Von einem Schallpegelgutachten habe ich noch nichts gehört. Sollen die vom TÜV doch selber messen und beurteilen. Ist doch schlimm genug der Unsinn mit dem Abgasgutachten.
Aber jetzt zurück zum Thema, wie habe ich es gemacht. Da ich so etwas schon geahnt habe mit dem festen TÜV, habe ich mich an meinen Händler gewandt, der mir den kleinen Yanmar verkauft hat. Er hat mir gesagt was ich an Beleuchtungseinrichtungen nachrüsten muss. Dabei war ein Bremslicht nicht erforderlich. Habe dann alles angebaut, zzgl. Bremslicht und Rückspiegel. Traktor auf den Hänger verfrachtet und zu dem 100 km entfernten Händler gefahren. Dort kam dann eine Außendienstmitarbeiterin vom TÜV. Man ist um den Traktor herumgelaufen, hat sich den Reifentyp angesehen, Maße genommen und dies alles mit dem Datenblatt vom Hersteller verglichen. Irgendwann kam der Händler nochmal raus und hat gefragt ob die Hupe geht und gut war. Danach konnte ich den Traktor wieder auf den Hänger stellen und bekam ein TÜV Gutachten und eine TÜV-Bescheinigung (2 Jahre TÜV), Fahrzeug ohne Mängel.
Alternativ hatte ich schon bei einem Kubota Händler in Ostdeutschlan angefragt, die wollten ca. 500 € haben. Traktor muss aber auch bei ihm der DEKRA vorgeführt werden. Einfach anrufen, sind sehr freundlich und hilfsbereit, nach Herrn [Zensiert] fragen.
Bezüglich Straßenzulassung:
Nach Umrüstung des Traktors in Eigenregie, kann bei uns die Dekra-Betriebserlaubnis für 350,00 Euro erstellt werden.
Dazu müssen Sie den Traktor in Eigenleistung umrüsten, folgendes muss nachgerüstet werden: Standlicht, Bremslicht sowie eine Warnblinkanlage.
Oder wir liefern einen fertigen KFZ-Brief für 990,00 Euro und haben den Traktor elektrisch umgerüstet.
Das Fahrzeug ist erstzugelassen auf Firma xxxxx und Sie müssen nur die Umschreibung auf der Zulassungsstelle vornehmen.
Wenn Sie Ihren eigenen Traktor bei uns zulassen möchten, dann muss der Traktor hier vorgestellt werden und wird technisch abgenommen. Sie können den Traktor auch in Eigenregie selbst elektrisch umrüsten.
Um den KFZ-Brief erstellen zu können, brauchen wir noch einen Verzollungsnachweis von Ihrem Traktor oder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Wenn Sie das nicht nachweisen können ist eine Nachverzollung erforderlich, die ca. 500,00 bis 800,00 Euro kosten kann.
Ich hatte nur nachher mit der Zulassung Probleme, da ich keine Papiere hatte. Denen reichten die TÜV-Unterlagen so nicht. Die Lösung war dann wie folgt:
1. In die Verlustanzeige für Papiere rein geschrieben, dass ich keine Papiere besitze und der Traktor aus Japan kommt.
2. Zollbescheinigung (ein unbedingtes muss) vorgelegt und wurde von der Zulassungsstelle eingezogen
3. Kaufvertrag vorgelegt, dort wurde die Nummer der Ersatzpapiere eingetragen und damit der Kaufvertrag den Papieren zugeordnet.
4. Schriftliche Bestätigung vom Händler per Fax eingeholt, dass ich den Traktor dort ohne Papiere erworben habe.
5. TÜV Gutachten wurde einbehalten
6. Vorlage TÜV-Bescheinigung (2Jahre TÜV)
7. Versicherungsnachweisnummer (bekommt man heute telefonisch von der Versicherung)
Dann lief alles wie geschmiert. Achte darauf, dass Du ein kleines Kennzeichen für Moped bekommst, geht ohne Probleme, wenn man darauf hinweist.
Versicherung musst Du aufpassen, je nach Einsatz des Traktors sind hier mehr als 150 € Unterschied möglich. Da die LVM in dem Thema am besten unterwegs würde ich dort zuerst ein Angebot einholen. Danach vergleichen lohnt aber immer.
Wenn Du noch Fragen hast melde Dich wieder.
Garf
