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Kranwagengemeinschaft Aufteilung Anschaffungs-/Betriebskoste

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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21 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Kranwagengemeinschaft Aufteilung Anschaffungs-/Betriebsk

Beitragvon wald5800 » So Mai 23, 2021 10:20

Einerseits willst austreten aus einer Gemeinschaft, "weil es nicht mehr gepasst hat", anderseits willst nochmal das Risiko eingehen! Gibt genug kleinere RW schon am Markt. Fährst halt einmal öfter, dafür kannst den Wagen jederzeit hernehmen, (auch für andere Dinge als Holz führen) Muss ja nicht ein megageiler RW mit allen Finessen sein. Wenn ich jetzt schon nicht mehr zufrieden bin mit der Gemeinschaft, wie soll es dann mit neuen zusammen gewürfelten Teilnehmern sein? Ja, wie schon geschrieben wurde, wer kontrolliert immer den Zustand des zurück gebrachten RW?
Holzspalter kann mit einem Rückewagen nicht vergleichen. Da wird die Gemeinschaft schon funktionieren.
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Re: Kranwagengemeinschaft Aufteilung Anschaffungs-/Betriebsk

Beitragvon Redriver » So Mai 23, 2021 11:09

Hallo,
ob eine Gemeinschaft funktioniert liegt eigentlich an jedem Einzelnen. Es gibt die, welche nur darauf aus sind ein paar Dumme zu finden welche meine Maschine mitfinanzieren, dann gibt es welche die das Gerät behandeln als wäre es ihr eigenes und gehen sorgsam damit um,und es gibt welche die sich den Luxus gönnen auf einen Rw zurückzugreifen können wenn man möchte. Ob es wirklich funktioniert weis man erst nach Jahren. Das wichtigste ist ein ordendlicher Vertrag und das schriftlich und hier auch festhalten wie es bei Schäden gehandhabt wird.
Ich würde da sogar soweit gehen das auf Beschluß jemand die Gemeinschaft verlassen muß.
Der Wagen muß immer beim gleichen stehen und der hat sich zu kümmern, selbstverständlich auch hier ein kleines Entgeld einplanen. Auch kann man den Standort wechseln wenn es nicht passt.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
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Re: Kranwagengemeinschaft Aufteilung Anschaffungs-/Betriebsk

Beitragvon Jeff Tarango » So Mai 23, 2021 12:40

Eigentlich war meine Fragestellung ja, ob jemand ein Berechnungsmodell weiß, wie man die Anschaffungskosten einer Maschine auf die tatsächliche Nutzungsdauer umlegen kann, statt sie einfach nach Köpfen oder Flächenausstattung aufzuteilen, so dass der Kostenanteil jedes Gemeinschaftsmitglied sich nach der tatsächlichen Nutzung richtet, und niemand bevorteilt/benachteiligt wird oder die kleineren Mitglieder die Großen quasi mitfinanzieren.

Was ich nicht wollte, war eine allgemeine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Maschinengemeinschaften vs. Alleineigentum, bzw. ob Maschinengemeinschaften überhaupt funktionieren. Davon gibts im Forum ja zuhauf.

Es hat sich aber nun ergeben, dass sich die Ausgangsvoraussetzungen für unsere neu zu gründende Maschinengemeinschaft nochmal gravierend ändern. 2 Kandidaten, die letzte Woche schon zugesagt hatten, haben nun wieder abgesagt. Es handelt sich dabei um die 2 kleineren Kandidaten, die nur 2 ha bzw. 4 ha zu bewirtschaften gehabt hätten. Übrig bleibt jetzt noch ein Pärchen, von denen jede/r einen eigenen Wald besitzt und das zusammen zufällig exakt die gleiche Flächenausstattung hat wie ich. Das Paar wohnt in der Nachbargemeinde, aber er kommt aus der gleichen Gemeinde wie ich und sein Wald liegt nicht weit von mir, außerdem hat er auch schön öfters über den Maschinenring in unseren Wäldern gearbeitet. Und sie war genau wie ich bisher Mitglied in der bestehenden Kranwagengemeinschaft, hatte den Gemeinschaftsanteil auch bei der Betriebsübernahme mit übernommen, ist ebenfalls Nebenerwerblerin und konnte/wollte genau wie ich nicht weiter in dieser Gemeinschaft bleiben. Leider liegt ihr Hof ein schönes Stück von mir entfernt, daher haben wir schon vereinbart, dass wir den Kranwagen abwechselnd für mindestens mehrere Wochen bis Open End bei ihr und dann bei mir stationieren. Außerdem kommt er, wenn er zu seinem Wald will, automatisch bei mir vorbei, und umkehrt komme ich automatisch an Ihrem Hof vorbei, wenn ich zu meinem zweiten Waldgrundstück fahre, das in der Nachbargemeinde liegt. So sollten sich die Überstellungsfahrten auf ein Minimum reduzieren lassen.

Da wir also jetzt nur mehr zu zweit/dritt sind, wird zwar für jeden mehr zu zahlen sein, dafür wird die Aufteilung der Anschaffungskosten wesentlich einfacher, es wird wohl auf eine 50:50-Teilung der Anschaffungskosten hinauslaufen, die Aufteilung der Betriebskosten müssen wir heute noch ausdiskutieren, vielleicht verzichten wir sogar auf den Stundenzähler und teilen auch hier 50:50, schau ma mal. Beim zu kaufenden Modell sind wir uns im wesentlichen auch einig bis auf einige Detailfragen, so dass wir wohl nächste Woche schon bestellen können. Was wir noch klären müssen ist, ob wir uns für die Zukunft die Option offenhalten wollen neue Mitglieder aufzunehmen oder nicht, und wenn ja zu welchen Bedingungen.

Also eigentlich ist damit die Frage nach einem Berechnungsmodell zur Aufteilung der Anschaffungskosten nach Nutzungsstunden obsolet, aber falls doch noch jemand seine Erfahrungen teilen oder sein Modell präsentieren möchte, dann bitte sehr, vielleicht wird es ja doch noch mal benötigt falls wir die Gemeinschaft irgendwann erweitern.
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Re: Kranwagengemeinschaft Aufteilung Anschaffungs-/Betriebsk

Beitragvon Jeff Tarango » So Mai 23, 2021 14:24

Um noch zu den Fragen zurückzukommen, warum ich denn aus der alten Gemeinschaft aussteige, nur um dann eine neue zu Gründen, und warum ich mir nicht alleine einen kaufe.

In der bisherigen Gemeinschaft hat es für mich aus mehreren Gründen nicht gepasst. Die wurde schon vor >20 Jahren gegründet, war damals wohl die erste Kranwagengemeinschaft in unserer Gegend mit ca. 12 Gründungsmitgliedern, darunter mein Vater, und da das allgemeine Interesse damals noch sehr verhalten war, waren die Mitglieder über ein großes Gebiet verstreut. Die Maschine war und ist hinter mehreren Hügeln und Ortschaften in knapp 10 km Entfernung stationiert, was alleine 45 Minuten Fahrtzeit pro Strecke ergibt. Mit der Zeit sind dann einige Mitglieder ausgetreten und haben in ihren Ortschaften eigene Gemeinschaften gegründet oder sich einen eigenen Kranwagen gekauft. Vor 10 Jahren wurde dann von den damals noch 8 Mitgliedern ein neuer Kranwagen gekauft, der schon eine Nummer größer war und für unsere Verhältnisse und unseren Traktor eigentlich schon etwas zu schwer war. Und da dieser mittlerweile auch schon wieder 5000 Stunden drauf hat und nahe dem Lebensende ist, haben die größeren Mitglieder, die Vollerwerbler mit den 100PS-Traktoren, beschlossen, sie wollen jetzt noch einen größeren, teureren und schwereren Wagen kaufen, Anschaffungspreis > 50.000 Euro.

Was ebenfalls nicht passte war, dass der Kranwagen eben 45 Fahrminuten entfernt stationiert war, also schnell mal ein paar Kleinigkeiten erledigen konnte man vergessen. Da ein paar der Mitglieder nicht weit von mir liegen, habe ich immer geschaut dass ich ihn mir von dort holen kann, aber mehr als 2-3 Tage am Stück hatte ich ihn nie zur Verfügung, und da musste ich oft meist auch noch am Sonntag oder Feiertag fahren, weil dann hat ihn schon wieder der nächste benötigt oder er war nach dem Wochenende wieder zur Basisstation zurückzubringen.

Und zu guter Letzt hatte ich eben auch das Gefühl, die Vielnutzer mitzufinanzieren, da wir (mein Vater) eben 1/8 der Anschaffungskosten getragen haben, aber nur ca. 1/20 der gesamten Betriebsstunden beigetragen haben, während andere eben weit mehr Stunden raufgemacht haben und die Maschine übermäßig abgenutzt (aber dafür auch wieder repariert) haben.

Damit blieb den übrigen kleineren Mitgliedern praktisch keine andere Wahl, als jetzt auszusteigen und Alternativen zu suchen. Mein Nachbar hatte Glück und konnte bei der lokalen Gemeinschaft hier im Ort unterkommen, aber die hatten auch schon rund 10 Mitglieder und wollten nur einen Neuen aufnehmen, da gerade ein Platz frei wurde. So sind wir zu zweit/dritt übriggeblieben, und werden uns jetzt gemeinsam einen kleineren Kranwagen anschaffen, der zu unseren 70PS-Traktoren und unseren finanziellen Möglichkeiten passt.

Unser Topkandidat würde je nach Ausstattung rund 26.000 Euro kosten, bei 50:50-Teilung wären das dann 13.000 Euro, was eigentlich eh schon über meiner Schmerzgrenze liegt, darum wollten wir ja eigentlich noch 1-2 zusätzliche Mitglieder finden, um die finanzielle Last auf mehr Schultern zu verteilen. Alleine würde sich um diese Summe wohl eben nur ein Schrotthaufen ausgehen, oder ein Spielzeug. Von der Krangröße (7,2 m sind geplant) wird der neue eh schon ein Rückschritt, die 8,5 m vom alten Kran werde ich bestimmt noch vermissen. Dafür lässt sich in der neuen 2er-Gemeinschaft sicher weit entspannter arbeiten, wenn man weiß dass man den Kranwagen nicht gleich am nächsten Tag sondern erst in ein paar Wochen wieder zurückbringen muss. Und die Lebensdauer vom Kranwagen wird sich von bisher 10 Jahren sicher ebenfalls wesentlich erhöhen, ich schätze, wir werden gesamt wohl auf kaum 100 Betriebsstunden im Jahr kommen, aber vielleicht werden es eh mehr, weil wenn man ihn öfter zur Verfügung hat, wird man ihn auch öfter einsetzen. Ich würde ja gerne zusätzlich noch eine Aufsetzkippmulde anschaffen, dann hätten wir auch noch ein super Baustellenfahrzeug, aber die anderen sind bisher eher dagegen, und alleine wärs mir dann wieder zu teuer. Bräuchte ich noch eine Kippergemeinschaft :lol:

Also ich bin optimistisch, dass alles klappen wird mit der neuen Gemeinschaft und dem neuen Kranwagen, ich gebe dann noch Bescheid, was für ein Modell wir uns bestellen.
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Re: Kranwagengemeinschaft Aufteilung Anschaffungs-/Betriebsk

Beitragvon Ecoboost » Mo Mai 24, 2021 11:10

Servus,

frage doch mal den wold wastl (https://www.instagram.com/woldwastl/) wie die dass mit der Gemeinschaft geregelt haben.
Meines Wissens ist der in einer Heizwerksgenossenschaft mit dabei, der Rückewagen wird vom örtlichen Heizkraftwerk gestellt und kann von den Mitgliedern wohl kostenlos genutzt werden.
Ist zwar eine ganz andere Ausgangsbasis wie bei dir aber vielleicht kann er ja dir einen guten Tipp geben!?
Der Stepa-Wagen hat inzwischen um die 8.000 Bh runter und soll demnächst wohl auch getauscht werden.
Da sehe ich halt ebenso einen erheblichen Nachteil an Gemeinschaften wenn zu viele dabei sind. Neben der engen Zeitspanne wo man den Wagen selbst nutzen kann wird so ein Wagen wegen der hohen Stundenleistungen durchschnittlich alle 10 Jahre mal ausgetauscht werden müssen.

Gruß

Ecoboost
Wenn eine Frau schweigt soll man sie nicht unterbrechen. :roll:
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Re: Kranwagengemeinschaft Aufteilung Anschaffungs-/Betriebsk

Beitragvon Jeff Tarango » Mo Mai 24, 2021 21:04

So, nach mehrstündigen intensiven Beratungen haben wir uns geeinigt, dass wir uns ganz bestimmt nachträglich ärgern würden, und deshalb nehmen wir doch wieder einen 8,5 m Kran :mrgreen: Das bissl Aufpreis wird sicher noch Gold wert sein.

Ein paar kleine Details sind jetzt mit dem Händler noch zu klären, dann können wir diese Woche bestellen. Haben vorerst noch nicht mal einen Vertrag erstellt, Handschlag genügt uns (also kein physischer Handschlag wegen Corona), sogar auf den Stundenzähler verzichten wir, es reicht ein Aufzeichnungsbuch.

Fun Fact: die beiden anderen Kandidaten, die zuerst zugesagt und dann wieder abgesagt haben (ein Nachbar und ein Verwandter von meinen neuen alten Mitgemeinschaftern), hatten ja von sich aus Interesse gezeigt, bei uns mitzumachen. Sie sind aber derzeit noch in einer anderen Gemeinschaft dabei und wurden zum bleiben überredet. Einer war dort sogar der Koordinator und Maschinenwart und hat das offenbar so gut gemacht, dass sie ihn nicht gehen lassen wollen. Da aber auch in dieser Gemeinschaft der Kranwagen ausgetauscht werden müsste und diese Frage noch offen ist, wollten der Nachbar und der Verwandte eben die Chance nützen, um zu uns zu wechseln.

Wir behalten uns jetzt mal die Option offen, nachträglich noch neue Mitglieder in unsere Gemeinschaft aufzunehmen, unter Bedingungen die noch festzulegen sind.
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