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Maiszünsler

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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38 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Maiszünsler

Beitragvon allgaier81 » Fr Sep 29, 2017 9:44

Moin Julius,

in Norddeutschland (in den Grünlandregionen) wird auf manchen Schlägen seit 20 Jahren und mehr nur Mais angebaut.
Das geht. Da kommen jedes Jahr 60m³ Gülle und ordentlich Mist rauf und dann wächst der schon (bitte nicht belehren was nach der neuen DüV noch so geht).
So war das eben bei den Milchviehbetrieben mit wenig Ackerland.
Gruß, allgaier
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Re: Maiszünsler

Beitragvon Einhorn64 » Fr Sep 29, 2017 10:06

Dabei musst du aber bedenken: je nördlicher, umso mehr Silomais, umso kürzer die Wachstumsperiode-
was bedeutet das der Zünsler meist noch nicht so weit runter gewandert ist(im Stengel), und sehr geringe Erntereste vorhanden sind, im Gegensatz zu Körnermais.
Dazu kommt das in den südlichen Bundesländern schon ca 20Jahre eher der Maisanbau(Körnermais) eine gewisse Verbreitung hatte.

Alles in allem eine gute Chance das der Zünsler sehr langsam in Richtung Norden wandert, aber halt auch ein Ansporn die Fehler nicht nach zu machen, und durch möglichst gute Feldhygiene die Schädlinge sehr lange, sehr weit von sich weg zu halten.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Maiszünsler

Beitragvon julius » Fr Sep 29, 2017 19:11

Das größte Problem bei mehreren Jahren Mais nach Mais soll ja die Humusbilanz, Humusabbau sein.
Aber ich hab manl einen Versuch irgendwo gesehen da nahm trotz mehrerer Jahre nur Silomaisanbau mit Gülledüngung der Humusgehalt kaum spürbar ab.
Drum könnte das so wie es Allgaier beschrieben hat mit 20 jahre Mais schon funktionieren. Ist halt die Frage wieviel % Mindererträge langjähriger Maisanbau mit der Zeit bringt gegenüber 50 % Mais - 50 % Geteidefruchtfolge.
Wobei bei Weizen mit Strohabfuhr und ohne Zwischenfrucht so wie es hier einige machen auch keinen Humus in den Bodem bringt. Da wird zum Mias Monoanbau wenig Unterschied bestehen was den Humus betrifft.
julius
 
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Re: Maiszünsler

Beitragvon marius » Fr Sep 29, 2017 21:55

Zum Thema Mais - Humusabbau könnt ich mit Untersuchungsergebnissen dagegenhalten :
Mehr Maisanbau = mehr Humus :

http://download.maisfakten.de/mais_03-2 ... rraete.pdf

Siehe Abb : 1
marius
 
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Re: Maiszünsler

Beitragvon wastl90 » Sa Sep 30, 2017 6:56

marius hat geschrieben:Zum Thema Mais - Humusabbau könnt ich mit Untersuchungsergebnissen dagegenhalten :
Mehr Maisanbau = mehr Humus :

http://download.maisfakten.de/mais_03-2 ... rraete.pdf

Siehe Abb : 1

Ich habe es gerade überflogen, aber ich habe es so interpretiert, dass die Betriebe, die auch häufig Mais anbauen mehr organischen Dünger ausbringen sowie häufiger Zwischenfrüchte anbauen?!
Man braucht sich ja nur mal seine Böden anschauen, für mich ist wichtig, dass wirklich leben darin ist, der Boden schluffig, nicht verdichtet, und häufig Bewuchs steht. Dann kann dem Boden schon mal nicht viel passieren.
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Re: Maiszünsler

Beitragvon JueLue » Sa Sep 30, 2017 7:18

Ein Spezialfall ist Biogas-Mais.

Es gibt durch das Gärsubstrat zwar einen Kreislauf und organische Düngung, aber durch das entzogene Methan geht ein großer Teil des Kohlenstoffs verloren, so dass die humusbildende Wirkung geringer ist.

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Re: Maiszünsler

Beitragvon allgaier81 » Sa Sep 30, 2017 10:10

Moin JueLue,

aber müsste Gärrrest mit 5%TS nicht die gleiche Humusbildende WIrkung wie Rindergülle mit 5%TS haben?
Ob Milchkuh oder Betonkuh kann dochk einen unterschied machen. Es bleibt immer ein unverdaulicher ligninhaltiger Rest übrig.
Bei reiner Maisfütterung sieht das vielleicht auch mit dem TS Gehalt anders aus, aber mein Nachbar füttert Gras Mist, Rinder- und Schweinegülle und hat dadurch einen TS-Gehalt >5%.
Gruß, allgaier
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Re: Maiszünsler

Beitragvon JueLue » Sa Sep 30, 2017 17:40

MarlboroMann hat geschrieben:
agrarflächendesigner hat geschrieben:Hab grad mal die Agritechnica Innovationen durchgesehen. Kemper StalkBuster, Mulcher direkt am Maisgebiss.

https://www.agritechnica.com/de/innovation-award/gold-und-silber/

Fragt sich nur wie lange es dauert bis das wirklich im Markt ankommt...


Das wird gar nicht im Markt ankommen.
Das ist so eine Sache, die jeder Landwirt von seinen LU fordert, aber keiner bereit ist dafür mehr zu bezahlen :roll:


Naja, wir bezahlen im Moment ca. 35€/ha fürs mulchen, das wäre das mindeste, was ich bieten würde.

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Re: Maiszünsler

Beitragvon mf4255 » Sa Sep 30, 2017 17:55

Hallo,

das wird sich sehr wahrscheinlich nicht durchsetzen. Es bringt richtig Gewicht mit und benötigt ungemein viel Leistung.
Mein LU hat einen Jaguar 970 mit 12 rhg. Vorsatz, mit der Mulcheinrichtung ist bei 8 Reihen an diesem Häcksler Schluss. Gewicht bringt es auch in nicht zu unterschätzendem Maße mit. In Probeversuchen ging der 970 an dem Reiher ganz schön am Krückstock, von Kemper wird für den Reihigen Vorsatz ein 980 Empfohlen. Da sieht man wo die Reise hingeht, unter 40€ Mehrpreis je Ha ist da glaube ich nicht viel realisierbar.

MfG MF4255
Immer weiter.
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Re: Maiszünsler

Beitragvon JueLue » Sa Sep 30, 2017 18:13

Dass die Sache Leistung und Geld kostet ist klar, dürfte aber nicht das Hauptproblem sein.

Eher schon das Gewicht und die Einsatzsicherheit.

JueLue

PS: War das wirklich schon das aktuelle System? Kemper spricht da von 4 PS je Reihe.
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Re: Maiszünsler

Beitragvon marius » Sa Sep 30, 2017 20:24

JueLue hat geschrieben:
Naja, wir bezahlen im Moment ca. 35€/ha fürs mulchen, das wäre das mindeste, was ich bieten würde.

JueLue


Da hab ich mich gerade heute bei der Feldspazierfahrt geärgert.

Ein Landwirt, früher Top genau gearbeitet : läuft von Haus zu Haus und pachtet und pachtet - schneller als er laufen kann.

Fazit : Aus seinen einst sauberen abgeernteten Maisfeldern : mulchen - pflügen - dann Getreide drillen
wurde nun ein : ein grubbern - Wintergerstensaat. Der Pflug und Mulcher den er selber besitzt wird aus Zeitmangel nichtmal mehr eingesetzt. Die Parole lautet : schnell und schneller denn Zeit ist Geld.

Diese Felder sehen wirklich grauenhaft aus. Da liegen 40 cm lange Maisstoppel an der Bodenoberfläche, die Zünsler, Maiswurzelbohrer und Co förmlich ins sichere Winterquartier einladen.

Traurig nur das diese Schädlinge im Frühjahr ausfliegen und dann die Nachbarschläge mit Mais befallen. Der eigentliche Verursacher hat keinen Schaden da er in diesem Jahr in seinem erzeugten Seuchengebiet nur Getreide anbaut.
Die angrenzenden Feldnachbarn haben den Schaden wenn die Schädlinge nach der Vollpension ausfliegen.

Da dieser besagte Landwirt gerade eben wieder einen ganzen Betrieb gepachtet hat ab 2018, wird diese Schädlingszucht auf seinen Feldern sicher nicht besser werden.
Solchen Schlampern gehört die EU Prämie entzogen. Denn Steuergelder für diese Schädslingszüchter sind doch deutlich zuviel des guten.

Man muss sich nur ansehen wie sich die Schädlinge in den letzten Jahren immer weiter ausgebreitet haben.
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Re: Maiszünsler

Beitragvon Einhorn64 » Sa Sep 30, 2017 20:59

Laut den Bildern benutzt Kemper Sichelmulcher, diese haben ja einen bedeutend geringeren Kraftbedarf und Bauen leichter,
der Nachteil das sie nicht hochziehen fällt ja weg, da kein Rad auf die Stoppeln kommt , eh gemulcht ist.
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Re: Maiszünsler

Beitragvon Marco K. » Di Okt 03, 2017 14:58

julius hat geschrieben:
Marco K. hat geschrieben:Bei uns lassen die bauern die Maisstoppeln bis ins Frühjahr hin einfach so stehen . Im märz wird dann gepflügt und wieder mais gesät. Ja wird für die BGA denk ich sein :)


Gibt das bei denen keine Probleme mit Schädlingen ? Mais nach Mais und ohne mulchen und erst im März pflügen.
Wieviel Jahre machen die das schon

Die haben das jetzt auf einem Feld 3 mal so gemacht,
Mais gehäckselt und dann bis Ende März ohne was zu machen so stehen gelassen und dann gepflügt,
Vorher aber Gülle oder Klärschlamm oder Gemisch aus beidem(konnte man nicht so gut riechen) kurz vor dem pflügen draufgefahren

Ehrlich gesagt haben wir hier keine Zünslerprobleme obwohl die das so machen,
häufig zu sehen ist auch das sie abgeerntete Winterrapsschläge über Winter mit dem Ausfallrapsaufwuchs stehen lassen und in dann ebenfalls im März pflügen ,ist wahrscheinlich gleich als Gründünger fürn Mais danach :klug:
HOBBYlandwirt ,der Zierpflanzengärtner gelernt hat! Meine Wirtschaftsfläche ist 200m2 groß und ich baue für Mich interessante landwirtschaftliche Nutzpflanzen in kleinen Parzellen an :mrgreen:
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