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Kolbenboden gerissen, kann man´s löten???????

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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24 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Kolbenboden gerissen, kann man´s löten???????

Beitragvon Eicherfahrer » Do Mär 13, 2008 14:05

Hallo!

habe mich Heute mit unserem Schmied ( inzwischen ist er Rentner ) unterhalten. Da es zu DDR-Zeiten nicht möglich war, einen Traktor einfach so zu kaufen, hat er sich eben drei kleine Traktoren selbst gebaut. Er ist einer von Denen, die die Planwirtschaft am Laufen hielten, wir haben früher gesagt, diese Leute konnten aus Schei.. Bonbons machen. Das prägt und darum wird nichts weggeschmissen sondern alles repariert. So das zur Erklärung nun zum eigentlichen Sachverhalt.
Also einer seiner kleinen Traktoren hatte einen Motorschaden, ein Ventil hat aufgesetzt und im Kolben ist ein Haarriss. Der Motor stammt von einem Motorrad ( EMW ) aus den 50ziger Jahren. Nun meinte er man könnte doch den Riss weichlöten. Der Verbrennungsdruck würde ja das Lot in den Kolben drücken, da er ja von oben kommt ( also der Druck). Er hat auch daran gedacht den Kolben zu schweißen. Was haltet ihr davon? Ich kanns mir nicht vorstellen. Oder habt ihr vielleicht eine bessere Idee? Neuen Kolben und schleifen lassen ist klar.
Eins liegt mir noch auf dem Herzen!!!!! Um gleich dieser bescheuerten Wessi-besser Ossi-besser Diskussion vorzubeugen. Wenn der Wessi keine E-Teile bekommen hätte, hätte er bestimmt genauso tolle Bonbons herstellen können und wenn der Ossi die Möglichkeit gehabt hätte die Teile einfach aus dem Regal zu nehmen hätte er garantiert auf die Bonbonproduktion verzichtet!
Ich hab dem Schmied gesagt, das gibt ne fette Diskussion ( über den Kolben ) also enttäuscht mich nicht!!!!!
Beste Grüße
vom Eicherfahrer
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Beitragvon Ramali » Do Mär 13, 2008 14:25

Also wenns ein alter Motorradmotor ist, wirds wohl ein Benziner sein. Dann treten im Verbrennungsraum Temperaturen von 400-600 Grad auf. Weichlöten ist im allgemeinen definiert bist ca. 450 Grad. Das sagt glaube ich schon alles - von dem Druck von 10-12 bar mal ganz abgesehen.
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Beitragvon Ramali » Do Mär 13, 2008 14:28

Also 400-600 Grad in der Verdichtungsphase - und ca 2000 Grad bei der Verbrennung. Hatte mich da verguckt.
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Beitragvon vtwelder » Do Mär 13, 2008 16:04

Aluminium bzw. Aluminium-Silizium-Legierungen weichlöten - das ist alles im Allgemeinen nicht so toll wegen der Oxidschicht und der großen Wärmeableitung. Die einsazttemperatur schließt ein Weichlöten, wie schon richtig bemerkt, im Prinzip auch aus.

Wenn es die Zugänglichkeit hergibt und keine zu großen Verformungen zu erwarten sind, sollte man es schweißen können.
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Beitragvon Josch » Do Mär 13, 2008 16:17

Könnte mir vorstellen, das ein (Hart-) Silberlot funktioniert. Aber ein Riß bleibt ein Riß, ist denn dieser Kolben so schwer herstellbar? Es gibt doch einschlägige Kolbenhersteller und einer von tausenden wird schon passen.

Hier noch das Lot welches ich meinte, darfst nur beim Heizen nicht viel wärmer machen, sonst fällt dir der Kolben zusammen.

Hochsilberhaltiges Hartlot mit niedrigster Arbeitstemperatur.
DIN EN 1044 AG 304
DIN 8513 L - Ag 40 Cd
Werkstoff-Nr. 2.5141
EN ISO 3677 B-Ag 40 Zn Cd Cu-595/630
Eigenschaften Tiefstschmelzendes Silberlot mit sehr guten Fließeigenschaften.
Sehr hohe Kapillarität. Lötungen mit A/AF 306 an
Cu Zn 20 Al, Cu Ni 10 Fe und Cu Ni 30 Fe haben sich bei
Einsatz in Meerwasser gut bewährt.
Zusammensetzung, Ag Zn Cd Cu
Richtanalyse (%) 40,0 21,0 20,0 19,0
Technische Angaben Arbeitstemperatur: 610°C
Schmelzbereich: 595-630°C
Zugfestigkeit an St 37: 410 N/mm²
an St 50: 510 N/mm²
Dehnung: 25 %
Leitfähigkeit: 14,0 Sm/mm²
Spez. Gewicht: 9,3 g/cm³
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Beitragvon Justice » Do Mär 13, 2008 16:21

Löten fällt aus. Die Temperatur würde selbst beim Hartlöten das Lot wieder verflüssigen. Schweißen wäre möglich. Jedoch hat man dabei wohl soviel verzug, das der Kolben nicht mehr geht. Ich denke hier ist eine andere Reparatur fällig. Nachdem das Ventil wohl auch hin ist würde ich den Motor tauschen.
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Beitragvon Josch » Do Mär 13, 2008 16:32

Die Verbrennungstemperatur kann aber nicht als Referenz für die Kolbentemperatur genommen werden! Welche Alulegierung soll denn das aushalten!
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Beitragvon ALLDOG » Do Mär 13, 2008 16:57

Josch hat geschrieben:Die Verbrennungstemperatur kann aber nicht als Referenz für die Kolbentemperatur genommen werden! Welche Alulegierung soll denn das aushalten!


Hallo Josch,

sollte mit Deinem Material möglich sein!

Beispiel:

Die Oberflächentemperaturen von Kolben bei Wirbelkammer-Dieselmotoren

erreichen etwa 300-350°C. 8)
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Beitragvon Justice » Do Mär 13, 2008 17:03

Jetzt wo du es sagst. Hast du natürlich recht. Von daher wäre Löten vielleicht doch eine Möglichkeit. Ich habe nur Bedenken das der sich verzieht. Nach dem Moto "der ist eh schon kaputt" kan man das ja mal probieren. Dum währe nur, wenn das einen noch viel größeren Folgeschaden nach sich zieht.
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Beitragvon Josch » Do Mär 13, 2008 18:10

(Thanks Alldog)
Ich würde mir sone Arbeit auch nur spaßeshalber machen, einfach nur um zu sehen ob sowas geht.
Wenn ich drauf angewiesen wäre, würde ich mich auch nach Ersatz umsehen.
PS: Demnächst ist Veterama in Ludwigshafen (Rheinlandpfalz). Dort liegt sowas tonnenweise rum. Zumindest kann man Retrofitter-Kontakte schmieden.
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Beitragvon Buddy » Do Mär 13, 2008 19:13

Ich würde einen neuen Kolben herstellen. Ansonsten Rauf auf die Drahterodiermaschine und einen Spalt herauserodieren, der sich auf allen seiten hin nach unten verjüngt. Zusätzelich sollte es aussehen wie ein puzzelteil, also runde Knacken haben. Dann aus möglichst ähnlichem Material einen stopfen machen. Dann hast du wieder eine gute Festigkeit, kein ferzug und der Riss ist auch weg und kann nicht mehr wandern.

Einziger Nachteil, man sollte sojemanden mit einer Solchen Maschine kennen. Den die Stunden kosten viel Geld auf solchen Maschinen. Dafür passt es dann auch einfach nur perfekt.
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Beitragvon vtwelder » Do Mär 13, 2008 23:15

Ich vertsehe nicht so ganz warum Löten??? und dann noch mit so einem Exoten Lot? Die Schmelztemperatur dieses Ag Lotes liegt um 600 °C, die meisten AlSi Leg. auch in diesem Bereich. Im übrigen, lässat sich Al mit einem Ag Lot Löten? Benetzung????

Warum nicht einfach Schweißen????? Da genaue Legierung Kolben wahrscheinlich unbekannt, würde ich AlSi 12 einaetzen.
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Beitragvon ALLDOG » Fr Mär 14, 2008 7:53

Versuchs mal mit Sauerteig 8)
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Beitragvon Josch » Fr Mär 14, 2008 8:16

@vtwelder... :wink: dieser Thread war ja auch in Bezug auf Löten nicht so 100% ernst gemeint sondern es wurde direkt eine Waldundwiesentheorie zur Diskussion freigegeben. Wie ich den Ersteller des Beitrages verstanden habe, würde er ja auch tendenziell auf "marktwirtschaftliche" Methoden zurückgreifen, wenn man nur was finden würde.
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Beitragvon Justice » Fr Mär 14, 2008 8:37

Beim verändern von Kolben darf man das Gewicht nicht vergessen. Der wird hier beim Löten schwerer. Es soll auch welche geben die feilen an nem Zweitakter was ab. Wen das ein Motor mit mehreren Zylindern ist muß das ausgeglichen werden.
Gibt es den von diesen Motor nicht irgendwo noch welche zum Ausschlachten? Frag doch mal die Ludolfs :lol:
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