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Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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25 Beiträge • Seite 2 von 2 • 1, 2
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon Oberfranke_91 » Do Jul 27, 2017 17:52

wastl90 hat geschrieben:In Kalifornien sind dann besonders die kleineren Raupen weit verbreitet, ich glaube die gibt es bei uns bisher nicht. Die haben natürlich eine mega breite Spur mit knapp 3m und ein schmales Laufwerk darauf.


Ja genau. In vielen US-Staaten laufen diese Row-Crop-Schlepper in Reihenkulturen, angefangen von Kartoffeln, Erdnüsse, Mais etc...
Das sind dann häufig Schlepper in der 300-400 PS-Klasse, z.B. John Deere 8 RT.


Hier in meiner Gegend gibts Gutsbetriebe mit 1000 oder 2000 Hektar Ackerbau.
Da gehts auch schonmal 2-3 Kilometer geradeaus auf dem Feld.


Jo klar..., dass sind dann halt die "regionalen" Unterschiede... :)
In Kanada hat ein 2000 Hektar Betrieb in der Regel ein bis zwei Schlepper mit 500-600 PS auf dem Hof stehen. 2000 Hektar in Deutschland zu bewirtschaften ist nicht im Ansatz mit den Verhältnissen auf ner 2000 ha Farm im nördlichen Nordamerika vergleichbar.
In Deutschland entzerrt sich die Ausaat schonmal aufgrund unserer klassichen Winter - und Sommerfrüchte. Und im Bereich des Winterbaus ergibt sich durch die verschiedenen Fruchtfolge-Glieder ja nochmal nen relativ breites Zeitfenster.
In Alberta beginnt die Vegegationsperiode je nach Jahr mitte April oder Anfang Mai. Dann bleiben 2-3 Wochen Zeit um 2000 Hektar oder je nach Farm deutlich mehr in den Boden zu klopfen. In der Betriebsgröße ist meistens eine Drille vorhanden. Wir fahren ne 25,6 Meter breite Seedhawk mit 800 Bushel Saatgut - und Düngertank (ca. 20 Tonnen Zuladung), letztlich wiegt die Drille dann Voll irgendwas um die 50-60 Tonnen. Da brauchts dann schon bissl Dampf davor. Raupenschlepper sind da eben eine der Möglichkeiten.

In Deutschland ist man halt aufgrund der StVO schonmal stark limitiert. Und in kleinstrukturierten Gebieten mit dennoch großen Betrieben verschafft man sich dann mit mehreren (kleineren) Drillgespannen pro Betrieb ne größere Flexibilität. Entsprechend brauchts da wohl auch keine Raupen.

Desweiteren ist es natürlich wie wastl90 sagt. Die Betriebsorganisation ist komplett anders. in West-Kanada (aber auch in vielen US-Staaten, teilen Australiens) sind sehr viele Betriebe No-Till. Das heißt diese 500, 600 oder 700 PS Schlepper sind häufig nur für die Drille am Hof und machen im Jahr je nach Betrieb 250 - 300 in Ausnahmefällen vllt. 400 Stunden im Jahr wenn der Säschlepper auch am Überladewagen läuft. Man kann sich im Endeffekt speziell für diesen Zweck "hochgezüchtete" PS-Büffel aufn Hof stellen, die ihre Kraft optimal auf den Boden bringen und außer Zugpendel und paar Steuergeräten keinen Schnick-Schnack drauf haben.

In Deutschland ist halt ein Traktor mehr oder weniger ein schweizer Taschenmesser metaphorisch ausgedrückt der Pflege-, Transport-, und Ackerschlepper in einem ist... :D
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon elchtestversagt » Do Jul 27, 2017 18:05

Der Unterschied ist, in Deutschland hat jeder 100ha Betrieb zusammengenommen 500 PS Stehen...
Und ein guter 2000ha Betrieb hat min. 4000 PS rumstehen.
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon bauer hans » Do Jul 27, 2017 18:23

elchtestversagt hat geschrieben:Der Unterschied ist, in Deutschland hat jeder 100ha Betrieb zusammengenommen 500 PS Stehen...

mehr,700 bis 800 :mrgreen:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon f.mannecke » Do Jul 27, 2017 18:35

Jeder?
Wohl nicht.

Gruß Friedhelm
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon Oberfranke_91 » Fr Jul 28, 2017 19:04

https://twitter.com/MichealWpf/status/5 ... 0344104960

Das Video hab ich gerade zufällig gefunden..., sollte auch für unregistrierte sichtbar sein!... :wink:
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon countryman » Fr Jul 28, 2017 20:35

Da fehlt es aber eher an Power als an Traktion...oder ein Säwagen ist voll, der andere leer...oder oder...
Irgendeiner wird die Dinger schon kaufen wenn sie schön fett auf der Agritechnica stehen.
Ich werds jedenfalls nicht sein mit meinen langweiligen 3,3 PS pro ha... Mähdrescher mitgerechnet.
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon Sönke Carstens » Fr Jul 28, 2017 20:45

So ein Raupenfahrwerk kann auch dafür sorgen das der Trecker weniger Traktion hat als ein Standardschlepper.
Einfach weil die Aufstandsfläche zu groß ist bzw. der Trecker zu leicht.
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon Oberfranke_91 » Fr Jul 28, 2017 21:33

Da fehlt es aber eher an Power als an Traktion...


Ne. Eben nicht..., genau deswegen hab ich das Video ja eingestellt, dem NH sieht man schon recht deutlich an, dass er massiv mit Schlupf zu kämpfen hat. Außerdem schreibt der Farmer ja, dass die Gegebenheiten ansonsten relativ identisch waren und der Unterschied in der Traktion lag, gehen wir halt mal davon aus, dass das stimmt soweit.... :wink:

So ein Raupenfahrwerk kann auch dafür sorgen das der Trecker weniger Traktion hat als ein Standardschlepper.
Einfach weil die Aufstandsfläche zu groß ist bzw. der Trecker zu leicht.


Nunja..., ja bzw. sagen wir mal jain. Klar, der Auflagedruck ist reduziert, dass ist ja letztendlich irgendwo das Ziel..., weniger Druck bedeutet dann bis zu nem bestimmten Maß logischerweise auch weniger Traktion. Auf der anderen Seite verzahnen sich innerhalb dieser großen Auflagefläche enorm viel Stollen mit dem Boden, und sorgen trotz reduzierten Druck für größtenteils "schlupffreie Traktion" bzw. gewährleisten, dass die Kraft auf den Boden kommt.

Das ist denke ich auch eine der Punkte, die noch in vielen Köpfen ankommen muss, dass die Verzahnungsfläche ein Hauptaspekt ist, wenn es darum geht Schlupf zu reduzieren. Wenn ich mich bei vielen Traktoren umsehe, dann sind da zwar 710er Reifen draufgeschnallt, aber wenn die Flankenhöhe vom Reifen nicht passt kann der noch so breit sein, lang machen muss er sich, damit gleichzeitig möglichst viele Stollen in den Boden greifen. Da fahr ich mit nem 600er Reifen und entsprechender Flankenhöhe wesentlich besser (vorausgesetzt der Luftdruck wird bedarfsgerecht angepasst). Und nix anderes erreich ich ja im Endeffekt mit den Raupenbänder. Niedriger Auflagedruck, enorm große Auflagefläche, enorm große Verzahnung mit dem Boden.

Würde man mit den Raupen weniger Traktion = mehr Schlupf erhalten könnte man sich die Geschichte gleich sparen..., da ja Schlupf letztlich den Boden ebenso verdichtet bzw. verschmiert.

Natürlich hast du recht, dass da ein gewisse Kampfgewicht vorhanden sein muss. Und natürlich sind Ketten nicht das All-Heilmittel. Aber sie haben ihre Berechtigung. Wohl einer der meistverkauftesten Großschlepper weltweit steht auf Ketten, der Case STX, das System ist weltweit zig-tausendfach bewährt. Nur eben bei uns Deutschen im landwirtschaftlichen Alltag aus divsersen Gründen nicht oder noch nicht so praktikabel.

Ich werds jedenfalls nicht sein mit meinen langweiligen 3,3 PS pro ha... Mähdrescher mitgerechnet.


Hätte 1,8 PS/ha zu bieten? Und? Genauso kenne ich Betriebe mit 5 PS und mehr die sinnvoll eingesetzt sind.
Das mit dem PS-Besatz pro Hektar ist doch genauso ein unsinniger Schwanzvergleich. Wohlbemerkt in beide Richtungen, die einen meinen sie sinds weil sie 10 PS pro hektar haben, und die andren weil sie nur 2 oder 3 PS/ha haben. Sagt doch alles nix aus. Es gibt allein deutschlandweit soviele unterschiedliche Betriebsformen, unterschiedlich intensiv wirtschaftende Betriebe und zum teil extrem große Unterschiede in den sozio-ökonomischen Verhältnissen betriebsintern die sich z.T. massiv auf die Mechanisierung auswirken und in folge dessen in meinen Augen nur schwierig ne Vergleichbarkeit gegeben sein kann.
Klar gibts gewisse Richtwerte, aber mehr auch nicht. Rechnen muss es sich letztendlich einzelbetrieblich und fertig. Alles andere ist nur ne theoretische Zahlenspielerei die am Ende vom Tag null über den Betrieb aussagt. Und wenn es hier und da mal nen technikverliebten Betriebsleiter gibt der 200 PS mehr als nötig auf dem Hof stehen hat und die Kiste auf welche Art auch immer "quersubventioniert"..., ja mei..., also ich hab andere Sorgen im Leben und gönn anderen dann die Freude daran... :D
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon Cillo » Sa Jul 29, 2017 10:49

https://www.topagrar.com/archiv/Wie-sic ... 60754.html Hier steht eigentlich alles drin was man wissen sollte zu dem Thema. Beides hat seine Vor wie Nachteile. Noch was zum Thema Komfort : Wer mal ne Raupe mit ungefederten Fahrwerk, und das sind die alle, auf hartem trockenen Boden gefahren ist wünscht sich mehr als nur ne Kabinenfederung. Da kann der Sitz noch so bequem sein.
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Re: Neue Fendt/Challenger Raupenschlepper

Beitragvon wastl90 » Sa Jul 29, 2017 11:11

countryman hat geschrieben:Da fehlt es aber eher an Power als an Traktion...oder ein Säwagen ist voll, der andere leer...oder oder...
Irgendeiner wird die Dinger schon kaufen wenn sie schön fett auf der Agritechnica stehen.
Ich werds jedenfalls nicht sein mit meinen langweiligen 3,3 PS pro ha... Mähdrescher mitgerechnet.


Kommt auch sicherlich auf die Kulturen an die man anbaut. Getreide wird mit Sicherheit die geringsten PS binden. Bei Sonderkulturen sieht das dann schon wieder ganz anders aus. Ich kenne einen Betrieb der hat bei 60ha Sonderkulturanbau knapp 550 PS - das ist allerdings nicht in Deutschland.
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