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Landwirtesubvention oder Verbrauchersubvention?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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26 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Enteignung von Betrieben

Beitragvon oberjaeger » Fr Sep 14, 2007 10:46

freischütz hat geschrieben:Natürlich gehört auch die Enteignung von Betrieben hinzu, welche größer als sagen wir mal 100 ha ( ist verhandelbar, je nach Anzahl der Beschäftigten ) sind. Die freigewordenen Flächen sind an landlose Bauern zu vergeben ! Und das funktioniert auch ohne Subventionen oder Ausgleichzahlungen.


Hmmm, das hört sich ja fantastisch an, frage mich warum darauf noch keiner gekommen ist... oh halt warte mal, in der ehemaligen SBZ wurde das ja so gemacht und die Sowjetunion hat es auch probiert und klar, vor 1945 wurde alles nicht "gesinnungskonforme" Land an bessere Menschen gegeben...
Dem aufmerksamen mitdenkenden Leser wird vielleicht aufgefallen sein, dass all diese Systeme nicht mehr existieren, meiner Meinung nach nicht genau deswegen, aber zumindest auch wegen solcher undurchdachten Schritte.
Ich gebe dir in sofern recht, dass man dann ohne Subventionen und Ausgleichszahlungen auskommen KANN. Diese werden aber durch Bürokratie (wie willst du denn sonst das Land gerecht an jeden verteilen) und Sozialhilfe (ich bezweifele, dass sofort die Verbraucherpreise anziehen und jede Familie glücklich in ihrer kleinen selbstproduzierten Welt leben kann, gemäß dem Motto "Naja, immerhin haben wir ja uns") aufgefressen werden.

Und was passiert dann? Wie willst du Besitzverhältnisse regeln? auch so, dass kein Handel möglich ist? Oder hat der Staat den ganzen Boden und muss ihn noch verwalten? Mit mehr Bürokratie? Wie willst du die Bauern vor Billigimporten schützen? Komplette Außenhandelsabschottung? Aber was passiet dann mit den Dritten Welt Ländern, die auf Agrarexporte angewiesen sind (wenn das so toll klappt, wird sich ja nicht nur Deutschland so verhalten)?

Ich glaube dein Plan ist nicht ganz durchdacht! Im übrigen war er das auch bei den historischen Vorbildern nie! Und ehrlich gesagt, wird mir schlecht, wenn ich sowas lese und wie unverklärt Leute nichts aus der Geschichte gelernt haben.
Außerdem ist der von Agrarian angesprochene Aufstand gar nicht soweit weg. Vor 6 Wochen die Milchpreiserhöhung? Vor drei Wochen andere Lebensmittel im Diskounter? Ich bin ja noch lernfähig, aber wie willst du sowas umsetzen??? Unmöglich und auch komplett unerwünscht.
Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter!
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Kibbuzsystem in Israel

Beitragvon freischütz » Fr Sep 14, 2007 20:51

Na ja, nun mal halblang. Das System der LPG,s in der Gott sei Dank nicht mehr existierenden DDR war ja auch nicht so ganz schlecht. Auch das leider auch auf dem absteigende Ast befindliche, aber noch existierende Kibbuzsystem in Israel, hat / hatte auch etwas für sich.

Was ich vergaß zu erwähnen ist, das der Landwirt 100 ha behalten darf, alles was darüber hinaus ist, wird sozialisiert, bzw. zum aufstocken kleinerer Betriebe bis diese auch 100 ha groß sind verwendet ! Pro zuätzlichem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, welcher geschaffen wird, ohne Familienmitglieder, ist höherer Grundbesitz als 100 ha möglich. Da sollte eine Staffelung vorgesehen werden. Etwa der 1. neue Arbeitsplatz 20 ha, 3 neue Arbeitsplätze 70 ha usw. Dies sind keine absoluten Zahlen und sollten mathematisch abgesichert ausgehandelt werden.
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Beitragvon estrell » Fr Sep 14, 2007 22:11

Wann schreibt ihr euer eigenes "kleines, rotes Buch"?

Hach, nee, wat is dat schön, der Weltfrieden naht!

Ein Kumpel von mir behauptet steif und fest - das der Kommunismus gescheitert ist lag nur an der Intervention der USA und ihrer Geheimdienste.... hätte es die USA nicht gegeben hätten wir überall blühende Landschaften.....
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Kibbuzsystem in Israel

Beitragvon Hoschscheck » Sa Sep 15, 2007 8:24

freischütz hat geschrieben:Was ich vergaß zu erwähnen ist, das der Landwirt 100 ha behalten darf, alles was darüber hinaus ist, wird sozialisiert, bzw. zum aufstocken kleinerer Betriebe bis diese auch 100 ha groß sind verwendet ! Pro zuätzlichem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, welcher geschaffen wird, ohne Familienmitglieder, ist höherer Grundbesitz als 100 ha möglich. Da sollte eine Staffelung vorgesehen werden. Etwa der 1. neue Arbeitsplatz 20 ha, 3 neue Arbeitsplätze 70 ha usw. Dies sind keine absoluten Zahlen und sollten mathematisch abgesichert ausgehandelt werden.


Hallo freischütz,

Donnerwetter das sind aber Gedankengänge. Und das schreibt jemand, der kleine Bienen um ihren Arbeitserfolg bringt und den Honig verkauft. Ausbeuter
Nur freiheitliche Staaten können wirklich prosperieren.

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Beitragvon SHierling » Sa Sep 15, 2007 11:10

Nur freiheitliche Staaten können wirklich prosperieren.

Na, dann mal los, hier
http://www.landtreff.de/viewtopic.php?p=168732#168732
kannst Du Deine freiheitlichen Prosperierun*g*en gleich mal mit ein paar guten Ratschlägen belegen.

Grüße
Brigitta
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon Tyler Durden » Sa Sep 15, 2007 11:54

Hallo,

na freischütz den sozialisierungseffekt müsstest du mir dann schon mal genauer erklären.
bis hierhin sehe ich bei deinem gedankenspiel nur eine direkte subvention kleiner betriebe auf kosten der großen. verstehe nicht ganz welche sozialen effekte davon ausgehen sollen. was die beschäftigung und einkommen in der landwirtschaft angeht wird es wohl eher ein nullsummenspiel wenn nicht sogar ein negativer effekt. aber ein stabilisierender einfluss auf die märkte, verbraucherpreise versorgungssicherheit usw. sind mir da doch eher ein rätsel....

1. Die Produktivität der Landwirtschaft durch Förderung des technischen Fortschritts, Rationalisierung der landwirtschaftlichen Erzeugung und den bestmöglichen Einsatz der Produktionsfaktoren, insbesondere der Arbeitskräfte, zu steigern;
2. Der landwirtschaftlichen Bevölkerung, insbesondere durch Erhöhung des Pro-Kopf-Einkommens der in der Landwirtschaft tätigen Personen, eine angemessene Lebenshaltung zu gewährleisten;
3. Die Märkte zu stabilisieren;
4. Die Versorgung sicherzustellen;
5. Für die Belieferung der Verbraucher zu angemessenen Preisen Sorge zu tragen. [code]

Das alles funktioniert auch ohne Subventionen oder Ausgleichzahlungen.


details sind erwünscht denn bisweilen sind wir ja nicht über die umverteilung der produktionsmittel hinausgekommen

gruß tyler
Wisdom is sold in the desolate market where none come to buy,
And in the wither'd field where the farmer plows for bread in vain.
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Beitragvon SHierling » So Sep 16, 2007 6:50

Hallo,
mit unser verfassung nicht vereinbar, und irgendwie auch asozial !

Na, so ist es ja auch nicht. Enteignet werden darf hierzulande immer dann, wenn die Allgemeinheit Interesse an einem höheren Gut hat, also z.B. einer Autobahn, oder - auch ganz beliebt - an einer möglichen Stelle für ein Zwischen- oder Endlager für ihren Giftmüll. In solchen Fällen darf ganz legal enteignet werden, damit man Dir den Dreck auf Deinen (dann ehemaligen) Grund und Boden stellen kann.
Und immerhin ist eine intakte Umwelt Grundlage für das Überleben Aller, daran darf man so als Allgemeinheit, vertreten durch einen Staat, ja schon interessiert sein, oder? (übrigens genau wie an Wasser, Luft und Boden).

Aber das nur nebenbei, ich will mich deswegen nicht hinter freischütz stellen.
Brigitta
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Beitragvon Hoschscheck » So Sep 16, 2007 14:42

Hallo Brigitta,

hier ein einkopierter Text:
Er wurde vom Bundesverfassungsgericht wie folgt präzisiert:
"Freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Art. 21 II GG ist eine Ordnung, die unter Ausschluss jeglicher Gewalt und Willkürherrschaft eine rechtsstaatliche Herrschaftsordnung auf der Grundlage der Selbstbestimmung des Volkes nach dem Willen der jeweiligen Mehrheit und der Freiheit und Gleichheit darstellt. Zu den grundlegenden Prinzipien dieser Ordnung sind mindestens zu rechnen: die Achtung vor den im Grundgesetz konkretisierten Menschenrechten, vor allem vor dem Recht der Persönlichkeit auf Leben und freie Entfaltung, die Volkssouveränität, die Gewaltenteilung, die Verantwortlichkeit der Regierung, die Gesetzmäßigkeit der Verwaltung, die Unabhängigkeit der Gerichte, das Mehrparteienprinzip und die Chancengleichheit für alle politischen Parteien mit dem Recht auf verfassungsmäßige Bildung und Ausübung einer Opposition."
– BVERFGE 2, 1, 12

Eben dies wäre bei den Gedankengängen des freischützen nicht mehr vorhanden.
Und weil es "das" dann nicht mehr gibt, wird sich dann im Anschluss dieses nicht mehr einstellen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Prosperit%C3%A4t

Im Plan des freischützen würde die Enteignung mit dem 1o1 Hektar beginnen, nicht weil die Allgemeinheit daran ein Interesse hat (Autobahn, Zwischen- oder Endlager für Giftmüll), sondern weil halt freischütz meint: das wäre wohl irgendwie "Genug für den Betrieb".

Ratschläge brauche ich nicht dafür zu geben, hast Du ja schon selbst im Anschluss abschließend bewertet.
Brigitta schrieb:
"Meinetwegen muß es überhaupt niemanden geben, der bei Lebendvieh (und anderen transportkritischen Gütern) mehr als seinen SVG produziert , vielleicht abgesehen von ein paar Zuchttieren gibt es weltweit eigentlich keine Gegend, die auf Viehimport wirklich angewiesen wäre "weil bei ihnen zu Hause nichts wachsen würde", dieser ganze Transport-Quatsch ist absolut sinnlos. Bei teilweise fast 600% (hab ich nachgeguckt) Überproduktion wie in Dänemark ist es kein Wunder, das $irgendwo die Preise kaputt gemacht werden, jetzt sind wir eben grade mal dran - vorher und nachher sinds halt andere "Märkte", die man sich angeblich erschließen muß.

Nur wer hinderte die deutschen Ferkelzüchter sich ähnlich zu organisieren wie die Holländer und Dänen? Und wie läuft es in diesen beiden Ländern mit eigenstaatlichen Subventionen neben den allseits gezahlten EU-Geldern ab? (Diesel, PSM Auflagen, Berufsgenossenschaft, etc.)
http://dip.bundestag.de/btd/16/010/1601020.pdf

Ein Markt ohne Steuerung kann durchaus auch ruinös sein, wie in Deinem Beispiel (oder bei der Milch). Durch Subventionen lässt sich aber auch ein politisch erwünschter Zweck fördern und umsetzen.

Ohne Subventionen könnte auch einiges aus dem Ruder laufen, vor allem wenn sie zu schnell eingeführt oder abgeschafft worden sind.

Freischütz nach welchem sozialistischem Plan verteilst Du denn Deinen Honig? Wenn jemand drei Glas kauft muss er einen dem Nachbarn abgeben?

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Beitragvon freischütz » So Sep 16, 2007 15:50

Freischütz nach welchem sozialistischem Plan verteilst Du denn Deinen Honig? Wenn jemand drei Glas kauft muss er einen dem Nachbarn abgeben?

Aber nur wenn ein anderer Bedürftiger das 1 Glas Honig benötigt !
Richtig, getreu nach Lukas 6, Vers 29 aus der Hl. Schrift :

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 Und wer dich schlägt auf einen Backen, dem biete den anderen auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht ( gebe ihn auch ) den Rock.
:D
freischütz
 
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Beitragvon forenkobold » So Sep 16, 2007 16:25

Ach...

DESHALB hilft ein Gemtleman der Dame aus dem Mantel..

hab doch gewußt, dass die unter Berufung auf die Bibel bloß poppen wollen.
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Beitragvon Hoschscheck » So Sep 16, 2007 17:29

freischütz hat geschrieben:Aber nur wenn ein anderer Bedürftiger das 1 Glas Honig benötigt !

Richtig, das ist Sozial, das erste Glas Honig, nicht das dritte, siebte oder Zehnte. Nur müsstest Du einen Plan entwickeln, dass dieser Bedürftige mit dem bereitgestellten Glas Honig Deines Kunden keinen Handel zu seinem eigenen Vorteil treibt und ihn nur für sich selbst nutzt. Ebenso dass dieses Glas Honig so sorgfältig gelagert und verwendet wird, wie das Glas Honig von dem Kunden, der es sich erarbeiten musste.
Bürokratie halt eben oder soll das so für lau gehen?

freischütz hat geschrieben:Richtig, getreu nach Lukas 6, Vers 29 aus der Hl. Schrift :
"Und wer dich schlägt auf einen Backen, dem biete den anderen auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht ( gebe ihn auch ) den Rock."

Warum zitierst Du im Zusammenhang mit der Bedürftigkeit aus der "Feindesliebe" und nicht aus "Von der Stellung zum Nächsten".
Lukas 6, Vers 36: "Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist."

freischütze, warte nicht auf die aufdiktierte Barmherzigkeit Deiner Kunden, drum sage einfach Du selbst, laut und zu jedermann: "Bezahlen braucht ihr den Honig erst ab dem zweiten Glas ".
Sollst mal sehen, der Laden ist brechend voll vor lauter Barmherzigkeit.

Hoschscheck

PS. So ähnlich ist es auch mit den Subventionen, manche Dinge wurden und werden nur des Geldes wegen umgesetzt, den mögen, mag den süßen Honig längst nicht jeder, aber erst mal haben (inzwischen deutsche Mentalität = Subventionsmaximierung [außer Maxi 2 und nh 121 natürlich]).
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