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Missernte 2011 und Lieferverträge

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Caramba » Di Mai 17, 2011 20:12

Dunnerkeil,
aufgrund derä Trockenheit werd mer heier die Lieferverträg möglicherweis net einhalt könna.
Was macha mer denn da ?

Zum Donnerwetter,
aufgrund der Trockenheit werden wir in diesem Jahr die Lieferverträge möglicherweise nicht
einhalten können.

Was ist in diesem Fall zu tun ?
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon CarpeDiem » Di Mai 17, 2011 20:29

Im schlimmsten Fall musst du für Mindermenge und Minderqualität den Geldbeutel aufmachen und deinem Vertragspartner bares als Schadenersatz auf die Kralle geben!
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Caramba » Di Mai 17, 2011 20:39

Auweh, do bin i ja dreimal am Arsch.

Ärschtens wächa der geringerä Erntemenge,
Zwätens wächa dem Schadenersatz
Un Drittens wechä dem weit höherä Preis in der Ernte.

Da legst di nieda.
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon automatix » Di Mai 17, 2011 20:47

Tja, das ist halt, wenn man den Fisch verkauft, bevor man ihn gefangen hat.

Grad bei Qualitätsware ist das sehr gefährlich, hat man ja im Vorjahr gesehen, wo der Weizen ausgewachsen ist.
Badaboom
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Crazy Horse » Di Mai 17, 2011 21:05

Ich komm auch aus Franken und hab auch das Problem, dass ich Vorverträge abgeschlossen hab und jetzt einfach nichts dasteht.
Ich hab jetzt heute mal meine Vertragspartner angeschrieben und darum gebeten, diese Verträge "wegen höherer Gewalt" zu annulieren, weil ich die vereinbarte Menge niemals aufbringen kann.
Wenn sie mir blöd kommen und auf die Erfüllung der Verträge bestehen, werd ich einen Rechtsanwalt einschalten. Mit diesem Problem sind ohnehin sehr viele konfrontiert, denn selten wurden so viele Vorverträge abgeschlossen wie in diesem Winter und ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich die Genossenschaften mit den Bauern verscheißern wollen.
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Caramba » Di Mai 17, 2011 21:20

Des is a guta Idee mit derä höäre Gewalt, Crazy Horse.
Do schreib i a mal an mei grüne Mafia.

Das ist eine gute Idee mit der höheren Gewalt, Crazy Horse.
Da schreibe ich auch mal an meinen Landhandel.
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Crazy Horse » Di Mai 17, 2011 21:44

Caramba hat geschrieben:Des is a guta Idee mit derä höäre Gewalt, Crazy Horse.
Do schreib i a mal an mei grüne Mafia.

Das ist eine gute Idee mit der höheren Gewalt, Crazy Horse.
Da schreibe ich auch mal an meinen Landhandel.


Na ja, es geht hier um die Störung bzw. um den Wegfall der Geschäftsgrundlage im Sinne von §313 BGB.

http://de.wikipedia.org/wiki/St%C3%B6ru ... sgrundlage
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon julius » Di Mai 17, 2011 21:55

Warum jammert ihr denn mitte Mai über die Maisernte 2011 ? :roll:
Solange die Maispflanze im Kern grün ist passiert da überhaupt nichts. Und das trifft sicher auf nahezu jede Maispflanze in Deutschland zu. Ausnahme die Maisfelder der Ölscheichs im Standort Sahara. :D
Ich hab meine Maisfelder gewalzt was sicher kein Fehler war.
Probleme gibts beim Getreide. Diese Schäden in Trockenregionen sind 2011 nicht mehr auszugleichen.
julius
 
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Holder 7.74 » Di Mai 17, 2011 22:09

Thema heißt Missernte und nicht Maisernte. :klug:

Und wie es um das Getreide steht hast du ja richtig erkannt. MIt Lieferverträgen kommt man da dieses Jahr schon in Schwierigkeiten.
Gottes schönste Gabe ist der Schwabe
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Frankenbauer » Di Mai 17, 2011 22:53

@ wolff

Das nennt sich unternehmerisches Risiko, das bekommst Du bestenfalls gegen horrende Prämien versichert und dann mit unzähligen Öffnungsklauseln => außer Spesen nix gewesen. Hier bist Du einmal im Jahr noch der "Freie Bauer", ansonsten hängst Du am Gängelband.
Ich hab nichts unter Vertrag genommen, die festgelegten waren letztes Jahr schon die Gekniffenen und werden es heuer wahrscheinlich auch wieder sein. Ich konnte letztes Jahr ordentliche Ware zwar nicht zum Höchstpreis aber zu einem guten Preis in der Ernte absetzen und werde das auch heuer wieder so machen.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Mai 18, 2011 6:34

Wobei man normalerweise ja nicht die komplette Menge vorab verkauft. Bei uns im Dorf verkauft jeder maximal die Hälfte vorab, um genau für solche Fälle wie heuer gerüstet zu sein. Da man sich ja nie sicher sein kann, was man einfährt, kann ich doch nicht mit Höchsterträgen rechnen, und dann alles vorab verkaufen. Da muss ich dann sagen: Ein Stück weit selber Schuld, wenn man dann evtl. teuer zukaufen muss, um seine Verträge zu erfüllen. Ich gehe mal davon aus, dass auch jeder hier, der Vorverträge zu sagen wir mal 20€ für WW auch auf diesem Preis bestehen würde, auch wenn der in der Ernte dann für 10€ gehandelt würde...
Denke mal nicht, dass irgendein Lagerhaus so dumm ist, und bestehende Verträge storniert...
Kreuzschiene
 
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon CarpeDiem » Mi Mai 18, 2011 7:52

@Crazy Horse, das könnte dir so passen, Wegfall der Geschäftsgrundlage, da werden die Herrschaften aber kräftig lachen. Aber einmal Spass beiseite. Die vorsichtigen Lw, sonst jedes Risiko scheuend, gehen mit diesen Vorverträgen etwas ein, was man als normaler vernünftiger Mensch, eigentlich gar nicht glauben will.

Man muss das einmal vorstellen, hier wird eine Menge und Qualität fixiert, die mit einem Gewinnaufschlag vom Handel weiterverkauft wird. Das einzige was zu diesem Zeitpunkt feststeht, ist der Profit des Handels, ohne jedes Risiko!!!Geht die Sache nun, aus den verschiedensten Gründen in die Hose, dann bestimmt der Letztabnehmer die Höhe des Schadens, die dann vom Handel einfach zwecks "Regulierung" weitergereicht wird.

Die "Versicherungsprämie" gegen fallende Preise ist auch nicht hoch, bei 50 to ca. 8 €, das kostet ein Terminkontrakt. Allerdings hat man das Risiko der volatilen Preise, da man ja seinen Preis "gesichert" hat und sicherstellen muss, dass der pysische Handel auch die Preisbewegungen mitmacht, was nicht immer der Fall ist. Aber aus dieser Falle kann man sich auch befreien und ganz ohne Paragraphenleute!
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Ede75 » Mi Mai 18, 2011 8:08

Kreuzschiene hat geschrieben:Wobei man normalerweise ja nicht die komplette Menge vorab verkauft. Bei uns im Dorf verkauft jeder maximal die Hälfte vorab, um genau für solche Fälle wie heuer gerüstet zu sein. Da man sich ja nie sicher sein kann, was man einfährt, kann ich doch nicht mit Höchsterträgen rechnen, und dann alles vorab verkaufen. Da muss ich dann sagen: Ein Stück weit selber Schuld, wenn man dann evtl. teuer zukaufen muss, um seine Verträge zu erfüllen. Ich gehe mal davon aus, dass auch jeder hier, der Vorverträge zu sagen wir mal 20€ für WW auch auf diesem Preis bestehen würde, auch wenn der in der Ernte dann für 10€ gehandelt würde...
Denke mal nicht, dass irgendein Lagerhaus so dumm ist, und bestehende Verträge storniert...


Genau so sehe ich es auch, selbst Schuld.

Gruß
Ede
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Wiefele » Mi Mai 18, 2011 8:39

Unsere Genossenschaft hat angeboten die Vorverträge zurückzunehmen oder auf das nächste Jahr zu übertragen, allerdings muß der Landwirt die Differenzsumme bezahlen. Ist ja auch verständlich da die Genossenschaft diese Vorverträge an der Börse abgesichert hat. Sie hat sich hiermit gegen Preisveränderungen abgesichert und garantiert somit dem Landwirt einen festen Preis für sein Getreide. Der Landwirt garantiert im Gegenzug eine gewisse Menge einer bestimmten Qualität zu liefern. Wie hat sich der Landwirt abgesichert diese Menge und Qualität dann auch liefern zu können? Ich glaube eine Glaskugel, welche einem darüber Auskunft gibt wie die zukünftige Ernte ausfällt, hat keine zu Hause auf dem Wohnzimmertisch stehen. Somit ist es meiner Ansicht nach unverantwortlich für jeden Betriebsleiter Vorverträge, basierend auf höchsten Ernteerwartungen, abzuschliesen, bevor man überhaupt absehen kann wie sich das Getreide entwickelt. Deshalb habe ich für dieses Gejammere eigentlich nicht sehr viel übrig, selbst Schuld wenn einem die Gier treibt und man über die Risiken dieser Verträge hinwegsieht. Eigentlich dürfte man sie überhaupt nicht abschliesen, da kein Landwirt diese mit den Verträgen geschlossene Erwartungen auch garantieren kann.
Möchte noch anmerken, daß auch ich Vorverträge abgeschlossen habe, aber in sehr moderatem Umfang, so daß ich mir wenig Sorgen mache diese nicht erfüllen zu können. Habe diese auch erst abgeschlossen nachdem abzusehen war was in etwa in diesem Jahr ertagsmäßig zu erwarten ist.
MfG
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Re: Missernte 2011 und Lieferverträge

Beitragvon Crazy Horse » Mi Mai 18, 2011 8:42

Kreuzschiene hat geschrieben:Wobei man normalerweise ja nicht die komplette Menge vorab verkauft. Bei uns im Dorf verkauft jeder maximal die Hälfte vorab, um genau für solche Fälle wie heuer gerüstet zu sein. Da man sich ja nie sicher sein kann, was man einfährt, kann ich doch nicht mit Höchsterträgen rechnen, und dann alles vorab verkaufen. Da muss ich dann sagen: Ein Stück weit selber Schuld, wenn man dann evtl. teuer zukaufen muss, um seine Verträge zu erfüllen. Ich gehe mal davon aus, dass auch jeder hier, der Vorverträge zu sagen wir mal 20€ für WW auch auf diesem Preis bestehen würde, auch wenn der in der Ernte dann für 10€ gehandelt würde...
Denke mal nicht, dass irgendein Lagerhaus so dumm ist, und bestehende Verträge storniert...



Du bist so ein Klugscheißer!
Meinst Du die Leute haben alle den Hals nicht voll gekriegt und haben sich Erntemengen, wie man sie nur in Idealjahren erreicht, vertraglich absichern lassen?
Ich hab Ernteausfälle von 20% als "worst case" miteingerechnet (also 65-70dt/ha statt der üblichen 80-85) und wollte, weil ich hier nur eine begrenzte Lagerkapazität hab, mir 20% aufheben, die ich im kommenden Winter vermarkten wollte, aber hier geht es schon längst nicht mehr um Ernteausfall von 20 oder 30% sondern um den Totalausfall, der mit jedem Tag, an dem es nicht regnet, näher rückt.

Ertragsverluste von 20-30% oder Preisanstiege (oder -verluste) in ähnlicher Größenordnung nach Vertragsschluss müssen die Vertragspartner sicher (noch) als individuelles Risiko tragen, aber irgendwann ist mal ne Grenze erreicht, wo man den Vertrag aufgrund einer Störung der Geschäftsgrundlage den veränderten Umständen anpassen oder auflösen muss, insb. wenn Umstände dafür verantwortlich sind, auf die keiner der Vertragsparteien einen Einfluss hat.

Ein solch massiver Ernteausfall ist höhere Gewalt und es wäre unredlich, wenn der Vertragspartner auf Erfüllung des Vertrages bestehen würde
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