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mit landwirtschaft aufhören

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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22 Beiträge • Seite 1 von 2 • 1, 2
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Manfred » Mo Dez 22, 2014 9:51

Sind die Flächen arrondiert?
Am Hof?
Oder verstreut?
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Sortable » Mo Dez 22, 2014 11:46

Also ich mal den Erich Kästner:
"Es gibt nichts gutes außer man tut es"

Ich hoffe die "Faustzahlen für die Landwirtschaft sind bekannt",
also einfach mal drauflos projektieren, und merke jede Rechnung, wirklich jede,
kann als Milchmädchenrechnung hingestellt werden, ich schreibe aus Erfahrung.
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Meini » Mo Dez 22, 2014 11:56

Bayern-Racing hat geschrieben:Hallo, meine eltern werden in 2 jahren 65 und dann wird übergeben. Ich bin kein gelernter landwirt und es würd sich auch nicht mehr lohnen zum weitermachen, obwohl mir das durchaus gefällt und ich auch immer mithelf. Jetzt wollt ich euch profis fragen, ob ihr wisst was man nach dem "beenden" für möglichkeiten hat die sich auch lohnen.
- eventuell futter produzieren und verkaufen? Als silageballen geht das ja recht gut. Nur lohnt sich das?

-keine milchkühe mehr, sondern nur noch kälber zukaufen und füttern bis zum wiederverkauf. Lohnenswert?

- einfach komplette fläche verpachten-> kein ärger mehr aber man bekommt auch nix dafür, wir haben nur ca 15 ha grünland ( und nochmal 15 ha gepachtet)

- oder hat man mehr davon auch alle maschinen zu verkaufen da diese ja jetzt auch noch wert haben und später wenn man nebebbei so dahinmurkst villeicht nicht mehr?

Bin grad echt überfragt, da keine basis mehr vorhanden ist. Stall ist mehr als kaputt (für milchkühe zumindest)
maschinen sind teils teils, damit ksnn man noch gut mithalten. Wichtig wär auch noch, wir betreiben nur Grünland!
eventell hört der betrieb auch schon früher auf, jenachdem wie das nächstes jahr mit dem wegfallen des kontigents aussieht.


Dürfte schwierig sein unter den Bedingungen keine Verluste zu machen, ich würde mal ne Chifre Anzeige in euer Bauernblatt setzen hinsichtlich Verpachtung der Eigenflächen,vielleicht gibts mehr Pacht als du denkst, je nach Region wird ja auch für Grünland durchaus Pacht gezahlt,Rindviehgebiete?
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Tinyburli » Mo Dez 22, 2014 12:02

Also wenn Du aus Bayern bist, kannst ja im neuen KULAP- Programm schauen ob was bei Dir zutrifft:

http://www.stmelf.bayern.de/kulap

Ich mache jedenfalls meine Flächen sehr extensiv mit dem Düngeverzichtsprogramm und verkaufe das Gras wie es ist.

Dann hat man da zumindestens die Prämie und das Programm. Da kann man das Futter fast verschenken.

Nehmen wir mal an, Du machst Deine 15 ha mit dem B30 Programm. Dann bekommst die Prämie mit vielleicht benachteiligtem Gebiet ca. 300,- und das B30 ca. 350,-. Macht bei 15 ha ca. 9000,- im Jahr ohne großen Aufwand zusätzlich zu Deinem Gehalt als Industriemechaniker. Musst halt schaun obst Krankenkass und Alterskasse zahlen musst. Am besten gehst mal zum Amt für Landwirtschaft und fragst die was die meinen.
Für die Steuer mach ich eine Gewinn / Verlustrechnung. Da sammle ich das Jahr über alle Rechnungen und Belege. Bei den Tankbelegen mach ich pauschal 50 % Privatanteil. Die liste ich dann am Jahresend in einer Exceltabelle auf. Da wird dann am Ende noch die Abschreibung für Abnutzung der Maschinen und Gebäude abgezogen. Komme da gut mit zurecht.
Zuletzt geändert von Tinyburli am Di Dez 23, 2014 6:55, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon julius » Mo Dez 22, 2014 15:08

Bayern-Racing hat geschrieben:Hallo, meine eltern werden in 2 jahren 65 und dann wird übergeben. Ich bin kein gelernter landwirt und es würd sich auch nicht mehr lohnen zum weitermachen, obwohl mir das durchaus gefällt und ich auch immer mithelf. Jetzt wollt ich euch profis fragen, ob ihr wisst was man nach dem "beenden" für möglichkeiten hat die sich auch lohnen.
- eventuell futter produzieren und verkaufen? Als silageballen geht das ja recht gut. Nur lohnt sich das?

-keine milchkühe mehr, sondern nur noch kälber zukaufen und füttern bis zum wiederverkauf. Lohnenswert?

- einfach komplette fläche verpachten-> kein ärger mehr aber man bekommt auch nix dafür, wir haben nur ca 15 ha grünland ( und nochmal 15 ha gepachtet)

- oder hat man mehr davon auch alle maschinen zu verkaufen da diese ja jetzt auch noch wert haben und später wenn man nebebbei so dahinmurkst villeicht nicht mehr?

Bin grad echt überfragt, da keine basis mehr vorhanden ist. Stall ist mehr als kaputt (für milchkühe zumindest)
maschinen sind teils teils, damit ksnn man noch gut mithalten. Wichtig wär auch noch, wir betreiben nur Grünland!
eventell hört der betrieb auch schon früher auf, jenachdem wie das nächstes jahr mit dem wegfallen des kontigents aussieht.

Ich weiss ich bin ein laie, kein gelernter laie, meine eltern brauch ich nicht fragen weil die genauso wenig ahnung wie ich haben, bitte da nicht drauf rum hacken ist leider so. Lg


Ich hoffe das nicht Kowei hinter dem Profil steckt. :evil:

Kommt ganz drauf an wieviel Pacht man bekommen könnte. Das muss jeder individuell berechnen.

Weitermachen und das Futter verkaufen kannst vergessen. Das ist ein Hobby wo kaum / nichts verdient wird.
Man darf nicht nur die Prämien sehen, sondern auch die zusätzlichen Kosten wie Steuerberater, BG, Versicherungen und ( unter Umständen noch LKK und LAK ).

Die Maschinenkosten würde ich nicht unterschätzen. Vermutlich sind die schon älteren Baujahres und da beginnen die Reperaturen und sie verlieren jedes Jahr weiter an Wert.
Dasselbe beim Stall. Ist der Stall schon 30, 40 Jahre oder älter kommt eins nach dem anderen : Wasserleitungen, Aufstallung, Spalten, Gitterrost usw.
Wie gesagt als Hobby kann man das machen, zum Geld verdienen wohl nicht.

Zudem soll zurzeit die Besteuerung 13a refomiert werden. Bei höherem GV Besatz ( voraussichtlich ab 25 GV ) wird ein Zuschlag fällig und für die zulässigen 20 ha werden ohnehin je ha 350 Euro Gewinnn verrechnet der zusätzlich zum Einkommen versteuert werden muss, selbst wenn pro ha weniger oder nichts verdient wird müssen die Steuern bezahlt werden.

Bei 20 ha sinds immerhin 7000 Euro die du zusätzlich zum Einkommen versteuern musst + Zuschlag für die GV.
julius
 
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Landweichei » Mo Dez 22, 2014 17:40

Ich bin allerdings gelernter Laie ;)
YMMD!

Gruß, LwE
Gutes Urteilsvermögen bekommt man durch Erfahrung und Erfahrung bekommt man durch schlechtes Urteilsvermögen.
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Zement » Mo Dez 22, 2014 19:13

Bayern-Racing hat geschrieben:Hallo, meine eltern werden in 2 jahren 65 und dann wird übergeben. Ich bin kein gelernter landwirt und es würd sich auch nicht mehr lohnen zum weitermachen, obwohl mir das durchaus gefällt und ich auch immer mithelf. Jetzt wollt ich euch profis fragen, ob ihr wisst was man nach dem "beenden" für möglichkeiten hat die sich auch lohnen.
- eventuell futter produzieren und verkaufen? Als silageballen geht das ja recht gut. Nur lohnt sich das?

-keine milchkühe mehr, sondern nur noch kälber zukaufen und füttern bis zum wiederverkauf. Lohnenswert?

- einfach komplette fläche verpachten-> kein ärger mehr aber man bekommt auch nix dafür, wir haben nur ca 15 ha grünland ( und nochmal 15 ha gepachtet)

- oder hat man mehr davon auch alle maschinen zu verkaufen da diese ja jetzt auch noch wert haben und später wenn man nebebbei so dahinmurkst villeicht nicht mehr?

Bin grad echt überfragt, da keine basis mehr vorhanden ist. Stall ist mehr als kaputt (für milchkühe zumindest)
maschinen sind teils teils, damit ksnn man noch gut mithalten. Wichtig wär auch noch, wir betreiben nur Grünland!
eventell hört der betrieb auch schon früher auf, jenachdem wie das nächstes jahr mit dem wegfallen des kontigents aussieht.

Ich weiss ich bin ein laie, kein gelernter laie, meine eltern brauch ich nicht fragen weil die genauso wenig ahnung wie ich haben, bitte da nicht drauf rum hacken ist leider so. Lg


Die Sache ist emotional vielleicht nicht schön , aber von der Logik ganz einfach , verpachte die Flächen !
Wenn du es als Hobby betreiben möchtest , ok das ist schon möglich .

Aber bloß nicht in die LKK oder Alterskasse eintreten , bleib bei der AOK , Barmer , Technikkasse oder andere.
Was machst du Beruflich eigentlich ? Ist sie stressig ?
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Gigasgagasmann » Mo Dez 22, 2014 23:12

Falls es nwenig Konkurenz gibt: Moderner Pferdebetrieb (ald Aktivstall/Bewegungsstall oder so) ?
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon ratzmoeller » Di Dez 23, 2014 13:43

Ich würde erstmal das Ende der Milchquote abwarten und die darauffolgenden Bewegungen am Grünland-Pachtmarkt.Ihr seit nicht der einzige Milchviehbetrieb der Überlegungen anstellt hinsichtlich extensive Rinderhaltung oder nur Futteranbau.Das sind alles finanziell wenig ertragreiche Einkommensalternativen.Dagegen kann der Einstieg in die Pferdehaltung richtig ins Geld gehen,wenn man der potentiellen Kundschaft ein ansprechendes Angebot anbieten möchte.Einen ordentlichen Reitplatz gibts nicht für Peanuts.
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Tinyburli » Di Dez 23, 2014 14:21

Bayern-Racing hat geschrieben:... von jemand anderem bewirtschaften lassen....


Da musst Du ganz genau aufpassen. Du musst die Regie selbst behalten und nicht pauschal vergeben.
Wennst aber explizit deine Wirtschaftsgüter verkaufst, geht das in Ordnung, denke ich.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Tinyburli » Di Dez 23, 2014 14:43

Bayern-Racing hat geschrieben:
Würde es denn auch sinn machen, die flächen die wir selber gepachtet haben zu behalten und auf gleiche weise abmähen zu lassen, sodass man die Prämie bekommt?


Du musst auf jedenfall den Pachtvertrag einhalten - auch wenn Du das von Deinen Eltern überschrieben bekommst. Ob sich das für Dich rechnet, musst selbst prüfen.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon julius » Di Dez 23, 2014 17:42

Bayern-Racing hat geschrieben:Würde es denn auch sinn machen, die flächen die wir selber gepachtet haben zu behalten und auf gleiche weise abmähen zu lassen, sodass man die Prämie bekommt?


Kommt drauf an was der Verpächter davon hält. Immerhin düngst du über viele Jahre überhaupt nichts mehr und die Böden des Verpächters werden ausgelaugt.
Gibt auch Verpächter die den Vertrag von sich aus kündigen werden, da du die Flächen selber nicht mehr brauchst.
Da können sie die Pachtflächen selber neu in der Zeitung aussschreiben und teurer an jemand anderem verpachten.
Denn im Endeffekt machst du nichts anderes als unterverpachten.
julius
 
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Re: mit landwirtschaft aufhören

Beitragvon Tinyburli » Di Dez 23, 2014 21:05

julius hat geschrieben:Gibt auch Verpächter die den Vertrag von sich aus kündigen werden, da du die Flächen selber nicht mehr brauchst.
Da können sie die Pachtflächen selber neu in der Zeitung aussschreiben und teurer an jemand anderem verpachten.

Um dem vorzubeugen gehst einfach zu Deinem Verpächter hin und erklärst es Ihm und bietest Ihm eine Pachterhöhung von jetzt ca. 200,- auf dann 400,- an mit einer Vertragslaufzeit, die dem KULAP- Vertrag entspricht. Dann bleibt für Dich noch ca. 200,- x 15 ha = 3000,- zusätzlich übrig. Mußt aber erst genau kalkulieren mit Deinen realen Preisen. Hast ja noch Ausgaben der Berufsgenossenschaft und vielleicht Alterskasse und Krankenkasse. Steuer musst natürlich auch rechnen.

Ich hab noch was vergessen. Da Du noch sehr jung bist, zählst zu Junglandwirt. Das wird extra hornoriert.
Außerdem schreibt Ihr in den Übergabevertrag ein ordentliches Taschengeld für Dine Eltern rein. Das kannst direkt als Betriebsausgabe bei der Steuer angeben.

Deine Eltern bekommen ja dann Rente. Die ist ja auch zusätzlich zu heute zu sehen. Also wenn das bei der Alterskasse geht nicht lange fackeln und weiterwursteln, wenn es so bequemer geht.

Wie gesagt, geh zum Amt und lass Dich beraten. :roll:

Du kannst denen im Vorfeld auch eine Email schreiben mit all Deinen Vorgaben und Deine Situation schildern. Dann vergisst nichts beim Termin und die wissen mehr Bescheid und können besser beraten.

Das B30 Düngeverzichtsprogramm gibts bei uns landkreisweit. Ob das bei Euch auch geht musst erst erfragen. Ansonsten wäre unsere Rechnung eine Milchmädchenrechnung. Ich würde da gleich mal anrufen, wie das bei Euch geregelt ist.
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