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Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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23 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon MF 6150 » Di Feb 17, 2015 8:34

Hallo,


nachdem ich jetzt seit September drauf warte, habe ich ende letzter Woche endlich bescheid bekommen, welche Auflagen es für den Erhalt staatlicher Zuwendungen gibt.
Kurz gesagt, es ist wieder ein Schritt in die falsche Richtung. Gefördert werden wieder nur Betriebe die bereits Größen erreicht haben um problemlos mehrere kleinere Betriebe zu schlucken.
Mein Vorhaben, unseren veralteten Milchviehanbindestall in einen modernen Boxenlaufstall mit einstallung auf Stroh um zubauen (64 Tiere) wird da vom Zuständigen AELF nur belächelt und mit den Worten : "vergessen sie es" kommentiert. Gerade bei uns in Bayern will doch die Politik die bäuerliche Landwirtschaft fördern und Agrarfabriken verhindern. Nur, mit einem Punkteplan der zur Teilnahme am Auswahlverfahren berechtigt und die Mittelstänidgen Betriebe im Stich lässt kann man nicht zufrieden sein. Viele Betriebe, die jetzt in Zeiten des Endes der Milchquote, ihre zukunft in einer anderen Sparte suchen, werden bitter enttäuscht und ihnen somit evtl die existenz geraubt.
Leider hat auch ein Brief an unseren Bayerischen Landwirtschaftsminister keinen Erfolg gebracht. bisher habe ich noch nicht mal eine Antwort erhalten ob er ihn überhaupt gelesen hat.
Meines Erachtens war die Entscheidung, die Zuteilung an diese Art von Auflagen zu binden schlicht und ergreifend das Todesurteil für viele Betriebe in Bayern. Und die Politik sieht zu und wundert sich auch noch.
Ob und wie ich mein Vorhaben noch umsetzten kann steht momentan noch in den Sternen. Die Hoffnung das man als mittelständiger Landwirt vom Staat unterstützt wird, habe ich seit letzter Woche verloren.....
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon LUV » Di Feb 17, 2015 8:47

Jedes Förderprogramm hat seinen politisch ideologischen Anstrich. Wer Geld haben möchte muss sich nach den Kriterien richten, das war noch nie anders. Die Einen möchten eben wirtschaftlich gesunde fördern, die anderen Streichelzoos, wieder anderen ist es egal, was sie fördern, Hauptsache der Laden brummt....so ist das Leben. Zieh um nach Niedersachsen, hier wirst du geholfen! :mrgreen:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon Todde » Di Feb 17, 2015 9:00

Ich wollte es nicht schreiben :mrgreen:
Agrar-Michel Meyer anschreiben, hier wird das AFP nicht sonderlich genutzt, vielleicht fördert er ja ein paar Bayern
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon xyxy » Di Feb 17, 2015 9:20

Ktbl Baukostenrechner:

67 Plätze (ökokonform) Autotandem planbefestigt 900 000 €
624 Plätze SbS Melkstand planbefestigt 2 800 000 €

welcher soll gefördert werden?

such dir noch 2-3 weitere Kollegen und bau Variante 2 ohne Förderung 8)
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon Estomil » Di Feb 17, 2015 9:52

Der Umbau von 67 Plätzen soll 900000€ kosten? Das ist ja wohl nen witz. Ganz generell mal zur Förderung. Ich habe kürzlich einen Sauenstall gebaut und entsprechend 30% Förderung bekommen. Der Mehraufwand für das zusätzliche Tierwohl ist allerdings nicht unerheblich. Man kann also sagen, dass die Förderung grademal die mehrkosten aufwiegt. Insofern würde ich mir genau überlegen ob ich überhaupt eine Förderung beantrage. Nach den aktuell AFP regeln würd ichs beispielsweise nicht mehr machen. Der Aufwand um das hinzukommen wird irgendwann astronomisch hoch. Man sollte zudem den Aufwand für die ausschreibungen nicht vergessen. Sobald Löhne im spiel sind, müssen zwingend drei angebote vorliegen. Wenn nicht das günstigste genommen wird muss dies begründet werden. Für JEDE Rechnung muss ein bestelldatum, ein Lieferdatum sowie ein Rechnungsdatum vorliegen. Bei jeder zweiten rechnung rennt man da hinterher. Oftmals ist es zudem garnicht mal so einfach drei angebote zu bekommen. Da bekommt man manchmal schon schlaflose Nächte.
Sobald eine kleine abweichung vom Plan erfolgt (Wand x etwas verschoben ohne das sich die Tierzahl ändert) muss dies nachgenemigt werden etc.

Dazu kommt, dass ich bevor ich überhaupt AFP mittel beantragen kann erstmal eine genehmigung haben muss. Dies kann jedoch zwei Jahre dauern. Dummerweise weiß ich jedoch garnicht wie in zwei Jahren die Förderbedingungen sind. Alleine diese Tatsache hätte uns fast einenstrich durch die rechnung gemacht. Nur durch sehr sehr viel glück hatten wir quasi die maße bis auf den cm richtig geplant. Die entsprechend großen abferkelbuchten wurden aus einem reinen Bauchgefühl etwas größer geplant, als die Berater vorschlugen.

Es kann also gut möglich sein, dass du jetzt was planst, mehrkosten in kauf nimmst und dann in zwei Jahren garnichts bekommen kannst. Besonders wenn man bedenkt, dass die auflagen immer schlimmer und unwirtschaftlicher werden.

Aus unternehmerischer Sicht bist du also schlicht zwei drei Jahre zu spät. Selbst schuld würde ich sagen. Im übrigen würde ich keine Stall bauen, wenn ich diesen nicht auch ohne Förderung wirtschaftlich betreiben könnte. Soviel erstmal zu ganz grundsätzlichen unternehmerischen Handlungen.

Ich persönlich würde sogar niemals einen Stall bauen, wenn ich nicht wenigstens 60-70% des Geldes als Eigenkapital hätte. Zumindest nicht in Regionen die vom Viehbesatz voll sind und ein entsprechend hohes Risiko aufweisen. Steigende Güllekosten sowie eine Gewerblichkeit muss man immer im Auge behalten.
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon MF 6150 » Di Feb 17, 2015 12:52

Eine Investitionsförderung sagt rein garnichts über die Wirtsdchaftlichkeit eines vorhabens aus. Natürlich rechnet sich mein Vorhaben. Fakt ist nur das man bei einer Förderung von derzeit 15% ganz einfach eher ins Plus kommt. Was hilft mir eine Förderung wenn ich später kein Geld damit verdienen kann? und man kann auch nicht sagen, du bist jahre zu spät dran. wenn man danach geht dann dürfte niemand mehr investieren weil man ja dann schon jahre hinten dran ist. ausserdem war der sinn meines Beitrages nicht der das mir gesagt wird wann ich was tun hätte sollen sondern sollte allen die Augen öffnen, dass sich unser Staat nicht darum kümmert das die Landwirte von ihrer Arbeit leben können, sondern einfach nur die Großen Betriebe, die meines Erachtens teilweise nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun haben, immer noch mehr unterstützt und den kleinen am ausgestreckten arm verhungern lässt.
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon CarpeDiem » Di Feb 17, 2015 13:44

Estomil hat geschrieben:Ich persönlich würde sogar niemals einen Stall bauen, wenn ich nicht wenigstens 60-70% des Geldes als Eigenkapital hätte.


Da bist du aber die absolute, wenn auch löbliche, Ausnahme. Ich habe Finanzierungspläne gesehen, von Leuten die haben die Fördermittel als "eigenkapitalähnliche" Finanzmittel bezeichnet. Im übrigen wenn ich 500-600K auf der hohen Kante liegen hätte, könnte ich mir vorstellen, damit etwas anderes zu tun, als mich als Zielscheibe des Grünen Main-Streams zu präsentieren!!
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon xyxy » Di Feb 17, 2015 15:43

MF 6150 hat geschrieben:Eine Investitionsförderung sagt rein garnichts über die Wirtsdchaftlichkeit eines vorhabens aus. Natürlich rechnet sich mein Vorhaben. Fakt ist nur das man bei einer Förderung von derzeit 15% ganz einfach eher ins Plus kommt. Was hilft mir eine Förderung wenn ich später kein Geld damit verdienen kann? und man kann auch nicht sagen, du bist jahre zu spät dran. wenn man danach geht dann dürfte niemand mehr investieren weil man ja dann schon jahre hinten dran ist. ausserdem war der sinn meines Beitrages nicht der das mir gesagt wird wann ich was tun hätte sollen sondern sollte allen die Augen öffnen, dass sich unser Staat nicht darum kümmert das die Landwirte von ihrer Arbeit leben können, sondern einfach nur die Großen Betriebe, die meines Erachtens teilweise nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun haben, immer noch mehr unterstützt und den kleinen am ausgestreckten arm verhungern lässt.

Na, nun hör mal!
DU, ja Du, du hast das grosse Glück in Milcherzeugung investieren zu dürfen OHNE auch nur einen Cent für Quotenaufstockung ausgeben zu müssen! Diese Möglichkeit wurden einer ganzen Generation von Milcherzeugern verwehrt. Die paar Euros Förderung, das sind doch Peanuts... Neidhammelei
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon LUV » Di Feb 17, 2015 15:53

MF 6150 hat geschrieben:Eine Investitionsförderung sagt rein garnichts über die Wirtsdchaftlichkeit eines vorhabens aus. Natürlich rechnet sich mein Vorhaben. Fakt ist nur das man bei einer Förderung von derzeit 15% ganz einfach eher ins Plus kommt. Was hilft mir eine Förderung wenn ich später kein Geld damit verdienen kann? und man kann auch nicht sagen, du bist jahre zu spät dran. wenn man danach geht dann dürfte niemand mehr investieren weil man ja dann schon jahre hinten dran ist. ausserdem war der sinn meines Beitrages nicht der das mir gesagt wird wann ich was tun hätte sollen sondern sollte allen die Augen öffnen, dass sich unser Staat nicht darum kümmert das die Landwirte von ihrer Arbeit leben können, sondern einfach nur die Großen Betriebe, die meines Erachtens teilweise nichts mehr mit Landwirtschaft zu tun haben, immer noch mehr unterstützt und den kleinen am ausgestreckten arm verhungern lässt.


Du bist gefrustet, das vertehn wir.
Aber die AFP - Förderung und deren Bedingungen als Grund für den Niedergang der deutschen Bauernschaft zu deklarieren finde ich etwas hart. AFP- ist dort sinnvoll, wo sie Nachteile ausgleichen kann: Umwelt- und Tierschutzauflagen z.B..Klein oder Groß- Diskussionen damit zu verbinden, ist falsch. Es gibt genug "Kleine" die über die Jahrzehnte "Groß" geworden sind und dabei 3 AFP - Förderungen mitgenommen haben. Was man unter "Groß" versteht, ist ja auch eine ungeklärte Frage, und die Wertung eine weitere. Es wird hier im LT seit Jahren behauptet, dass Größe nicht entscheidend ist und "Kleine" besser zurecht kämen und viel weniger Risiko hätten und doch die viel besseren seien....sei doch froh ein "Kleiner" zu sein, dann bist du auf der "Guten " Seite!
Und wenn die Wirtschaftlichkeit nicht von der Größe abhängig ist, was sie ja nicht ist, dann ist doch die Chance als "Kleiner" zu überleben nicht verbaut....oder?
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon MF 6150 » Di Feb 17, 2015 16:09

Natürlich bin ich gefrustet. Ist doch klar. Ich denke einfach das ich vielen aus der seele rede. klar, was bezeichnet man als groß, darüber lässt sich streiten. Aber trotzdem wird bei betrachtung des Auswahlverfahrens doch deutlich dass, zumindest in Bayern, keine Rücksicht genommen wird. und nicht jeder Betriebszweig ist für jeden auch machbar. trotz der hohen Förderung wird bei mir sicher keine Milchkuh mehr stehen. Und ich bin momentan soweit das ich sage, ich nehme das ganze komplett auf meine eigenen Schultern und verzichte auf die 15%. Ist bei mir möglich weil sich die Umbaukosten in einem gewissen rahmen bewegen wo durch die Förderung nicht die Große Summe gekommen wäre, ich sie aber trotzdem gerne genommen hätte.
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon LUV » Di Feb 17, 2015 17:13

MF 6150 hat geschrieben:Natürlich bin ich gefrustet. Ist doch klar. Ich denke einfach das ich vielen aus der seele rede. klar, was bezeichnet man als groß, darüber lässt sich streiten. Aber trotzdem wird bei betrachtung des Auswahlverfahrens doch deutlich dass, zumindest in Bayern, keine Rücksicht genommen wird. und nicht jeder Betriebszweig ist für jeden auch machbar. trotz der hohen Förderung wird bei mir sicher keine Milchkuh mehr stehen. Und ich bin momentan soweit das ich sage, ich nehme das ganze komplett auf meine eigenen Schultern und verzichte auf die 15%. Ist bei mir möglich weil sich die Umbaukosten in einem gewissen rahmen bewegen wo durch die Förderung nicht die Große Summe gekommen wäre, ich sie aber trotzdem gerne genommen hätte.



Siehe da, der Mitnahmeeffekt ist bei vielen der psychologische Effekt, den ich ja schon in einem anderen thread benannt hatte....Mach es ohne Förderung und du wirst froh sein, frei entscheiden zu können, Frei bei Änderungen, frei beim Umfang der Produktion, frei von Fristen, .....
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon Farmer79 » Do Feb 19, 2015 7:38

Moin,
mal ne Frage dazu.
Wovon ist es denn abhängig ob man die Förderung bekommt?
Angenommen man hält alle Anforderungen ein, kann es sein das der Antrag dann trotzdem abgelehnt wird?
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon LUV » Do Feb 19, 2015 7:40

Die Förderkriterien sind Länderabhängig und überall unterschiedlich.....
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon Farmer79 » Do Feb 19, 2015 8:24

Für BW, kennt sich da jemand aus?
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Re: Landwirtschaftliches Investitionsförderprogramm

Beitragvon 512turbo » Do Feb 19, 2015 9:53

Hallo,

@mf6150 ich komme auch aus Bayern, meine letzten Informationen über die neue Förderung, war 15, 35 oder 40% je nachdem was man einhällt 35 nur mit Laufhof, 40 nur bei Wechsel von Anbindehaltung auf Laufstall. Und nur die ersten 750.000€ Bausumme werden gefördert, also 112.500, 262.500 oder eben 300.000€. Klär mich bitte auf wenn dem nicht so ist, aber die Informationen stammen von einer Veranstaltung auf der, der Leiter des BBA dies so mitteilte. Wenn meine Informationen stimmen, werden aber doch gerade die kleinen gefördert, denn was sind bei einer Investitionssumme von angenommen 2.500.000 die 262.500 Förderung, wenn ich dafür 500.000 mehr investieren muss. Und dazu noch 12 Jahre nicht überbelegen darf. Ich weiß bei uns in Bayern wird oft so gebaut, dass der Stall z.B. 50% größer gebaut wird als der alte und dann über die Jahre erst vollgemacht wird, so nach dem Motto ich will doch nicht in 5 Jahren schon wieder bauen. Hat mein Vater auch so gemacht, 2001 von 40 im Anbindestall auf 65 Laufstall gebaut. Als ich dann mit der Ausbildung fertig war 2007 wurde der Stall gut gefüllt, sodass dann 2009 der Anbau für 30 gleich wieder voll war und 2012 der Anbau um weitere 30 auch. Was ich damit sagen will, mit den 12 Jahren nicht überbelegen verbau ich mir die option, auf den nächsten Wachstumsschritt hinzuarbeiten. Und bei den heutigen Stallmaßen ist für mich eine Belegung mit mehr Kühen als Liegeplätze, keine Überbelegung, da immer min 20% beim Fressen, Bürste, Saufen usw sind. Wenns blöd läuft, hast im 12.Jahr ne kontrolle, es sind ein paar Kühe mehr im Stall und kannst die ganze Förderung zurückzahlen. Zu deiner bekommen Aussage, "vergessen sies" die Förderung wird nur bei positiver Eigenkapitalbildung in der Zielberechnung gewährt, wenn der gure Mann jetzt die Zahlen Neubau für 64Kühe 900.000€ Investitionsvolumen hört und die Betrielichen Zahlen nicht kennt, ist diese Aussage mit Ausblick auf die momentane Milchmarktsituation gar nicht so abwägig. Hatte zu meiner Landwirtschaftsschul-/ Meisterzeit interessante einblicke in die Hausarbeiten(Betriebliche ist Analyse mit Verbesserung und Zielplanung) meiner Mitschüler. Wenn ich da Kalkulationen für Stallbauten mit 38ct sehe und dass teilweise sogar vom Landwirtschaftsamt eingesetzt wurde, nur damit der Betrieb eine Förderung erhällt, finde ich die Reaktion deines Ansprechpartners durchaus ok, denn es könnte ihm ja wie bei genanntem Beispiel egal sein. Denn das risiko hast ja du und nicht er. Ich kann und will nicht über deine Finanzielle Situation urteilen und es kann durch hohen EK Anteil für dich ja bezahlbar sein, aber 900.000 für 64 Kühe find ich auch sehr teuer. Ich würde auch wie andere hier schreiben, auf die Förderung verzichten und um das Geld billiger bauen.

MfG
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