Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Apr 02, 2026 8:30

Mutterkuhstall Norwegen

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
Antwort erstellen
9 Beiträge • Seite 1 von 1
  • Mit Zitat antworten

Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Fjellheim » Fr Feb 03, 2017 20:21

Hallo in die Runde.
DasThema wurde bestimmt schon zur Genüge erörtert aber ich versuche es trotzdem!
Thema Liegeboxen!
Die Ausgangssituation:
Unser Hof steht in Norwegen ca. 350 km unterhalb des Polarkreises. Zwischen Ende Oktober und Anfang/Mitte April gehen wir von Temperaturen unter Null aus, im Januar/Februar gern auch schon mal ein paar Tage mit minus 35.
Zur Zeit stehen unsere Mutterkühe (Hereford), die Färsen und die Kälber in einer Scheune auf Stroh mit Fütterung im Aussenbereich und freiem Zugang auf die verschneiten Weiden am Hof.
Die Abkalbezeit liegt im April/Mai und erfolgt auf der Weide.
Stroh ist in der Beschaffung sehr teuer und gerade in der Übergangszeit mit Plusgraden sehr feucht.

In diesem Frühjahr beginnen wir mit dem Bau eines Mutterkuhstalles (Aussenklimastall) mit Platz für 40 Mutterkühen, 20 Färsen und 60 Kälbern.
Die Konstruktion erfolgt als Stahlrahmenkonstruktion mit antikondensbeschichteten Trapezblechen als Dacheindeckung und verzinkten Trapezblechen im Wandbereich, Höhe 1,50m, und aufrollbaren Windnetzen bis an die Traufe, Höhe 2,00m.
2 stk. Laufgänge, Breite 3,00m.
1 stk. Futterbrett an der Längsseite des Stalles, Breite 4,00m, von innen und aussen erreicbar (für die Kühe :-)).
Der Kälberbereich sowie der "Krankenbereich" wird als Tiefraum mit Stroh/Hackschnitzel ausgeführt.
Die Laufgänge in Betong mit Schieberentmistung.
Nun die alles entscheidende Frage: Welches System für die 60 Liegeboxen??? Tiefbox??? Hochbox???
20 Boxen werden Wandständig mit Kälberschlupf ausgeführt und 20 Boxen liegen sich gegenüber, ebenfalls mit Kälberschlupf.
Wie gesagt ist Stroh sehr teuer, aber Hackschnitzel (geschrädderte Birken) wären verfügbar.
Was denkt ihr? Welches System wäre am besten geeignet in Bezug auf Kuhkomfort, Anschaffungs- und Folgekosten, Arbeitsaufwand usw.
Freue mich auf zahlreiche Meinungen und Erfahrungen!!!
Fjellheim
 
Beiträge: 4
Registriert: Fr Feb 03, 2017 18:42
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Fr Feb 03, 2017 20:47

Vielleicht so was: http://www.kompoststall.at

Schieberentmistung bei -35 Grad? Unserem Nachbarn sind die Schieber schon bei minus 10 Grad eingefroren.
Flecki_aus_Bayern
 
Beiträge: 948
Registriert: Sa Mai 05, 2007 8:18
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Manfred » Fr Feb 03, 2017 20:58

Du hast doch vermutlich einen großen Teil des Winters optimale Bedingungen mit Bodenfrost.
Verlege deine Fütterung nach draußen auf die Weiden, mit Rundraufen, die du alle paar Tage umstellst.
Das reduziert deinen Einstreubedarf erheblich. Wenn es dir halbwegs gut gelingt, sparst du 1/2 bis 2/3 der Einstreu alleine durch diese Maßnahme ein.
Im Stall nur Notfütterung in der Übergangszeit, wenn die Böden zu nass sind.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 14191
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Fjellheim » Fr Feb 03, 2017 22:28

Danke für die schnellen Antworten!!
Unsere Hereford sind schon die meiste Zeit draussen und füttern tue ich auch nur draussen.
ABER: Es gibt natürlich Forderungen des norwegische Staates wie Rinder zu halten sind. Dazu gehört ein dreiseitig geschlossener Stall mit der Möglichkeit die vierte Seite ebenfalls schliessen zu können. Weiterhin muss der Futterplatz überdacht sein.
Ich würde auch lügen wenn ich behaupten würde unsere Vierbeiner wären nur draussen...Bei hartem Wind, feuchten Wetter, aber auch wenn es dunkel ist wissen sie ein Dach über den Kopf schon zu schätzen...
Bauen muss ich so oder so, es sit nur die Frage wie.
Schieber funktioniert bei minus 35 natürlich nicht. Ab minus 1 geht er mit höher Frequenz und Geschwindigkeit. Danach wird der Betrieb eingestellt bis es wieder Tauwetter gibt. Funktionier recht gut. Die Kühe bewegen sich recht sicher auf den gefrohrenen Mist im Laufgang, viel sicherer als auf einem eisglatten Betongfussboden.
Fjellheim
 
Beiträge: 4
Registriert: Fr Feb 03, 2017 18:42
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Fjellheim » Fr Feb 03, 2017 22:34

Übrigens schöne Seite: http://www.kompoststall.at
Das käme schon ziemlich nahe, aber der Arbeitsaufwand scheint sehr hoch. Auserdem habe ich Bedenken dass der Kompostprozess bei unseren kalten Perioden nicht in Gang kommt. Weiterhin ist der Platzbedarf recht hoch. Ich muss speziell in Bezug auf die Betongkosten hier in Norwegen sehr auf die zu verbauende Betongmenge achten!!
Fjellheim
 
Beiträge: 4
Registriert: Fr Feb 03, 2017 18:42
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Sa Feb 04, 2017 10:14

Man kann zwar die Finger über die Tastatur des PC fliegen lassen, aber wenn man so ein Projekt startet, aber man sollte schon die Mutterkuhställe in der eigenen Umgebung besichtigen und einfach nachbauen. Man braucht das Rad nicht neu erfinden!

Ich bin z.B. bei jeder Züchterfahrt meines Verbandes dabei und nehme auch an Veranstaltungen des Landwirtschaftsamtes teil wenn es was interessantes zum Anschauen gibt. Da kann man immer was mitnehmen. Positives und negatives.

Die meisten "Spitzenzüchter" halten ihre Kühe in gut mit Stroh(mehl) eingestreuten Tiefboxen, bei denen auch die Box am Boden durch eine Schwelle am Boden abgetrennt ist. Da wird dann nicht so viel verschoben.
Flecki_aus_Bayern
 
Beiträge: 948
Registriert: Sa Mai 05, 2007 8:18
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Manfred » Sa Feb 04, 2017 11:15

Die meisten "Spitzenzüchter" verdienen gemessen am Arbeitsaufwand und gebundenen Kapital sehr schlecht.
Das ist es, was bei den Mutterkuh-Arbeitskreisen in Bayern völlig fehlt. Die Zahlen kommen nicht auf den Tisch. Gezeigt wird nur der schöne äußere Schein. Wäre schön, wenn der Johannes Vogel das etwas mehr in Richtung der wirtschaftlichen Fragen und Probleme lenken würde.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
Manfred
 
Beiträge: 14191
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon tj » Fr Feb 10, 2017 20:20

@ fjellheim,

ich nehme mal an Du kommst aus dem Nord-Trøndelag und da ist glaube ich nicht der Frost das Problem sondern das Nasskalte Wetter und hohe Niederschläge (wahrscheinlich sind die Weiden 6 Monate nicht benutzbar, sonst sind sie Matsch). Ich würde Tiefeinstreu bevorzugen. Wie das allerdings mit geschredderten Birken funktioniert weis ich auch nicht.
Du sagst zwar das der Beton in Norge sehr teuer ist, aber willst Du und deine Rinder den ganzen Tag im Schlamm herumlaufen.
Welche Ställe baut man in Rogaland und Hordaland ? Dort herschen doch ähnliche klimatische Verhältnisse.
BTW: Wenn du Stroh brauchst, könnten wir ins Geschäft kommen, aber es wird vermutlich am Transport scheitern.

mfg tj
Das Leben war einfacher, als man morgens nur aus dem Haus gehen musste, um ein Mammut zu erschlagen. Die Älteren erinnern sich vielleicht.

見ざる、聞かざる、言わざる
Benutzeravatar
tj
 
Beiträge: 1633
Registriert: Sa Jan 12, 2008 17:57
Wohnort: Oberfranken
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Mutterkuhstall Norwegen

Beitragvon Fjellheim » Di Feb 14, 2017 19:37

Hallo tj.
Richtig, aus Nord-Trøndelag. Du hast sicher in einigen Bereichen recht, aber NT ist nicht gleich NT. Wir beginnnen auch nicht jetzt mit Mutterkuhhaltung, wir bauen einen neuen Mutterkuhstall. Unsere MK haben wir seit einigen Jahren in einer ehemaligen Scheune mit Stroheinstreu. Funktioniert recht gut, ist aber ökonomisch grenzwertig, bei 40 Mutterkuheinheiten und einem Preis von ca. 450 NOK netto für den 1,2m Rundballen mit Stroh (incl. Transport) brauche ich da sicher nicht mehr zu sagen.
Im Gegensatz zum küstennahen NT haben wir noch recht stabile Temperaturen mit Schnee und Frost zwischen November und März.
Klar, die Wetterveränderungen machen sich auch bei uns bemerkbar, aber matschige Wiesen sind nicht das Problem.
Der neue Stall wird auf Grund der Herdengrösse notwendig und da suchen wir natürlich Wege die rentabel aber vor allem auch tierfreundlich sind. In der nächsten Woche besuche ich einen Hof in Österreich die seit ca. 7 Jahren einen Kompoststall für 60 Ammekühe betreiben.
Dort haben sie zwar nicht so lange Winter, aber kalt wird es auf dieser Höhe auch über lange Perioden... Ich bin gespannt.
Wo baust du Getreide an?

MfG
Fjellheim
Fjellheim
 
Beiträge: 4
Registriert: Fr Feb 03, 2017 18:42
Nach oben


Antwort erstellen
9 Beiträge • Seite 1 von 1

Zurück zu Rinderforum

Wer ist online?

Mitglieder: allgaier81, Bing [Bot], Google [Bot], Rhöner80

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki