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Milchviehstall

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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43 Beiträge • Seite 2 von 3 • 1, 2, 3
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Re: Milchviehstall

Beitragvon marius » Do Apr 13, 2017 14:35

Vermutlich ( oder ziemlich sicher ) ist der Threadersteller wieder so eine Fake mit Doppelaccount der die User mit seinem erfundenen Bauprojekt zum Narren hält. Wäre nicht das erstemal.

Nichts desto trotz antworte ich auf dieses Paradebeispiel. Denn gut möglich das dieses Bauvorhaben auch auf andere Betriebe zutrifft.


Optimist1985 hat geschrieben:
Meine Devise ist bei solchen Vorhaben wenn man das Geld und die Zeit hat wieso nicht.
Also wenn du die Hälfte von den Geld bar hast mach es. Wenn du jetzt schon im Minus bist lass es bleiben.

800 000 Stallbaukosten
60 000 Kuhzukauf
???????? Kosten für Maschinen

lg


Rechnen wir mal. All In Kosten incl aller nötiger Maschinen usw von 1000 000 Euros. Wobei das noch extrem günstig angesetzt ist.
Wenn er die Hälfte auf dem Konto hätte, soll er bauen.
Naja :roll: . Also ich würde da grundsätzlich abraten. Ich würde gar sagen wenn einer mit 500 000 Euro Guthaben dieses Vorhaben umsetzt und dann danach noch 500 000 Schulden hat ist er ein IDI0T.

Und sind wir mal ehrlich. Schaut euch doch nur mal um. Mit 70 Kühen ist er immer noch ein kleiner Auslaufbetrieb und sicher kein Zukunftsbetrieb. Die Weltmarktpreise und Aldi werden nicht aus Mitleid ihre Preise erhöhen. Die Milch kostet seit 40 Jahren gleich viel während sich die Kosten vervielfacht haben und weiter steigen.
Und bei Bio ist der große Reibach auch bald vorüber weil immer mehr umstellen.

Eine 0 hintenran. Bei 700 Kühen könnte man über gute Zukunftsaussichten reden aber sicher nicht mit 70 Kühen in einem nicht abbezahlten Stall. Zudem bist ständig auf kostenlos mitarbeitende Familienmitglieder angewiesen da mit 70 Kühen kein Fremdpersonal einstellen kannst.
Und wenn heute Pachtland bei Altverträgen billig ist, ist das nicht in Stein gemeiselt. Soll heissen :
Nach dem Bauvorhaben mit Schulden geht die teure Pachterei, und somit der Stress, erst richtig los.

Fazit :
Jeder vernünftige und halbwegs seriöse Berater würde von so einem Vorhaben klar abraten.
Diesbezüglich : Von schimmel alias LUV als Architekt bin ich schon auch etwas enttäuscht was seine beratende Tätigkeit für bauwillige in Foren angeht muss ich sagen. Gerade er sollte doch den Trend in der Landwirtschat kennen und längst wissen das Betriebe mit 70 Kühen mittlerweile ihre Tore schliessen und nicht neu gebaut werden.
So ehrllich sollte man schon sein.
marius
 
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Re: Milchviehstall

Beitragvon Farmer79 » Do Apr 13, 2017 14:35

marius hat geschrieben:mit 500 000 Euro Guthaben

und 24Kühen...

..dann weitermachen wie bisher!
Farmer...ehemals >Deutz-Fan<
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Re: Milchviehstall

Beitragvon Rema1234 » Do Apr 13, 2017 16:36

Falls ich der Threadersteller sein sollte nein es ist mein ernst so zu bauen im Süden sieht die Lage auch anders aus wie im norden
Da ist man nicht mit 70 kühen klein

Und ja es ist in Deutschland
Weiß ja nicht was ihr unter hohne Pacht Preisen meint aber bei mir sind sie unter 1 Euro

Aber schön das ihr auf IndustrieElle Betriebe stolz seid
Ich habe ja legendlich um Meinung gefragt was ich tu und mach bleibt ja mir überlassen :)
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Re: Milchviehstall

Beitragvon marius » Do Apr 13, 2017 16:49

Deutz-Fan hat geschrieben:
marius hat geschrieben:mit 500 000 Euro Guthaben

und 24Kühen...

..dann weitermachen wie bisher!


Geht auch nicht. Das sind in dieser Größe meist Anbindeställe und diese Milch wird über kurz oder lang nicht mehr abgeholt weil sie der LEH nicht mehr abnimmt. Das geht doch längst durch die Medien.
Aufhören und wenn einer weitermachen will dann halt als Hobby.
Zukunftsbetriebe genügen alle 2 Dörfer nur noch einer. Die bewirtschaften heute mehrere hundert oder schon tausend ha pro Betrieb. Da werden Kleinbetriebe unter 100 Kühen schlicht nicht mehr gebraucht, bzw werden die aus dem Markt gedrängt weil sie keine finanz. Chance gegen den Großbetrieb haben aufgrund Stückkostendegression, günstigerer Einkauf, besserer Verkauf - Staffelpreise Milch etc .
Der Großbetrieb ist aus diesen Gründen immer in der Lage dem kleineren Betrieb Flächen abzunehmen was er über kurz oder lang auch tun wird.
Es sei denn man hat eine Nische wie Bio oder Direktvermarktung. Aber das wird auch immer schwieriger.
Man muss doch nur die Augen öffnen.

Und wie schon mal gesagt : Vergesst den Rückbau nicht. Der oben genannte Stall + Güllelager+Futterlager+Maschinenhalle kostet mit Steuergelder finanziert ohne nötige Maschinen schon rund eine Million Euro.
Den fälligen Rückbau nach der Betriebsaufgabe in der Zukunft müßt ihr ( oder eure Erben ) eines Tages mit versteuertem Geld wieder finanzieren, im sechstelligen Bereich. Steuerlich nicht absetzbar.
Das vergessen viele in ihren Planungen.
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Re: Milchviehstall

Beitragvon marius » Do Apr 13, 2017 16:55

Rema1234 hat geschrieben:
Aber schön das ihr auf IndustrieElle Betriebe stolz seid


Ich bin sicher nicht auf industrielle Großbetriebe stolz.
Das ist halt nur eine Feststellung wo die Entwicklung hingeht wenn man nur die Augen öffnet.
Ob das gut oder schlecht ist, da wird ohnehin keiner gefragt.
Man kann nur mitmachen ( Hamsterrad ) oder aussteigen.
Von letzteren ( aussteigen ) werden einige zuvor noch jede Menge Geld sinnlos verbrennen fürchte ich.
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Re: Milchviehstall

Beitragvon T5060 » Do Apr 13, 2017 17:10

Ach marius,

hast du schon mal einen Jahresabschluss von einem "industriellen" Großbetrieb gesehen ? Da fressen die Personalkosten den Gewinn vollständig auf.
Die sehr geringe Kostendegression beim Einkauf hört bei der Abnahme von ganzen LKW oder Paletten vollständig auf.
Der 700 Kuh Betrieb braucht 15 Mitarbeiter und einen Mitarbeiter für Personalakquise und Personalentwicklung, sowie einen für die Verpächter und einen für die Öffentlichkeitsarbeit.

Uns wird seit Ende der 90er, die erfolgreiche ostdeutsche Milchwirtschaft von Leuten vorgehalten, die zu Hause zu bequem waren 20 Kühe zu melken
und die so erfolgreiche ostdeutsche Milchwirtschaft gab es noch nie, weil selten und ist massiv im Rückzug, es sei denn holländische Familienbetriebe steigen ein.

65 Kühe mit einem Roboter laufen gut, bis 190 Kühe ist dann aber Schluß.
Mehr ist verbranntes Geld, soweit das was man realen Jahresabschlüssen rauslesen muss.

Und wer mehr als 5.000 € / Platz und 300 € / Pacht ausgibt, dann noch viel Geld für Schlepper braucht, sollte gar nicht erst weiter machen
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Milchviehstall

Beitragvon marius » Do Apr 13, 2017 20:08

Der Betrieb hier um die Ecke hat mittlerweile 750-800 Kühe und 11800 kg Leistung bei 3 Melkungen im Karussell.
Nehmen wir mal 770 x 11 000 abgelieferte Milch sind das rund 8,5 Mio kg.
Staffelpreis erhält er brutto 2,5 Cent mehr als der Familienbetrieb.
Wären 8 500 000 kg x 2,5 Cent brutto Mehrerlös sind im Jahr über 212 000 Euro. Da lassen sich nur mit dem Mehrerlös für die Milch ( 212 000 € ) schon der Überwiegende Teil der Angestellten bezahlen.
Dazu die Ersparnis auf der Kostenseite also Einkaufsseite. Mehr Menge =besserer Preis.
Dazu noch Biogas und mehrere tausend KW Photovoltaik.
Der Betriebsleiter macht jedes Jahr Urlaub in der Ferne und ist in mehreren Vereinen in der Vorstandschaft.
Ich weiss auch was dieser Betrieb die letzten Jahre an Fläche zugekauft hat... :mrgreen:

Betriebe dieser Kategorie machen das Rennen.
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Re: Milchviehstall

Beitragvon LUV » Do Apr 13, 2017 21:21

http://www.agrarforschung.de/fileadmin/ ... r_sek3.pdf

Ab Seite 10 der Präsentation ist gut zu sehen, wie die ostdeutschen Betriebe am Beispiel Sachsen - Anhalt mit Bayern verglichen, abschneiden....
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Milchviehstall

Beitragvon T5060 » Do Apr 13, 2017 21:37

LUV hat geschrieben:http://www.agrarforschung.de/fileadmin/download/2016/Wagner_sek3.pdf

Ab Seite 10 der Präsentation ist gut zu sehen, wie die ostdeutschen Betriebe am Beispiel Sachsen - Anhalt mit Bayern verglichen, abschneiden....


LUV, die Präsentation ist die übliche Zahlenvermischung. Die 25 % besten in einem jahr können genau die 25 % schlechtesten aus dem Vorjahr und im Folgejahr sein.
Zumal gerade die guten Betriebe ständig investieren und dadurch "weniger erfolgreich" werden.

Eine solche Art der Präsentation würde ich heute als fachlich minderwertig bezeichnen und sind eher Durchhalteparolen, als Erkenntnisgewinn.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Milchviehstall

Beitragvon LUV » Fr Apr 14, 2017 7:57

Ach Reinhold.....sieh dir Seite 22 an, dann wirst du sehen, dass alles, was du hier jahrelang erzählst, wird doch schön dargestellt: Entlohnung/AK
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Milchviehstall

Beitragvon T5060 » Fr Apr 14, 2017 9:51

LUV hat geschrieben:Ach Reinhold.....sieh dir Seite 22 an, dann wirst du sehen, dass alles, was du hier jahrelang erzählst, wird doch schön dargestellt: Entlohnung/AK


ja ....*lach-mich-schlapp* .... die "erfolgreichere" Gruppe ist die Gruppe mit weniger Kühen ... :mrgreen:
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Re: Milchviehstall

Beitragvon LUV » Fr Apr 14, 2017 9:53

Eben, das war auch die Kernaussage .......deshalb sag ich es doch! :prost: :klug:
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Re: Milchviehstall

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Fr Apr 14, 2017 10:03

Rema1234 hat geschrieben:Habe aktuell 140ha
90 grünland und 50 ackerbau das würde gehen
Maschinen größer könnte sein wäre aber au so machbar habe wurmschwader 8 kreiselheuer

Pachland ist günstig und noch viel in Aussicht



Hier könnte man nachhaken. Wie kann es sein. Er hat 24 Milchkühe und dafür bewirtschaftet er 90 Hektar ! Grünland. Sind 3,75 Hektar GL je Kuh. Das ist nicht stimmig.
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Re: Milchviehstall

Beitragvon Rema1234 » Fr Apr 14, 2017 10:20

Mache über 40ha Heu und verkaufe es in einen reitstall der Rest an großHändler

Bei den 50ha Getreide werden ca. 200 Tonnen Getreide verkauft der Rest bleibt im Betrieb zur verfüttern
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Re: Milchviehstall

Beitragvon LUV » Fr Apr 14, 2017 10:25

Was wird eigentlich aus der Nachzucht? Ist dafür der Platz vorhanden, oder muss der auch neu erstellt werden? 70 x0,25x 1,5 Jahrgänge = 26 bis 30 Kopf. Sollen die im alten Anbindestall stehen?
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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