Hallo. Ich habe meinen Tierartzt vor ca 3 Monaten ein Stierkalb (damals 7 Monate alt) kastrieren lassen. Stier wurde betäubt und dann mittels Burdizzo-Zange kastriert. Je Samenstrang zweimal abgedrückt. Soweit sogut. Jetzt ist der "Ochse" mit den Jungkalbinen auf der Weide. Heute war eine brünftig. Der Ochs hat sie andauernd besprungen und auch seinen Penis etwas ausgefahren. Jetzt hab ich Angst dass er sie gedeckt hat, also die Kastration nicht erfolgreich war. Soviel ich weiß sollten sich die Hoden bei erfolgreicher Kastration zurückbilden oder? Der Hodensack kommnt mir jedoch relativ groß vor und auch die Hoden sind deutlich zu ertasten. Sind meine Sorgen also berechtigt und die Kastration war nicht erfolgreich? Bitte um Hilfe und schönen Abend noch
Die unblutige Kastration hat bei schon älteren Bullen ein nicht unerhebliches Risiko. Auch bei meinen "Ochsen", die im Alter von 6 bis 10 Wochen "gekniffen" werden, kommt es nur noch vereinzelt zu Problemen. Solche "Ochsen" werden blutig nachkastriert. Ein Aufspringen ist bei altkastrierten Ochsen relativ normal. Das besagt auch noch nichts über eine mögliche Fruchtbarkeit. Wichtig ist die Größe der Hoden. Nachhaltig im Größenwachstum geschädigte Hoden sind i.d.R. unfruchtbar! Wichtig ist auch, ob der Ochse den Bedeckungsakt komplett vollziehen kann. Notiere ein Deckdatum und lasse die Färse ca. 30Tage später auf Trächtigkeit untersuchen. Wenn du sicher gehen willst, lasse den "Ochsen" nachkastrieren. Die Kastrationssicherheit des "Kneifens" nimmt ab einem Alter von 4 Monaten rapide ab! Falls du blutig nachkastrieren willst, solltest du dich beeilen. Unter sommerlichen Bedingungen steigt das hygienische Risiko erheblich an.
Hab schon 5mal probleme mit blutiger Kastration gehabt , 4Wochen lang wunde mit Salzwasser spülen müssen.Am Ende der Aktion waren die Kerle handzahm und wir sagten ,nur noch unblutig.Nach 2-3Wochen nachkneifen