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Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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28 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Servus 67 » Do Jan 12, 2023 12:07

In den letzten 5 Jahren hatten wir in großen Teilen Deutschlands 4 Dürrejahre.
In Maisanbaugebieten schwanken die Feuchtmaiserträge zwischen 3 bis 17 Tonnen. Das Ertragsrisiko ist somit deutlich größer als das Preisrisiko.

Wäre es möglich und sinnvoll Klauseln zu verfassen um das Risiko zwischen Eigentümer und Pächter aufzuteilen.
So ist der Istzustand in den meisten Bundesländern
https://www.wochenblatt.com/frage-und-a ... 01449.html
So bedeutet das, wenn Preise als Folge von Dürren steigen, eine Pachterhöhung ansteht obwohl man nur die Hälfte erntet.

(Bitte keine freundlichen Anspielungen wie "mach doch wie du willst". So etwas funktioniert nicht im Einzelfall sondern nur wenn es offizielle Empfehlungen gibt)
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon bauer hans » Do Jan 12, 2023 13:20

verträge mit preisanpassung gabs früher in SH,festpreis und anteil am weizen.
ist heute schwierig,weil nachfrage höher als das angebot ist.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Servus 67 » Do Jan 12, 2023 13:34

bauer hans hat geschrieben:verträge mit preisanpassung gabs früher in SH,festpreis und anteil am weizen.
ist heute schwierig,weil nachfrage höher als das angebot ist.


In Zeiten des Rittertums ging es ja noch fairer zu, als man nur den "Zehnten" abgeben musste. Da ging es nach Ertrag.
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon 210ponys » Do Jan 12, 2023 19:25

ganz klar 5% mehr jedes Jahr!
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Servus 67 » Fr Jan 13, 2023 9:58

210ponys hat geschrieben:ganz klar 5% mehr jedes Jahr!


Warum nicht 10%?

An einer Neuausrichtung der Landpachtgesetze scheint kein Interesse zu bestehen. Die aktive Landwirtschaft ist zur Minderheit geworden was sich auch hier widerspiegelt. Um ehrlich zu sein, wenn ich keine Kinder hätte die Interesse haben, würde ich auch sofort die Seiten wechseln und hohe Pachtpreise toll finden. :cry:
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon 210ponys » Fr Jan 13, 2023 10:09

naja das die Aktiven Landwirte zur Minderheit geworden sind, daran sind Sie selber nicht so unschuldig! Man konnte doch nicht abwarten bis der Nachbar zugenagelt hat, und dann wurde sich heimlich ins Fäustchen gelacht! Aber das von den paar wo es in jedem Ort noch gibt auch einer der kleine irgendwann ist! Soweit reichte das Hirnschmalz nicht!
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Servus 67 » Fr Jan 13, 2023 12:06

210ponys hat geschrieben:naja das die Aktiven Landwirte zur Minderheit geworden sind, daran sind Sie selber nicht so unschuldig! Man konnte doch nicht abwarten bis der Nachbar zugenagelt hat, und dann wurde sich heimlich ins Fäustchen gelacht! Aber das von den paar wo es in jedem Ort noch gibt auch einer der kleine irgendwann ist! Soweit reichte das Hirnschmalz nicht!


So etwas habe ich schon oft gehört. Leider fehlt es an Kollegialität unter den Bauern, und wenn Höfe aufgegeben werden, gönnt man dem Übernehmer nicht das Schwarze unter den Fingernägel. Ich plane Hofübergabe oder auch gedanklich nebenbei eine Hofaufgabe. da habe ich mich hypothetisch mit der Frage beschäftigt, an wen ich wohl verpachten würde. Da steht bei mir das Persönliche und die Wertschätzung des Pachtgegenstandes im Vordergrund. Nicht der höchste Preis. Aber noch ist es nicht so weit.

Wenn es wahr ist, dass wir nur noch gut 16000 Schweinebauern haben, ist auch irgendwann ein Kipp-Punkt erreicht. Wenn der Flächenbedarf für 1000 Mastplätze ca. 60ha sind, kann auch in der Geschwindigkeit keine Nachfrage durch Freiflächen PV entstehen.
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon langholzbauer » Fr Jan 13, 2023 12:29

Hallo,
zu einem guten Pachtverhältnis gehört eben etwas mehr, als am meisten Pacht zu bieten und immer pünktlich zu zahlen!
Wer mit seinen Verpächtern vernünftig kommuniziert und über's Jahr die "weichen Faktoren" pflegt ist da deutlich im Vorteil, wenn es um eine Anpassung der Pachtzahlungen geht.
Mit weichen Faktoren meine ich mal ein freundliches Gespräch, obwohl die Arbeit drückt, oder mal eine Schaufel Mist für den Garten, ein Sack Stroh für den Hundezwinger oder vieles ähnliches...

Die weit entfernt wohnenden Höchstpreisverpächter sind immer eine tickende Zeitbombe.
Da kann nur über die vereinbarte Pachtzeit geplant werden.
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Schoofseggl » Fr Jan 13, 2023 14:28

langholzbauer hat geschrieben:Hallo,
zu einem guten Pachtverhältnis gehört eben etwas mehr, als am meisten Pacht zu bieten und immer pünktlich zu zahlen!

Die weit entfernt wohnenden Höchstpreisverpächter sind immer eine tickende Zeitbombe.
Da kann nur über die vereinbarte Pachtzeit geplant werden.

Hier möchte ich mal aus Verpächtersicht einhaken.
Dazu beschreibe ich am besten meine Situation, Grünland, verpachtet an 2 Pächter, A hat den größten Teil davon in zweiter Generation in Pacht, allerdings wird er wohl keinen Nachfolger haben, B eine Wiese seit ein paar Jahren, wachsender Betrieb mit Flächenbedarf.
Als Verpächter möchte ich natürlich einen angemessenen Preis sehen, aber auch einen vernünftigen Umgang mit der Pachtsache, hier steht meine Gewichtung eher beim vernünftigen Umgang da ich die Flächen jeden Tag sehen muss.
A leistet dies vorbildlich auch wenn es hin und wieder Meinungsverschiedenheiten gab die sich im Gespräch lösen ließen, die letzte Pachtanpassung war im Zuge der Euroeinführung auf den nächsten geraden Betrag, die Flächen sehen wie geleckt aus. Der kann auf dem Pachtniveau von mir aus machen bis er in Rente geht so lange das so gepflegt bleibt.
B hat zwar viel versprochen, ich muss aber leider sehen dass jetzt schon die Ränder stehen gelassen werden und verbuschen.
Irgendwann wird A aufhören das wissen auch die anderen, so einmal im halben Jahr klingelt bei mir das Telefon und der eine oder andere bekundet schon mal sicherheitshalber sein Interesse an den Flächen wenns so weit ist. Wenn ich sehen wie die alle wirtschaften vergeht es mir jetzt schon. Entweder ich geh gleich auf maximalen Preis weil die Flächen sowieso kaputtgewirtschaftet werden oder ich verpachte gar nicht und mach irgend was mit Naturschutz oder Streuwiese und nehm die Förderungen selbst mit.
Es liegt also nicht immer nur am Preis sondern auch an der dargebotenen Leistung. Wenn beide nur das Maximum für sich rausholen wollen wird die Wiese halt immer schlechter.
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon bauer hans » Fr Jan 13, 2023 15:16

Schoofseggl hat geschrieben:Es liegt also nicht immer nur am Preis sondern auch an der dargebotenen Leistung. Wenn beide nur das Maximum für sich rausholen wollen wird die Wiese halt immer schlechter.

es liegt aber auch an pächtern,die über land ziehen und verleumden.
dagegen kann man nichts tun,oder erst,wenn ein pächter den verpächter anfragt,ob er dessen fläche mit einem anderen tauschen darf und ihm mitgeteilt wird,mit allen darfste tauschen,nur mit dem einen eben nicht.
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Servus 67 » Fr Jan 13, 2023 16:47

Wenn ich das alles so lese merkt man, dass es regional sehr unterschiedlich ist.
Ich bin ja mit meinem Eingangsproblem Dürre ja auch beim Kreislandvolk gewesen. Man kann die Argumente nachvollziehen sagt aber, dass man das nicht anfassen kann weil dann ein Teil der Mitglieder Nachteile hätten und das riesen Ärger geben würde.

Die Pächter konkurrieren noch als aktive Landwirte untereinander und so ist man in einer gaaanz schwachen Position.

Ein Problem entsteht oft dann, wenn bei Verpächtern ein Generationswechsel stattfindet und der Erbe von Landwirtschaft und Bodenschutz nichts versteht. Und man braucht das Geld. Deshalb wären Veröffentlichungen gut die z.B. beschreiben, wie schnell man Humus abbauen kann und wie lange es dauert diesen wieder aufzubauen. Das muss von offizieller Stelle erfolgen damit man das auch glaubt.
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon 210ponys » Fr Jan 13, 2023 20:43

Servus 67 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:


So etwas habe ich schon oft gehört. Leider fehlt es an Kollegialität unter den Bauern, und wenn Höfe aufgegeben werden, gönnt man dem Übernehmer nicht das Schwarze unter den Fingernägel. Ich plane Hofübergabe oder auch gedanklich nebenbei eine Hofaufgabe. da habe ich mich hypothetisch mit der Frage beschäftigt, an wen ich wohl verpachten würde. Da steht bei mir das Persönliche und die Wertschätzung des Pachtgegenstandes im Vordergrund. Nicht der höchste Preis. Aber noch ist es nicht so weit.

Wenn es wahr ist, dass wir nur noch gut 16000 Schweinebauern haben, ist auch irgendwann ein Kipp-Punkt erreicht. Wenn der Flächenbedarf für 1000 Mastplätze ca. 60ha sind, kann auch in der Geschwindigkeit keine Nachfrage durch Freiflächen PV entstehen.

das kann ich so nicht bestätigen! Wir hatten lange zeit wiesen verpachtet mit einer Pachterhöhung in 16 Jahren! Aber immer hat der Pächter gemeint er käme zu kurz! Wenn ich Land vor der Haustüre human gepachtet hab, sollte ich den Sack mit den tricks und Lumpereien einfach zuhause lassen...
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Schoofseggl » Fr Jan 13, 2023 21:27

210ponys hat geschrieben:das kann ich so nicht bestätigen! Wir hatten lange zeit wiesen verpachtet mit einer Pachterhöhung in 16 Jahren! Aber immer hat der Pächter gemeint er käme zu kurz! Wenn ich Land vor der Haustüre human gepachtet hab, sollte ich den Sack mit den tricks und Lumpereien einfach zuhause lassen...

Zu kurz kommen, naja, ich argumentiere erst mal mit den Flächenprämien. Nimmt mein Pächter mehr Flächenprämie von der Fläche als er Pachtzins und BG zahlt braucht er sich nicht zu beklagen. Primär sagt er ja braucht er die Fläche zur Futtergewinnung, erwirtschaftet er also Pacht und BG durch die Prämien hat er die Fläche eh schon umsonst.
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon langholzbauer » Fr Jan 13, 2023 22:08

Da ist schon wieder so ein ganz schlauer Verpächter, der dem noch aktiven Landwirt vorrechen kann, wieviel er auf der Fläche verdient, aber selbst zu faul ist, es zu machen. :wink:
:lol: :lol:
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Re: Landpachtverträge in Zeiten des Klimawandels

Beitragvon Stoapfälzer » Fr Jan 13, 2023 22:19

Für eventuelle Ausfälle kann der Bewirtschafter seit diesem Jahr eine staatlich geförderte Mehrgefahrenversicherung abschließen oder Hagelversicherung Sturm Hochwasser was auch immer.

Das Risiko eines Ausfalls liegt meiner Meinung nach reim beim Pächter, dass muss er vor Pachtunterzeichung einfach mit einkalkulieren.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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