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Keimfähigkeit Wintergerste

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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19 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Stranger72 » So Aug 17, 2014 7:17

Hallo,
ich habe da ein Problem. Bei dem kann kann mir wahrscheinlich keiner helfen kann. Trotzdem bin ich auf Ursachenforschung. Ich drille seit Jahren bei der Wintergerste zwei- und mehrzeilig gemischt, da ich die Gerste dadurch in Punkto Hektolitergewicht etwas aufwerten kann. Es gibt zwar einige, die sagen dass das Mist ist weil Bestandsführung schwieriger, unterschiedliche Abreife ect. Mag alles sein, ich hab aber nur positive Erfahrungen damit gemacht. Jetzt zu meinem Problem: Habe zur diesjährigen Aussaat eine Keimprobe gemacht (diesjährige Sorten: Pelican & Otto). Probe angesetzt, mit Küchenrolle, nach 4 Tagen hob sich die Kücherolle, also alles wie erwartet, Deckel runter und auszählen... Der Schock, 46% KF!!! Kann doch nicht sein, dachte ich mir. Also neue Probe, diesmal unter "Realen" Bedingungen mit Erde. Körner rein, pinibelst auf gleiche "Saattiefe" geachtet. Gestern war die Woche rum. Ich sah schon, 27 Körner waren normal gekeimt und hatten 5cm langes Keimblatt und die anderen habe ich dann ausgebuddelt, nochmal 27 Körner hatten wenigstens gekeimt hatten aber noch keinen Trieb geschoben. Alle andern Körner zeigten nicht einmal den Anschein zu Keimen. Also, 54% KF!!! Kann doch nicht sein, oder woran kann das liegen??? Hatte ich noch nie sowas. Otto habe ich neu, keimt die vielleicht nicht? Weil es halt fast die Hälfte ist, die nicht gekeimt ist, viellleicht nur die eine Sorte? Kann ich aber an den Körnen nicht erkennen. Saatgut hatte ich letztes Jahr als Z-Saatgut gedrillt und will dies Jahr als 1. Absaat drillen. Ist es Theoretisch möglich, dass die Saatgutzüchter einen Nachbau unterbinden wollen und da was raus gezüchtet haben? Klingt Paradox, aber in Zeiten der Genforschung schließe ich nix mehr aus. Was meint ihr?
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Limo » So Aug 17, 2014 7:31

Halte ich für Blödsinn.... Gerste verfügt inter Umständen über eine lange Keimruhe einfach nochmal kurz vor der Aussaat probieren. Wie waren denn die Witterungsbedingungen zur Ernte? Musste nachgetrocknet werden?
Zum Thema mischen: Pelican und Otto sind soweit ich weiss doch beides Mehrzeiler? und die Mischung im Nachbau? - Das gibt doch ganz neue Sorten weil sich der Genpool der beiden vermischt hat??? Weiss nicht was ich davon halten soll. Sortenmischung will ich nicht mal schlecht machen aber dann den Nachbau wieder anbauen?
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon County654 » So Aug 17, 2014 7:34

Tja, das wird in diesem Jahr wohl ein massives Problem werden.
Ich denke Auswuchs, auch wenn er bei überflächlichem kontrollieren noch nicht auffällt, verursacht die Probleme.

Ich habe zwar keine Wintergerste im Anbau, aber eine erste Keimprobe bei Triticale brachte auch nur bescheidene 65 % :shock:
Es muß anders werden, wenn es besser werden soll!
Aber keiner weiß, ob es gut wird, wenn es anders wird........
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon forenkobold » So Aug 17, 2014 8:31

Erster Verdacht: Terminatorsaatgut. :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: Und das von einem Bauer, der nach seinen anderen Beiträgen einen recht aufgeschlossenen und vernünftigen Eindruck macht. Nicht zu fassen, was ideologisch-polemisches Dauerfeuer im Kopf mancher Kollegen anrichten kann. Eingeschränkte Keimfähigkeit kann viele Ursachen haben. Hauptsächlich die Witterung. Z-Saatgut wird darauf geprüft und deklariert. Auch da gibt es in der Vermehrung solche Partien und die werden dann aberkannt und verworfen. Mit ein Grund für die Mehrkosten von Z-Saatgut. Wenn man schon einen Sortenmix sät und selber nachbaut sollte man zumindest die Flächen, von dneen man Satgut gewinnen will, sortenrein säen und erst vor Aussaat bei Aufbereitung mischen. Dass Du brav Deine Nachbaugebühr bezahlst.. davon gehe ich jetzt einfach mal aus.
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Stranger72 » So Aug 17, 2014 10:28

@ Limo
Sorry, hatte mich mit der Sorte vertan. California war dir zweizeilige, nicht Pelican!!! Blödsinn war sich auf meine Theorie Gensache gemünzt oder? War auch nur ein Gedanke. Mache schon zig Jahre Wintergerste, so hab ich das aber noch nicht erlebt... Mit dem "vermischen der Gene"..., kann ich nix zu sagen, ob das wirklich so ist, aber wie gesagt, das Ergebniss des 1. Nachbau's war bisher immer sehr Zufriedenstellend. Und nen 2. oder 3. gibt's bei mir auch nicht. Warten bis kurz vor der Aussaat... Wäre ne Möglichkeit, nur doof, weil ich jetzt schon Reinigen und Beizen will und dann entweder das doppelte gebeizt liegen habe oder mir fehlt die hälfte... Wir Reden ja nicht von +-5% KF

@ Country
Auswuchs halte ich für ziemlich ausgeschlossen, Erntezeitpunkt und Wetter war bei Gerste Top. Also daher kommen die Probleme glaub ich nicht... Triticale ist im Gegensatz zu letztem Jahr als wir 69% hatten, dieses Jahr mit 90% recht gut... Habe irgendwo gelesen, dass Triticale innerhalb weniger Wochen seine KF bis zu 30% verlieren kann. Hatte sogar vor ein paar Jahren eine Partie Z-Saatgut mit ner KF von 32%, allerdings war sie überlagert...

@ kobold
Na ja, Terminatorsaatgut is wohl bissi hoch gegriffen und hab ich ja so nicht gesagt, lediglich die Andeutung gemacht, dass mit der Züchtung und Gentechnik ja schon einiges Möglich ist. Ja, mit dem getrennten Anbau is schon richtig, dass wäre der Richtige Weg. Aber ich mach das ganze im Nebenerwerb - 3-Schichten und als "Hobby" 50 ha Ackerbau. Ist einfach nen Zeitfaktor, x-mal Drille Abdrehen... Eine separate Fläche für je 2- bzw- mehrzeilige Gerste? Aber bei meiner kleinen Fläche beschränkt sich die Fläche für Saatgutnachbau je nach Schlaggröße auf 10-15 Drillspuren und einfach 5 Spuren 2-zeilig und danach mehrzeilig drillen in Mitten des Nachbaus bringt glaub ich auch nicht so viel... Klar, ab besten Z-Saatgut nehmen, aber die Betriebe, die ihren Bedarf zu 100% mit Z-Saatgut abdecken gibt es nicht so viele.

Aber hin oder her, ob Sinnvoll oder eher nicht... Ein Thema, da gibt es wohl Tausende Meinungen zu. Frage meinerseits war ja eigentlich auch wo kommt die Kathastrophale Keimfähigkeit her??? Längere bzw. Unterschiedliche Keimruhe wäre eine logische Erklärung...

... und... Ja, ich bezahl natürlich brav meine Nachbaugebühren... :)
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Forchhammer » So Aug 17, 2014 11:46

Wie stellt man am einfachsten so eine KF-Probe an (Methode ausser mit Erde rumwurschteln?)
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Pinzgauer56 » So Aug 17, 2014 11:56

Hallo, ich hab das mal so gelernt: Man nehme einen flachen Teller oder Schale, darin lege man einen Wellkarton aus, fülle das ganze bis Oberkante Karton mit H2O und lege 100 Getreidekörner hinein. Nach 12 Tagen die gekeimten Körner abzählen, den Protzentsatz/ Keimfähigkeit ausrechnen, Fertig :wink: :wink: l.G.
P.S. das ganze natürlich in einem dunklen Raum (Keller )
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Stoapfälzer » So Aug 17, 2014 12:27

Ich machs mit na durchsichtigen Plastikdose (Treibhaus). Einige Lagen feuchtes Küchenpapier rein legen dann je nach Lust 50 oder 100 Körner drauf und wieder mit feuchtem Papier damit bedecken. Dann Deckel drauf und ab damit für 3 Tage auf die Fensterbank. Dann auszählen.

Es gibt natürlich auch ganz schicke Keimschalen zu kaufen mit Tonblock und abgezählten Einkerbungen. :wink:
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Pinzgauer56 » So Aug 17, 2014 12:31

Hallo miteinander, egal wie, das Ergebnis ist wichtig, eine schönen Sonntag noch... anscheinend Morgen endlich mal wieder Regen :regen:
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon yogibaer » So Aug 17, 2014 12:31

Einen Kühlschrank auf 15° einstellen und die Schale mit der Keimprobe dann hinein. Mal sehen ob das die Keimruhe aufhebt.
Gruß Yogi
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon forenkobold » So Aug 17, 2014 14:09

Wenn Pflanzen gentechnisch (anders würds züchterisch vermutlich NICHT gehen) so beeinflusst werden, dass die Samen nimmer keimfähig sind, dann nennt man das umgangssprachlich "Terminatorsaatgut". Und genau DAS hattest ja auch gemeint. Und somit ist das schlicht auszuschließen, weil das sogar in USA verboten wurde und bei uns mangels GVO-Zulassung noch weniger möglich ist.
Landwirte mit 100% Nachbau gibt es sehr wohl.. Mich zum Beispiel. Nachbau würde ich grundsätzlich auch aus Z-Saatgut gewinnen. Das bedeutet: Separate Aussaat, Separater Drusch, separate Logistik, separate Lagerung, scharfe Reinigung, Beizung mit zugelassenem Gerät oder illegal bzw im Lohn aufbereiten lassen. Bin ich schlicht zu faul dafür.. der Stundenlohn für diese Arbeit ist auch nicht berauschend.
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon JonnyD2250 » So Aug 17, 2014 17:30

Nochmal kurz vor der Aussaat KF-Probe machen. Wintergerste bei feucht-kühler Abreife zeigt oft Probleme mit verminderter KF nach der Ernte ("Dormanz").
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Tobi. » Mi Sep 10, 2014 21:29

Gestern WG-Saatgut bekommen. Laut Etikett 100% Keimfähigkeit...! :shock:
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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Stoapfälzer » Mi Sep 10, 2014 21:50

Tobi. hat geschrieben:Gestern WG-Saatgut bekommen. Laut Etikett 100% Keimfähigkeit...! :shock:

Würd ich noch mal testen da kann der Vermehrer eigentlich nur verlieren :mrgreen:
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

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Re: Keimfähigkeit Wintergerste

Beitragvon Max M » Mi Sep 10, 2014 21:56

forenkobold hat geschrieben:Dass Du brav Deine Nachbaugebühr bezahlst.. davon gehe ich jetzt einfach mal aus.

Wer bist Du, dass Du hier mit dem moralischen Zeigefinger in der Luft rumwedelst?
"Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."
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