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Lange Treckernacht im NDR

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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19 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Lange Treckernacht im NDR

Beitragvon Harry_Haller » Do Jan 07, 2021 16:26

Fleischverkäufer hat geschrieben:Ich frage mich nur, wie kann man ein Problem hier dauernd mit " Lösungen " diskutieren , und Begründungen anführen, die aber gar nicht der Grund sind, und noch weniger die Lösung dazu. Das die Preise so niedrig sind, weil die Marktmacht des LEH so konzentriert ist , das ist Unsinn. Es gibt auch Lebensmittel die sind teurer bis deutlich teurer geworden
Hier ein paar Beispiele :
Zucchini +92%
Brokkoli +69%
Blumenkohl +63%
Kohlrabi +62%
Quizfrage .Warum werden die teurer ? Na , überlegt mal ...


Wie soll man ein Problem denn diskutieren, wenn nicht zu einer Lösung hin? Ich diskutiere hier ja nur "Lösungen", weil ich natürlich nicht weiß, was die eine richtige Lösung ist. Zugegeben habe ich auch viel zu wenig Ahnung in der Tiefe der Thematik...ich bin und war einfach nur interessiert an Ideen und Meinungen.
Harry_Haller
 
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Re: Lange Treckernacht im NDR

Beitragvon Fleischverkäufer » Do Jan 07, 2021 18:12

Wir brauchen grundsätzlich mehr Absatz oder neue Absatzmärkte, oder mehr Nachfrage. Natürlich würde ein kleineres Angebot auch helfen. Und wenn der LEH mal ein paar dicke Aktionen beim Schweinefleisch fahren würde, könnte auch helfen.
Fleischverkäufer
 
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Re: Lange Treckernacht im NDR

Beitragvon Kormoran2 » Fr Jan 08, 2021 1:57

Von Aktionen halte ich nichts. Mittlerweile sind doch die Verbraucher gewohnt, von einer Aktion zur nächsten zu denken. Reguläre Ware bleibt im Regal.

Prinzipiell war das schon vor 15 Jahren so, auch im Nonfood-Bereich. Meine reguläre Ware lag in den Regalen. Jeder Regalmeter war zuvor teuer erkauft worden. Aber dann lag Aktionsware gleich palettenweise neben den Regalen. Gekauft wurde natürlich die Kaffeemaschine aus der Werbung. Wenn die weg war, gab es bald wieder eine andere Kaffeemaschine in der 'Werbung, diesmal von einem anderen Lieferanten. Die reguäre Ware diente nur als Staffage für die Aktionswaren.

Genauso läuft es heute bei Aldi, Lidl und Co. Die Aktionsplätze wurden so ausgeweitet, dass dreimal die Woche eine Aktion gefahren wird. Wer soll denn dann noch die reguläre Ware kaufen? Keiner!

So wäre es dann auch mit Schweinefleisch. Heute von dem einen Lieferanten, morgen von dem anderen.

Der Markt ist ausgelutscht. Das Angebot überwiegt in allen Warengruppen die Nachfrage. Es herrscht ein sogenannter Nachfragemarkt. Wie das massenhafte Angebot zustande kommt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Nämlich mit einer ruinösen Konkurrenz. Das führt zu steigenden Konzentrationen in der Herstellung. Betriebe wachsen immer weiter, bis sie schlagartig feststellen, dass sie unwirtschaftlich arbeiten. Das geht so im Herstellerbereich als auch im Handelsbereich.

Ich kenne noch die Einkäufer von Real in Hannover, die damals total arrogant meinten, "wenn wir den Mitbewerber XY heute nicht schlucken, dann eben morgen. Wir machen den jetzt fertig." Bloß mittlerweile wurde Real auch geschluckt.

Aktionen helfen nichts. Verknappung würde vielleicht helfen.
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Lange Treckernacht im NDR

Beitragvon Kormoran2 » Fr Jan 08, 2021 23:50

Ich greife das Thema Verknappung von ldw. Produkten noch mal auf.
Würden alle Landwirte sich freiwillig verpflichten, im kommenden Wirtschaftsjahr ihre Produktion um 30 % herunterzufahren, so würde das nicht unbedingt ihren Ruin bedeuten. Aber es würde für doch manchmal leere Regale bei REWE und Co. sorgen.
Natürlich würden die sofort versuchen, die Lücken durch Importware aufzufüllen. Aber nicht jeder ausländische Produzent kann die geforderten Gütesiegel und Zertifikate beibringen. Und wenn doch, dann stellen die Bauern eben hundert Trecker an jeden Grenzübergang, um den Import zu verhindern. Franzosen könnten das sofort, also auch deutsche Bauern.
Nur durch Verknappung würde sich wieder eine Wertschätzung deutscher Produkte einstellen. Hungern werden die Verbraucher nicht gerade. Aber sie sollten mal drei Wochen ohne westfälischen Knochenschinken auskommen. Dann würden sie beginnen nachzudenken. Gar nicht auszudenken wäre, müßten sie mal 4 Wochen auf ihr geliebtes Veltins verzichten. :lol:
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