Ich habe einen uralten Kompaktlader von Case der immer mal wieder Probleme hat ,die aber immer soweit behoben werden konnten. Inzwischen habe ich mir viel abgekuckt und mache Reparaturen an dem Fahrzeug selbst um Geld zu sparen. Nun ist mir heute zum x-ten male die Kette vorne links gerissen und ich dachte hinten links auch, weil die linke Seite kein Antrieb mehr hat. Ich habe also alles zerlegt um an die Ketten zu kommen und hinten ist sie gar nicht ab Ich kann das Rad nun drehen Andersrum erzählt: das Rad bleibt stehen, obwohl der Antrieb arbeitet. Bitte was ist das denn nun ? Nun bin ich mit meinem Latein am Ende und habe auch keine Kohle mehr für einen Monteur. Hat jemand eine Zeichnung wie sowas aufgebaut ist ?
wie die uralten case lader aufgebaut sind weis ich zwar nicht bin aber mal in den genuss gekommen an einem Bobcat die antriebsketten zu wechseln .
scheint mir ähnlich zu sein ....
jetzt wäre halt interessant zu wissen was genau im inneren des kompaktladers zu sehen ist wenn du das rad hinten links drehst beziehungsweise den ich nehme mal an hydraulikmotor drehen lässt ????
viel sehen kann man ja in dieser Enge nicht. Der Hydraulikmotor treibt die Kette ganz normal an, also sie dreht sich, aber das Rad bleibt stehen.
Wenn ich den Lader hochbocke dann dürfte ,wenn ich am Rad drehe, sich eigentlich nichts bewegen wenn der Antrieb aus ist, aber ich kann das Rad drehen. Das bedeutet, da muss irgendwas abgescherrt sein, aber ich weis ja noch nicht mal ob das Ding wie ein Auto ein Radlager hat .
wahrscheinlich ist der Mitnehmer oder der Scherstift vom Kettenrad die Ursache des Übels. Bitte den Bereich wo das Kettenrad auf der Achswelle sitzt piccobello von Öl und Fließfett säubern und nachsehen ob der Scherstift seinem Namen alle Ehre gemacht hat. Aber vorher die Karre sauber und sicher unterbauen!
gibt es irgendwo im Netz wo man (Frau) sich das mal ansehen kann was ein Scherstift ist , oder wie das heile aussehen muss damit ich den Fehler erkenne ?
Fall ich das sauber bekomme (rausfahren und mal eben Hochdruckreiniger draufhalten geht ja leider nicht) könnte ich versuchen die Kamera drauf zu halten ,ist aber sehr eng dort.
Ein scherstift ist ein Stift, der radial in eine Bohrung gesteckt wird und natürlich auch auf die Nabe, also hier deine Welle und das Kettenblatt.
Wird die Last zu groß, so schert dieser stift in 3 Teile. und das Kettenblatt kann sich ohne eine KRaft zu übertragen auf der Welle drehen.
Ein scherstift ist also nichts anderes wie ein normaler zylinderförmiger Stift, dessen Material genaue Anforderungen erfüllt, damit keine zu großen kräfte übertragen werden können und er aber auch nicht zu früh abschert.
"Die Entscheidung, wofür ich bin, gibt mir doch noch lange nicht das Recht, gegen irgendetwas anderes zu sein, im Sinne von Intoleranz, oder wie." [Stefan Pokroppa]
Boah, wenn der Stift weg ist, komme ich da nicht ran um einen Neuen drauf zu machen.Ich mache mal Fotos von vorne rechts, da habe ich das gleiche Problem, war mir aber egal, weil ich ja noch den hinteren Antrieb hatte.
Wird aber erst morgen was
Ich wohne in Ostfriesland, 15 Km von der Nordsee entfernd
Ostfriesland ist ein bissel weit für einen unverbindlichen Direktblick *schmunzel* ich wohne in der schönen Pfalz ....
auch beim Bobcat ist es in der gegend sehr eng zum arbeiten aber es geht ... wobei ich gar nicht sagen kann wie dort die Kettenräder auf den Achswellen befestigt sind ich nehme mal mehr an mit Passfeder und Seegerring
da du ja a weng abgelegn wohnst (dt.: etwas weiter weg ....) probieren wir mal Ferndiagnose und Fernflick:
1. Kann es sein, dass das Kettenrad unter Parodontose leidet? Zähnchen alle ziemlich abgefahren? Dann kann die Kette auch nicht mehr g`scheit Kraft übertragen. Wenn die Zähne schlecht sind, muss das Kettenblatt getauscht oder aufgearbeitet werden.
2. Wenn du das Kettenblatt von Hand drehst, bewegt sich dann auf der Aussenseite die Radnabe mit oder nicht? (Test durch gegenseitiges Verdrehen der beiden Teile)
3. Wenn das Kettenblatt dreht und die Radnabe sich nicht dreht, dann bitte Kronenmutter und Beilagscheibe runterschrauben, bißchen säubern und schauen wo der Keil (Paßfeder) abgeblieben ist. Das Kettenblatt wird wahrscheinlich mit einem Keil oder Paßfeder auf der Achse arretiert und mit der vorgelegten Beilagscheibe und Kronenmutter gesichert. Kannst auch gerne ein Bild machen. Dann geht Fernrep in die nächste Runde.
Viel Erfolg.
Um den Verschleißzustand der Kette zu messen, brauchst du eine Lehre, das Kettenblatt kanste so prüfen.
Du Legst die Kette um das Blatt und ziehst die Kette ab. wenn du mehr wie den halben Zahn siehst, ist es verschlissen. Dann solltest du es austauschen.
"Die Entscheidung, wofür ich bin, gibt mir doch noch lange nicht das Recht, gegen irgendetwas anderes zu sein, im Sinne von Intoleranz, oder wie." [Stefan Pokroppa]