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Landwirtesubvention oder Verbrauchersubvention?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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26 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Landwirtesubvention oder Verbrauchersubvention?

Beitragvon agrarian » Mo Sep 10, 2007 22:30

Es fließt generell viel Geld aus den Töpfen der EU, des Bundes und der Bundesländer in die deutsche und natürlich auch europäische Landwirtschaft. In Verruf sind insbesondere die BIBs - es ist eine regelrechte Neiddiskussion entstanden.
Im Übrigens: Ab 2010 werden die betriebsindividuellen Prämien in vier Schritten reduziert und letztendlich auf Null gefahren. Sie sind nichts anderes als zeitlich befristete Hilfen, um für den Weltmarkt wettbewerbsfähig zu werden. Viele sehen in ihnen aber Einkommensbestandtteil statt Investtitionszuschüsse.

Außerdem: Die "Subventionen" senken die Produktpreise und erhöhen nicht das landwirtschaftliche Einkommen. Es handelt sich letztendlich um eine Verbrauchersubvention, die auf dem direkten Subventionsweg - nämlich direkt zum bedürftigen Verbraucher und nicht zum wohlhabenden Konsumenten - viel effizienter und in der absoluten Höhe niedriger sein könnte.
Wie seht ihr das?
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Beitragvon Komatsu » Mo Sep 10, 2007 23:29

Das sind Verpächter-Subventionen. Wirklich profitiert haben davon nur die Großgrundbesitzer, die wir in den alten Bundesländern ohnehin nicht so richtig leiden mögen. Ebenso profitieren davon die Großbetriebe in den Neuen Bundesländern.
Komatsu
 
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Beitragvon freischütz » Di Sep 11, 2007 7:16

Ebenso profitieren davon die Großbetriebe in den Neuen Bundesländern.


Und in einem besonderen Maße profitieren solche Firmen wie Oetker, Nestle, die Landwirtschaftskommissarin der EU, das englische Königshaus und und andere illustre Firmen und Multimillionäre von den landwirtschaftlichen Subventionen. Diese Subventionen gehören sofort und ohne Verzug völlig abgeschafft.

Natürlich um der Gerechtigkeit halber auch alle sonstigen offenen und versteckten Subventionen in der EU.
Mit einer Ausnahme die Subventionen in den Unterhalt zum menschenwürdigen Leben, für die wirklich bedürftigen müssen erhalten und aufgestockt werden. Das läßt sich locker aus den eingesparten sonstigen Subventionen bezahlen !
Warum werden wohl in D die Empfänger von Subventionen nicht veröffentlicht, so wie es in der übrigen EU üblich ist ?
freischütz
 
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Beitragvon estrell » Di Sep 11, 2007 7:22

Jup, das wärs - Sozialhilfe statt Prämie.... und im nächsten Schritt macht man draus die neuen Harzer und verteilt bei der ersten Auszahlung gleich die Stricke zum Erhängen mit.

Was dann die Großgrundbesitzer und die großen Subvebtionsempfänger noch mehr erfreuen würde. :wink:

"Wachse oder Weiche!"
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon Komatsu » Di Sep 11, 2007 7:51

freischütz hat geschrieben:
Ebenso profitieren davon die Großbetriebe in den Neuen Bundesländern.


Und in einem besonderen Maße profitieren solche Firmen wie Oetker, Nestle, die Landwirtschaftskommissarin der EU, das englische Königshaus und und andere illustre Firmen und Multimillionäre von den landwirtschaftlichen Subventionen. Diese Subventionen gehören sofort und ohne Verzug völlig abgeschafft.

Natürlich um der Gerechtigkeit halber auch alle sonstigen offenen und versteckten Subventionen in der EU.
Mit einer Ausnahme die Subventionen in den Unterhalt zum menschenwürdigen Leben, für die wirklich bedürftigen müssen erhalten und aufgestockt werden. Das läßt sich locker aus den eingesparten sonstigen Subventionen bezahlen !
Warum werden wohl in D die Empfänger von Subventionen nicht veröffentlicht, so wie es in der übrigen EU üblich ist ?


Egbert, Egbert imma deine olle Apo-Scheisse. Du hast die Kirche, Südzucker und die Bundeswehr vergessen.
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Beitragvon H.B. » Di Sep 11, 2007 7:55

genau, damit könnte man die Zahl der Erwerbslosen von einem Jahr auf das Andere vervielfachen...
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Subventionen?

Beitragvon agrarian » Di Sep 11, 2007 20:50

Vielleicht können wir mal definieren, was mit Subventionen gemeint ist.
Die betreibsindividuellen Prämien? Oder die zZnszuschüsse zu Investtionen nach dem AFP?
Wie hoch sind die "Subventionen" je ha bei kKeinebtrieben und bei den beschimpften Großbetrieben?
Wenn wir das wissen, dann können wir Dinge verändern. Denn: Vor der Veränderung steht das Wissen - und nicht der emotionale Glaube.
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Beitragvon Hoschscheck » Di Sep 11, 2007 23:28

Hallo agrarian,

such Dir bitte eine aus.

http://de.wikipedia.org/wiki/Subventionen

Mmh, aber was ist mit Ausgleichszahlungen, die wir bekommen für höhere Umweltstandards als auf dem Weltmarkt (Güllebehälter etc.) oder damit wir keine Brandrodungen durchführen oder dass wir arbeitsentwöhnte Deutsche auf unsere Felder Zwangsbeschäftigen müssen?
Unter was verbuchen wir das?

Unter was verbuchen wir den Aussenschutz?

Wieso darf ein politischer Flüchtling (wohnt 3oo Meter entfernt), ausgebildeter Elektriker zwei Jahre lang nicht bei mir arbeiten zu einem Stundenlohn der dichter am Weltmarkt ist als die Stundenlöhne eines deutschen Monteurs?

Oder welche Subventionen meinst Du?

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Sind Gelder

Beitragvon agrarian » Mi Sep 12, 2007 20:35

.. für ein politsich gewolltes Tun oder Unterlassen Subventionen? Sie sind doch wohl eher eine Entschädigung für Verluste bzw. erhöhte Aufwendungen.
Die früheren flächenbezogenen Prämien und die heutigen betriebsindividuellen Prämien hauptsächlich -aber auch andere kleinere wie die Gasölzuschüsse - sind Subventionen die den Landwirt für verbraucherfreundliche (nicht die Vollkosten deckende) Preise entschädigen - sie werden nicht so sehr an die Verpächter sondern an die Verbraucher durchgereicht.
Meine Frage war und ist: Könnte man die landwirtschaftlichen Produktpreise nicht marktwirtschaftlich frei geben und gleichzeitig den Konsum der tatsächlich bedürftigen finanziell stützen?
Könnte dadurch nicht ein erheblicher bürokratische Wasserkopf abgebaut und das Subventionsaufkommen drastisch reduziert werden?
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Beitragvon estrell » Mi Sep 12, 2007 20:38

grummel - biste grad im Studium oder warum kannst du dich nicht so asdrücken, das man dich lesen mag? :shock:
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lach ...

Beitragvon agrarian » Mi Sep 12, 2007 20:40

... vielleicht weil ich das thema korrekt formulieren kann und nach der meinung der anderen frage. schlimm?
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Re: Sind Gelder

Beitragvon euro » Mi Sep 12, 2007 20:41

agrarian hat geschrieben:.. für ein politsich gewolltes Tun oder Unterlassen Subventionen? Sie sind doch wohl eher eine Entschädigung für Verluste bzw. erhöhte Aufwendungen.
Die früheren flächenbezogenen Prämien und die heutigen betriebsindividuellen Prämien hauptsächlich -aber auch andere kleinere wie die Gasölzuschüsse - sind Subventionen die den Landwirt für verbraucherfreundliche (nicht die Vollkosten deckende) Preise entschädigen - sie werden nicht so sehr an die Verpächter sondern an die Verbraucher durchgereicht.
Meine Frage war und ist: Könnte man die landwirtschaftlichen Produktpreise nicht marktwirtschaftlich frei geben und gleichzeitig den Konsum der tatsächlich bedürftigen finanziell stützen?
Könnte dadurch nicht ein erheblicher bürokratische Wasserkopf abgebaut und das Subventionsaufkommen drastisch reduziert werden?


Es geht, zb in der Schweiz, doch zufriedener sind die Konsumenten dort keineswegs.
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Beitragvon Tyler Durden » Mi Sep 12, 2007 21:23

hallo,
@agrarian
Meine Frage war und ist: Könnte man die landwirtschaftlichen Produktpreise nicht marktwirtschaftlich frei geben und gleichzeitig den Konsum der tatsächlich bedürftigen finanziell stützen?
Könnte dadurch nicht ein erheblicher bürokratische Wasserkopf abgebaut und das Subventionsaufkommen drastisch reduziert werden?

Klar könnte man das, wenn denn das einzige ziel der GAP wäre eine versorgungssicherheit für jedermann zu gewährleisten. Aber leider gibts noch andere ziele dich sich die Eg gesetzt hat:

1. Die Produktivität der Landwirtschaft durch Förderung des technischen Fortschritts, Rationalisierung der landwirtschaftlichen Erzeugung und den bestmöglichen Einsatz der Produktionsfaktoren, insbesondere der Arbeitskräfte, zu steigern;
2. Der landwirtschaftlichen Bevölkerung, insbesondere durch Erhöhung des Pro-Kopf-Einkommens der in der Landwirtschaft tätigen Personen, eine angemessene Lebenshaltung zu gewährleisten;
3. Die Märkte zu stabilisieren;
4. Die Versorgung sicherzustellen;
5. Für die Belieferung der Verbraucher zu angemessenen Preisen Sorge zu tragen.

und diese wären über eine reine umverteilungsstrategie bei den konsumenteneinkommen nicht zu erreichen. zumal diese ja durch die subventionen schon stattfindet.
und würde dieser wasserkopf dann nicht einfach nur verlagern von der landwirtschaftlichen subvention hin zu einer behörde die europaweite standards ferstlegen, überprüfen und verwalten muss wem nun ein einkommenstransfer zusteht oder nicht.
Wisdom is sold in the desolate market where none come to buy,
And in the wither'd field where the farmer plows for bread in vain.
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Enteignung von Betrieben

Beitragvon freischütz » Mi Sep 12, 2007 21:57

[code]
1. Die Produktivität der Landwirtschaft durch Förderung des technischen Fortschritts, Rationalisierung der landwirtschaftlichen Erzeugung und den bestmöglichen Einsatz der Produktionsfaktoren, insbesondere der Arbeitskräfte, zu steigern;
2. Der landwirtschaftlichen Bevölkerung, insbesondere durch Erhöhung des Pro-Kopf-Einkommens der in der Landwirtschaft tätigen Personen, eine angemessene Lebenshaltung zu gewährleisten;
3. Die Märkte zu stabilisieren;
4. Die Versorgung sicherzustellen;
5. Für die Belieferung der Verbraucher zu angemessenen Preisen Sorge zu tragen. [code]

Das alles funktioniert auch ohne Subventionen oder Ausgleichzahlungen.
Natürlich gehört auch die Enteignung von Betrieben hinzu, welche größer als sagen wir mal 100 ha ( ist verhandelbar, je nach Anzahl der Beschäftigten ) sind. Die freigewordenen Flächen sind an landlose Bauern zu vergeben ! Und das funktioniert auch ohne Subventionen oder Ausgleichzahlungen.
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sprechen wir ...

Beitragvon agrarian » Mi Sep 12, 2007 22:20

... von der Bodenreform der DDR?
Wäre möglich, wenn der Konsument 4 Euro für die Butter zahlen würde und 50 Euro für das kg Rindfleisch und 2 Euro für das Brötchen.
Aber ist es nicht wim historischen Rom: Aufstand wenn der Brotpreis steigt?
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