Deutsche zahlen hohen Preis für die Billig-Kantinen
Ein paar Auszüge:
Das tiefgefrorene Geflügelfleisch, das in deutschen Großküchen zubereitet werde, komme zu 90 Prozent aus Thailand oder Brasilien. "Für deutsche Betriebe lohnt es sich nicht, Schnitzel auf 180 Gramm zu kalibrieren",
Berlin ist wohl das bekannteste Beispiel dafür. Bisher zahlten die Bezirke des klammen Bundeslandes für ein Schulessen im Schnitt gerade mal 2,10 Euro. Ein Preis, zu dem selbst das Branchenschwergewicht Sodexo nach eigener Aussage nicht liefern kann. Nun will Berlin einen Festpreis festlegen, den ein Schulessen kosten darf: 3,25 Euro. Das ist umstritten, vor allem bei den Eltern – denn auch sie müssten einen höheren Beitrag leisten.
Beim Schulforum im Hamburger Congress Center wird auch über München diskutiert, wo derzeit eine Ausschreibung für 30.000 Schulessen läuft. Der Auftrag ist – ein Novum – europaweit ausgeschrieben, auch Caterer aus Rumänien oder Tschechien könnten sich bewerben. Vorgegeben sei unter anderem ein Anteil von 50 Prozent Biolebensmitteln; Fleisch, Eier und Fisch müssten aus artgerechter Tierhaltung stammen. "Die Stadt wünscht sich das", sagt Fachredakteurin Zilz und macht eine Kunstpause, "für einen Preis von 3,10 Euro pro Schulessen."
Mahlzeit!

