestings unterstützt den spaß eben was.
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Beitragvon maexchen » Sa Feb 14, 2009 17:44

Manfred hat geschrieben:Ganz verstanden habe ich es auch noch nicht.
Evtl. kann sich mal jemand äußern, der sich richtig gut damit auskennt.

Noch meinen bisherigen Infos scheint das Problem nur in Zusammenhang mit Branntkalk (CaO) aufzutreten.

Branntkalk reagiert mit Ammonium wie folgt:

2 x Ammonium + Branntkalk -> 2 x Ammoniak + Calziumnitrat + Wasser
2 NH4NO3 + CaO -> 2 NH3 + Ca(NO3)2 + H20

D.h. immer wenn ungelöschter Branntkalk mit Ammonium-Stickstoff in Berührung kommt, geht ein Teil des Stickstoffs in Form von Ammoniak flöten. Vorallem wann das Ganze an der Bodenoberfläche passiert und der entstehende Ammoniak nicht vom Bodenwasser gebunden wird.

Deshalb sollte man Branntkalk einarbeiten oder lange genug warten (am besten bis nach einem Regen) bis der Branntkalk gelöscht ist.

Das Problem tritt also nicht nur bei Stallmist auf, sondern auch, wenn z.B. Kalkammonsalpeter und Branntkalk zusammenkommen.

Der Stickstoff liegt in den Wirtschaftsdüngern in unterschiedlichen Formen vor.
Laut dieser Seite http://www.lfl.bayern.de/iab/oekologisc ... llmist.pdf sind z.B.

In Rindergülle 50 zu 50 Ammonium-Stickstoff und organisch gebundener Stickstoff enthalten. Im Mist aus Anbindehaltung und Tretmist ca. 40 zu 52 und im Tiefstallmist ca. 10 zu 90.
Gülle und normaler Mist sind demnach anfälliger für Stickstoffverluste durch Branntkalk.

Das erklärt aber nich nicht, wieso in der Literatur so energisch davor gewarnt wird, Wirtschaftsdünger und Kalk zusammen auszubringen. Dabei wird nicht zwischen der Form des Kalks differenziert.
Gibt es evtl. noch andere Wirkungen, die beim Thema Kalk und Wirtschaftsdünger mitspielen?



Das Problem ist die ph-Wert Erhöhung und die ist beim Branntkalk natürlich ausgeprägt.
Das im Mist und der Gülle enthaltene Ammoniak löst sich im Boden(wasser) zu Ammonium und dem Hydroxidrest.
NH3 + H2O ~ NH4+ + OH-
Bei gelösten Ammoniumsalzen liegen NH4+ und NH3 in Abhängigkeit vom pH-Wert in einem bestimmten Verhältnis zueinander vor. Bei hohen pH-Werten, d.h. auf alkalischen Böden verschiebt sich dieses Verhältnis zum Ammoniak, unter sauren Bedingungen (niedriger pH) findet sich dagegen im Boden mehr Ammonium. Je höher der NH3 - Anteil, umso mehr entweicht davon in die Luft.
Die Höhe der Freisetzung ist jedoch unterschiedlich. Das hängt wesentlich davon ab, an welchen Säurerest das Ammoniumion gebunden ist.
maexchen
 
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Beitragvon hans g » Sa Feb 14, 2009 17:58

maexchen hat geschrieben:
Das Problem ist die ph-Wert Erhöhung und die ist beim Branntkalk natürlich ausgeprägt.
Das im Mist und der Gülle enthaltene Ammoniak löst sich im Boden(wasser) zu Ammonium und dem Hydroxidrest.
NH3 + H2O ~ NH4+ + OH-
Bei gelösten Ammoniumsalzen liegen NH4+ und NH3 in Abhängigkeit vom pH-Wert in einem bestimmten Verhältnis zueinander vor. Bei hohen pH-Werten, d.h. auf alkalischen Böden verschiebt sich dieses Verhältnis zum Ammoniak, unter sauren Bedingungen (niedriger pH) findet sich dagegen im Boden mehr Ammonium. Je höher der NH3 - Anteil, umso mehr entweicht davon in die Luft.
Die Höhe der Freisetzung ist jedoch unterschiedlich. Das hängt wesentlich davon ab, an welchen Säurerest das Ammoniumion gebunden ist.

haste das gewusst, nachgeschaut,oder brigitta gefragt :lol:
hans g
 
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